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Zweithund : Vor- und Nachteile? Welcher? :: Hunderassen

Zweithund : Vor- und Nachteile? Welcher?

von Mandy(YCH) am 29. Dezember 2002 09:28

Hallo Yorkies,

ich habe eine 4 Monate alte Papillon-Dame und will mir nächstes Jahr einen Zweithund zulegen. Da Hunde ja Rudeltiere sind und ich nächstes Jahr halbtags arbeiten will und ich ein schlechtes Gewissen hätte, wenn ich meinen Hund alleine zu Hause lassen müsste.

Wer hat allgemein Érfahrungen mit 2 Hunden, welche Vor- und Nachteile hat das gegenüber nur einem Hund? (von den Kosten mal abgesehen)Ist es besser einen Rüden oder eine Hündin zu nehmen?

Er sollte etwas ruhiger im Wesen sein, ein pflegeleichtes Fell besitzen und freundlicher Natur sein. Er sollte nicht allzugroß sein, da er in der Wohnung gehalten werden soll. Bin mal gespannt auf eure Vorschläge.

Schonmal vielen Dank im Vorraus für eure Hilfe.
Ich wünsche auch allen die das lesen einen "guten Rutsch" in´s Jahr 2003


Liebe Grüße
Mandy

von Nina + Milka(YCH) am 29. Dezember 2002 09:41

HI Mandy!

Ich hab mir auch mal Gedanken über die Vor- und Nachteile eines Zweithundes gemacht, einfach aus meiner Sicht, werde sie dir mal auflisten:

positiv:
Die beiden leben in einem kleinen Rudel, man kann sie ohne Probleme alleine lassen, beim Spazierengehen macht es (wenn denn beide gut erzogen sind) keinen Unterschied, ob man jetzt einen oder zwei Hunde dabei hat, ...

negativ:
Such mal ne Mietwohnung mit zwei Hunden (wobei es natürlich für dich auch sein kann, dass du eine Eigentumswohnung/Haus hast, aber es war halt ein Grund für mich), besuch weiterhin mal Leute mit zwei Hunden (über einen freuen sich alle, bei zweien wird man doch etwas schief angeguckt), benutzt mal öffentliche Verkehrsmittel mit zwei Hunden, du kannst deine zwei Hunde sehr schlecht mit in die Stadt nehmen (kommt natürlich auf die Größe an, aber bei mir wären es zwei große Hunde, und geh mal mit denen "einkaufen"winking smiley, wenn ein Hund z.B. jagd, wird sich der andere sehr wahrscheinlich auch nicht lange bitten lassen, dann hast du zwei fröhlich jagende Hunde,
kurz: die beiden werden sich gegenseitig zu Blödsinn anstiften, auch wenn du aus der Wohnung bist,
wenn du in den Urlaub fährst, wo kommen zwei Hunde hin, wenn du sie nicht mitnimmst (nächstes Problem, mit einem Hund bist du überall gerne gesehen, mit zweien könnte es eventuell Schwierigkeiten geben), was machst du im Krankheitsfall?
Ich würde meinen Hund später gerne mit zur Arbeit nehmen, was aber mit einem einzigen Vierbeiner schon problematisch werden könnte, was machste dann mit zweien??
Weiterhin doppelte Futterkosten, doppelte Tierarztkosten, doppelte Versicherung und Steuern, ... aber das hattest du ja selbst schon aufgelistet.


Wie gesagt, sind alles Gründe für MICH, eventuell trifft die Hälfte da ja schon nicht auf dich zu.
Daher muss ich leider auf den zweiten Vierbeiner noch etwas warten. Irgendwann vielleicht mal.

Gruß,
Nina

P.S. Guck mal hier, da werden Bücher empfohlen, die dir eventuell helfen könnten.

von Mandy(YCH) am 29. Dezember 2002 10:21

Hallo Nina,

danke für deine Mitteilung. Stimmt, die Hälfte deiner negativen Sachen kommen für mich nicht in Frage.

Ein Papillon ist ein Zwerghund, so um die 4 kg, also nicht das große Problem und der zweite sollte nicht viel größer sein.

Wir wohnen in einem Haus mit Garten in einem klitzekleinen Dorf und wenn wir in Urlaub fahren, dann mit dem Bus zum Camping, also können die Hunde da schonmal mit. ...und zum einkaufen sollen sie eh nicht mit.
Öffentliche Verkehrsmittel gibt es hier gar nicht, wenn ich aus dem Ort raus will bin schon auf ein eigenes Auto angewiesen. :-))) Mein Freund unterstützt mich auch dabei, das heißt wir sind schon zu zweit. *g*

Das mit dem Hund zur Arbeit habe ich mir auch schon überlegt, da finde ich einen Zweithund aber praktischer.
An der Arbeit muss ich ja nunmal arbeiten, da habe ich keine Zeit für den Hund. Er wäre zwar um mich rum, aber doch eingeschränkt. O.K. das kommt vielleicht auch noch auf den Job an. Aber das habe ich mir aus dem Kopf geschlagen, einen Job zu finden, der meinem Hund auch gefällt. :-)))

Liebe Grüße
Mandy


von JanaLPN(YCH) am 29. Dezember 2002 10:44

Hi Nina,

ein wenig Eigeninitiative und Organisationstalent gehört schon zur Hundehaltung. Nicht nur zur Mehr-Hundehaltung.
:
: Such mal ne Mietwohnung mit zwei Hunden

Wir haben ein wenig gesucht und eine wunderbare, preiswerte Wohnung mit separatem Eingang im Hochparterre mit Riesengarten gefunden. Man muss natürlich Zeit und Mühe investieren. Wir sind hier mit DREI Hunden willkommen!

