Böser Kampfhund im Hundeauslaufgebiet :: Hundegeschichten

Böser Kampfhund im Hundeauslaufgebiet

von Tharin(YCH) am 01. Mai 2000 10:00

Hallo!

: Natürlich sind Hunde gefährlich. Aber Autos und Fahrräder,
: Spielplatz-
: schaukeln, Treppen und Dachziegel sind auch gefährlich.

Eine der prozentual ganz starken Gefahren hast du vergessen:
Den Menschen!

Tharin

von Staff-Ute(YCH) am 01. Mai 2000 10:15


Hi Birgit!
Ich war so geschockt, daß ich nicht reden konnte. Solchr Reaktionen kannte ich nur bei meiner mit Artgenossen unverträglichen vorherigen staffordhündin (mußte leider wegen Krebs eingeschläfert werden, ich trauere ihr jetzt noch hinterher, sie war ein toller Hund)und nicht bei dem Trottel, die jetzt bei mir ist. Tonya sieht irgendwie nicht aus wie ein Staff. Man sieht das etwas in der Richtung mal vorbei gelaufen ist, aber mehr nicht und sie hat das kurze Fell.
Meine Schwester wurde in dem selben Auslaufgebiet von Schäferhundleuten angemacht, obwohl ihre kleine Staffordhündin super verträglich ist.
Heike (meine Schwester) hatte mich gewarnt, als wieder die Sprache auf einen neuen Hund kam und sie war der Meinung, das Staffchen jetzt noch mehr diskriminiert werden. Tjas bloß so schlimm habe ich mir es nicht vorgestellt. Aber was solls für mich ist der stafford nun mal der Hund und er wird es für immer bleiben und sollen die Politiker noch mehr Blödsinn machen, der Stafford ist ein TOLLER HUND:
Ute und Tonya, der Trottel

von Sabine+spike(YCH) am 01. Mai 2000 11:46

Hallo Ute,
auch ich gehöre optisch bestimmt nicht zu dem Personenkreis vor dem man angsthaben muß. Doch anscheinend provoziert dies gerade bei einigen Deppen das Verhalten ihre Hunde auf meine zu hetzen. Mir sind schon zweimal Fälle passiert, wo ich mich frage, was den Leuten im Kopf herum geht (wenn da überhaupt etwas vorgeht).
Der erste Fall passierte als mein Pitbull-Mastino Mix 9 Monate alt war. Ich war mit ihm und unserer Rotti-Mix Hündin angeleint unterwegs (auf einen Feld) und sah ca. 200 Meter entfernt einen jungen Bengel und einen älteren Mann mit zwei Schäferhunden. Erst leinten sie ihre Hunde an, doch aufeinmal sagten sie etwas zueinander, grinsten und dann ließ der Bengel mit dem Kommando "Faß" seinen Hund los.
Ich war völlig verdattert und dachte nur was jetzt? Ich hatte an dem Tag Schuhe mit Stahlkappen an und habe dem Schäferhund, der Zähne fletschen auf uns zuraßte, vor den Kopf getreten.
Der war kurz außer Gefecht und die Besitzer natürlich entsetzt. Schrien nach der Polizei, wollten sie aber komischerweise nicht rufen.Seid dem nehmen sie ihre Hunde immer brav an die Leine und machen einen Bogen um uns.
Der zweite Vorfall passierte vor ein paar Monaten, ich war mit Spike, dem Pitbull-Mastino alleine angeleint unterwegst, als urplötzlich aus den Büschen ein riesengroßer schwarzer Mischling stürzte und sofort auf meinen losging. Ich habe es gerade noch geschafft die Leine loszumachen, damit Spike sich verteidigen konnte. Die Besitzerin des Mischlings blieb in einer Entfernung von 100 Metern stehen und telefonierte! Spike schnappte sich den Hund an der Kehle und hielt fest. Da ich merkte, daß der andere aufgab, befahl ich "aus" und zeigte Spike seinen Ball, woraufhin er (um Glück) wirklich los ließ.
Die Besitzerin hatte während dessen die Polizei angerufen und der mitgeteilt, daß ihr Hund von einem Kampfhund angefallen worden sei.
Zu meinem Glück haben andere Spaziergänger den ganzen Vorfall beobachtet und blieben da bist die Polizei kam. Diese haben die Frau dann verwarnt und meinen Kampfhund gestreichelt und gelobt.
Aber was passiert wäre, wenn keine Zeugen dagewesen wären weiß ich wirklich nicht. Übrigens hatte der Mischlinge keinerlei verletzungen meiner hat nur festgehalten.
Dies sind nur zwei stories des ganz alltäglichen Wahnsinns, denen man als Kampfhundebesitzer jeden Tag erlebt. Lustig ist es auch immer,wenn die Leute schon auf mehrere Hundert Meter Entfernung sich ihre Hunde unter den Arm nehmen und rennen gehen oder sich in die Botanik schlagen, um den blutrünstigen angeleinten Monstern zu entkommen.
viele Grüße
sabine + spike

von Katja + Indy(YCH) am 01. Mai 2000 12:08

Hallo Ute!

