Husky - artgerechte Haltung/Auslauf? :: Hunderassen

Husky - artgerechte Haltung/Auslauf?

von Marcy(YCH) am 22. September 2001 09:16

Hallo an alle hier!

Mein Freund möchte uns unbedingt einen Husky-Welpen kaufen, während ich mir nicht sicher bin, ob wir ihm gerecht werden können! Bitte teilt mir doch mal mit, was Ihr unter artgerechter Bewegung/Beschäftigung für einen Husky versteht u. wie lange Ihr Euren Hund/Husky bewegt sowie wie Ihr in beschäftigt! Wie lange geht Ihr z.B. spazieren etc. Oder sagt Ihr sogar, eine artgerechte Haltung ist hier in Deutschland nicht möglich? Viele Fragen - hoffentlich viele Antworten
Vielen Dank Eure Marcy

von Marie Louise(YCH) am 23. September 2001 10:12

: Hallo!
Wenn du wirklich wissen willst: Artgerecht ist für den Husky die Rudelhaltung im Polarkreis. Dafür wurden sie gezüchtet und sind noch sehr urtümlich.
Aber wenn ihr denkt, es müsse ein Husky sein, geht doch zu einer Hilfsoragnisation für Nordländische Hunde, und gebt einem armen Hund von dort noch eine Chance auf ein gutes Leben. Bitte nehmt keinen Welpen, denn Huskies in unseren Breitengraden sind wirklich arm, und je weniger man sie vermehrt desto besser für diese Rasse.

Ich kenne mehrere Huskies, die gehen alle por Tag ca. 3-4 h Minimum, auch Radfahren und im Winter Schitouren und Schlittenfahrten sind inkludiert. Du musst den HUnd aber auch geistig fördern, Huskie sind sehr interlligent, nur etwas schwieriger Auszubilden.

Marie Louise

von Attila(YCH) am 25. September 2001 08:09

: Hallo an alle hier!
:
: Mein Freund möchte uns unbedingt einen Husky-Welpen kaufen, während ich mir nicht sicher bin, ob wir ihm gerecht werden können! Bitte teilt mir doch mal mit, was Ihr unter artgerechter Bewegung/Beschäftigung für einen Husky versteht u. wie lange Ihr Euren Hund/Husky bewegt sowie wie Ihr in beschäftigt! Wie lange geht Ihr z.B. spazieren etc. Oder sagt Ihr sogar, eine artgerechte Haltung ist hier in Deutschland nicht möglich? Viele Fragen - hoffentlich viele Antworten
: Vielen Dank Eure Marcy


Hallo Marcy,

eine artgerechte Haltung ist bestimmt möglich, wenn Du in der Eifel, in der Uckermark oder im Bayerischen Wald wohnst. :-) Huskies sind in Stadtwohnungen oder in beengten Verhältnissen fehl am Platze; sie wollen laufen, sich ausarbeiten, gefordert werden. Außerdem sind sie ausgesprochene Rudeltiere und sehr anstrengend, was ihre Ausbildung und die Beeinflussung ihres Verhaltens angeht. Ich finde sie auch sehr schön, aber obwohl ich hier am Rande des Westerwaldes wohne und viele Kilometer Wald- und Wiesengelände zur Verfügung hätte, glaube ich einem Husky nicht genug bieten zu können. Überlegt Euch die Sache gut, denn mit einem nicht ausgelasteten, wild an der Leine zerrenden und jedes Kommando ignorierenden Husky werdet Ihr wenig Spaß haben.

Gruß, Attila


von Steffi(YCH) am 25. September 2001 10:10

Hallo Marcy
Ich selbst habe keinen Husky, kenne aber insgesamt 3 Stück.

Die ersten 2 werden zusammen gehalten, ein Rüde und eine Hündinn.
Der Besitzer der Hunde hat extra wegen ihnen einen Halbtagsjob angenommen. Er geht fährt morgens ungefähr eine Stunde mit dem Rad, vormittags gehen dann wohl seine Eltern 1-2 Stunden mit den Hunden Spazieren. Wenn er wieder zuhause ist, fährt er direkt wieder mit den Hunden los. Er hat mir mal erzählt das seine Hunde pro Tag mindestens 40km mit dem Rad unterwegs sein müssen, damit sie zufrieden und ausgeglichen sind. Die Hunde dürfen am Feld frei laufen, im Wald kommen sie an die Leine.
Die zwei sind übrigens wunderschöne Tiere , absolut ruhig und total souverän im Umgang mit anderen Hunden.

Der andere Husky, eine Hündinn, ist das Paradebeispiel dafür, wie man die Hunde nicht halten kann. Sie kommt pro Tag ungefrähr 3x 20 Minuten an der Leine raus, ist agressiv gegenüber kleineren Hunden, Katzen und anderen Hündinnen, hat auch schon ihr Frauchen gebssen und ein Reh erlegt.

Ich selbst finde Huskys wunderschön, würde mir jedoch nie einen anschaffen, weil ich ihnen nicht gerecht werden könnte.

Viele Grüsse
Steffi

von Marcy(YCH) am 25. September 2001 13:32

Hi Attila!

Wohne am Stadtrand von Hildesheim und hätte hier schon kilometerweise Auslaufmöglichkeiten. Wild an der Leine ziehen - meinst Du, man kann einen Husky nicht erziehen? Ich sehe hier immer nur angeleinte.. Nochmal Grüsse
Marcy
:
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von Attila(YCH) am 25. September 2001 21:40

: Hi Attila!
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: Wohne am Stadtrand von Hildesheim und hätte hier schon kilometerweise Auslaufmöglichkeiten. Wild an der Leine ziehen - meinst Du, man kann einen Husky nicht erziehen? Ich sehe hier immer nur angeleinte.. Nochmal Grüsse
: Marcy


Hallo Marcy,

einen Husky erziehen - sicherlich nicht unmöglich, denn am Schlitten müssen die Hunde ja auch hören. Die üblichen Ausbildungswege dürfte man allerdings ziemlich abhaken können - ich habe z. B. noch keinen Husky die BH ablegen sehen, Huskies machen weitgehend was sie wollen und tun uns nicht den Gefallen, zehn Minuten in der Ablage zu verharren. Mein erster Hund war ein Schäfer-Husky-Mix, ein sehr schöner, wolfsähnlicher Bursche, aber ausgesprochen schwierig. Sollte er allein bleiben, zerstörte er unter Gejaule und Getobe die Wohnungseinrichtung; das ist nicht ungewöhnlich für Huskies. Es war fast unmöglich, ihn von der Leine zu lassen, da er sich nicht mehr anleinen ließ, mich im Abstand von einigen Metern umkreiste und auch mit Leckerchen nicht mehr anzulocken war; wirklich leinenführig war er nie. Die Huskybesitzer, die ich kenne, lassen ihre Hunde allesamt nicht von der Leine, weil sie befürchten müssen, daß die Tiere nicht mehr zurückkommen. Ob man das trainieren kann, vermag ich nicht zu sagen, da haben die Husky-Spezialisten das Wort. Ein ziemlich gutes Buch ist das von Rainer Brinks ("Schlittenhunde", Kosmos-Verlag), der auch auf die Schwierigkeiten mit Huskys als Familienhunden hinweist.

Gruß, Attila

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