Kinderhund Cavalier :: Hunderassen

Kinderhund Cavalier

von Tatjana(YCH) am 26. Juli 2001 17:58

Lieber Thomas!

Also: Wir brachten die kleine Chanel nach den sieben Wochen zum Züchterehepaar zurück. Dort gab es eine stürmische Begrüßung und wir erkannten Chanel nicht wieder: DIE Prinzessin. Sie war gerade in der vierten Woche ihrer Läufigkeit (also praktisch schon nicht mehr läufig, aber immer noch interessant). Der Springer Spaniel-Rüde des Sohnes der Familie, der gerade dort war, fand Chanel dann auch ganz super interessant. Und unsere Chanel, die immer solche Angst vor größeren Hunden hatte, biss ihn ins Ohr, dass ihm Hören und Sehen verging!

SUPER! Naja, ihn kannte sie halt von früher, sie war wieder zuhause und alles war so, wie sie es richtig fand. Wir hatten den Eindruck, die anderen Cavaliere fanden es auch schön, dass Chanel wieder da war...

Die Züchter haben Chanel behalten und uns vor einigen Wochen gerade auf den Anrufbeantworter gesprochen, dass sie stolze Mutter von sieben wunderschönen Welpen geworden ist, ist das nicht irre?? Wir hatten aber auch den Eindruck, dass Chanel ein besonders schöner Cavalier ist! Ich wäre am liebsten gleich losgefahren, um mir einen auszusuchen. Naja, irgendwann wird es sicherlich so weit sein - dann aber von einem Züchter mit Kindern!

Liebe Grüße
Tatjana

von Tatjana(YCH) am 26. Juli 2001 19:32

Liebe Heidrun!

Gute Idee! Das werde ich machen! Hast Du auch einen Hund aus dem Heim??

Liebe Grüße

Tatjana

von Tatjana(YCH) am 26. Juli 2001 19:44

Hallo Margot!

Mist - nun hatte ich eben schon eine lange Antwort an Dich geschrieben, da wurde ich unterbrochen und mein PC ging "offline". Irgendwie scheint meine Antwort verschwunden zu sein. Also nochmal:

Als Helen so zwei Jahre alt war, holten sich Nachbarn von uns ein weißes Glatthaarfox-Mädel namens Maggy. Helen und Maggy waren wie Zwillinge, beide total aufgeweckt, lebhaft ohne Ende und stürmisch wie ein Orkan... Sie haben sich prächtig verstanden. Einmal haben wir Maggy auch zuhause besucht, auch da waren die beiden ständig in action...

Für Helen wäre das bestimmt der beste Hund, nur leider machen mich die Foxls verrückt! Sie sind mir einfach zu lebhaft. Maggy war wie ein Gummiball an der Leine, die Besitzerin sagte mir auch, Maggy sei niemals müde, immer auf der Suche nach neuen Spielen, immer aktiv. Puh! (Und ich habe ein bisschen den Verdacht, bei Pudeln ist es ähnlich...)

Terrier sind halt Terrier, sage ich immer. Bestimmt tolle Hunde, ich mag sie auch wirklich gern. Bin halt nur froh, dass ich keinen zuhause habe... Es nützt ja auch nichts, wenn man sich den Hund holt, der für das Kind perfekt ist, aber selbst von dem Hund genervt ist, oder??

Trotzdem vielen Dank für Deine Anregung und alles Gute für die Foxl-Zucht!!

Tatjana

von heidrun+C(YCH) am 27. Juli 2001 10:08

Hallo Tatjana!

Nee - meine Schäferhündin Connie ist zwar auch "second-hand", aber nicht aus dem Tierheim (Du kannst sie im Photoalbum angucken, habe gestern Bilder 'reingestellt).

Ich war früher jede freie Minute im TH und hatte immer einen Gassigeh-Hund, den ich täglich besuchte und zum Spaziergang mitnahm, mich um die Vermittlung kümmerte (Platzkontrolle, Gespräche mit Interessenten etc.). Man kennt den Charakter des Hundes, wenn man sich längere Zeit mit ihm beschäftigt hat, ganz gut, kann z.B. besser beurteilen, ob der Hund überhaupt zu den Interessenten passt - bzw. umgekehrt ;-)
Leider konnte ich damals selbst noch keinen Hund halten (zuwenig Zeit und Platz) - aber es war eine Möglichkeit, "beinahe einen eigenen" Hund zu haben.
Was Dir dabei aber klar sein sollte: wenn für den Hund ein passender Platz gefunden ist - dann ist er weg. Damit muss man auch klarkommen können.

Für die Tierheiminsassen ist's natürlich prima, wenn sie regelmässig 'rauskommen und sich jemand um sie kümmert. Klappt natürlich nur in Kooperation mit dem TH - aber die sind normalerweise froh über jedes Engagement, das ihnen angeboten wird.