: Also auch mein Auto hat viele Staffordaufkleber (man sieht das Auto nicht mehr vor Aufklebern).
Das meine ich auch nicht; ich meine diesen Aufkleber, der über die ganze Breite der Heckscheibe geht, wo in Gothischen Schriftzeichen dann eben "Pitbull" steht. Und das allein würde mich auch nicht für 5 Pfennig stören, nur im Zusammenhang mit dem Rest halt.

: Tja, Tonya und ich waren heute wieder im besagten Auslaufgebiet und es haben gerade Kleinhundbesitzer (in dem falle Zwergschnauzer) wunderbar auf Tonya reagiert. Etwas Später kamen zwei Leute mit ihrem Rudel Huskies an und haben auf den bösen Kampfhund Tonya geschimpft, ohne geringstem Anlass.
: Nun sage mir bitte jemand, daß sich Leute das andere Ende der Leine ansehen, den ich bin eine normale Frau mit normalen Haaren und von durchschnittlicher Gestalt und alle Leute denen ich heute mit den bullartigen Rassen begegnet bin sahen ganz normal aus bis auf einen und der war mit seiner Bourdeuxdogge da und der Hund war super.

Hey, ich bestreite nicht, daß es unter Hundebesitzern genausoviele Idioten gibt wie in der Normalbevölkerung auch! Schließlch entstammen wir ihr...
Aber, so leid es mir tut, es gibt zusätzlich zu den netten Leuten mit dem Bulli oder dem Staffi an der Leine/ohne Leine halt auch diese aufgeblasenen Jungproleten, die ich auch sonst nicht treffen mag, weil mir die Sprüche, die die machen, immer ziemlich schnell auf den Geist gehen. Und die machen den schlechten Eindruck und finden es toll, wenn ihre Hunde rumgrummeln und pöbeln; von Sprüchen wie "Meiner macht Deinen alle, ey!" gar nicht zu reden (früher holte man seine Freunde/großen Brüder...). Diese Bengels sind aber leider auch diejenigen, die bei uns den Großteil der Pitbulls und American Staffordshire Terrier besitzen (auch erst in den letzten 5-10 Jahren, vorher hab ich bei diesen Gruppen immer nur Schäfermixe etc. gesehen) und damit das Bild für die Masse der Bevölkerung abgeben, weil die abends mit den Hunden durch die Innenstadt ziehen. Was kommt dabei raus? Alle "Kampfhunde" müssen in der Göttinger Innenstadt jetzt Maulkörbe tragen. Rate, wer sich nicht daran hält...
Erstaunlich dabei ist, daß man bei diesen Halbstarkentruppen immer nur relativ junge Hunde sieht. Kein Hund mit mehr als drei Jahren. Und nicht jeder der Jungs sieht so aus, als ob er schon 18 wäre und legal ein Tier erwerben dürfte.

Also, wenn Du mich treffen würdest (ich bin erst im Juli mal wieder in Berlin), ich pöbele keine Hundebesitzer an, nur weil sie einen Hund an der Leine haben, der im Moment als "Kampfhund" läuft. Ich meckere nur Leute an, die ihren Hund mit Worten wie "Der will nur spielen" zu meinem Wauz hinlaufen lassen obwohl ich meinen extra angeleint habe, weil ich weiß, daß er keine ihm unbekannten Goldies in meiner Nähe duldet, und Leute, die ihren Hund mit Worten wie "Das hat er noch nie gemacht" entschuldigen, wenn der sich in meinen Hund verbissen haben. Ansonsten halte ich mich für leidlich tolerant ;-)
Und ich schaue immer auf das andere Ende der Leine, egal welcher Hund unten dran hängt; habe meine Meinung auch über mehrer Leute schon revidiert, wenn die anders (sowohl "besser" als auch "schlechter"winking smiley als der erste Eindruck waren.

