Fährtenarbeit :: Hundesport & Freizeit mit Hund

Fährtenarbeit

von Doris(YCH) am 11. Juli 2000 21:18

Hallo,
ich bin auf der Suche nach Tips für die Fährtenarbeit. Wir sind absolute Anfänger.
Vielen Dank im voraus
Doris

von Gabrielle(YCH) am 12. Juli 2000 06:52

Hallo Doris
Ich denke, ich wuerde heute mit "scent in a bottle" beginnen und nicht mehr "traditionel".
Liebe Gruesse
Gabrielle

von Pat(YCH) am 12. Juli 2000 07:47

: Hallo Doris
: Ich denke, ich wuerde heute mit "scent in a bottle" beginnen und nicht mehr "traditionel".
: Liebe Gruesse
: Gabrielle

hallo

WAS IST DENN DAS????

Gruss
Pat

von Jenny(YCH) am 12. Juli 2000 11:44

Hi Doris,

Ich bin selber Fährten-Anfängerin und mache es mit Anleitung erfahrener Leute in unserem Hundeklub. Ich kann dir ja mal beschreiben wie wir es machen:

Zuerst nur eine kurze, gerade Spur von ca. 15-20m (je nach Hund, wenn sehr hektisch beim Suchen eher länger). In jeden Schritt wird beim Legen ein Würstli vorne in die Fussspitze gelegt, damit der Hund lernt von der Ferse her nach vorne zu suchen. Am Schluss ein kleiner Behälter (z.B. mini-tupper) mit etwas tollem drin (z.B. dosenfutter, nur ganz wenig). Evtl. Löcher in den Behälter oder Deckel ein bisschen offen lassen. Gerade vorne weglaufen (nicht in die Nähe der spur gehen). Dann solltest du 10-20min warten. Nicht sofort auf die Fährte gehen, anscheinend muss sich der Geruch zuerst "setzen".

Den Hund vor das Fähnchen (Startpunkt der spur) setzen, legen stehenlassen (wie es dir beliebt). Dann mit der geschlossenen Hand vor die Hundenase sie auf den Boden "führen" Hand öffnen und mit "Suuuch" losschicken. Der Hund wird das Würstchen finden und weitersuchen. Wenn er beim Behälter angekommen ist, gehst du wortlos nach vorne, hältst deine Hand auf den (offenen) Behälter und lässt ihn nicht fressen bis er von selber ins Platz geht. (=Verweisen) Dann looben, looooben, loooooben und fressen lassen. Dann ihn freilassen.

Mit der Zeit kannst du die Fährten nach und nach länger werden lassen und wenn er konzentriert und gut sucht, kannst du den ersten Winkel einbauen. dann den zweiten Winkel, vielleicht ein zweites Behälterchen in der Mitte der Spur. Wenn er gut und von alleine ins Platz geht, kannst du mal einen GEgenstand auf den Behälter legen etc.

Wichtig: Man sollte sehr, sehr lange in jeden Schritt ein Würstli legen, und erst wenn er wirklich routiniert sucht, dann langsam (!) abbauen, nur noch in jeden zweiten Schritt, dann variieren.

Es gäbe noch sooo vieles dazu zu sagen, aber das würde den Rahmen hier sprengen.

