Gibt es noch gesunde Schäferhunde? :: Hunderassen

Gibt es noch gesunde Schäferhunde?

von Thomas(YCH) am 15. Juni 2000 23:05

Hallo Heike,

Muss hier schon auch ein wenig Antje unterstuezen. Die Amis haben fuer alles eine Statistik und hier zum Beispiel HD - Rangliste von OFA (erster ist die Rasse mit am meisten Prozent "Displastic"winking smiley:

1. Bulldog
2. Pug
...
17. Golden Retriever
...
27. DSH mit nicht ganz 20% displastic

von ueber einhundert Hunderassen.

Also der DSH ist sicher nicht der einzige Problemfall. Soll aber nicht heissen, dass das eine Ausrede fuer genug getan sein sollte ;-))

C'ya

Thomas & (Briard) Leon

von Heike(YCH) am 16. Juni 2000 08:45

: Hallo Heike,
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: Muss hier schon auch ein wenig Antje unterstuezen. Die Amis haben fuer alles eine Statistik und hier zum Beispiel HD - Rangliste von OFA (erster ist die Rasse mit am meisten Prozent "Displastic"winking smiley:
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: 1. Bulldog
: 2. Pug
: ...
: 17. Golden Retriever
: ...
: 27. DSH mit nicht ganz 20% displastic
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: von ueber einhundert Hunderassen.
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: Also der DSH ist sicher nicht der einzige Problemfall. Soll aber nicht heissen, dass das eine Ausrede fuer genug getan sein sollte ;-))
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: C'ya
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: Thomas & (Briard) Leon
Hallo Thomas

Das mag schon stimmen, aber neben der HD gibt es ja noch zahlreiche andere Erkrankungen des Bewegungsapparates, wie zum Bsp. Cauda Equina, Spondylosen und die degenerative Myopathie, die laut TA Schäferhund-spezifisch ist.Außerdem sind die Probleme mit dem Rücken weit aus schwieriger zu behandeln als die Hüfte.

Grüße
Heike

von Antje(YCH) am 16. Juni 2000 11:21

Hallo Heike,

: Ich finde es toll, daß Du dich so für den Schäfer einsetzt und vermutlich züchtest Du auch selber, also MUßT Du ja positiv Stellung beziehen.

Das mit dem "positiv Stellung beziehen" ist so eine Sache. Natürlich gibt es kranke DSH, auch ich selbst habe schon welche gehabt. ABER es gibt auch eine ganze Menge gesunde DSH, und zwar meiner Meinung nach, zumindest in den Leistungslinien, prozentual bedeutend mehr als bei anderen gleichgroßen Rassen. Ist es Zufall, daß z.B. in unserem Verein 75% der aufgezogenen Riesenschnauzern wegen diverser chroischer Beschwerden nicht im Sport geführt werden können, 2/3 der Boxer, 50% der Dobermänner? Beim DSH hatten wir in der gleichen Zeit keine gesundheitlichen Ausfälle, obwohl diese über die Hälfte der bei uns geführten Hunde ausmachen. Ich kenne momentan vier schäferhundgroße mischlinge, deren Hüfte geröngt wurde: ALLE haben HD, würden das "a" nicht erhalten.

: Außerdem finde ich auch gut, das Du offentsichtlich bemüht bist, verantwortungsvoll zu züchten.

ich denke, das tut, zumindestens im Leistungbereich, unabhängig von der Rasse, jeder Züchter. Keiner will kranke Hudne haben, nur mit den Möglichkeiten, die den Züchtern in die Hand gegeben werden, hapert es halt noch. Lichtblick sind hier die Zuchtwertschätzungen und Pflichtröntgen von Ellbogen. Aber letzteres haben beim DSH ja bereits viele Züchter freiwillig gemacht, z.B. komplette Ankaufsuntersuchungen der Polizei für Deckrüden vollziehen lassen, und da wird mehr untersucht als Hüfte, Ellbogen und Wirbelsäule.

: Aber trotzdem, die Sache mit dem schwarzen Schaf in einer unschuldsweißen Herde stimmt so nicht: Es handelt sich meiner Meinung nach eher um eine schwarze Herde mit einer überschaubaren Anzahl weißer Exemplare darin. Und das ist leider nicht genug.

