Premiumfutter oder geht es auch Billiger :: Hundefutter & Hunde Ernährung

Premiumfutter oder geht es auch Billiger

von Antje(YCH) am 08. Dezember 1999 14:51

Hallo Daniela,

mit Eukanuba & Co. bekommt man Verdauungsprobleme von empfindlichen Hunden sehr gut in den Griff. Oftmals ist dieses Futter dann die billigere Alternative, bevor man sein ganzes Geld beim Tierarzt läßt.

Es gibt halt Hunde, die haben ein Magen wie ein Pferd und vertragen selbst Sägemehl und Hühnerfutter, andere haben einen empfindlichen Magen und sind dann in der Ernährung etwas kostspieliger.

Ich frage mich nur immer, weshalb wir heutzutage so viele Hunde haben, die dieses Hightech-Futter brauchen. Liegt es daran, daß die Welpen heute mit super-duper-leichtverdaulichem Spezial-Welpen- und Junghundfutter großgezogen werden und der Magen-Darm-Trakt sich später nicht mehr richtig auf schwerverdaulichere Vollwertkost umstellen kann? Oder läuft da in der Zucht was schief?

Viele Grüße

Antje

von daniela(YCH) am 08. Dezember 1999 15:10

Hallo Antje

: Ich frage mich nur immer, weshalb wir heutzutage so viele Hunde haben, die dieses Hightech-Futter brauchen. Liegt es daran, daß die Welpen heute mit super-duper-leichtverdaulichem Spezial-Welpen- und Junghundfutter großgezogen werden und der Magen-Darm-Trakt sich später nicht mehr richtig auf schwerverdaulichere Vollwertkost umstellen kann? Oder läuft da in der Zucht was schief?

Das ist eine gute Frage, allerdings könnte ich mir vorstellen, daß die Hunde, die früher ebensolche Beschwerden/Empfinglichkeiten aufwiesen, gar nicht allzu lange lebten, oder eben nicht so gut. Muß nichts mit der heutigen Zucht oder irgendeiner Verweichlichung zu tun haben. Meine Hündin verträgt auch alles, aber mein Rüde hat seit jeher einen empfindlicheren Magen.

Liebe Grüße
Daniela

von Antje(YCH) am 08. Dezember 1999 15:23

Hallo Daniela,


: Das ist eine gute Frage, allerdings könnte ich mir vorstellen, daß die Hunde, die früher ebensolche Beschwerden/Empfinglichkeiten aufwiesen, gar nicht allzu lange lebten, oder eben nicht so gut. Muß nichts mit der heutigen Zucht oder irgendeiner Verweichlichung zu tun haben.

Die Befürchtung habe ich leider auch. Ich denke, daß die betroffenen Hunde zu der Zeit, als es noch kein so hochwertiges und leichtverdauliches Futter gab, halt nicht geglänzt haben wie die Speckschwarten und vielleicht auch immer etwas ruppig und struppig dreingeschaut haben, also keine Chance hatten, im Ausstellungswesen weit vorne plaziert zu werden.

Heute kann so etwas mit Hightech-Futter kaschiert werden und es gelangen munter Hunde mit chronischen Verdauungsbeschwerden, Bauchspeicheldrüsenproblemen usw. in die Zucht, vielleicht sogar als hochprämierte Champions, auf die dann munter Linienzucht betrieben wird. Das sind halt die Opfer, die unsere Hunde heute bringen müssen.

Viele Grüße

Antje

von Ursula, Nora & Gwen(YCH) am 08. Dezember 1999 16:28

: Hallo !

Ich sehe da auch so !! Aber wieso sollte es bei den Hunden anders sein als bei den Menschen ? Bei uns treten auch immer häufiger Allergien auf, zum einen wohl durch die Umweltbealstuingen, zum anderen denke ich auch durch "Verweichlichung" !
Meine Bernerhündin hat auch einen Mülleiner als Magen, wohingegen meine Neufundländerhündin sehr empfindlich ist, schnell mit Durchfall reagiert ! ich bin auf Royal Canin ausgekommen, aber jeder Hund verträgt was anderes und man muß ausprobieren ! Nur beim Aufzuchtfutter speziell bei großen Rassen würde ich nicht sparen, obwohl es auch nicht unbedingt Royal Canin , Eukanuba etc, sein muß, aber Frolic würde ich nicht gerade nehmen, um eine Dogge aufzuziehen, zum Beispiel !

Viele Grüße, Ursula,Nora & Gwen

von daniela(YCH) am 08. Dezember 1999 17:46

Hallo Antje!

: Heute kann so etwas mit Hightech-Futter kaschiert werden und es gelangen munter Hunde mit chronischen Verdauungsbeschwerden, Bauchspeicheldrüsenproblemen usw. in die Zucht, vielleicht sogar als hochprämierte Champions, auf die dann munter Linienzucht betrieben wird. Das sind halt die Opfer, die unsere Hunde heute bringen müssen.

