Gewohnheit Mödeles? :: Hundesport & Freizeit mit Hund

Gewohnheit <-> Mödeles?

von martin am 14. Mai 2008 14:09
Grüß Dich Anke,

Quote :
Original geschrieben von Anke + Franzl

Martin, was wäre gewesen, Du wärst einfach weiter gegangen ohne über die Baumstämme zu balancieren?
Er wäre nach 20 - 30 m gekommen und missmutig aber demonstrativ 1 km eng bei fuss gelaufen, was er auf dem Hundeplatz für völlig sinnwidrig hält. Aber da gibt es ja auch abwechslung durch andere hunde.

tschüß martin

von martin am 15. Mai 2008 07:26
Grüß Dich Liesel,

Quote :
Original geschrieben von Liesel

Freude am Tun gibt es auch beim Hund. Das kann man sehr gut beobachten, wenn man einen Wurf liegen hat. Ob wippende Bretter, Tunnel, erhöhte Liegeflächen, das Greifen und Halten einer Beute... alles das zeigen sie im Spiel. Später dann plagt man sich mit Kontaktzonentraining, Tischarbeit und Grifftraining, weil das, was der kleine Welpe noch aus Spaß von allein gezeigt hat, der Erwachsene auf unsere Befehle hin als nicht mehr erstrebenswert betrachtet.
Ich habe die beobachtung gemacht, dass hunde nach einer längeren pause, gern mal wieder etwas intensiv geübtes wiederholen. Es sollte aber ein wenig anspruchsvoll sein. Irgendwie scheinen sie auch einen sinn für angemessene anforderungen zu haben.

tschüß martin

von Liesel am 15. Mai 2008 10:20
Quote :
Original geschrieben von martin
Ich habe die beobachtung gemacht, dass hunde nach einer längeren pause, gern mal wieder etwas intensiv geübtes wiederholen. Es sollte aber ein wenig anspruchsvoll sein. Irgendwie scheinen sie auch einen sinn für angemessene anforderungen zu haben.

tschüß martin

Hallo martin,

du kannst mir bestimmt etwas über meine Beobachtung sagen: mein SD-Helfer fällt seit Wochen aus wegen einer Meniskus-OP. Nun werden meine Hunde ausschließlich über Fährte und Unterordnung ausgelastet (Prüfungssaison ist zu Ende, Quali in der Tasche, warum wandern?). Nun habe ich mehrfach ein Spiel zwischen meiner Ältesten, 5 Jahre und meinem Jüngsten, 8 Monate (Mutter und Sohn) beobachtet:
Sie nimmt Beißwurst, lässt ihn zerren, hält gegen, knurrt, kontert, sobald er auf vollen Griff korrigiert, "schenkt" sie ihm die Beißwurst. Je länger die Schutzdienst-Pause andauert, desto häufiger beobachte ich das Spiel zwischen den beiden!
Wenn du dich mit Schutzdienst auskennst, weißt du, dass nach dem gleichen Prinzip der Junghundeaufbau abgehalten wird. Hältst du es für Zufall, oder liegt diese Form des Beutespiels in der Natur des Hundes (eigentlich wird keine Beute verschenkt, jeder versucht doch, seinen Teil abzuzwacken) oder projeziert meine Zuchthündin Erlerntes in ein Spiel, vielleicht sogar mit der Absicht, ihm Griffverhalten zu lehren?
Interessant wäre auch von Heinrich zu erfahren, ob die älteren Hunde im Gespann eine Art Lehrfunktion den Jüngeren gegenüber ausüben.

CU, Liesel

von martin am 15. Mai 2008 13:07
Hallo Liesel,

du machst eine interessante beobachtung.

Quote :
Original geschrieben von Liesel

.... Nun habe ich mehrfach ein Spiel zwischen meiner Ältesten, 5 Jahre und meinem Jüngsten, 8 Monate (Mutter und Sohn) beobachtet:
Sie nimmt Beißwurst, lässt ihn zerren, hält gegen, knurrt, kontert, sobald er auf vollen Griff korrigiert, "schenkt" sie ihm die Beißwurst. Je länger die Schutzdienst-Pause andauert, desto häufiger beobachte ich das Spiel zwischen den beiden!
... und stellst eine sehr schwierige frage.