:besuch weiterhin mal Leute mit zwei Hunden (über einen freuen sich alle, bei zweien wird man doch etwas schief angeguckt)

DAS ist es nämlich. SELBSTBEWUSSTSEIN gehört auch dazu. Dann ist es dir nämlich Schnuppe, wie dich die Leute anschauen.

:benutzt mal öffentliche Verkehrsmittel mit zwei Hunden, du kannst deine zwei Hunde sehr schlecht mit in die Stadt nehmen

Ich habe jahrelang mit zwei mittelgroßen Hunden in Berlins City gelebt und weder in der Straßenbahn noch in U- oder S-Bahn Probleme gehabt.

:wenn ein Hund z.B. jagd, wird sich der andere sehr wahrscheinlich auch nicht lange bitten lassen, dann hast du zwei fröhlich jagende Hunde,

Da hast du Recht. Wenn man nicht in der Lage ist, seine Hunde zu erziehen...

: kurz: die beiden werden sich gegenseitig zu Blödsinn anstiften, auch wenn du aus der Wohnung bist,

??? Du weißt aber viel über Mehrhundehaltung, wo du doch nur einen hast?

: wenn du in den Urlaub fährst, wo kommen zwei Hunde hin, wenn du sie nicht mitnimmst

Ah ja. Hundemenschen fahren MIT Hund in den Urlaub.

:was machst du im Krankheitsfall?

Siehe oben - Organisationstalent. UND gute Freunde:-).

: Ich würde meinen Hund später gerne mit zur Arbeit nehmen, was aber mit einem einzigen Vierbeiner schon problematisch werden könnte, was machste dann mit zweien??

DAS ist ein wirklicher Grund!

: Weiterhin doppelte Futterkosten, doppelte Tierarztkosten, doppelte Versicherung und Steuern, ... aber das hattest du ja selbst schon aufgelistet.

Arm wird man aber nicht dabei.

Ich will dich jetzt NICHT zur Mehrhundehaltung "überreden". Wollte nur mal aufzeigen, dass es eine EINSTELLUNGSsache ist, ob es für jemanden in Frage kommt oder nicht.

Jana mit glücklichem 3er-Gespann

von Elke(YCH) am 29. Dezember 2002 11:16

Hallo Mandy,

ich stimme euch (JanaLPN und dir)in allem zu, aber man sollte dabei auch sein erst Hund mitbestimmen lasse :-))). Ich selber hatte eine ganze Zeitlang (4 Jahre) nur ein Hund, Kim ist ein weißer Schäferhund und nun 6J alt. Habe ihn immer mit auf die Arbeit genommen, bekamm dann noch ein Baby hinzu mein Mann wollte immer einen zweiten Hund, ich war immer gegen den zweiten, teilweise aus den selben Gründen, die in der ersten Postin genannt wurden. Dann kam ein Anruf von meinem Mann, die Frau von dem Chef (Jäger) meines Mannes hätte vor zwei Tagen einen schwarzen Belgier im Wald angebunden gefunden (wenn ich den früheren Besitzer erwische zerr ich ihn vors Gericht!!!)und suche einen Platz, wo er eventuel übers Wochenende bleiben könne. Da ich ja auch die Hündin (Dobermann) immer in Pflege genommen hatte, sagte ich , daß ich nichts dagegen hätte wenn sich Kim mit ihm verdrüge und er kleinen Kindern nichts macht.Heraus gestellt hat sich allerding, daß die beiden für den schwarzen Schäferhund (kein Belgier) im Grunde genommen gute neue Hundebesitzer suchten, die auch Hundeerfaheren sein mußten. Kurzgesagt, kam sah und siegte :-))))). Heute sind die beiden Hunde (beides Rüden, Stockmaß 64,5 cm) die besten Freunde und mein "alt" Rüde ist wieder jung geworden :-))). Was der eine nicht weiß weiß der andere, was die beiden Hunde nicht wissen weiß mein Sohnemann *ggg*.

Allerding muß man sich die zulegung eines zweithundes genau überlegen, wenn nichts dagegen spricht ist es anzuraten einen Zweiten hinzu zu nehmen. (Sprichwort: Italiener untereinander verstehen sich besser als Italiener/deutsche untereinander).
Gruß
Elke und Rudel

von Gaby mit Beira(YCH) am 29. Dezember 2002 11:26

Hallo Mandy,

wir haben seit 15 Jahren zwei bzw. seit drei Jahren drei Hunde, und zwar in der Kombination groß/klein. Erst Bullterrierrüde mit Mini-Zwergschnauzerhündin, dann Mini-Zwergschnauzerhünin mit Rhodesian Ridgeback-Hündin, dazu kam ein erwachsener RR-Rüde; nach dem Tod der Zwergenmaus kam ein Affenpinscher hinzu. Alles geht wunderbar. Die Vor- und auch Nachteile hat Dir Jana bereits aufgelistet. Wir fahren mit drei Hunden in Urlaub (Camping, FeWo und sogar gute Hotels), unsere Hunde sind allerdings vorbildlich erzogen, kommen nicht ins Bett und dgl. Bei Besuchen (und beim Stadtbummel) lassen wir sie meist zu Hause, was eben bei zweien oder dreien viel leichter ist als bei einem. Meine Freundinnen aus dem Hundeverein halten es ebenso.
Zur Rasse: ich kann Dir natürlich auch hier den Affenpinscher empfehlen:-)), da mich diese Rasse immer auf's Neue begeistert und ich es schade finde, daß sie ausstirbt. Sie würde auch von Größe, Temperament,Pfiffigkeit und Wesen her gut Deinem Hund passen. Bei der Kombination Rüde/Hündin würde ich persönlich immer ein Tier kastrieren lassen, wobei der Eingriff beim Rüden der einfachere ist.

Liebe Grüße
Gaby mit Beira


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