Frag' doch einfach mal in "Deinem" Tierheim nach.

Liebe Grüsse
heidrun+C

von Michaela + Dwayney(YCH) am 27. Juli 2001 10:20

Hallo Tatjana,

An sich ist es mir egal, welchen Hund Du Dir holst, welchen Du schön findest und so weiter. Ich hoffe für Dich, daß es der richtige ist.
Zum Thema Terrier möchte ich mich nochmals einschalten, zum einen weil ich mittlerweile der absolute Terrier-Fan bin, zum anderen weil ich viele Leute mit Terriern, aber auch mit anderen Hunden sehe, die absolut nicht mit ihnen zurecht kommen. Es gibt wahnsinnig viele Terrier, die einfach unterfordert sind, die sich langweilen. Das sind dann auch solche Hunde, die an der Flexi um den Block geführt werden - oder Herrchen oder Frauchen um den Block führen. Ein Terrier braucht Bewegung und vor allem geistige Forderung. Sie läuft beim Pferd mit, geht mit Inlinen, wir gehen zu Mobility (ähnlich wie Agility) und die Grundausbildung hatten wir mit 6-7 Monaten hinter uns! Und zwar insofern hinter uns, daß ich sie ohne Probleme bei einer Jagd auf ein Huhn abrufen kann! Wenn es regnet z.B. üben wir zuhause Kunststückchen... mein Jack Russel liegt den ganzen Tag unterm Sofa, sie wird erst aktiv, wenn wir Gassi gehen, vor allem wenn dann Ball gespielt wird!
Ich kann mir nicht vorstellen, daß das bei den anderen aktiven kleinen und großen Hunden anders ist. Auch ein King Charles und ein Pudel und ein... brauchen Aufgaben. Du wirst nie einen superruhigen Hund finden, der aber trotzdem gerne mit Kindern spielt. Entweder spielt er gerne und ist dann auch aktiv oder er ist eben ruhig und gibt nach kürzester Zeit Ruhe. Und die Ruhe bei den flitzigen Hunden hängt eben immer von der Auslastung ab.

Ich würde Dir und Deinem Kind vorschlagen mal ins Tierheim zu gehen und gemeinsam regelmäßig einen kinderlieben Hund auszuführen. Wenn das Kind dann älter ist weiß es zumindest mal, wie man damit umgeht, was das für eine Verantwortung ist... Als ich 13 war hab ich 2 Nachbarshunde 3 Mal pro Woche ausgeführt. Ich hab mir ein bißchen Taschengeld dazuverdient und hab viel gelernt und wußte, was es heißt, auch bei Regen, Schnee... raus zu gehen. Ich hab ein kleines bißchen von der Erziehung gelernt. Trotzdem wäre ich nicht in der Lage gewesen einen Hund selbstständig auszubilden!

Und zum Thema Ängstlichkeit - Dwayney war mehrere Monate total ängstlich! Man kann sowas fördern, indem man darauf reagiert, man kann es aber auch ignorieren. Irgendwann wird der Hund schon aus sich herauskommen! Dazu empfehle ich Dir das Buch vom Kosmos-Verlag 'Erziehungsprogramm für Hunde' Da steht superviel über Erziehung drin, aber auch über den Umgang mit dem Hund im Alltag. Ich hab zum Glück bei mir in der Gegend (*räusper*, ich fahre fast 1 Stunde zu ihm) einen Ausbilder gefunden, der mit den Authoren des Buches eng zusammenarbeitet. Der Erfolg ist ersichtlich!!!!! :-)))

Tatjana, versteh mich bitte nicht falsch, ich möchte Dich hier keinesfalls heruntermachen oder zu irgendwas drängen. Ich versuche nur, die Möglichkeiten mit Hunden aufzuzeigen und Dir somit zu helfen, das für Dich Richtige zu entscheiden.

Viele liebe Grüße,

Michaela

von Tatjana(YCH) am 27. Juli 2001 20:37

Liebe Michaela!

Danke für Deine lange Antwort!!

Ich kann es gut verstehen, dass einer Terrier-Fan ist. Niemand kann leugnen, dass Terrier "das gewisse Etwas" haben. Bei mir ist es allerdings eher so, dass mich gerade dieses typische Terrierwesen abschreckt. Okay, mit meiner verschüchterten Chanel an der Leine hätte ich mir oft einen Draufgänger gewünscht, aber das ist dann doch wieder das andere Extrem. Neulich sprach ich mit meiner neuen Chefin (die zuhause bei ihren Eltern immer Welsh Terrier hatte und noch hat und nichts gegen einen Bürohund hätte!!!!!) über Hunde und sie sagte, unser Welsh ist klasse, aber er muss immer hinter Radfahrern herjagen. Ich sagte nur: "Terrier..." Sie: "Genau!" Naja, ein gut erzogener Terrier macht sowas natürlich nicht, aber die Erziehung muss eben bei diesen Hunden auch entsprechend sein, nicht wahr?

