DSH am Aussterben? :: Hunderassen

DSH am Aussterben?

von Schäferhexi am 11. Juni 2007 13:30
Hallo Wahrheit,

Quote :
und wo ist der wesensfeste DSH? Ich meine wo in Deutschland oder Europa hält sich dieser Hund derzeit auf?

es gibt noch sehr viele wesensfeste Schäferhunde, ich habe 5 Erwachsene davon und im Moment 8 Zwerge dazu. Keiner davon ist bisher auffällig geworden. In meinem Umfeld kenne ich nur solche,da wir die Hunde bestens prägen, Sozialkontakt geben und eine artgerechte Ausbildung betreiben. Der Schäferhund = (alle Rassen) ist von Natur aus nicht böse, sie werden so gemacht. Falsche Ausbildung,falsche Haltung führen dazu, das der Schäferhund kein gutes Images mehr hat. Leider erkennen viele Hundesportler ihren Hund nicht,oft kommen Hunde in den SD die dort nicht hingehören und gerade diese können die Arbeit auf dem Platz und Privat oft nicht trennen. Haben gerade so einen Fall in meiner Ecke,Hund hatte schon dieverse Wesenmägel, wurde aber trotzdem in den SD genommen, mit Zwang zum beißen gebracht. Na ja, nun hat er vorige Woche jemanden Krankenhaus reif gebissen, nur weil der Mann an dem Hund vorbei ging und den Arm hoch nahm. Der 2 jährige Hund wurde sofort eingeschläfert, nur weil sein Besitzer und die Ausbilder nicht in der Lage waren, den Hund zu lesen. Wenn man schon einen nicht gut geprägten Welpen kauft und er sich nur ängstlich zeigt, hat er im SD nichts zu suchen.
Es kommt immer auf die Auswahl des Züchters an,wenn ich mir einen Hund aussuchen möchte. Wie hält er die Hunde/Welpen, wie prägt er sie? Es gibt sehr viele Schäferhund Züchter, leider auch schwarze Schafe. Dann hat man eben einen wesensschwachen Hund .

Rittmeister Stephanitz hat aber auch einen Hund mit geraden Rücken gezüchtet. Leider wurde er zu einem Berg ab Hund gezüchtet. Ich will hier nicht die Lager angreifen, nur gibt es hier wie dort, Hunde mit Wesensmängel.Da sollte der SV /Körmeister bei der Körung mal nicht wegsehen, sondern diese Hunde gehören nicht in die Zucht. Ein schönes Gebäude und Farbe ist nicht alles was die Gebrauchstüchtigkeit des Schäferhundes aus macht. Genauso wenig ,der Schutzdienst. Das Wesen eines Hundes ist doch wesentlich wichtiger, wie jeder Titel. Dann hätten wir auch wieder Schäferhunde die man überall sieht und nicht nur auf den Plätzen.

@Antje

bei den diensthundehaltenden Behörden, im Rettungshundewesen, als Blindenführhund etc. geführt wird, der nicht das ist was man als "wesensfest" bezeichnet.
bedenke aber auch ,wieviele die Tests nicht bestehen und ausgemustert werden! Mein Onkel ist in der Diensthundestaffel, ich weis wie viele wieder verkauft werden, weil sie nicht wesenstark/gesund sind. Und es gab Zeiten wo man den Mali bevorzugte, inzwischen versucht man in manchen Staffeln selber den Schäferhund zu züchten.

Was ist Wesensfest?
Ein Hund der durch alles geht, unter einem mit Motor laufenden LKW eine Coladose holt, der über jeden Untergrund lacht, der freundlich zu jedem ist Mensch und Tier, der selbst dann noch Nerven zeigt, wenn er über eine Kirmes läuft,der eine Leiter hoch geht, im Hubwagen der Feuerwehr hoch fährt usw. Den man überall einsetzen kann, ohne das er Mängel zeigt. Also ein Allrounder!
Meist werden die Hunde doch nur in einer Sportart ausgebildet. HGH,IPO,Rettungshund usw. Dabei steckt viel mehr in den Hunden. Das wichtigste ist doch, das ich so einen Hund auch mit unters Volk nehmen kann. Wie viele machen es denn? Sie sehen den Platz um zu arbeiten und das war es meist.
Die meisten Schäferhunde die man sieht, sind in Privathand die gehen überall mit hin. Ansonsten ist der schlaue Schäferhund nur für den Hundesportler und sein Ehrgeiz. Und zur HGH sind auch nicht alle Hunde einsetzbar. Da wird genauso gesucht bis man den Hund hat, der zur Bundesebene kann, wie im Schau und VPG Bereich.
Es gäbe bestimmt viel mehr wesenstarke Hunde, wenn man ihn mehr auslasten und prägen würde.Nicht nur schön oder ein Knaller muss es sein, nein er sollte wieder gesund und ein Allrounder werden. Aber da sind wir noch lange nicht!
Schönen Tag noch!