Oho, Moment, so meinte ich das nicht. Hast Du schon mal Hunde ausgestellt, oder bei einer Ausstellung zugesehen? Die Hunde werden oft vorher gebadet, das Fell zB mit Öl eingerieben, so daß es schön glänzt...
Glaube nicht, daß die Hunde vor einer Ausstellung eben kurz übergebürstet werden und ab damit!
Und Hunde mit Bauchspeicheldrüsen- oder extremen Verdauungsbeschwerden werden auch mit sehr hochwertigem Futter nicht die Leistung erreichen, die gesunde Hunde erlangen(zB bei Leistungsprüfungen, die früher wie heute noch viele Rassezuchtverbände verlangen, bevor ein Hund zur Zucht zugelassen wird).
Ich bin übrigens auch sicher, daß ein damaliger Züchter mit einem sehr gut geratenen Hund, der das vorhandene Futter nicht so gut verträgt, diesen Hund anders ernährt hätte, zB durch Selbstgekochtes.

"Opfer" in der damaligen Zucht waren mit Sicherheit zB die Hunde aus nicht HD-freien Linien, worauf heute vermehrt geachtet wird!
Es gibt sehr viele Dinge, auf die man in einer guten Zucht Wert legen sollte, das sind (vom angestrebten Rassestandard mal abgesehen) ein gesundes Knochengerüst, Ekzemfreiheit, Robustheit, starke Nerven und ein gutes Wesen. Alles, was man also positiv erblich beeinflussen kann.
Den "perfekten" Hund wirds wohl nie geben (was ich nicht mal schlecht finde, gibt schließlich auch nicht den perfekten Hundehalter...grin).

Aber - um zu meinem Rüden zurückzukommen, der oft, wenn er im Sommer aus einer abgestandenen, bakterienreichen Pfütze trinkt, Magenprobleme bekommt - ein Hund mit einem empfindlichen Magen hat eventuell andere Vorzüge, die der Rasse guttun würden. Bei meinem Linus ist dies sicherlich sein Wesen und Charakter (wobei ich zu wenig Ahnung habe, um zu wissen, ob er dies auch vererben würde).
Ein Hund, der allen Dreck ohne Probleme verdauen kann, muß nicht unbedingt besser für eine Zuchtlinie sein. Er ist vielleicht robuster, aber er vererbt vielleicht auch einige Dinge, die für die Zuchtlinie nicht so toll sind.
Robuste gesunde Hunde sind ein erstrebenswertes Ziel. Aber da wir unsere Hunde heute nicht mehr mit Abfällen ernähren, muß ein Hund auch keine Abfälle vertragen können, um für die Zucht geeignet zu sein. Und da Eukanuba ein vollwertiges, normal im Handel erhältliches Futter ist - und nicht ein reines Tierarztfutter für Problemfälle - glaube ich auch nicht, daß Hunde mit erblich bedingten schweren Verdauungsbeschwerden nur durch die Gabe solch eines handelsüblichen Futters fit werden.

Liebe Grüße
Daniela


von Antje(YCH) am 09. Dezember 1999 06:25

Hallo Ursel,

ich würde gar keinen Welpen oder Junghund mit Frolic ernähren, denn das ist ein reines Erhaltungsfutter für ausgewachsene Hunde im unterdurchschnittlichen Leistunsbereich.

Es ist aber nicht unbedingt nötig, die recht teurer Futter speziell für den 7., 8. und 9. Wachstumsabschnitt (mal etwas übertreiben gesehen) unbedingt bis kurz vor das Rentenalter zu füttern. Abgesehen von den Riesenrassen sollten auch mittelgroße Hunde wie DSH, Boxer etc., wenn sie aus einer gesundheitlich nicht vorbelasteten Linie kommen, ab ca. dem 7. Monat mit einem ausgewogenen "normalen" Futter zurechtkommen.

Ein mir bekannter Tierarzt hat es mal auf den Punkt gebracht: Es gibt heute 25 Futter für unterschiedliche Wachstumsstufen, aber niemals hatten wir bei unseren Hunden so viele Skeletterkrankungen wie heute.

Die Sache mit den Allergien ist übrigens ein interessantes Thema; mein Tierarzt hat mich davor gewarnt, daß ich meine Welpen absolut wurmfrei halte. Der Organismus der Welpen braucht seiner Meinung nach die Spulwurminfektion, damit das Immunsystem des Welpen lernt, richtig zu arbeiten und nicht überzureagieren. Ein Kinderarzt hat mir diese These übrigens bestätigt. Seitdem entwurme ich die Hündin während der Trächtigkeit gar nicht (sie wird ca. 4 Wochen vor dem Decken entwurmt) und die Welpen das erste mal mit 3 Wochen, danach im 3-wöchigen Abstand. In dieser Zeit können sich vorhandene Spulwurmlarven entwickeln, haben aber keine Möglichkeit, zum Endstadium heranzureifen.

Viele Grüße

Antje

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