Vom Cavalier heißt es immer, dass er sich praktisch von selbst erzieht. Ich habe ja nun eher wenig Erfahrung, ich lese zwar sehr viel, aber die Praxis fehlt mir halt. Jedenfalls war Chanel null erzogen und wusste nach wenigen Tagen, dass man sich hinsetzt, bevor man sein Fressen bekommt, dass nicht gebellt wird, wenn jemand im Treppenhaus ist und was "Such!" heißt (nämlich dass es eine heiße Spur im Wohnzimmer zu verfolgen gibt, die ich mit Trockenfutter gelegt habe, das ich über den Boden gezogen habe, ihr Lieblingsspiel, weil es ja auch immer etwas zu finden gab - verfressene kleine Suse!). Das fand ich schon fabelhaft, zumal sie echt schnell gelernt hat, trotzdem sie täglich einen riesen Stress hatte mit der neuen Situation und unserer Tochter.

Bei der Suche nach der passenden Rasse habe ich mich auch immer gefragt, wozu der Hund ursprünglich gezüchtet wurde. Ich bin ja eigentlich Mops-Fan, aber mein Mann findet sie so schrecklich, dass er gegen sie allergisch ist... Jedenfalls denke ich, als "Anfängerhund" bei Leuten, die auch noch eine Menge mit der Kindererziehung zu tun haben und sich nicht jeden Tag stundenlang mit der Ausbildung und Auslastung des Hundes beschäftigen können, passt ein sog. Begleithund schon optimal, weil er von je her nur die Aufgabe hatte, seine Besitzer zu erfreuen und einfach dazusein, wenn man jemanden zum Liebhaben braucht. So ein seit ewigen Zeiten als Begleithund gehaltener Hund ist schon ruhiger, kommt mit weniger "Action" aus als ein ursprünglicher Gebrauchshund. Ich denke, gerade Terrier brauchen das Abenteuer!

Cavaliere haben gegenüber anderen "Schoßhunden" den Vorteil, dass sie durchaus sportlich sind. Unsere Chanel hatte ja null Auslauf gehabt vorher, man merkte anfangs auch, dass sie nach einer halben Stunde Spazierengehen echt fertig war. Sie hat dann auch ein bisschen abgespeckt und war nach den sieben Wochen bei uns ein bildschöner, schlanker, sportlicher Hund. Ach wenn ich so über sie schreibe, möchte ich am liebsten gleich losfahren...

Das mit dem Tierheim hat auch Heidrun empfohlen, ich denke, das ist eine sehr gute Idee, die ich auch demnächst realisieren werde. Ich denke auch oft, warum nicht einen armen Tierheimhund nehmen, die sollen so dankbar sein. Allerdings hatten meine Schwiegereltern eine Hündin aus dem Tierheim, die absolut daneben war. Sie war bissig, auch gegen eigene Familienmitglieder, außer Schwiegermutter. Mein Herzallerliebster war damals acht Jahre alt, den hat sie auch gebissen (also der Hund, nicht die Mutter!). Anleinen war jedesmal ein Alptraum. Wenn Besuch kam, musste Flocki oft Kotzen vor Wut - oder war es Angst?? Ich kann heute nicht verstehen, dass sich meine Schwiegereltern nie Hilfe geholt haben mit diesem Hund. Sie wollten ihn eigenlich gleich wieder ins Tierheim bringen, aber mein Mann sagte damals, auf keinen Fall, Flocki muss hierbleiben. Und so blieb sie 12 Jahre lang und terrorisierte Familie, Freunde und Nachbarn. Sie war zum Glück ein kleiner Hund, so ein Spitz-Terrier-Mix, bildschön, aber... NAJA! Und Chanel war nicht mal aus dem Tierheim, aber auch ein anstrengender Hund, zumindest, wenn das eigene Kind mit dem Hund nicht einverstanden ist und ihn ständig piesackt und der Hund vor Angst vergeht. Dann denke ich wieder, nein, ein Welpe muss es schon sein, aus guter Aufzucht, mit netten Kindern aufgewachsen, gut sozialisiert, offen, freundlich, beim Cavalier vielleicht sogar der frechste aus dem Wurf (der kommt dann wenigstens mit Töchterchen zurecht...).

Ich bin selbst riesig gespannt, wohin unsere Reise noch so geht!

Tatjana
P.S.: Ist Deine Dwayney auch aus dem Heim??

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