Viel spass
Jenny


von Andrea +5(YCH) am 12. Juli 2000 14:05

: Hi Jenny,
:kleine Korrektur meinerseits an Deiner sehr ausführlichen Beschreibung (bitte nicht böse sein, so hab ich es gelernt!):
: Zuerst nur eine kurze, gerade Spur von ca. 15-20m (je nach Hund, wenn sehr hektisch beim Suchen eher länger). In jeden Schritt wird beim Legen ein Würstli vorne in die Fussspitze gelegt, damit der Hund lernt von der Ferse her nach vorne zu suchen.
:grinning smileyas Futter sollte man in den Hacken des Fussabdrucks legen. Beim Stapfen der Fährte sollte man mit den Hacken kräftiger auftreten, so daß sie eine Vertiefung bilden. Dort hinein das Futter, ich weiß, man muss sich ganz schön verrenken, *gggg*. Das hat aber den Vorteil, daß der Hund das Futter nicht sieht. Legst Du das Futter in die Fußspitze, ziehst Du Dir unter Umständen einen Hund ran, der nicht schnüffelt sondern guckt.
:Am Schluss ein kleiner Behälter (z.B. mini-tupper) mit etwas tollem drin (z.B. dosenfutter, nur ganz wenig). Evtl. Löcher in den Behälter oder Deckel ein bisschen offen lassen. Gerade vorne weglaufen (nicht in die Nähe der spur gehen). Dann solltest du 10-20min warten. Nicht sofort auf die Fährte gehen, anscheinend muss sich der Geruch zuerst "setzen".
:grinning smileyer Geruch entwickelt sich durch die Bodenzerstörungen, die Du beim Stapfen der Fährte machst. Deshalb sollte man am Anfang auch kräftig stapfen, desto stärker der Geruch. Je weiter Du in der Ausbildung bist, kannst Du weniger kräftig auftreten. Ich hab' schon Fährten gesehen, da ist der Fährtenleger mehr über den Acker geschwebt.
: Den Hund vor das Fähnchen (Startpunkt der spur) setzen, legen stehenlassen (wie es dir beliebt). Dann mit der geschlossenen Hand vor die Hundenase sie auf den Boden "führen" Hand öffnen und mit "Suuuch" losschicken. Der Hund wird das Würstchen finden und weitersuchen.
::Wenn der Hund nach dem ersten Futterstück weitergeht, kann man ihn ruhig loben und immer wieder das Kommando SUCH benutzen. Später wird es dann abgebaut.
: Wenn er beim Behälter angekommen ist, gehst du wortlos nach vorne, hältst deine Hand auf den (offenen) Behälter und lässt ihn nicht fressen bis er von selber ins Platz geht. (=Verweisen) Dann looben, looooben, loooooben und fressen lassen. Dann ihn freilassen.
::Am Ende einer Fährte steht, soweit ich weiß kein PLATZ. Das heißt, ich würde ihm seine Belohnung nicht vorenthalten. Diese Belohnung ist später beim Üben (neben den Gegenständen) das Triebziel. Man kann auch am Ende der Fährte sein Lieblingspielzeug deponieren und dann mit ihm als Belohnung "wilde Sau" spielen.
: Mit der Zeit kannst du die Fährten nach und nach länger werden lassen und wenn er konzentriert und gut sucht, kannst du den ersten Winkel einbauen. dann den zweiten Winkel,
::Ich würde anstelle der Winkel am Anfang erst mal Schlangenlinien legen, aber auch dies schon mit Futterabbau.
: vielleicht ein zweites Behälterchen in der Mitte der Spur.
Wenn er gut und von alleine ins Platz geht, kannst du mal einen GEgenstand auf den Behälter legen etc.
::Wenn Du den Behälter als Ende der Fährte benutzt, würde ich keinen zweiten Behälter auf die Fährte legen. Du schaffst Dir sonst Probleme. Gegenstände kann man gut arbeiten, indem man alte Socken nimmt, in die Socken Futter steckt und diese auf der Fährte verteilt. Der Hund wittert das Futter im Socken und bleibt stehen, dann kommt das Kommando PLATZ. Liegt der Hund, den Socken aufnehmen, das Futter herausnehmen und den Hund damit vom Gegenstand füttern. Weitere Belohnungen dann in diesem Fall immer vom Gegenstand nehmen lassen. Soll der Hund weitersuchen, einen Futterbrocken mit Kommando SUCH auf die Fährte werfen.
: Wichtig: Man sollte sehr, sehr lange in jeden Schritt ein Würstli legen, und erst wenn er wirklich routiniert sucht, dann langsam (!) abbauen, nur noch in jeden zweiten Schritt, dann variieren.
:: Zu lange würde ich es nicht machen, sonst kann es passieren, daß der Hund sich daran gewöhnt. Ich denke, 3 - 4 Fährten an aufeinander folgenden Tagen und dann langsam Futter abbauen. Man kann ja das Futter wieder erhöhen, wenn man merkt, daß der Hund unkonzentriert wird oder stürmt.
: Es gäbe noch sooo vieles dazu zu sagen, aber das würde den Rahmen hier sprengen.
:grinning smileya hast Du recht!!! *ggg*
Viele Grüße, Andrea

von Birgit(YCH) am 12. Juli 2000 13:46

: Hallo Doris
: Ich denke, ich wuerde heute mit "scent in a bottle" beginnen und nicht mehr "traditionel".
: Liebe Gruesse
: Gabrielle

Hallo Gabrielle,
ich wüßte auch gerne was das ist.
Ich habe vor ca. vier Wochen mit meiner Hündin die Fährtenarbeit nach dem Buch "Der leistungsstarke Fährtenhund" von Manfred Müller angefangen. Es klappt prima, man muß sich nur genau an die Anweisungen halten und nicht zu schnell vorgehen.

Viele Grüße
Birgit + Collies

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