Aussie, Border & Co = Wunderhunde ? :: Hunderassen

Aussie, Border & Co = Wunderhunde ?

von Katja + Indy(YCH) am 06. August 2000 18:22

Hallo!

: Siehst Du, das eben macht einen guten Arbeitshund aus und spricht für die Zucht mit Arbeitslinien: Der Hund weiß genau, wer seiner Fürsorge bedarf und waas gerade angesagt ist. Ein arbeitender Aussie behandelt störrische Böcke auch anders als neugeborene Lämmer!
Tja, *wehmütiges Lächeln*, ich weiß, daß ich keinen guten Arbeitshund habe, reb' mir nicht noch Salz in die Wunde...

: : Mit BEwegung allein kann man die allerwenigsten Hunde auslasten, man verbessert nur ihre Kondition.
: Entschuldige Bitte, aber das kam in Deinem Posting ein wenig anders rüber.
Na, man kann ja auch nicht ALLES reinschreiben in so ein Posting, sonst sind die jedes Mal 10 Seiten lang...

: : Ich habe nämlich bei meinem Hovi den Fehler gemacht
: Aha, also eine geläuterte! Und das sollen Border und Aussie-Besitzer nicht auch hin kriegen?
Wie gesagt, Aussies kenne ich nur als Familienhunde (vom Agility ein paar vom Sehen, aber nicht "persönlich"winking smiley. Und Borders... da bin ich skeptisch, da kenne ich fast nur Nervensägen. Ich denke schon, daß viele Besitzer mit diesen Hunden überfordert sind, weil sie sich vorher keinen Plan gemacht haben (jetzt nicht so statisch, keinen Überblick gehabt haben trifft es vielleicht besser), wie sie den Hund denn beschäftigen wollen. Der wem schon nach "Sitz" und "Fuß" die Ideen fehlen, was man dem Hund beibringen kann, für den ist es einfach nicht der Richtige.
:
: : Ich bin der Meinung, daß ein verläßliches Rahmengerüst an Tagesplan den meisten Hunden sehr lieb ist, so daß sie wissen, wann in etwa was auf sie zukommt.
: Sorry, der Meinung bin ich absolut nicht! Ein echter Arbeitshund ist ein Hund mit regem Geist, oder? Warum soll ich so ein Hirn in einen sturen Tagesplan quetschen? Routine ist die tödlichste Langeweile! Ich freue mich bei meiner Arbeit auf immer neue herausforderungen, freue mich auf meinen flexiblen Tagesplan. Genau dies biete ich meinen Hunden auch!
Okay, war unglücklich ausgedrückt. Aber wenn mein Hund weiß, daß ich dann und dann wieder da bin und er bis dahin schlafen kann, dann stellt er sich darauf ein. Das kann er von einer Woche zur nächsten wieder umstellen, klar, er ist ja kein Automat. Wenn er aber weiß, daß um 13 Uhr die Frau kommt, die mit ihm rausgeht, dann horcht er zu dieser Zeit auf jedes Geräusch und freut sich drauf. Wenn ich auf einer Station gearbeitet habe, wo ich um halb sechs da sein muß (Gääääähn), dann steht er mit mir auch um vier auf, aber er schläft genauso gern "lange" aus, wenn ich erst um halb acht antanzen muß. Er hat gewisse Eckpunkte, die bestehen bleiben, zwischen denen aber Variation möglich und gewünscht ist. Ich latsche ja auch nicht jeden Tag die gleiche Strecke mit ihm ab oder lasse ihn immer die gleichen Sachen in der gleichen Reihenfolge abarbeiten, da würde er mir ganz schnell was erzählen!

: Maria und die Aussie's, keine Ratten sondern wohltrainierte Arbeiter ;-)))
Tja, es gibt halt Unterschiede zwischen selbstgezüchtet und nachgelaufen ;-)

Katja

von Maria(YCH) am 06. August 2000 19:02

Hi Anette!

: Ich habe mich jetzt mehr auf den Border Collie bezogen!
naja, der Titel lautete halt Aussie, Border und co!

: Ich sprach vom Border. Es ist klar das ein Züchter seine Käufer nicht durchschauen kann, aber man kann als Border Collie Züchter schon drauf achten das der Hund in eine einiger maßen "geeigneten"Hand kommt. ( gemeint ist jetzt kein Schäfer aus Schottland oder so!)

Hmmmmmmh, jeder Züchter kann darauf achten, daß seine Hunde in geeignete Hände kommen.

: Ein Border Muß irgentwie beschäftigt werden wenn es ein "Arbeitstier" ist( es gibt immer ausnahmen). Nicht nur vom Körperlichen wie jeder nur meint sondern auch vom Kopf her! Ansonsten kann es sein das sich ein "hoch Intelligenter" Border Collie eine andere beschäftigung sucht, und das ist nicht nur aus Büchern sondern auch schon Erfahrung (auch mit 17)!!!