von Antje am 12. Juni 2007 17:06
Quote :
Original geschrieben von Schäferhexi
bedenke aber auch ,wieviele die Tests nicht bestehen und ausgemustert werden! Mein Onkel ist in der Diensthundestaffel, ich weis wie viele wieder verkauft werden, weil sie nicht wesenstark/gesund sind. Und es gab Zeiten wo man den Mali bevorzugte, inzwischen versucht man in manchen Staffeln selber den Schäferhund zu züchten.

Ich kenne es eigentlich so, daß Hunde, die "die Tests nicht bestehen", erst gar nicht angekauft werden.

Klaro wird immer wieder mal ein Hund nach der Ausbildung wieder ausgemustert. Das trifft den DSH genau so wie den Malinois, Herder, Schnauzer oder welche Rassen sonst noch geführt werden bei den diensthundehaltenden Behörden. Prozentuel wird das alle Rassen in etwa gleich betreffen.

Ich weiß von vereinzelten Versuchen, daß die Behörden selbst züchten. In diesen wenigen Fällen aber Malinois bzw. Herder.

Quote :
Original geschrieben von Schäferhexi
Und zur HGH sind auch nicht alle Hunde einsetzbar. Da wird genauso gesucht bis man den Hund hat, der zur Bundesebene kann, wie im Schau und VPG Bereich.

Natürlich nicht, wer hat denn das geschrieben. Du kannst auch nicht jeden Border zum Hüten einsetzen.

Wenn ich einen DSH zum Hüten haben möchte, dann nehme ich einen aus bestimmten Linien. Wobei dessen Eltern nicht zwingen das AKZ HGH tragen müsse, denn die HGH-Linien werden züchterisch auch sowohl im Leistungs- als auch im Hochzuchtbereich genutzt. Aber halt das jeweilige Blut führen muß der Hund. Ich nehme mir ja, wenn ich auf der Hauptzuchtschau vorne laufen möchte, ja auch keinen Hund aus Leistungs- oder DDR-Linien bzw., wenn ich einen Hund im IPO-Sport oder Dienst führen will, keinen aus der Hochzucht. Mal rein auf den DSH bezogen. Bei anderen Rassen ist das ja ähnlich. Möchte ich z.B. einen Labrador für die Jagd, kaufe ich keinen Welpen aus einer schaulastigen Zuchtlinie.

Grüße

Antje

von Anonymus am 18. Juni 2007 15:34
Daß diese vornehmlich innerhalb bestehender Rudelstrukturen funktionierern und nicht immer zwischen rudelfremde Artgenossen ist eine andere Sache.

Zum anderen hatte Rittmeister Stephanitz, der "Vater" der Rasse des Deutschen Schäferhundes, nie im Sinn, Hunde zum Schafehüten zu züchten. Die gab es ja bereits. Sein Ziel war es, aus den Landschlägen der Schäfer heraus eine Rasse zu züchten, die aufgrund ihrer körperlichen und mentalen Veranlagungen her für den Einsatz beim Militär geeinget war. Und das ist ihm ja wohl gelungen. Später wurde die Eignung der Rasse auch auf den Polizeidienst ausgerichtet.