Quote :
...Hältst du es für Zufall, oder liegt diese Form des Beutespiels in der Natur des Hundes (eigentlich wird keine Beute verschenkt, jeder versucht doch, seinen Teil abzuzwacken) oder projeziert meine Zuchthündin Erlerntes in ein Spiel, vielleicht sogar mit der Absicht, ihm Griffverhalten zu lehren?
Zunächst käme es einmal darauf an, ob das wirklich häufiger als zufällig der richtige griff ist. Man täuscht sich leicht, da man schon beim beobachten bewertet.

Auf der anderen seite ist zumindest eine tierart bekannt, ich meine mich erinnern zu können, dass es Erdmännchen(*) o.ä. sind, bei denen es lehrer gibt, die über kontrolle und belohnung jeweils einen schützling ausbilden. Warum soll es ansätze dazu nicht auch bei anderen tieren geben können?

tschüß martin

(*)Frau Prof. Dr. Elisabeth Kalko
Universität Ulm, Abteilung Experimentelle Ökologie der Tiere
Lernen im Tierreich: Lehrer und Lernende bei Fledermäusen und Erdmännchen

Das Erlernen komplexer Zusammenhänge und motorischer Abläufe ist bei vielen Tieren gut bekannt. Weniger bekannt ist jedoch, dass diese Fähigkeiten nicht nur im "Selbststudium", sondern ähnlich wie beim Menschen auch durch sogenannte Tutoren oder Lehrer vermittelt werden.
In diesem Vortrag wird am Beispiel der lebhaften Erdmännchen aus Südafrika und der froschfangenden Fledermaus aus Süd- und Mitteleuropa gezeigt, wie dort Jungtiere und Erwachsene durch aufmerksames Beobachten erfahrener Tiere lernen, erfolgreich Nahrung zu finden und zu manipulieren. Diese beeindruckende Beispiele verdeutlichen auch eindrücklich, dass aktives Lernen nicht nur bei Menschen vorkommt, sondern vermutlich bei vielen Säugetieren weit verbreitet ist.




von HST am 15. Mai 2008 13:37
Das Erlernen komplexer Zusammenhänge und motorischer Abläufe ist bei vielen Tieren gut bekannt. Weniger bekannt ist jedoch, dass diese Fähigkeiten nicht nur im "Selbststudium", sondern ähnlich wie beim Menschen auch durch sogenannte Tutoren oder Lehrer vermittelt werden.

martin
bin gerade dabei...
meine junghunde
in freifolge auszubilden...

alles geht hinter mir....

da ich nicht blöd bin....
nehme ich natürlich
alt-tiere mit dazu....

die dem jungen zeigen, wie es geht...
somit hat er immer die sicherheit
des rudels...und kann sich daran orientieren...

somit...ist das aussacken....so einfach...
dass es ein aussacken gar nicht mehr ist...
sondern nur noch.... maximal...
ein
auswischenwinking smiley
Mfg
HST

PS:ist ähnlich wie mit dem lotuseffekt...
da genügt ein spritzer wasser
und alles ist wieder clean...
anstatt
mit
stahlwolle und scheuerpulver dem schmutz zuleibe zu rücken...

man braucht eben das richtige
know-how
handwerkzeug ect....dazu.......

so jetzt geh ich wieder raus...der nächste kanidat ist dran!

von Anke + Franzl am 15. Mai 2008 16:28
Hi,

das Training mit Althunden als Vorbild ist doch auch bei den Herdengebrauchshunden üblich - Haupthund und Beihund.

Wir arbeiten ebenfalls so, der Junghund wird für die ersten Hetzen zu einem Althund geschnallt, dann lernt er gleich wie es geht, ist nicht zu zögerlich, aber auch nicht zu draufgängerisch - ohne Tutor kann das bei wehrhaftem Wild auch dumm ausgehen, wenn der Jüngling alles selber lernen muss.

Auch beim Kommen auf Pfiff, Laufen im Verband etc. hilft mir der ausgebildete Althund.

Ich sag ja, nie wieder Einzelhund, ist super praktisch so. Geht aber weniger gut, wenn der Alte eben nicht so super ist, denn dann lehrt er leider auch das, was ich eigentlich nicht möchte. Daher war bei uns auch klar, dass z.B. damals zu Rico kein Welpe gekommen wäre - ich hatte keine Lust auf noch einen sozial unsicheren Kandidaten.

salü
Anke

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