Beauceron ,ein Kampfhund? :: Hunderassen

Beauceron ,ein Kampfhund?

von Rägi(YCH) am 05. Mai 2000 11:24

Hallo Carmen,
herzlichen Dank für deine Info.
Wäre sehr froh, wenn du mir die Info mailen würdest.
Die Beaucis schon "Kampfhunde": Wegen ihres unendlichen Fresstriebes kämpfen sie vielfach mit ihrem Übergewicht ...winking smiley) Im Ernst: das mit den sogenannten "Kampf"hunderassen ist wirklich ein absoluter Schwachsinn: es gibt keine Kampfhunde, nur diverse Menschen mit abartigen Charakterzügen.
Liebe Grüesse Rägi

von erika(YCH) am 06. Mai 2000 15:46

Hoi Rägi
Stell Dir vor da hatte ich einen Kampfhund und habe es nicht einmal gewusst. Na ja Dora hat halt nie einen Figurant im Revier gefressen und Schutzdienst hat sie nie interressiert.
En liebe Gruess
erika

von Heike(YCH) am 06. Mai 2000 19:01

Hi,
das ist nicht richtig.
Sollte der Vorschlag der PDS in Berlin duchkommen, dann zählt der Beauceron beschränkt zu den gefährlichen Hunden, wie jede andere Rasse, die zum Schutzdienst tauglich ist (blöde Formulierung, aber ist ein Zitat).
Bei jedem anderen Vorschlag zählt er nicht dazu.
Aber zur Erinnerung: bis jetzt zählen jeweils die nationalen Rassen in den Ländern nicht (das heißt, daß der Beauceron in Frankreich genausowenig wie die Bordeauxdogge zu den Kampfhunden zählt). Aber wer wird da in Zukunft die Grenzen setzen? In Spanien stehen 47 Hunderassen auf der List, darunter Husky, Malamute, Chow-Chow, etc.
Darüber sollte sich jeder mal Gedanken machen, der heute noch denkt, das Thema gehe ihn nix an, da sein Hund (noch) nicht betroffen ist!!
Heike

von Silke(YCH) am 17. Mai 2000 05:32

:Was ich an dem Vorschlag gut finde, ist, dass der Führerschein theoretisch ist und VOR der Anschaffung eines Hundes absolviert werden soll.

Hallo Franziska,
Diese Lösung fände ich auch gut, nur wie soll das durchgesetzt werden? Da muß ersteinmal ein Heimtierzuchtgesetz her. Ansonsten wird man wohl nur bei einem anerkannten Züchter den Hundeführerschein vorlegen müssen, bei Wald- u. Wiesenvermehrern wird man Hunde auch so bekommen, da bekommt man ja auch heute noch welche "ohne" Ohren und Schwanz. Ja und wenn der Hund dann angeschafft ist, ist es sowieso zu spät. Das Halten kupierter Hunde ist ja auch verboten. Nur was passiert, wenn jemand so einen Hund hat? Schwanz ankleben, Hund einschläfern? Das erste geht nicht und das zweite verträgt sich auch nicht mit dem Tierschutzgesetz.
Wenn man dann überlegt, dass nur knapp 24 % aller jährlich gezüchteten Hunde von einem VDH Verein stammen (davon auch noch 1/4 DSH sind) (Quelle: Dr. D. Fleig "Quo vadis Canis"winking smiley, eine weitere geringe Menge von anderen Vereinen stammen, die sich an die Gesetze halten, da bleiben mindestens 300.000 Hunde jährlich von Wald und Wiese übrig, warscheinlich die Polen und Holland "importe" nicht mal reingerechnet.
Das klingt alles finster, ist es aber irgendwie auch, weil die Politiker sich zu wenig auskennen und sich hauptsächlich Gedanken machen, wie sie für Ihre Partei Werbung machen können.
Das wird noch ein schönes Stück Arbeit sein...
Grüße Silke

von Franziska(YCH) am 17. Mai 2000 06:41

Hi Silke,

also ich persönlich fände es sehr schade, wenn es nur noch VDH-Hunde gäbe oder nur noch kontrolliert gezüchtete.
Ansonsten wäre alles, was du an Problemen schreibst ganz einfach mit einer Registrierpflicht (per Mikrochip) für Hund gelöst, die dann natürlich auch durchgesetzt werden müsste.

Bis dann

Franziska

von Silke(YCH) am 17. Mai 2000 16:44

Hi Franziska,
:
: also ich persönlich fände es sehr schade, wenn es nur noch VDH-Hunde gäbe oder nur noch kontrolliert gezüchtete.

