Nackthunde :: Hunderassen

Nackthunde

von katrin(YCH) am 28. Januar 2001 19:11

Hallo, Birgit,
was ist dagegen einzuwenden? Jeder hat halt einen anderen Geschmack! Und die Nackten sind tolle Hunde, man muß sich nur die Mühe machen, sie mal zu beobachten und sich über sie zu informieren. Ich finde, eine Rasse, die ihre Nachkommen noch natürlich empfangen und zur Welt bringen kann (einschließlich abnabeln!!), bei der (Haut)Krankheiten nicht häufiger auftreten als bei Rassen mit Fell, die anatomisch korrekt ist und ein tolles Wesen hat (jedenfalls die, die ich bis jetzt gesehen habe), kann man doch nicht in Bausch und Bogen ablehnen! Und an den Zahnfehlern arbeiten die Züchter.
Gruß, katrin

von Josephine(YCH) am 10. Februar 2001 18:53

Hallo Bine!!!
Ich habe leider heute erst Deinen Beitrag in diesem Forum gelesen und auch sämtliche Antworten zu diesem Thema... .
Ich bin doch zum Teil sehr entsetzt darüber, wieviele Vorurteile, die sich hartnäckig durch bestehende Unwissenheit und auch Unsicherheit diesen Hunden gegenüber halten, von einigen Forum-Teilnehmern hier doch vorgegeben werden als die Wahrheit und als wissenschaftliche Fakten getarnt hier dargeboten werden!!!!!!
Ich bin selbst Besitzerin eines PIO (peruvian inca orchiddog) auch bekannt als perro sin pelo del peru, sprich: peruanischer Nackthund.
Meine Kleine ist gerade mal 4 Monate alt und seitdem sie 9 Wochen alt ist bei uns. Ich habe mich vorher schon für diese Rasse interessiert und fand sie immer schon sehr ansprechend, was ja zuerst einmal Geschmackssache ist. Dann habe ich mich jedoch ausgiebig (ein halbes Jahr!) mit dieser Rasse beschäftigt und war einfach nur noch begeistert von der Vielschichtigkeit dieser Hunde! Sie sind sowohl sehr anhänglich ihren Besitzern gegenüber und lieben den Körperkontakt (der natürlich bedingt durch die Haarlosigkeit ausgiebig ausgetauscht werden kann und von den Hunden gewünscht wird) als auch ausgesprochen lebhaft, verspielt und wünschen viel Ansprache, sowohl mental, als auch emotional und physisch. Ich clicker mit meiner Kleinen, was sie unheimlich liebt und sie lernt sehr schnell. Es ist für mich jedesmal eine Freude zu sehen, wie sie aufgeregt vor mir herumspringt und sich in die schon gelernten "Positionen" o.ä. "wirft", da sie es gar nicht abwarten kann. Die Fortschritte sind toll und mit viel Spass am Lernen!
Bei unseren Wald-/Stadtspaziergängen werden ich natürlich sehr häufig angesprochen, was das denn für eine Rasse sei, ob sie denn nicht friert, etc.. Bei solchen Anlässen gebe ich dann gerne Auskunft auf alle Fragen und die Resonanz der Menschen ist durchweg positiv, aufgeschlossen. Es gibt meist so etwas wie ein "Aha-Erlebnis", und der nächste Wunsch ist dann meist: "darf ich sie mal anfassen?" und auch da gibt es immer wieder ein "Ohh, das fühlt sich ja schön an und so warm". Besonders zu dieser doch sehr kalten Jahreszeit immer eine anscheinend große Überraschung...!!!
Diese Hunde leben seit fast 4000 Jahren in den Anden in Peru, wo es ja bekanntermaßen wesentlich kälter und auch wärmer ist als hier, und das ohne das sie erfrieren oder in Flammen aufgehen yawning smiley))). Hier hat sich die Natur für die Haarlosigkeit entschieden, da sie sich offensichtlich bewährt hat, obwohl es durchaus auch behaarte Welpen im Wurf gibt, aber immer nur vereinzellt und diese behaarte Form sich in den Tausenden Jahren anscheinend nicht durchsetzen konnte. Richtig ist, dass ich bei extremen Minusgraden meiner Kleinen ein Jäckchen anziehe, wenn ich mit ihr spazieren gehe, aber nicht, wenn es nur mal kurz zum "Pieseln" nach draußen geht. Solange sie sich bewegt, ist auch alles in Ordnung mit der Kälte, natürlich stehe ich nicht zum Tratschen 20 Minuten auf der Stelle, ich würde behaupten, dass dann jeder Hund, insbesondere ein Welpe!!!, ins frieren kommt (mit Ausnahme des Husky vielleicht) yawning smiley).
So, leider alles sehr lang, 2.Teil folgt sogleich, da keine Schreibmöglichkeit mehr!
Viele Grüße, Josephine