Okayokay, die streite ich Dir ja gar nicht ab, die Erfahrung, im Laufe Deines Lebens wird sie sicher auch noch zunehmen :-))
Nur: In Schottland wird kein Border alt, der seine kraft nicht einzuteilen weiß! Da gilt das für die Aussie's gesagte genauso. Ich denke, es fehlt eher an der Anleitung der Hundebesitzer. Klar sind die begeistert, wenn ihr Hund die ganze zeit mit dem Ball spielt! Wenn das Baby endlich mal eingezogen ist, dann springt man auf sämtliche Spielaufforderungen an und vergißt nebenher ganz, daß man den Welpen auch mal abschalten muß! Da fängt die Workaholic - Geschichte bereits an.

: Frag mal Ursula die die Meldung gebracht hat was für dolle Border Collies schon bei ihr in der Welpen Gruppe waren!
Und die Besitzer dazu die doch auch meinten der Border Collie sei der absolute "Familien Traumhund" schlechthin...du mußt mal sehen was diese Leute heute für Probleme mit den Hunden haben, da willst du mir erzählen diese Probleme gibt es gar nicht die werden den Leuten nur eingeredet?!

Also, wenn die Hunde bei fachlich versierten Menschen in der Welpengruppe waren und sich trotzdem zu gestörten Exemplaren entwickeln, dann zweifle ich etwas an der fachlichen Qualifikation der Welpengruppenleiter. Sorry, aber das ist so!
Gerade bei gut geführten Welpengruppen wird darauf geachtet, das der Hund nicht die ganze Zeit nervt und die Besitzer sofort auf sein Manipulationsverhalten eingehen!!
Wie bereits geschrieben, das Abstellen des Hundes ist die Kunst, nicht daß anschalten!




: Ich sage aber auch das es eine sache der Gewöhnung ist. Wenn ein Hund nur wenig Auslauf von klein auf kannte wird er sich wahrscheinlich auch damit zufrieden geben. So wird es auch mit anderen Dingen sein!
: Aber ein Border Collie ist kein reiner Familienhund!
Jetzt hast Du Dir aber ganz gewaltig Widersprochen.

: Gibts eigentlich auch jemanden der annäherd so denkt wie ich?
: Ich glaube schon bald nicht!
Ich glaube, unsere Standpunkte sind gar nicht so weit voneinander entfernt ;-)))

Jetzt nochmal zum mitschreiben/lesen:
Ein guter Arbeitshund ist für mich ein Hund, der folgende Kriterien erfüllt:
1. er ist aufgrund seiner Mentalität dafür geeignet, lange Zeit freudig mitzuarbeiten
2. er ist aufgrund seines Körperbaus/Gesundheit dafür geeignet, lange zeit ausdauernd zu arbeiten und sich schnell zu regenerieren.
3. er ist sensibel, jedoch kein "weichei"
4. er ist für den menschen leichtführig, kann sich bei der Arbeit am Vieh jedoch entsprechend durchsetzen!

Also doch ein Workaholic?!
Ja und nein!
Der Hund muß die Bereitschaft mitbringen, ausdauernd zu arbeiten.
Den Abschaltknopf muß der Mensch anbringen!
Das macht bestimmte Rassen für Familien nicht weniger geeignet, ob die Besitzer nun dutzende von Schafen halten oder nicht. Der Mensch ist es mal wieder, der sich seinen Workaholic einsatzfähig erzieht oder ihn eben zur Nervensäge macht.

Fakt ist doch: Die Leute kaufen solche Hunde, warum auch immer!, und kommen damit in eine Hundeschule oder einen Verein. Und da liegt für mich der Hund begraben: Die Vereine/Schulen sollten nicht hergehen und sagen: o Gott, wie konnten Sie sich nur einen Border kaufen! Vielmehr muß den Besitzern klipp und klar gezeigt werden, wie der Ferrari denn nun zu beherrschen ist, damit er nicht gegen einen Baum fährt.

Übrigens: Ich bin n i c h t der Meinung, daß Ballverrückt = guter Arbeitshund ist!
Grüße
maria
Ich meine:
Der Hund muß, durch entsprechende Ausbildung

von Annette & Sam(YCH) am 06. August 2000 18:50

Prima, auf einmal sind wir uns alle einig!
Verdammt Praktisch dieses Forum!
Grüße an alle
Annette & Sam

von Maria(YCH) am 06. August 2000 19:04

: Prima, auf einmal sind wir uns alle einig!
: Verdammt Praktisch dieses Forum!
: Grüße an alle
: Annette & Sam

Ja, schlage die Verleihung des Friedensnobelpreises vor ;-))))))
Maria

von Daggi(YCH) am 06. August 2000 20:39

Hallo Annette!