Solange die weißen Exemplare zigtausende der DSH's stellen (mehr als das gesamte Zuchtaufkommen anderer Rassen), naja, damit kann ich leben. Wer einen DSH kaufen will muß sich halt vorher informieren und sich nicht irgendwo einen Welpen beim erstbesten Züchter aufschwatzen lassen. Irgendwo sind die Leute doch auch selbst Schuld! Würden sie verantwortungsvoller kaufen, dann hätten farlässig handelnde Züchter Absatzschwierigkeiten und müßten ihre Zucht einschränken. Aber was passiert, wenn Du Shcäferhundwelpen in eienr Tageszeitung inserierst? gerade Otto-Normalverbraucher ist regelrecht entsetzt, wenn die Welpen mehr als 500 DM kosten sollen. Nach Wesen und Gesundheit fragen die dann erst gar nicht mehr...

Viele Grüße

Antje

von Heike(YCH) am 16. Juni 2000 16:16

: Hallo Heike,
:
Irgendwo sind die Leute doch auch selbst Schuld! Würden sie verantwortungsvoller kaufen, dann hätten farlässig handelnde Züchter Absatzschwierigkeiten und müßten ihre Zucht einschränken. Aber was passiert, wenn Du Shcäferhundwelpen in eienr Tageszeitung inserierst? gerade Otto-Normalverbraucher ist regelrecht entsetzt, wenn die Welpen mehr als 500 DM kosten sollen. Nach Wesen und Gesundheit fragen die dann erst gar nicht mehr...
:
: Viele Grüße
:
: Antje

Hallo Antje

also ich bin damals auch zu einem VDH-Züchter gegangen, weil ich dachte,"da bekomme ich wenigstens was gescheites".
Ich habe viel Geld für mein Hundi mit roten Papieren bezahlt ,seine UrUrgroßeltern waren Weltsieger, ich habe dem Züchter geglaubt was er mir erzählt hat .Zu meinem damaligen Wissenstand würde ich sagen, bei einem ehrlichen Züchter wäre ich sicher gut aufgehoben gewesen.
Das bei meinem Hund ab Urgroßeltern auf Inzucht und Teufelkomm raus gezüchtet wurde konnte ich nicht wissen.
Die potenziellen Käufer zu beschuldigen sie gäben sich keine Mühe bei der Auswahl des Züchters, finde ich nicht o.K.
Solange Züchter unter dem Deckmantel des VDH züchten dürfen obwohl es bei ihnen vermehrt zu "Reklamationen" kommt, z.B. NICHT geimpfte, todkranke Welpen zu verkaufen, solange eben diese "Züchter"nach solchen Vorfällen nicht aus dem Verein verbannt werden, glaube ich nur noch höchstens ein Drittel von dem, was mir Züchter(egal welche Rasse) so erzählen.
Außerdem finde ich das man als echter Liebhaber einer Rasse nicht nur die Hunde auf der Sonnenseite(gesundheitlich)oder die eigenen betrachten sollte, sondern auch, oder gerade, die Opfer solcher profitgeilen Vermehrer,
und man sollte zumindest alles versuchen, diese "schwarzen Schafe(oder Herde je nach dem welche Rasse)"aus der öffentlichen Zucht zu verbannen.
Einfach abtun mit Worten wie: Das sind doch Einzelfälle
finde ich persönlich nicht in Ordnung.

Grüße
Heike

von Antje(YCH) am 18. Juni 2000 21:36

Hallo Heike,

schade, daß Du an den falschen Züchter geraten bist. Aber hast Du Dich nie gefragt, weswegen die Vorfahren Weltsieger wurden? Weil sie "schön" waren? Und hast Du Dich nie gefragt, ob Du einen "schönen" Hund brauchst, einen, der sich ausschließlich im Schauring profiliert? Wenn jemand ein Auto kauft, er macht sich, glaube ich, mehr Gedanken darüber, ob der Wagen "schön" oder "nützlich" oder "kostengünstig" sein soll. Da wird schon mal ein halbes Jahr überlegt, welche Marke und welches Modell es sein soll. Und beim Hund...? Hast Du Dir einmal die Ahnentafeln der Eltern zeigen lassen? Dann wärst Du über das Ausmaß der Inzucht informiert gewesen... Also hier bitte nichts anderen in die Schuhe schieben!