[/quote] Ich habe niemals behauptet das kein aggressionshemenden Verhaltensweisen gibt. Es gibt nur keine die einen echten Ernstkampf beendet. Ich habe auch niemals behauptet das der Rittmeister Schäferhunde züchten wollte. Aber die Hunde welche er für seine Zwecke heranzog sind jahrhunderte für das Schafehüten gezüchtet worden bzw. selektiert worden. Es wurde nicht auf das Erscheinungsbild geachtet, nur auf mentale und körperliche Leistungsfähigkeit.Viele Hunde wurden nicht bis an ihr Lebensende gefuttert. Der Rittmeister damals hat also erstklassiges Material erhalten welches im laufe der Zeit bis zum heutigen Tage nahezu völlig vernichtet wurde. Das Schafehüten stellt eine sehr anspruchsvolle genetische Aufgabe dar an welcher entlang hervorragend gezüchtet und selektiert werden kann. Diese Aufgabe wurde größtenteils fallengelassen bzw wurde auf völlig unwichtige Äußerlichkeiten wert gelegt. Es wurde entweder garnicht oder aber nach hirnrissigen Gesichtspunkten selektiert, das Ergebnis kennen wir auch aus Erfahrungen mit vielen anderen Hunderassen welche von streng selektierten Arbeitshunden zu Mode bzw. Ausstellungshunden wurden. Ohne eine genetische Aufgabe an welcher entlang selektiert wird keine gesunde, leistungsfähige Hunderasse.

von Antje am 18. Juni 2007 20:23
Hallo Du hochtrabende Wahrheit,

Quote :
Original geschrieben von Wahrheit
Der Rittmeister damals hat also erstklassiges Material erhalten welches im laufe der Zeit bis zum heutigen Tage nahezu völlig vernichtet wurde.

Es liegt bestimmt nicht am Rittmeister, daß es die beiden Hütehundschläge, welche er als Ausgangsmaterial "seiner" Rasse verwendet hat, heute in der Art nicht mehr gibt. Andere Hütehundschläge sind ja erhalten geblieben. Hier regelt einfach die Nachfrage das Angebot, und je weniger Schäfer, desto weniger Hütehunde.

Quote :
Original geschrieben von Wahrheit
Das Schafehüten stellt eine sehr anspruchsvolle genetische Aufgabe dar an welcher entlang hervorragend gezüchtet und selektiert werden kann.

Klaro. Wenn man Schafe hüten will. Ich aber hab 'nen Rasenmäher, so 'nen schönen Großen zu drauf sitzen...

Quote :
Original geschrieben von Wahrheit
Diese Aufgabe wurde größtenteils fallengelassen bzw wurde auf völlig unwichtige Äußerlichkeiten wert gelegt. Es wurde entweder garnicht oder aber nach hirnrissigen Gesichtspunkten selektiert....

Wenn Du die Arbeit bei den diensthundehaltenden Behörden, im Rettungshundewesen, als Blindeführ- oder sonstiger Handicap-Hund als hirnrissigen Gesichtspunkt ansiehst: Bitte! Das bleibt Dir überlassen.

Ich für meinen Teil fahre zumindest nicht 1000 km und mehr zum Decken, nur weil der Deckrüde so schöne Augen oder so hübsche Beine hat...

Quote :
Original geschrieben von Wahrheit Ohne eine genetische Aufgabe an welcher entlang selektiert wird keine gesunde, leistungsfähige Hunderasse.

Du scheinst hier nicht vom DSH zu schreiben, denn im Gegensatz zu vielen anderen Hunderassen erfüllen viele Hunde dieser Rasse Aufgaben, für die sie speziell gezüchtet wurden.

Grüße

Antje

von Anonymus am 19. Juni 2007 07:59
Quote :
Original geschrieben von Antje

Hallo Du hochtrabende Wahrheit,
Warum hochtrabende?
Quote :
Original geschrieben von Wahrheit
Der Rittmeister damals hat also erstklassiges Material erhalten welches im laufe der Zeit bis zum heutigen Tage nahezu völlig vernichtet wurde.

Es liegt bestimmt nicht am Rittmeister, daß es die beiden Hütehundschläge, welche er als Ausgangsmaterial "seiner" Rasse verwendet hat, heute in der Art nicht mehr gibt. Andere Hütehundschläge sind ja erhalten geblieben. Hier regelt einfach die Nachfrage das Angebot, und je weniger Schäfer, desto weniger Hütehunde.
Doch es liegt auch am Rittmeisterchen, denn nicht er sondern viele namenlose Schäfer haben den wetterharten, ausdauernden und intelligenten Schäferhund in Jahrhunderte andauernder Auslese erzüchtet. Soldatenhund ist eine (doofe) Idee aber keine genetische Aufgabe an der entlang man züchten und selektieren kann.
Quote :
Original geschrieben von Wahrheit
Das Schafehüten stellt eine sehr anspruchsvolle genetische Aufgabe dar an welcher entlang hervorragend gezüchtet und selektiert werden kann.