Schönen Tag noch,

Katja

von wilma und fellow(YCH) am 01. Mai 2000 12:28

Hallo Ute,

also mal abgesehen von der kampfhunddiskussion begegnen einem mit jedem hund bekloppte. ich habe schon pudelbesitzer erlebt, die ihren begeister wedelndend rüden auf den arm nahmen, wenn sie mir entgegenkamen (fellow ist ein kniehoher mischling, der aussieht wie ein kl. schäferhund, aber eine andere abstammung hat).
auf der anderen seite trifft man leute mit pitbulls, die sich aufregen weil andere hund frei laufen und erzählen gestern kam mir ein freilaufender rottweiler entgegen, da habe ich meinen erstmal losgemacht und der hat den fast kaltgemacht...
ich verfolge die kampfhunddiskussion mit großer sorge. vor allem auch, weil es doch eindeutig ist, daß die entsprechenden klientel a) sowieso die auflagen nicht beachten werden und b) schon jetzt der trend zum owtscharka und ähnlichen rassen geht. und die gehören nun wirklich nicht in privathand bzw. in dichtbesiedelte gebiete. aber es sind ja keine kampfhunde.
bei uns muß man 1200 für einen sog. kampfhund zahlen statt 108 im jahr. bei der neuanmeldung wird nach der rasse gefragt. ja wer bitte schön sagt den da bulltierrier oder staff oder pit?
ich selber liebäugel immer wieder mit dem gedanken mir als nächsten hund einen bulli anzuschaffen werde dies aber nicht tun, weil ich angst habe, irgendwann mal wenig geld zu haben und dann wg. der steuer meinen hund abgeben zu müssen und b) vor allem weil es fast unmöglich ist eine wohnung mit so einem hund zu bekommen und vor allem wg. der tatsache, daß ich den hund schon jetzt fast ständig anleinen müßte wg. solcher reaktionen. und wenn ein bullterrier sich mal wehren würde gegen all die anderen verhaltensgestören hunde wäre er doch der buhmann...
ich war neulich auf einer heimtiermesse wo mehrere bullterrier um verständnis warben. aber auf so eine schau gehen ja auch nicht grade die hundehasser. einen gab es der im rettungsdienst arbeitete...
mir tun vereine wie bullterrier in not leid...so wie der trend ist, wird man in absehbarer zeit die hunde nur noch für den rest ihres lebens im th verwahren können oder gleich einschläfern...schon jetzt müssen die hunde einschläfern, die eigentlich resozialsierbar wären, wenn denn die zeit da wäre und die menge nicht so groß...
im übrigen ist erwiesen, daß fast alle hunde die wirklich zupacken zwingerhunde sind...
und daß der dt. schäferhund viel öfter und ärger zupackt (die meisten werden ja auch im zwinger gehalten, so gehört sich das...) ohne verfemt zu werden zeigt wie wichtig eine starke lobby ist...
gestern sah ich einen bericht über pitbulls in england. die dürfen da nur noch mit lizenz gehalten werden, und nur mit maulkorb und angeleint frei laufen....dieses leben würde ich keinem hund zumuten wollen...
und dennoch passieren dort unfälle und als konsequenz will man das jetzt auf weitere rassen ausweiten...
ich wünsche dir dennoch viel spaß mit deinem staff und daß sie keine erfahrungen machen muß, die sie verbiegen...und nimm die reaktionen nicht so ernst, es gibt zuviel hundehalter ohne ahnung (meine freundin hat mit ihrem vorigen hund auch oft merkwürdige reaktionen erlebt. er war ein großer boxermix, völlig harmlos. aber in den köpfen der leute lebt halt ein komisches bild vom pitt und staff, die wissen gar nicht, daß das eigentlich kein großer hund ist...)
sorry, sollte nicht so lang werden
grüße von fellow (die schäferhunde haßt, weil sie schon einige male angefallen wurde )und wilma

von Katja + Indy(YCH) am 01. Mai 2000 13:50

Hallo Sabine!
: Aber was passiert wäre, wenn keine Zeugen dagewesen wären weiß ich wirklich nicht. Übrigens hatte der Mischlinge keinerlei verletzungen meiner hat nur festgehalten.

Ja, das ist wirklich Sch..., daß es solche Ekelpakete von Menschen gibt, bei denen man dann darauf angewiesen ist, daß andere Leute den Vorfall gesehen haben bzw. vorurteilsfrei wiedergeben. Ich kenne das Spiel so ähnlich, ich bin nun halt nicht sehr groß, eher zierlich, mit blondem langen Zopf und sehe deutlich jünger aus als ich bin... irgendwer behauptet immer, ich würde mich da mal noch drüber freuen, aber da warte ich nun auch schon ewig drauf. Aber bei mir haben dann auch lötzlich Leute Mut, die sonst keinen haben, so nach dem Motto: "Die Kleine schaffe ich allemal" . Ätzend!!!

: Dies sind nur zwei stories des ganz alltäglichen Wahnsinns, denen man als Kampfhundebesitzer jeden Tag erlebt. Lustig ist es auch immer,wenn die Leute schon auf mehrere Hundert Meter Entfernung sich ihre Hunde unter den Arm nehmen und rennen gehen oder sich in die Botanik schlagen, um den blutrünstigen angeleinten Monstern zu entkommen.

Dafür brauchst Du keinen Mastinomix, das geht auch schon mit Hovawart und Neufundländer an der Leine :-) Am besten ist es dann immer, wenn die beiden völlig desinteressiert an irgendeinem "geretteten" Hund dann vorbeilatschen, der wie irre kläffend in der Leine hängt und keines Blickes gewürdigt wird...

Katja

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