Trockenfutter einweichen oder nicht? :: Hundefutter & Hunde Ernährung

Trockenfutter einweichen oder nicht?

von Maren(YCH) am 11. April 2003 04:41

Bis jetzt habe ich TroFu immer trocken gefüttert, aber ich habe jetzt schon von mehreren Seiten gehört, dass es bekömmlicher sein soll, wenn man es vorher einweicht oder mit Wasser übergießt.
Wie haltet Ihr das? Und wieviel Wasser gibt man denn dazu, mengenmäßig? 1 Tasse TroFu/1 Tasse Wasser? Warm oder kalt? Und wie lange einweichen lassen?

von Antje(YCH) am 11. April 2003 05:06

Hallo Maren,

es gibt drei Probleme beim Füttern von nicht eingeweichtem Trockenfutter: Zum einen besteht die Gefahr, daß der Hund zusätzlich nicht genügend Flüssigkeit aufnimmt. Das schadet auf lange Sicht allen Organen des Körpers. Zum anderen "rutscht" das Zeug bei einem "guten Fresser" manchmal ziemlich schlecht und kann dadurch Probleme verursachen. Hinzu kommt, daß die Verdauungsorgane länger belastet werden und der Hund folglich länger zusätzliche Energie für den Verdauungsvorgang braucht, bei einem Leistungshund ein wichtiger Aspekt.

Die Verdauungsorgane des Hundes sind darauf ausgelegt, Futter mit einem hohen Prozentsatz an Wasser (= Fleisch) zu verwerten. Daher setze ich dem Trockenfutter Wasser zu und verabreiche es in vorgequollenem Zustand.


: Wie haltet Ihr das? Und wieviel Wasser gibt man denn dazu,
: mengenmäßig? 1 Tasse TroFu/1 Tasse Wasser? Warm oder
: kalt? Und wie lange einweichen lassen?

Das kommt ganz auf das Futter an. Es gibt Sorten, die übergießt Du mit lauwarmem Wasser und 10 Minuten später haben sie das Wasser vollständig aufgesogen. Andere Sorten schwimmen nach 20 MInuten noch unaufgeweicht im Wasser herum. Das liegt u.a. am Fettgehalt des Futters und am Herstellungsverfahren. Bei manchen Kroketten wird das Fett in den Kroketten verarbeitet, bei anderen auf die Kroketten aufgesprüht (dadurch muß das Fett nicht so stark erhitzt werden), und letztere brauchen dann manchmal länger zum Einweichen.

Ich gebe bei meinem Futter ca. die gleiche Menge warmes Wasser hinzu und lasse es mind. 30 Minuten einweichen. Dadurch sind die Bröckchen aufgeweicht, aber man kann damit z.B. noch gut in der Fährte arbeiten, d.h. sie bröseln nicht auseinander. Wenn ich mehrmals täglich füttere (Welpen/Junghunde) weiche ich das Futter für's nächste Mal häufig auch bereits nach der letzten Fütterung ein, z.B. das Frühstück nach der Abendfütterung. Das kann man aber nur manchen wenn das Futter zum einen nicht warm steht (ggf. in den Kühlschrank stellen und vor dem Füttern warmes Wasser zum Anwärmen zugeben) und zum anderen nicht zum Gären neigt.

Viele Grüße

Antje

von Cat.(YCH) am 11. April 2003 09:58

Weiche mal eine halbe Tasse Trockenfutter in derselben Menge wasser ein und du wirst erstaunt sein, wieviel futter das plötzlich gibt. dasselbe passiert wenn du das wenige trockenfutter deinem hund gibst, es quillt dann erst im verdauungsorgan auf, enzieht wasser oder der hund muss viel wasser nachtrinken. es braucht wie antje beschriebne hat länger für die verdauung usw.

ich persönlich gebe warmes wasser dazu, manchmal auch leichte fettfreie bouillon, resten vom "spargelwasser" bevor ich es den ausguss runter lasse, oder vom gemüsewasser. laktosefreie milch-wasser gemisch.

einfach soviel menge an wasser, dass das futter gut aufquillt.

solltest du mal in den ferien usw. nicht die zeit zum einweichen haben, so geben einfach wasser übers trockenfutter, dass dein doggie das wasser mitaufnehmen muss. aber nachher bitte eine gute zeit deinen hund ruhen lassen.

von lucy(YCH) am 11. April 2003 10:12

Dann sollte man nur für die Zahnpflege etwas anderes geben. Der Vorteil von Trockenfutter ist ja auch, daß der Hund "kauen" muß.

Wenn man natürlich nebenbei noch Kauknochen o.ä. gibt, ist das natürlich egal.

Gruß, Lucy

Ach ja: da ich nicht viel TroFu füttere, geb ich das wenige unaufgeweicht.

von Antje(YCH) am 11. April 2003 10:24

Hallo Lucy,

der Hund ist aber von Natur aus kein "Kauer", sondern ein "Schlinger". Und deswegen kann es Probleme geben, weil der "gute Fresser" das dröge Zeugs runterschlingt. Schlundverstopfung, zu geringe Wasseraufnahme, bis hin zu Darmverschluß können die Folge sein.

Sollte ein Hund an Zahnstein leiden, dann ist nicht das eingeweichte Trockenfutter daran schuld, sondern der pH-Wert im Speichel. Kenne ettliche Hunde mit blitzsauberen Zähnen, die ihr Leben lang eingeweichtes Futter gefressen haben.

Wenn man den Hund kauen lassen will gibt es zudem Alternativen, z.B. Flechsen oder Ochsenziemer. Da hat er auch länger Spaß dran ...

Ein schönes Wochenede,

Antje

von Lucy(YCH) am 11. April 2003 14:51

: Wenn man den Hund kauen lassen will gibt es zudem Alternativen, z.B. Flechsen oder Ochsenziemer. Da hat er auch länger Spaß dran ...


Das meinte ich ja, wollte das nur hervor heben, daß das nicht vergessen werden sollte. Die Mahlzeiten von meiner Hündin sind auch eher matschig (püriertes Gemüse mit Fleisch zu Mittag, Haferflocken mit Milchprodukten zum Frühstück, mal Dosenfutter ... .

Allerdings kriegt sie im moment diese Marengoringe, da beißt sie schon ganz schön dran rum.

Aber: das mit dem PH Wert interessiert mich dann doch. Mache am besten eine neue Frage auf.
Gruß, Lucy

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