Altdeutscher Hütehund :: Hunderassen

Altdeutscher Hütehund

von Gerda(YCH) am 09. September 2003 09:13

Hi Daniela,

vielen Dank für Deine Info. So wie ich das Problem sehe, ist es wahrscheinlich am schwierigsten, die geeigneten Eltern zu finden.
Leider habe ich in meiner nun auch schon nach ein paar Jährchen und viel Hunde währenden Erfahrung festgestellt, dass man eben nicht überwiegend auf die Prägung vertrauen kann. Ich habe selbst bei super geprägten Hunden erlebt, dass sie auf einmal anfingen, anstelle in die Beute, ins Opfer zu beißen. Ich denke, es ist halt auch viel Genetik im Spiel.

Herzliche Grüße

Gerda

von Daniela(YCH) am 09. September 2003 10:14

: Hi Daniela,
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: vielen Dank für Deine Info. So wie ich das Problem sehe, ist es wahrscheinlich am schwierigsten, die geeigneten Eltern zu finden.
: Leider habe ich in meiner nun auch schon nach ein paar Jährchen und viel Hunde währenden Erfahrung festgestellt, dass man eben nicht überwiegend auf die Prägung vertrauen kann. Ich habe selbst bei super geprägten Hunden erlebt, dass sie auf einmal anfingen, anstelle in die Beute, ins Opfer zu beißen. Ich denke, es ist halt auch viel Genetik im Spiel.

Sehe ich etwas anders. Ob aus einem Hund etwas wird, oder nicht, entscheidet sich recht früh. Dabei spielen die Gene 30%, Prägung 40% eine Rolle. Weiter kommt die Ausbildung mit 30% hinzu. Diese Prozentzahlen kann man zugunsten der Prägung und Ausbildung verschieben, aber um die genetischen Anlagen kommt man natürlich nie herum. Was ich in der Prägung versäume, kann ich auch nur zum Teil in der Ausbildung wieder auffangen. Es ist später praktisch nicht mehr zu erkennen, ob ein Problem an der Prägung oder an der Veranlagung lag - beides greift intensiv ineinander und läßt sich nicht mehr trennen.

Wobei das Problem mit dem Bedrängen des Opfers in allen mir bekannten Fällen, zu 100% ein Ausbildungsproblem ist. KEIN Hund ist genetisch dazu veranlagt, statt seines Spielzeuges das Opfer zu beißen!!! Kaum ein Hund wird in der Prägungsphase darauf getrimmt, dieses zu tun. Es ist IMMER ein Problem der unsauberen Arbeit in der späteren Ausbildung. Und es läßt sich fast immer korrigieren.
:
: Herzliche Grüße
:
: Gerda

Viele Grüsse zurück
Daniela

von Gerda(YCH) am 09. September 2003 18:04

Hallo Daniela,
Über Prozentzahlen will ich nicht streiten - allerdings bei so einer anspruchsvollen Tätigkeit wie der RH Arbeit, machen auch 30 % Gene am Ende eine Menge aus. Ich habe eine Reihe von Hunden in der Ausbildung miterlebt und zwar vom Welpen an. Fehlverhalten entstand, wenn sie kein Ausbildungsfehler waren, immer aus einer Unsicherheit des Hundes heraus. Die Unsicherheit kann natürlich auch durch die Trainingsmethode provoziert sein, keine Frage, kann aber auch von genetischen/Wesensschwächen her resultieren. In diesem Fall wird man nie einen 100% belastbaren Hund haben. Als Familienhund/Hobbyhund ist das kein Problem, denn ein Familienhund kommt im Zweifel nie in solche Ausnahmesituationen. Aber als "Arbeitshund" kann es zum Problem werden und da du selbst RH Arbeit machts, stimmst du mir sicher zu, dass man keinen 100% arbeitenden Hund sondern möglichst einen 150 % igen Hund haben möchte - schließlich geht es um Menschenleben.
(Die 100% Prozent bekommt man sicher durch Training hin, aber die 150 nur, wenn die Genetik auch stimmt.)

Nach einigen wirklich frustrierenden Beispielen von genetisch nicht so optimaler Disposition (Ängstlichkeit) bei wirklich optimalem Training, bin ich vielleicht besonders empfindlich was das Thema Abstammung angeht.

Ich finde es jedenfalls ziemlich schwierig, neben der optimalen Rasse für die Arbeit, den optimalen Partner für sich selbst (jeder Jeck ist schließlich anders) mit der möglichst besten genetischen Voraussetzung zu finden. Nur aufs Glück will ich mich dabei nicht verlassen.

Viele Grüße

Gerda

von Daniela(YCH) am 10. September 2003 07:09

Fehlverhalten entstand, wenn sie kein Ausbildungsfehler waren, immer aus einer Unsicherheit des Hundes heraus. Die Unsicherheit kann natürlich auch durch die Trainingsmethode provoziert sein, keine Frage, kann aber auch von genetischen/Wesensschwächen her resultieren. In diesem Fall wird man nie einen 100% belastbaren Hund haben.

Hallo Gerda! Da gebe ich Dir völlig Recht. Die Unsicherheit bringt der Welpe schon in die Ausbildung mit. Es gibt sicher Hunde, die von der Rasse her unsicher sind (Genetik), aber im Wesentlichen liegt es an der Prägung. Und die findet in großen Teilen bereits beim Züchter statt. Da kannst Du dann hinterher als Welpenbesitzer dich noch so auf den Kopf stellen, das holt man nie mehr ein! Ich finde es sehr schwierig, die Dinge so zu trennen, daß man etwas ganz sicher an den Genen festmachen kann. (Es sei denn, die Elterntiere waren ebenfalls wesensschwach!)

als "Arbeitshund" kann es zum Problem werden und da du selbst RH Arbeit machts, stimmst du mir sicher zu, dass man keinen 100% arbeitenden Hund sondern möglichst einen 150 % igen Hund haben möchte - schließlich geht es um Menschenleben.
: (Die 100% Prozent bekommt man sicher durch Training hin, aber die 150 nur, wenn die Genetik auch stimmt.)

;-), klar.

: Nach einigen wirklich frustrierenden Beispielen von genetisch nicht so optimaler Disposition (Ängstlichkeit) bei wirklich optimalem Training, bin ich vielleicht besonders empfindlich was das Thema Abstammung angeht.
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: Ich finde es jedenfalls ziemlich schwierig, neben der optimalen Rasse für die Arbeit, den optimalen Partner für sich selbst (jeder Jeck ist schließlich anders) mit der möglichst besten genetischen Voraussetzung zu finden. Nur aufs Glück will ich mich dabei nicht verlassen.

Nee, würde ich mich auch nicht. Was die Altdeutschen Hütehunde angeht: Für die RH-Arbeit würde ich mir einen holen, dessen Eltern an der Herde gearbeitet werden, und dann am besten von solchen, die auch schon mal etwas derber an die Arbeit herangehen. Diese Hunde arbeiten aggressiver und sind im ganzen härter und selbständiger, dafür vielleicht nicht so leichtführig. Aber genau das brauche ich auch in der RH-Arbeit, ein Hund, der seinen Job macht, weil ER das so will, und der sich im Notfall auch über mein Kommando hinwegsetzt.
Dafür kommen für mich persönlich nicht soviele Rassen in Frage, und der Westerwälder steht dabei bei mir ganz weit oben in der Hitliste. Wie Du schon sagtest, es muß halt auch zum Jeck an der anderen Seite der Leine passen... (kommst Du aus dem RHeinland???)

VG Daniela


: Viele Grüße
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: Gerda
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