Fährtenarbeit :: Hundesport & Freizeit mit Hund

Fährtenarbeit

von Jenny(YCH) am 12. Juli 2000 14:31

Hi Andrea,

zu all deinen Korrekturen muss ich dir leider widersprechen. Aber so ist das halt beim Hundeausbilden: 1000000 verschiedene Meinungen. Im Prinzip, kommt es darauf an, was dem HF und H liegt.


: :grinning smileyas Futter sollte man in den Hacken des Fussabdrucks legen.

Nein, der Witz an der Fussspitze ist, das der Hund lernt von hinten nach vorne den Fuss abzusuchen. Wenn er nur die Ferse absucht hat er viel mehr Probleme mit dem absuchen der Fährte bzw. macht schneller Fehler. Man muss halt ein nicht helles Würstli nehmen bei ganz kurzem Gras oder anderem Boden. Sonst sieht man das Würstli fast nicht. Alle Hunde auf unserem Platz sind so ausgebildet und sie sind keine Augensucher.


: : Wenn er beim Behälter angekommen ist, gehst du wortlos nach vorne, hältst deine Hand auf den (offenen) Behälter und lässt ihn nicht fressen bis er von selber ins Platz geht. (=Verweisen) Dann looben, looooben, loooooben und fressen lassen. Dann ihn freilassen.
: ::Am Ende einer Fährte steht, soweit ich weiß kein PLATZ.

Kommt darauf an was du willst. In unserer PO muss der Hund entweder im Platz verweisen oder den Gegenstand apportieren.

grinning smileyas heißt, ich würde ihm seine Belohnung nicht vorenthalten. Diese Belohnung ist später beim Üben (neben den Gegenständen) das Triebziel. Man kann auch am Ende der Fährte sein Lieblingspielzeug deponieren und dann mit ihm als Belohnung "wilde Sau" spielen.

Wenn man Verweisen möchte ist das die beste Möglichkeit ihm das nie zu lernen. Aber eben, kommt halt darauf an was man möchte.

: : Mit der Zeit kannst du die Fährten nach und nach länger werden lassen und wenn er konzentriert und gut sucht, kannst du den ersten Winkel einbauen. dann den zweiten Winkel,
: ::Ich würde anstelle der Winkel am Anfang erst mal Schlangenlinien legen, aber auch dies schon mit Futterabbau.

Das ist wohl GEschmacksache. So wie wir unsere Winkel treten ist es für den Hund einfacher einen Winkel abzusuchen als Schlangenlinie.

: : vielleicht ein zweites Behälterchen in der Mitte der Spur.
: Wenn er gut und von alleine ins Platz geht, kannst du mal einen GEgenstand auf den Behälter legen etc.
: ::Wenn Du den Behälter als Ende der Fährte benutzt, würde ich keinen zweiten Behälter auf die Fährte legen. Du schaffst Dir sonst Probleme.

Welche Probleme meinst du denn? Im Gegenteil, dem Hund wird erstens eine lange Fährte erleichtert, denn es gibt schneller mal eine Superbelohnung und zweitens muss der Hund später mehr als einen GEgenstand verweisen können.

:Gegenstände kann man gut arbeiten, indem man alte Socken nimmt, in die Socken Futter steckt und diese auf der Fährte verteilt. Der Hund wittert das Futter im Socken und bleibt stehen, dann kommt das Kommando PLATZ.

Warum Kommando? Ein Hund muss von selber verweisen lernen und nicht auf Kommando...Die Hunde kapieren das sehr schnell mit der von mir beschriebenen Methode s.o.

:Liegt der Hund, den Socken aufnehmen, das Futter herausnehmen und den Hund damit vom Gegenstand füttern. Weitere Belohnungen dann in diesem Fall immer vom Gegenstand nehmen lassen. Soll der Hund weitersuchen, einen Futterbrocken mit Kommando SUCH auf die Fährte werfen.