Klaro. Wenn man Schafe hüten will. Ich aber hab 'nen Rasenmäher, so 'nen schönen Großen zu drauf sitzen...
Du kannst (oder willst?) mir anscheinend nicht ganz folgen. Ich denke und schreibe in Generationen das du die Welt nicht veränderst wenn du deinem Hund 3 Schafe gönnst ist mir schon klar. Ich würde mir wenn überhaubt nur einen Schäferhund kaufen der Arbeitshintergrund hat(und ich spreche hier wieder über Generationen und übers Schafehüten). Wenn ich diese Hunde züchten würde dann würde die Messlatte Arbeit bei jedem Wetter mit dem Schäfer heißen.Einen Hund der bei selbigem schwächelt würde seine gene niemals mehr weitergeben und selbst wenn er auf sämtlichen Weltschauen alles abräumen könnte.
Quote :
Original geschrieben von Wahrheit
Diese Aufgabe wurde größtenteils fallengelassen bzw wurde auf völlig unwichtige Äußerlichkeiten wert gelegt. Es wurde entweder garnicht oder aber nach hirnrissigen Gesichtspunkten selektiert....

Wenn Du die Arbeit bei den diensthundehaltenden Behörden, im Rettungshundewesen, als Blindeführ- oder sonstiger Handicap-Hund als hirnrissigen Gesichtspunkt ansiehst: Bitte! Das bleibt Dir überlassen.
Netter Versuch....nein ich bin kein Grießgram und Menschenhasser. All diese Dinge sind ehrbar und gut nur stellen sie keine gute genetische Aufgabe dar. Du brauchst für diese Aufgaben Arbeitshunde welche ihre Stärke, Wesensfestigkeit und Vitalität mit Hife einer unter umständen garnicht zum Aufgabenbereich passenden Selektionsform (über viele Generationen) erhielten.
Ich für meinen Teil fahre zumindest nicht 1000 km und mehr zum Decken, nur weil der Deckrüde so schöne Augen oder so hübsche Beine hat...
Daran das du über 1000 km fahren mußt kann man natürlich gut erkennen wieviele gute Schäferhunde es gibt. Mußt du zum decken Europa verlassen?
Quote :
Original geschrieben von Wahrheit Ohne eine genetische Aufgabe an welcher entlang selektiert wird keine gesunde, leistungsfähige Hunderasse.

Du scheinst hier nicht vom DSH zu schreiben, denn im Gegensatz zu vielen anderen Hunderassen erfüllen viele Hunde dieser Rasse Aufgaben, für die sie speziell gezüchtet wurden.

Grüße
Ohne Kommentar...
Antje[/quote]

von Anonymus am 10. Juli 2007 17:45
Hi Klaus!
Ich gehe 4xtgl mit 2-3 DSH spazieren. Mit einem Rudel ist es schwieriger, andere zu treffen, besonders wenn bei vielen Vorbehalte gegen die Rasse bestehen und Angst davor, die Hunde miteinander in Kontakt kommen zu lassen. ("Meiner mag keine Schäferhunde, er wurde schon mal von einem gebissen..."winking smiley Dabei ist gerade mein Rüde sehr freundlich und sozial, auch mit Welpen aller Art - nur meist haben die Besitzer Angst, das neue Familienmitglied wird Hundefutter. Die jungen Hündinnen sind manchmal zickig, aber aus meiner Sicht nicht mehr als andere Rassen auch. Ich kenne einige im Charakter schwierige Hunde - z.B. bei uns im Dorf altdeutsche Hütehunde, einen Harzer Fuchs, bei Jagdhunden einen Dalmatiner und einen Weimaraner. Bei Schäferhunden denke ich haben die einen schlechten Ruf weg, zu Unrecht, sowohl was Verträglichkeit als auch was Krankheiten angeht. Ich fände es persönlich für die Rasse nicht schlecht, wenn weniger Familien und mehr Hundesportler den DSH kaufen (nicht nur Schutzdienst, auch Rettungshund usw.), das kann für die Rasse nur gut sein weil weniger "vermehrt" und mehr auf Charakter und Eignung zur Arbeit mit dem Hund gezüchtet wird. Und zur Eignung zur Arbeit gehört Gesundheit dazu. Also kann die Rasse für mich ruhig seltener werden.
Gruß Jo

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