Ich kann nur jedem Interessenten an einer bestimmten Rasse raten, sich VOR dem Kauf mal in den diversen Vereinen, Clubs und Ortsgruppen umzusehen und zu -hören, und das mehrmals. Nicht nur einen Züchter aufzusuchen, sondern mehrere. Sich Schauen auzusehen, Leistungsveranstaltungen, und sich in die Materie einzulesen. Gerade beim DSH gibt es so viele Möglichkeiten, aber die Leute kaufen immer noch den erstbesten Welpen, gehen dann das erste Mal in einen Verein, wenn es Probleme gibt (gesundheitliche oder wesensmäßige), und wundern sich anschließend, daß nicht jeder sofort eine Lösung für ihre Probleme hat. Dabei wäre alles so einfach: nur dort zu kaufen wo alles stimmt.


: ich habe dem Züchter geglaubt was er mir erzählt hat

S.o.; Vertrauen ist gut, kontrolle ist besser. Glaubst Du auch jedem Versicherungsvertreter oder Autohändler alles, ohne bei der Konkurenz zu vergleichen und das Kleingedruckte zu lesen? Das Leben ist ein Dschungel


: Zu meinem damaligen Wissenstand würde ich sagen, bei einem ehrlichen Züchter wäre ich sicher gut aufgehoben gewesen.

Bei ehrlichen Menschen ist man immer gut aufgehoben. Auch Züchter sind nur Menschen und keinen Deut besser als andere Menschen. Es gibt halt "gute" und "böse"...


: Die potenziellen Käufer zu beschuldigen sie gäben sich keine Mühe bei der Auswahl des Züchters, finde ich nicht o.K.
: Solange Züchter unter dem Deckmantel des VDH züchten dürfen obwohl es bei ihnen vermehrt zu "Reklamationen" kommt, z.B. NICHT geimpfte, todkranke Welpen zu verkaufen, solange eben diese "Züchter"nach solchen Vorfällen nicht aus dem Verein verbannt werden, glaube ich nur noch höchstens ein Drittel von dem, was mir Züchter(egal welche Rasse) so erzählen.

Nochmal: Vertauen ist gut, Kontrolle ist besser! Gegen Züchter, die kranke Welpen verkaufen, kann man gerichtlich vorgehen. Innerhalb der Verbände kann man dann vorgehen, wenn man Mitgleid ist. Wer nicht Mitglied wird kann halt auch nichts zum Wohl der Rasse verändern. Und was soll ich tun, wenn ein anderer Züchter einen kranken Welpen verkauft? Ich kann ihn nicht belangen, denn mich hat er ja nicht geschädigt. Ich fidne es schade, daß vor allem Leute, die sich innerhalb von Verbänden nicht organisieren, am lautesten tönen, daß Andere etwas verändern sollten. Dieses Potential bräuchten wir tatkräfitg in den Verbänden.


: Außerdem finde ich das man als echter Liebhaber einer Rasse nicht nur die Hunde auf der Sonnenseite(gesundheitlich)oder die eigenen betrachten sollte, sondern auch, oder gerade, die Opfer solcher profitgeilen Vermehrer,

Und wie sollte das aussehen? Daß ich auf meinen max. einen Wurf pro Jahr verzichte um stattdessen irgendwelche dubios gezogenen DSH's durchzufüttern? Ich denke, gerade beim DSH hat sich durch "Andersdenkende" bereits viel verändert, vor allem im Hinblick auf Gesundheit und Leistungsbereitschaft. Schade, daß Otto-Normalverbraucher immer noch ausschließlich Kommissar Rex haben will, aber da kann man auch mit viel Überzeugungsarbeit nicht viel daran ändern.


: und man sollte zumindest alles versuchen, diese "schwarzen Schafe(oder Herde je nach dem welche Rasse)"aus der öffentlichen Zucht zu verbannen.

Was ist eine "öffentliche Zucht"??? Diesen Begriff kenne ich nicht.