Das ist ja das gleiche wie "mein" Behälter. Es kann ja auch ein Portemonnaie, ein Brillenetui oder was auch immer sein.


: :: Zu lange würde ich es nicht machen, sonst kann es passieren, daß der Hund sich daran gewöhnt. Ich denke, 3 - 4 Fährten an aufeinander folgenden Tagen und dann langsam Futter abbauen. Man kann ja das Futter wieder erhöhen, wenn man merkt, daß der Hund unkonzentriert wird oder stürmt.

Ich finde das nicht gut. Der Hund muss zuerst die Routine und die Übung bekommen. Das langsame Abbauen hat den Vorteil, dass der Hund weniger Fehler macht und dadurch viel weniger verunsichert wird.

So, was meinst du dazu? *gg

Grüässli
Jenny

von Andrea +5(YCH) am 12. Juli 2000 15:05

: Hi Jenny,
:
::zu all deinen Korrekturen muss ich dir leider widersprechen. Aber so ist das halt beim Hundeausbilden: 1000000 verschiedene Meinungen. Im Prinzip, kommt es darauf an, was dem HF und H liegt.
:::"Hast Du wahr"!!! Deshalb habe ich ja auch dahinter geschrieben, daß ich es SO gelernt habe. Ich will mich um Himmels willen nicht mit Dir streiten, aber ich denke, unsere Fragestellerin hier im Forum kann sich so das Beste raussuchen. Deshalb habe ich auch auf Dein Posting geantwortet, weil Du schon so viel geschrieben hattest. Der Mensch ist ja manchmal ein Faultier.
:
grinning smileyas Futter sollte man in den Hacken des Fussabdrucks legen.
:: Nein, der Witz an der Fussspitze ist, das der Hund lernt von hinten nach vorne den Fuss abzusuchen. Wenn er nur die Ferse absucht hat er viel mehr Probleme mit dem absuchen der Fährte bzw. macht schneller Fehler. Man muss halt ein nicht helles Würstli nehmen bei ganz kurzem Gras oder anderem Boden. Sonst sieht man das Würstli fast nicht. Alle Hunde auf unserem Platz sind so ausgebildet und sie sind keine Augensucher.
:::Wie gesagt, anders gelernt und auch keine Probleme.
:
: Wenn er beim Behälter angekommen ist, gehst du wortlos nach vorne, hältst deine Hand auf den (offenen) Behälter und lässt ihn nicht fressen bis er von selber ins Platz geht. (=Verweisen) Dann looben, looooben, loooooben und fressen lassen. Dann ihn freilassen.
::Am Ende einer Fährte steht, soweit ich weiß kein PLATZ.
::Kommt darauf an was du willst. In unserer PO muss der Hund entweder im Platz verweisen oder den Gegenstand apportieren.

:::Von welcher PO redest Du? So weit ich weiß, muß bei SchH-PO das Fährtenende nicht verwiesen werden bzw. die Fährte ist mit dem letzten Gegenstand zu Ende. Ansonsten verweisen im Sitz oder Platz (ich kann die PO leider nicht auswendig, Korrekturen durch andere hier erwünscht)