Du bist nicht alleine!!!!!

wir haben zwei Cocker und einen Border Collie ( ich die Cocker/mein Freund den Border, Du weißt noch: Aron, Robin, Dexter!?)
Der Border ist nach 6 Jahren Abwägung vollkommen bewusst angeschafft worden. Er ist von einer nicht hütenden Mutter - Der Züchter ist Schäfer und hat es ausgibig versucht, sie mag nicht; und einem Vater, der lieber Agi und Rettungshunde Arbeit macht. Dexters Bewegungsdrang ist vollkommen ok, er spielt sehr gerne Ball, Frisbee, oder auch mit anderen Hunden. Soweit normaler Hund. Aber, mit dieser körperlichen Auslastung ist er definitiv nicht zufrieden. Dazu kommen Suchspiele in der Wohnung ( für nebenbei!) auf unserem Hundeplatz werden Sachen versteckt, die er hochkonzentriert sucht - während seine Kumpels Unterordnung üben,die sieht er dann gar nicht, er apportiert alles Tragbare, er kann einige Kunststücke lernt immer mehr und ist dazu ein toller Begleiter. Border Collies sind Arbeitshunde, lässt man sie arbeiten hat man obendrein noch einen toller Familien und Begleithund. Es ist aber nur die Zugabe, nicht die einzige Berufung!
Meine Traumhunde sind Magyar Viszla und Weimaraner! Ebenso tolle Workaholics wie die Hütehunde, eben nur ein anderes Fachgebiet. Aber die werden in der Regel nur an Menschen abgegeben, die den Hunden diese Arbeit auch ermöglichen können.
Warum muß es immer das Besondere sein, selbst wenn es nach einem Jahr nur noch ein besonders großes Problem ist? Niemand kauft sich einen Ferrari nur zum Einkaufen oder einen Porsche als Geländewagen, warum also beim Hundekauf nicht auch erstmal Bedürfnisse des Hundes und des Menschen auf Kompatibilität überprüfen?
Es wäre wohl für alle Beteiligten besser!
So long, Daggi

von Ursula+Nora&Gwen(YCH) am 07. August 2000 05:25

:
Hallo Maria!
:
: Also, wenn die Hunde bei fachlich versierten Menschen in der Welpengruppe waren und sich trotzdem zu gestörten Exemplaren entwickeln, dann zweifle ich etwas an der fachlichen Qualifikation der Welpengruppenleiter. Sorry, aber das ist so!

Das ist jetzt auch nicht besser, als wenn die Leute immer alles auf den Züchter schieben! Wenn ich die Hunde einmal pro Woche sehe, die Besitzer nicht annehmen was ich ihnen sage, also dann fühle ich mich dafür nicht verantwortlich.
: Gerade bei gut geführten Welpengruppen wird darauf geachtet, das der Hund nicht die ganze Zeit nervt und die Besitzer sofort auf sein Manipulationsverhalten eingehen!!
Ich werde hute Abend mehr darüber schreiben, jetzt fehlt mir die Zeit dazu!

: Wie bereits geschrieben, das Abstellen des Hundes ist die Kunst, nicht daß anschalten!
Stimme ich Dir zu!

Ciao, Ursula, Nora & Gwen
:
:
:
:
: : Ich sage aber auch das es eine sache der Gewöhnung ist. Wenn ein Hund nur wenig Auslauf von klein auf kannte wird er sich wahrscheinlich auch damit zufrieden geben. So wird es auch mit anderen Dingen sein!
: : Aber ein Border Collie ist kein reiner Familienhund!
: Jetzt hast Du Dir aber ganz gewaltig Widersprochen.
:
: : Gibts eigentlich auch jemanden der annäherd so denkt wie ich?
: : Ich glaube schon bald nicht!
: Ich glaube, unsere Standpunkte sind gar nicht so weit voneinander entfernt ;-)))
:
: Jetzt nochmal zum mitschreiben/lesen:
: Ein guter Arbeitshund ist für mich ein Hund, der folgende Kriterien erfüllt:
: 1. er ist aufgrund seiner Mentalität dafür geeignet, lange Zeit freudig mitzuarbeiten
: 2. er ist aufgrund seines Körperbaus/Gesundheit dafür geeignet, lange zeit ausdauernd zu arbeiten und sich schnell zu regenerieren.
: 3. er ist sensibel, jedoch kein "weichei"
: 4. er ist für den menschen leichtführig, kann sich bei der Arbeit am Vieh jedoch entsprechend durchsetzen!
:
: Also doch ein Workaholic?!
: Ja und nein!
: Der Hund muß die Bereitschaft mitbringen, ausdauernd zu arbeiten.
: Den Abschaltknopf muß der Mensch anbringen!
: Das macht bestimmte Rassen für Familien nicht weniger geeignet, ob die Besitzer nun dutzende von Schafen halten oder nicht. Der Mensch ist es mal wieder, der sich seinen Workaholic einsatzfähig erzieht oder ihn eben zur Nervensäge macht.
:
: Fakt ist doch: Die Leute kaufen solche Hunde, warum auch immer!, und kommen damit in eine Hundeschule oder einen Verein. Und da liegt für mich der Hund begraben: Die Vereine/Schulen sollten nicht hergehen und sagen: o Gott, wie konnten Sie sich nur einen Border kaufen! Vielmehr muß den Besitzern klipp und klar gezeigt werden, wie der Ferrari denn nun zu beherrschen ist, damit er nicht gegen einen Baum fährt.
:
: Übrigens: Ich bin n i c h t der Meinung, daß Ballverrückt = guter Arbeitshund ist!
: Grüße
: maria
: Ich meine:
: Der Hund muß, durch entsprechende Ausbildung

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