Warum fändest Du das schade? Was ist Deiner Meinung nach am kontrollierten Züchten schlecht? Ich fände es sehr wichtig, daß Hunde nicht auf Autobahnrasstätten verkauft werden, dass nur gesunde (psychisch sowie physisch, welcher unkontrolliert züchtende Hund wird auf HD geröntgt oder muß sich von Fremden anfassen lassen um züchten zu dürfen) Hunde sich vermehren dürfen, dass eine Hündin nicht zur Geburtsmaschine wird, nicht bei jeder Hitze belegt wird, ab einem bestimmten Alter erst darf und bis zu einem bestimmten Alter nur darf, dass der Rüde und die Hündin zusammenpassen, um möglichst gesunde Welpen zu bekommen, dass Hunde nicht im Badezimmer, Schuppen oder Keller großgezogen werden, dass nicht jemand eine große Anzahl Hündinnen wie Hühner in der Legebatterie hält, dass jemand der eine Hündin hat sich Welpen passenden Typs in Polen auf dem Flohmarkt kauft und dann als seine eigenen verkauft (ist hier in der Nachbarschaft passiert, und die Hunde ist er losgeworden), dass jemand aus Russland 4 Wochen alte Kaukasenwelpen mit nach Deutschland bringt sie bei schlechtem Futter ohne ärztliche Behandlung, Auslauf, Sonnenschein, weitere 4 Wochen in einer Neubauwohnung hält, um sie gewinnbringen zu verkaufen (ich kenne jemanden der so einen Hund hat, aus Mitleid dem Kerl abgekauft), dass trotz Kupierverbot Hunden die Schwänze und Ohren abgeschnitten werden, dass ich weiß, wenn ich einen Schäferhund kaufe, dass dies auch einer ist... Wenn ich ein bischen überlege, dann fällt mir noch mehr ein. Ich kann keinen Vorteil darin finden, die Hundezucht nicht zu kontrollieren. Sicher, im VDH gibt es auch solche und solche Menschen, aber die Vorschriften sind gut, eine gewisse Kontrolle ist doch da und ich kann mit großer Warscheinlichkeit davon ausgehen, dass ich auch das gekauft habe was in meinen Papieren steht. Hast Du schon mal einen Hund mit schwerer HD leiden sehen? Ich kenne eine Hündin (6Jahre) die hat auch mal "unkontrolliert" aber absichtlich gedurft, die ist in ihrem Alter nicht mehr in der Lage 2 km am Fahrrad mitzulaufen, sie spielt mit meinem Hund 10 min, dann humpelt sie nur noch rum, sie hat HD und hat diese bestimmt an ihre Welpen weitervererbt... Wie werden diese mit 6 aussehen? Da in dieser Gesellschaft alles nur auf Profit ausgelegt ist, kann man wenn es um die Vermehrung von Tieren geht gar nicht genug Gesetze schaffen. Ich esse übrigens keine Eier und kein Fleisch von Tieren aus der Eier- oder Fleischfabrik. Mein Kotlett läuft 3 Tage vorher noch fröhlich durch den Stall (leider ist Weidehaltung bei Schweinen kaum üblich, da völlig unrentabel, auch der tierfreundliche Landwirt muß irgendwie leben), fährt dann 10 km zum Schlachter um dann als totes Tier 10 km zurückzufahren. Es ist dann zwar auch tod, aber mußte nicht von Italien nach Deutschland eingepfercht, hungernd und durstend im LKW mitfahren. Auch hier geht es nur um Profit und um Tiere. Die Gesetze sind auch hier viel zu lasch und den meißten Leuten ist doch egal was sie essen, hauptsache billig.


: Ansonsten wäre alles, was du an Problemen schreibst ganz einfach mit einer Registrierpflicht (per Mikrochip) für Hund gelöst, die dann natürlich auch durchgesetzt werden müsste.

Was nützt es, wenn Hunde die unter oben genannten Bedingungen entstanden sind, wenn man sie per Chip registriert? Dadurch werden doch die Menschen nicht besser. Ich bin auch der Meinung, dass nicht jeder jeden Hund haben soll od. überhaupt einen Hund. Eine Frau klagte im ADRK (Rottweilerklub)-Forum ihr Leid, weil die Nachbarin, eine Alkoholoikerin, die sich um Ihren alten Mischling nie gekümmert hatte (der wurde nicht erzogen und lief immer draußen rum) nun einen Rottweiler angeschafft hat. Der rennt nun auch draußen rum. Solange er jung es kann das noch gehen, aber ich habe Verständnis dafür das diese Frau Angst hat. Irgendwann wird der erwachsen, kommt in die Pubertät, bekommt nie seine Grenzen gesetzt. Ein Tier was zum Arbeiten gezüchtet worden ist, einfach sich selbst zu überlassen ist 1. Tierquälerei und 2. unverantwortlich. Kein mir bekannter kontrollierter Züchter hätte dieser Frau einen Hund verkauft. Die Leute mit dem russischen Kaukasen sind auch völlig überfordert damit. Da kann kein Besucher mehr ran, der Hund kann nirgendswo mehr mit hingenommen werden. Es war niemand auf das was da kommen kann vorbereitet. Bei einem kontrollierten und hoffentlich auch verantwortungsvollen Züchter, wäre die Warscheinlichkeit groß gewesen, dass der Käufer über die Rasse aufgeklärt wird, der Hund hätte nicht 4 Wochen einsam in der Stube gesessen sondern hätte die Erziehung der Hundemutter und die Prägung auf Menschen und Umwelt erfahren. Ich will nicht behaupten, dass dann alle Probleme aus der Welt wären, aber es gebe einige davon weniger, bestimmt!

Vielleicht sehe ich die Welt in einem zu schlechten Licht, aber ich könnte noch ganz viele Beispiele von unerhörten Begebenheiten aufzählen, wo man nur zu dem Schluß kommen kann, dass man aus Liebe zum Tier die bestehenden Gesetze erstens durchsetzen muß und zweitens noch mehr Gesetze schaffen sollte, damit manche Leute gar nicht die Gelegenheit bekommen legal Leid zu produzieren.

Ich hoffe, ich habe Dich jetzt nicht geschockt und Du bist sauer (habe festgestellt, dass die Menschen im Internet besonders empfindlich sind). Also was ich hier schreibe geht natürlich nicht gegen Dich, ich würde mich nur freuen, wenn Du die Sache auch mal mit dieser Brille betrachtest!

Grüße Silke

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