grinning smileyas heißt, ich würde ihm seine Belohnung nicht vorenthalten. Diese Belohnung ist später beim Üben (neben den Gegenständen) das Triebziel. Man kann auch am Ende der Fährte sein Lieblingspielzeug deponieren und dann mit ihm als Belohnung "wilde Sau" spielen.
:: Wenn man Verweisen möchte ist das die beste Möglichkeit ihm das nie zu lernen. Aber eben, kommt halt darauf an was man möchte.
:::Wenn Du Deine Übungsfährten mit dem Behälter und einem Gegenstand darauf beendest, sicher. Aber ich lege nach dem letzten Gegenstand noch einige Meter weiter und dann erst die Belohnung. In diesem Fall kann die Belohnung auch Ball oder Spielzeug sein.
:Mit der Zeit kannst du die Fährten nach und nach länger werden lassen und wenn er konzentriert und gut sucht, kannst du den ersten Winkel einbauen. dann den zweiten Winkel,
::Ich würde anstelle der Winkel am Anfang erst mal Schlangenlinien legen, aber auch dies schon mit Futterabbau.
:: Das ist wohl GEschmacksache. So wie wir unsere Winkel treten ist es für den Hund einfacher einen Winkel abzusuchen als Schlangenlinie.
:::Warum? Wenn der Hund richtig sucht, kannst Du auch spitze Winkel einbauen. Ist die Hundenase unten, sollte es ihm egal sein, ob es stur geradeaus geht oder in Schlangenlinien. Wie tretet Ihr Eure Übungswinkel???
:vielleicht ein zweites Behälterchen in der Mitte der Spur.
Wenn er gut und von alleine ins Platz geht, kannst du mal einen GEgenstand auf den Behälter legen etc.
::Wenn Du den Behälter als Ende der Fährte benutzt, würde ich keinen zweiten Behälter auf die Fährte legen. Du schaffst Dir sonst Probleme.
:Welche Probleme meinst du denn? Im Gegenteil, dem Hund wird erstens eine lange Fährte erleichtert, denn es gibt schneller mal eine Superbelohnung und zweitens muss der Hund später mehr als einen GEgenstand verweisen können.
:::Ich meinte damit, daß, wenn normalerweise der Behälter das Fährtenende kennzeichnet, der Hund u.Umständen mitten auf der Fährte beim (in diesem Fall ersten Behälter) sagt, Behälter = Fährtenende und TSCHÜß. Wenn Du dem Hund eine lange Fährte erleichtern willst, würde ich lieber zwischendurch mal Futter legen (aber immer so, daß er nie weiß, was kommt). Nach dem Motto "Hier bist Du richtig"
:Gegenstände kann man gut arbeiten, indem man alte Socken nimmt, in die Socken Futter steckt und diese auf der Fährte verteilt. Der Hund wittert das Futter im Socken und bleibt stehen, dann kommt das Kommando PLATZ.
:
::Warum Kommando? Ein Hund muss von selber verweisen lernen und nicht auf Kommando...Die Hunde kapieren das sehr schnell mit der von mir beschriebenen Methode s.o.
:::Beim Üben am Anfang der Gegenstandsarbeit nur das Kommando. Nach einiger Zeit verknüpft der Hund Gegenstand = Kommando PLATZ = Hinlegen (Verweisen) und legt sich von selbst. Dann kannst Du das Kommando weglassen.
:Liegt der Hund, den Socken aufnehmen, das Futter herausnehmen und den Hund damit vom Gegenstand füttern. Weitere Belohnungen dann in diesem Fall immer vom Gegenstand nehmen lassen. Soll der Hund weitersuchen, einen Futterbrocken mit Kommando SUCH auf die Fährte werfen.
:
:grinning smileyas ist ja das gleiche wie "mein" Behälter. Es kann ja auch ein Portemonnaie, ein Brillenetui oder was auch immer sein.
:::Ups, haben wir uns jetzt mißverstanden? Bei "Behälter" habe ich Tuppa-Schale vorrausgesetzt. Sicher müssen es nicht Socken sein. Aber ich bin davon ausgegangen, daß Du am Ende der Fährte eine Tuppa-Schale o.ä. leicht eingegraben hast und dies auch auf einer langen Fährte tust. Wenn Du mit "Behälter" Gegenstände meinst (Socken, Portemonaie, o.ä.) und nicht das Gleiche, was am Ende der Fährte zur Belohnung steht, habe ich Dich falsch verstanden, sorry.
:
:Zu lange würde ich es nicht machen, sonst kann es passieren, daß der Hund sich daran gewöhnt. Ich denke, 3 - 4 Fährten an aufeinander folgenden Tagen und dann langsam Futter abbauen. Man kann ja das Futter wieder erhöhen, wenn man merkt, daß der Hund unkonzentriert wird oder stürmt.
:
:: Ich finde das nicht gut. Der Hund muss zuerst die Routine und die Übung bekommen. Das langsame Abbauen hat den Vorteil, dass der Hund weniger Fehler macht und dadurch viel weniger verunsichert wird.
:::Ich meinte, 3-4 Fährten an aufeinander folgenden Tagen mit Futter in jedem Stapfen, dann LANGSAM abbauen. Die meisten Hunde wissen nach 3-4 kurzen Fährten mit Futter in jedem Stapfen, um was es geht.
: So, was meinst du dazu? *gg
:::Wie gesagt, nicht streiten!!!! *GGG* (Hoffentlich steigst Du durch dies elendlange Posting noch durch *GGGGG*)
Übrigens, nachdem ich meinen zum Absuchen der Fährte aus dem Auto geholt habe, werfe ich 2 - 3 Futterbrocken ins Gras (am Ackerrand) und gebe Kommando SUCH. Danach nehme ich ihn bei Fuß und gehe zum Fährtenabgang. Er weiß dann schon vorher, was kommt (bewährt sich auch auf Prüfungen, wo man nicht direkt am Acker parken kann).