Wenn es nach mir ginge würde das Zuchtaufkommen des DSH'S um ca. 70% eingeschränkt werden, qualitativ und gesundheitlich getrachtet. Konsequenter Weise müßte dann aber die gesamte Zucht so mancher anderen Rasse komplett eingestellt werden, wenn man da die gleichen Maßstäbe anlegen würde. Ob das realistisch ist? Wir hätten dann eine ganze Menge Rassen weniger und damit wäre dann auch nicht Jeder einverstanden...

Fragende Grüße

Antje

von Heike(YCH) am 19. Juni 2000 20:10

:Hallo Heike,

:schade, daß Du an den falschen Züchter geraten bist. Aber hast Du Dich nie gefragt, weswegen die Vorfahren Weltsieger wurden? Weil sie "schön" waren?

Hallo Antje,

wenn das heißen soll, das beim DSH schön gleich krank bedeutet, warum werden dann solche Hunde Weltsieger? Sind die Richter(welche ja nur ernannt werden und nicht ausgebildet) dort blind oder haben keinen Schimmer von Hunden? Wahrscheinlich beides. Oder aber sie WOLLEN keine körperlichen Mängel sehen, aus welchem Grund auch immer?!


grinning smileyabei wäre alles so einfach: nur dort zu kaufen wo alles stimmt.

Das ist genau der Punktgrinning smileyas ist beim DSH ziemlich schwierig, weil es leider nicht mehr viele Züchter gibt, bei denen alles stimmt.

:Nochmal: Vertauen ist gut, Kontrolle ist besser! Gegen Züchter, die kranke Welpen verkaufen, kann man gerichtlich vorgehen. Innerhalb der Verbände kann man dann vorgehen, wenn man Mitgleid ist. Wer nicht Mitglied wird kann halt auch nichts zum Wohl der Rasse verändern. Und was soll ich tun, wenn ein anderer Züchter einen kranken Welpen verkauft? Ich kann ihn nicht belangen, denn mich hat er ja nicht geschädigt. Ich fidne es schade, daß vor allem Leute, die sich innerhalb von Verbänden nicht organisieren, am lautesten tönen, daß Andere etwas verändern sollten. Dieses Potential bräuchten wir tatkräfitg in den Verbänden.

Sorry, aber mich Verbänden anschließen, deren Ziele ich nicht vertreten kann, (oder mir höchst zweifelhaft erscheinen=der DSH soll einen pantherartigen Gang haben!?) und die SV-Zeitungen, in der heutigen Zeit, da der DSH ohnehin schon einen schlechten Ruf hat( agressive Angstbeißer, usw.)voll sind mit Anzeigen von "kampftriebstarken","ausgeprägtem Griff und Stockverhalten"-Hunden, dabei ausdrücklich Mankos wie Zahnfehler, Gebäudefehler und sogar HD in Kauf genommen werden, ist so ziemlich DAS Letzte was ich möchte....

Außerdem einem so gerissenen Geschäftsmann, der Hunde nur aus Profitgier züchtet den Prozess zu machen, stellst Du Dir das so einfach vor?


: Schade, daß Otto-Normalverbraucher immer noch ausschließlich Kommissar Rex haben will, aber da kann man auch mit viel Überzeugungsarbeit nicht viel daran ändern.

Was ist denn Bitte in Deinen Augen ein Otto-NormalVerbraucher?
Ich dachte immer es gibt nur gute und schlechte Hundebesitzer. Und falls gut bedeutet, das ich meinen DSH(z.B.) über irgendwelche Exerzierplätze jagen, ihn "mannscharf" machen und dann auch noch auf Mega-Austellungen schleifen muß, wie das ja offentsichtlich in SV-Kreisen so üblich ist, habe ich lieber eine Couch-Bett-kartoffel, die den lieben langen Tag mit seinen Hundefreunden spielt, mich überall hinbegleitet, und vor allem die ich ÜBERALL mit hinnehmen KANN.

:Wenn es nach mir ginge würde das Zuchtaufkommen des DSH'S um ca. 70% :eingeschränkt werden, qualitativ und gesundheitlich getrachtet.

Na also, sind wir wenigstens in diesem Punkt einer Meinung.
Wie wärs mit einem völlig neuen(nicht militanten) DSH-Verein: "Bürgerinitiative zur Rettung des Schäferhundes"!?

Grüße
Heike

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