Leonberger als Ersthund? :: Hunderassen

Leonberger als Ersthund?

von Nadine(YCH) am 02. Februar 2003 21:13

Hallo zusammen,

Wir überlegen uns, einen Hund anzuschaffen und interessieren uns insbesondere für den Leonberger. Gibt es im Forum einige Leonberger-Besitzer, die Warnungen oder Lobpreisungen aussprechen können? Insbesonders möcht ich wissen, ob der Leonberger für "Anfänger" geeignet ist. Wir wohnen zwar in einer Stadt, aber mit Garten und am Waldrand. Der Hund müsste in der Regel nicht alleine bleiben. Seine Spaziergänge wären ihm garantiert, Hundeschule gibt es auch eine gute in der Nähe.
Von den Informationen im Internet und in Büchern her scheint der Leonberger kein allzu schwieriger Hund zu sein, gerade aufgrund der Grösse des Hundes möchte ich mich aber noch ein bisschen absichern. Was meint ihr?

Herzlichen Dank für Eure Antworten

Nadine


von Nora(YCH) am 03. Februar 2003 05:05

Hallo!

Also ich würde dir abraten, aber naja. Ich helfe im Tierheim aus und dort haben wir einen Leonberger Mix. Dieser Hund hat einen sehr starken Beschützerinstinkt (wie die Rasse insgesamt) und das kann schon mal zu einem Problem werden. Desweiteren ist der Hund meistens sehr dominant, d.h. man muss wirklich eine starke Hand haben um sich gegen den Hund durchzusetzen! Aber ansonsten lieb.
Das sind meine Eindrücke von dieser Rasse, wobei ich auch nur ein Exemplar kenne. Aber ich habe schon von anderen Helfern im Tierheim gehört, die schon öfter einen Leonberger zu vermitteln hatten, dass der Beschützerinstinkt soweit gehen kann, dass er den Ehepartner nicht mehr ins Haus lässt. Etc.
Es gibt natürlich solche und solche Exemplare, aber ich würde mich noch einmal informieren (auch bei Züchtern und im Tierheim) und mich fragen, ob diese Rasse wirklich geeignet für mich ist. Gerade als Ersthund. vieleicht wäre etwas "weniger komplizierteres" doch besser??

Viele Grüße
Nora

von Connie(YCH) am 03. Februar 2003 06:24

Hallo Nadine,

ich hatte viele Jahre Leonberger gehalten und auch gezüchtet und ich kann nur bestes von ihnen berichten. Wenn man sich nur ein bisschen mit Hundeverhalten etc. auskennt ist der Leo durchaus auch als Ersthund zu empfehlen. Ich finde nicht, dass der Leo einen ausgeprägten Beschützerinstinkt hat; meine Leos waren durchweg alle sehr leicht zu erziehen und freundlich zu Mensch und Tier. Ich hatte nie einen Leo erlebt, der "schwierig" gewesen wäre. Meine erste Hündin war ein absoluter Workaholik, ich habe mit ihr die Schutzhundeausbildung, sowie auch Rettungshundeausbildung, Fährtenausbildung, Agility etc. gemacht und sie war immer ein angenehmer Begleiter, schlechthin mein absoluter Traumhund! Auch mit meinen anderen Leos habe ich die Begleithundeprüfung abgelegt, war nie ein Problem. Einige meiner Leos waren Wachhunde, d.h. sie bellten, wenn sich jemand näherte, waren aber niemals aggressiv oder übertrieben territorial veranlagt. Sie sind eigentlich die idealen Familien- und vor allem Kinderhunde, weil sie sehr viel Geduld haben und sehr nervenstark sind mit fast sprichwörtlicher Ruhe!
Der Besuch einer Hundeschule empfiehlt sich trotzdem, weil man hier gerade als Anfänger viel über Hunde im Allgemeinen lernen kann. Von all zu "harter" Ausbildung nach Gebrauchshunde-Manier würde ich aber beim Leo unbedingt abraten, da er doch sehr sensibel ist und zu viel "Druck" nicht verträgt. Bei der Wahl der Zuchtstätte ist auf gesunde Elterntiere, bzw. Linien zu achten. Der Leo neigt zu Herz-Kreislauferkrankungen, Knochen- und Wachstumserkrankungen oder Krebserkrankungen. Wichtig ist, ein proteinarmes Futter für die Aufzucht zu verwenden. Bitte keine Wachstumsfutter und nicht zu viel füttern, da große Hunde damit zu schnell wachsen, was verheerende Knochenerkrankungen zu Folge haben könnte!
Inzwischen halte ich einen Do-Khyi (Herdenschutzhund) und nun weiß ich, wie einfach doch ein Leonberger im Vergleich gewesen ist!
Bei weiteren Fragen mail mich doch bitte mal privat an.

Liebe Grüße
Connie

von Ilonka(YCH) am 03. Februar 2003 16:52

Hallo Nadine,

das was Connie schreibt, dem gibt es fast nichts mehr hinzuzufügen. Ich hatte auch fast 8 Jahre lang einen Leonberger, eine Hündin, für mich war diese Rasse eine der Unkompliziertesten, Blanka war mein 3. Hund, d. h. ganz hundeerfahren war ich nicht. Es ist auch nicht bekannt geworden, daß auch nur einer dieser Hunde mal gebissen hat. Leonberger sind gut zu Mensch und Tier und Kindern. Jetzt habe ich auch einen Herdenschutzhund, auch wieder eine Hündin und diese Rasse ist das ganze Gegenteil. Manchmal sehne ich mich auch wieder nach einem Leonberger zurück.
Ich kann Dir nur dazu raten, Beschützerinstinkt hatte mein Hund nicht, eher hat sie sich hinter mir verkrochen...

Es grüßt Ilonka und der Herdenschutzhund Donna

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