Viele Grüße, Andrea
:
: Grüässli (hört sich nach Schweiz an ?!)
: Jenny

von Jenny(YCH) am 12. Juli 2000 20:04

Hi Andrea,

:Ich will mich um Himmels willen nicht mit Dir streiten,

Ich doch auch nicht!!! Aber wir könnten ja diskutieren, oder? Ich kann ja auch noch was dazulernen, wie gesagt, bin ich auch noch Fährtenanfängerin, aber so wie wir die Methode lernen ist es einfach wirklich einleuchtend für mich, auch wenn ich mir die Hunde anschaue wie superkonzentriert und genau sie arbeiten. Schliesslich gibt es schon Abzug an einer Prüfung, wenn der Hund mehr als einen halben Meter neben der Spur sucht (Seitenwind!).

:aber ich denke, unsere Fragestellerin hier im Forum kann sich so das Beste raussuchen.

Klar, deshalb müssen wir ja diskutieren, damit sie weiss, warum wir das so und so und nicht anders machen.

(Augensucher.)
: :::Wie gesagt, anders gelernt und auch keine Probleme.

Ok. lassen wir mal so stehen...


: :
: : Wenn er beim Behälter angekommen ist, gehst du wortlos nach vorne, hältst deine Hand auf den (offenen) Behälter und lässt ihn nicht fressen bis er von selber ins Platz geht. (=Verweisen) Dann looben, looooben, loooooben und fressen lassen. Dann ihn freilassen.
: ::Am Ende einer Fährte steht, soweit ich weiß kein PLATZ.
: ::Kommt darauf an was du willst. In unserer PO muss der Hund entweder im Platz verweisen oder den Gegenstand apportieren.
:
: :::Von welcher PO redest Du?

BH-Prüfung Schweiz. Ich hab noch mals nachgeschaut, es heisst nicht, dass der Hund im Platz verweisen muss. es heisst: "der Gegenstand ist zu verweisen oder herbeizubringen." Wir verweisen im Platz.

confused smileyo weit ich weiß, muß bei SchH-PO das Fährtenende nicht verwiesen werden bzw. die Fährte ist mit dem letzten Gegenstand zu Ende. Ansonsten verweisen im Sitz oder Platz (ich kann die PO leider nicht auswendig, Korrekturen durch andere hier erwünscht)

Kann ich nichts dazu sagen.

: Wie tretet Ihr Eure Übungswinkel???

Oje, das ist nun wirklich schwierig in Worten zu beschreiben...willst du's wirklich wissen? dann machen wir mal eine neue Message, sonst wird's zu lang.


