Dunkles Fell durch 'Billigfutter' :: Hundefutter & Hunde Ernährung

Dunkles Fell durch 'Billigfutter'

von Karin(YCH) am 04. September 1998 05:50

Guten Tag Volker,

ich habe auch eine weiße Schäferhündin. Sie kam mit ca. einem Jahr zu mir, das ist jetzt fast zwei Jahre her. Sie war auch sehr ängstlich und hatte null Selbstvertrauen. Sie wurde (und wird heute noch) von unserem Rüden beschützt und dadurch hat sich langsam das Selbstvertrauen aufgebaut.
Sie ist heute noch zurückhaltend (aber nichtmehr ängstlich), allem fremden gegenüber - das wird aber immer weniger.

Ich habe mich schon öfters mit anderen ACWS-Hundebesitzern unterhalten.
Sie sind auch der Meinung, daß die Weißen überaus sensibel sind. Die kleinste Gemütsschwankung von dir überträgt sich auf den Hund. (Wenn du nervös wirst, sobald dir ein Mensch entgegenkommt, wird der Hund auch nervös)

Wenn wir spazieren gehen und hinter uns laufen fremde Leute, fängt sie an wie wild an der Leine zu ziehen und sieht sich oft nach hinten um.

Bleib doch einfach stehen, wenn hinter euch Leute laufen und laß sie vorbeigehen. Beug dich dabei zu dem Hund runter und sprich fest (ohne Nervosität und Angst) aber leise auf ihn ein. Oder setz dich auf eine Bank und beobachte die anderen Spaziergänger und rede mit dem Hund im normalen Plauderton. Mit der Zeit ist das für den Hund ganz normal, daß andere Leute unterwegs sind.

Da der Hund erst 5 Wochen bei euch ist, darfst du keine Wunder erwarten.
Der Hund muß sich erstmal bei euch eingewöhnen. Bevor er in seinem Revier (eure Wohnung) nicht sicher ist, kannst du nicht erwarten, daß er auf Spaziergänger gelassen reagiert.
Mein Vorschlag: Such dir jemanden mit einem selbstsicheren Hund, mit dem ihr oft spazierengehen könnt. Die ängstliche Hündin stützt sich auf den starken Hund und baut ein eigenes Selbstvertrauen auf. Das dauert aber alles seine Zeit.

Das Fell verändert die Farbe nur, wenn du Carotin fütterst.

Freundliche Grüße
Karin Klug

von Kerstin(YCH) am 04. September 1998 11:16

Hallo Volker und alle, die an ihn geschrieben haben

Nun, ich habe mit Interesse die verschiedenen Aussagen gelesen und kann mich im grossen und ganzen den Meinungen anschliessen. Ich selbst besitze keinen Weissen Schäfer, aber eine Kollegin von mir besitzt eine solche. Auch sie hat mir einmal gesagt, sie müsse aufpassen mit dem Futter, bzw. mit dem Karotingehalt in den Fertigfuttersorten. Also vergleiche doch mal, schau auf den Prozentgehalt an Karotin auf den versch. Futterpackungen. Meine Kollegin füttert im übrigen "Nature" - ich weiss aber nicht, ob ihr das in Deutschland auch bekommt.
Nun zu der Aengstlichkeit. Wie schon erwähnt, im grossen und ganzen bekamst Du gute Tips. Nur, wenn Du das mit Futtergeben eines Fremden ausprobieren willst, würde ich vorschlagen, dass der "Fremde" nicht regungslos steht, sondern eher in die Knie geht. Dadurch sieht der Mensch aus Hundesicht nicht mehr so gross und demzufolge furchteinflössend aus. Meist wird diese Körperhaltung (in den Knien sitzen) vom Hund auch als Spielaufforderung angesehen - also jeweils positiv.
Nun zu der Sensibilität der Weissen Schäfer. Dazu kann ich nur sagen, dass man mit jedem Rassenfan sprechen kann und jeder sagt, "seine" Rasse sei besonders sensibel. Sei es eine Deutsche Dogge oder ein Zwergpudel - alle Hunde sind sensibel und orientieren sich sehr an ihren Besitzern. Auch meine Am.-Staff.-hündin und mein Deutscher Schäfer sind demzufolge als sensibel zu bezeichnen.
So, das nur kurz als Anregung und gib nicht auf, auch Dein Hund wird mit Geduld zu einem sicheren Begleiter.
Kerstin.