von Pat(YCH) am 11. Februar 2001 11:21

hei josephine

ich würde mich gerne ausführlicher mit dir über deinen hund
austauschen.ist das machbar?
gruss pat

von Josephine(YCH) am 11. Februar 2001 21:03

Hallo Bine 2.Teil!
Richtig ist, dass die Haut sich langsam an die Sonne gewöhnen muss. Auch das geschieht in Peru, wo die Hunde sich intuitiv nicht in die Mittagshitze legen und sich langsam step by step der Sonne aussetzen. Die Haut bräunt und ist somit im Sommer grundsätzlich dunkler als im Winter. Ein junger PIO bekommt in seinem ersten Sommer eine neue (dunklere) Grundfarbe, die zwar im Winter wieder heller wird, aber nicht mehr so hell wie vorher. So bauen sie einen Eigenschutz auf. Extrem helle/rosa Stellen bei einigen Hunden, sollte man jedoch auch durch Sonnenschutzcreme schützen.
Wie Pat schon geschrieben hat, ist die Eigentemperatur dieser Hunde höher als bei anderen Hunden. Sie erreichen dies durch einen enorm hohen Energieumsatz in ihrem Körper. U.a. auch durch die schon erwähnte Arbeit der Muskulatur, die dann fälschlicherweise oft als Kältezittern gilt. Deshalb fressen sie übrigens auch für Große..., was meine so alles fressen kann bei ihrer sehr kleinen, schlanken Gestalt..., Besuch bei mir zu Hause staunt da nur.
Zum Thema Welpensterblichkeit etc. kann ich nur auf die Seite www.breudel.de unter Aktuelles auf den Artikel verweisen, der hier im Forum schon empfohlen wurde.
Dass einige der Meinung sind "ein Hund, der keine Haare hat, ist kein richtiger Hund" liegt meiner Meinung nach einzig und allein an Unwissenheit und damit verbundener Unsicherheit diesen Hunden gegenüber. (Was man nicht kennt,kann es nicht geben? Was man nicht kennt, darf es nicht geben???) Es gibt so viele Spielarten der Natur, die einen nur noch in Erstaunen versetzen, Vögel, die nicht fliegen, Fische, die an Land gehen usw. usw. usw.. Mit Qualzucht hat dies alles nichts zu tun. Zucht, die ausschließlich dem Geschmack des Menschen dient und seiner "Ideal"Vostellung, ohne Rücksicht auf die Lebensqualität eines Lebewesens, Schwänze, die man abschneidet oder Ohren (diese Liste ist bekanntermaßen endlos zu erweitern, leider) lehne ich kategorisch ab.
Übrigens gibt es den PIO in drei verschiedenen Größen, klein, mittel und groß. Es gibt dort Straßenhunde, Familienhunde und die großen werden übrigens in Peru auch als Polizeihunde eingesetzt...!
Ich hoffe ich habe ein wenig positive Neugier auf diese Hunde geschaffen. Ich erwarte nicht, dass nun jeder sie mag, denn dies ist - wie der Herr, so sein Gescherr...- Geschmackssache. Es gibt auch (natürlichsmiling smiley) für mich Hunde, die absolut nicht mein Geschmack sind (ach was...), aber eine gewisse Akzeptanz wäre wünschenswert und vor allem eine Neugier für einen Hund, den man noch nie gesehen hat, über den man vielleicht gar nichts weiss, näher kennezulernen.
Ich bin allen Fragen gegenüber aufgeschlossen und freue mich auf Resonanz!
Liebe Grüße an alle Teilnehmer dieser Diskussion und natürlich an Dich!
Josephine

p.s dieser Hund ist durchaus auch etwas für einen HUndeanfänger! Nur ein Menschenanfänger hätte hier sicher ein paar Probleme, aber vielleicht hilft der Hund ja auch in diesem Fall, wer weiss?!...



von Josephine(YCH) am 11. Februar 2001 21:07

: hei josephine
:
: ich würde mich gerne ausführlicher mit dir über deinen hund
: austauschen.ist das machbar?
: gruss pat

aber natürlich und gerne !!!

Lieben Gruss, Josephine

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