von Volker Müller(YCH) am 04. September 1998 12:44

Hallo Michaela,

in der Tat hatte unser Hund keine besonders erfreuliche Vergangenheit,
nachdem was wir von den Nachbarn hören. Der lebte mit einer Familie
(ca 4 Kinder)in einem kleinen Dorf in einem Einfamielienhaus, großes Grundstück,
Scheune. Nach Aussage unserer Nachbarn wurde der Hund nur sehr selten ausgeführt,
obwohl die Umgebung wie gemacht ist zum Spazierengehen.
Als wir das Haus kauften, wurde uns der Hund angeboten. Ich wollte eigentlich
noch keinen Hund, wir sind beide berufstätg stark beim Umbau des Hauses
eingebunden, und müssen uns auch noch um unsere anderen Tiere (Waschbär,
Katze, Steinmarder,...) kümmern. Aber als uns die Vorbesitzerin sagte, sie
müsse sonst den Hund einschläfern, habe ich dann doch nachgegeben (So ähnlich
sind wir auch an die anderen Tiere gekommen).
In den ersten Tagen lag der Hund in einer Ecke, in der wir ihn bei jeder
Hausbesichtigung auch gesehen hatten. Er lag auf dem nackten Boden, hatte kein Decke
oder Körbchen. Er bewegte sich in 10 Stunden keinen Zentimeter. Wie wir kurz darauf
von einer Tierärtztin gesagt bekamen hat unser Hund Liegemale an den Vorderläufen.
Laut unserer Tierärtztin war der Hund unterernährt und in einen solch schlechten
Zustand, daß sie ihn noch nicht Impfen wollte. Ernährt wurde der Hund nach Angabe
der Vorbesitzerin mit dem was sie auch gegessen haben.

Soviel zu der Vorgeschichte soweit wie wir sie kennen. Was innerhalb des
Hauses vorging konnte uns keiner der Nachbarn sagen. Die Vorbesitzerin
beteurte uns jedoch daß es dem Hund immer gut ging, nie geschlagen wurde ...(???).

Die erste Zeit war es sehr schwierig, unseren Hund aus seiner Ecke zu bekommen um mit ihm
Gassi zu gehen. Das ging nur zu zweit, einer schiebt, der andere zieht. Nach ca einer
Woche kam er dann freiwillig mit und inzwischen kann er es schon nicht mehr abwarten.

Alles in allem kann man sagen daß sich unser Hund gut eingelebt hat, er
ist ein sehr anhängliches und doch einigermaßen braves Tier geworden.

Aber jetzt noch zu deinem Tip. So was Ähnliches haben wir schon proboiert.
Einziger Fremder den ich bis jetzt dazu gewinnen konnte war mein Vater.
Es hat zwei Wochen gedauert, bis unser Hund zumindestens einigermaßen
Vertrauen gefasst hatte. Das Problem ist nur, daß sich das Tier in dieser Zeit
auch an meinem Vater gewöhnt hatte und danit kein Fremder mehr ist. Auch bei
Nachbarn, die er ebenfalls offt sieht ist die Angst nicht so schlimm, aber
daß Verhalten auf offener Straße (wenn man die bei uns überhaut Straße nennen
kann) hat sich nicht geändert. Ein Fremder in 50 m entfernung kann ihn
schon aus der Fassung bringen.

Ich werde es aber immer weiter versuchen, denn wie schon gesagt, 5 Wochen sind
keine große Zeitspanne. Bei unserem Waschbären hat es ein 3/4 Jahr gedauert,
bis er wieder Vertrauen gefasst hatte, und jetzt nach ca 3 Jahren kann man
immer noch entsprechendes Verhalten beobachten.

mit freundlichen Grüssen

Volker

von Michaela(YCH) am 04. September 1998 13:34

Hallo, Volker,

toll, dass Du (wie mir beim Durchlesen deines Textes scheint) die notwendige Geduld mit Tieren hast. Bezueglich Waschbaeren habe ich ja keine Erfahrung, daher weiss ich nicht, ob man Vergleiche ziehen kann. Fuer weitere Fragen schreibe doch bitte in das Forum "Erziehung", wir sind hier einfach am falschen Platz smiling smiley Der Futtertrick soll natuerlich so gemacht werden, dass der Hund immer mit anderen Menschen diese Erfahrung macht (dass sie ruhig auf ihn warten, bis er auf sie zukommt und dann bekommt er Futter, du lobst ihn). Es ist natuerlich schwierig selbst genug Leute zu finden, die dies machen, aber vielleicht reichen fuer den Anfang 3 - 5. Sie sollten sich abwechseln und nicht einer davon taeglich mit dem Kontakt aufnehmen, denn natuerlich ist der dem Hund dann bald bekannt. Dein Schaefer ist wahrscheinlich sehr verunsichert, er kommt kaum mit den neuen Eindruecken zurecht, fuer ihn ist all das Stress und er reagiert eben aengstlich auf diese Reizueberflutung. Hast Du schon einmal probiert, ob er auf ab Ablenkung Deinerseits durch ein Spielzeug o.ae. reagiert?

Okay, so voiel von mir,
weiteres im Forum "Erziehung", wenn Du noch Fragen hast,

liebe Gruesse

Michaela

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