: :::Ich meinte damit, daß, wenn normalerweise der Behälter das Fährtenende kennzeichnet, der Hund u.Umständen mitten auf der Fährte beim (in diesem Fall ersten Behälter) sagt, Behälter = Fährtenende und TSCHÜß.

Der Behälter (also Tupper oder was auch immer) ist v.a. zum Erlernen des Verweisens eines Gegenstandes gedacht. Der Behälter wird mit der Zeit abgebaut, wenn der Hund den GEgenstand auf dem Behälter sicher verweist. Aber natürlich kann man direkt einen Gegenstand nehmen, der gleichzeitig als Behälter funktioniert.


: :::Beim Üben am Anfang der Gegenstandsarbeit nur das Kommando. Nach einiger Zeit verknüpft der Hund Gegenstand = Kommando PLATZ = Hinlegen (Verweisen) und legt sich von selbst. Dann kannst Du das Kommando weglassen.

Hmmm, davon bin ich nicht überzeugt. Mit meinem Hund habe ich die Prozedur des Hingehens und Behälter zuhaltens nur zweimal machen müssen, dann hat er geschnallt, Futter wenn Platz. Das ist die direkte Verknüpfung. Das Kommando ist ein unnötiger Umweg und unnötige Einwirkung seitens des HF's, der wiederum Fehlerquellen für den Hund birgt.



: :::Ich meinte, 3-4 Fährten an aufeinander folgenden Tagen mit Futter in jedem Stapfen, dann LANGSAM abbauen. Die meisten Hunde wissen nach 3-4 kurzen Fährten mit Futter in jedem Stapfen, um was es geht.

Hmm, unsere "Fährtenlehrerin" ist eine sehr erfahrene Hundeausbilderin uns sie rät definitiv ab, zu früh abzubauen. Ich spreche hier nicht von 3-4 Tagen sondern von Wochen, wenn nicht Monaten! Ich selber habe zu wenig Erfahrung, um dazu noch mehr zu sagen. Es kommt wahrscheinlich auch auf den Hund drauf an und welche Ambitionen man mit dem Hund hat.


: :::Wie gesagt, nicht streiten!!!! *GGG* (Hoffentlich steigst Du durch dies elendlange Posting noch durch *GGGGG*)

Wie gesagt, nicht streiten, sondern sachlich diskutieren! :-) (By the way, könntest du mehr Abstände in deinen Postings machen? Sind einfacher zu lesen wenn so lang. Danke!)


: : Grüässli (hört sich nach Schweiz an ?!) Yepp!
: : Jenny

von Gabrielle(YCH) am 13. Juli 2000 06:03

Hallo Pat, hallo Doris
Ich habe dazu ein Video eines Vortrages (Shaping Tracking Behaviour)von Steve White gesehen, den er an der 98er Konferenz der APDT (Association of Pet Dog Trainers) in den Staaten gehalten hat.
Ich hoffe, ich kriege dies nun alles noch richtig zusammen. Steve trainiert Polizeihunde in NY fuer die Faehrtenarbeit und sagt, das Problem beim traditionellen Aufbau (wie der hier auch schon beschrieben wurde) ist, dass der Hund lehrt, dem Geruch der "beschaedigten" Vegetation zu folgen und nicht dem Geruch des Menschen. Der Geruch des zertretenen Grases ist sehr viel staerker, als der menschliche. Es wurden dazu Test gemacht (wie zum Teil auch in "Tracking Dog" by Glen R. Johnson beschrieben), bei dem zwei Leute je die Haelfte einer x-Faehrte legten, also ein V. Ein Hund, der mit der Nase auf dem Boden sucht (gewisse haben die Nase ja auch in der Luft), verliert die Faehrte, bzw folgt der falschen weiter, es sei denn, das Koerpergewicht der Faehrtenleger unterscheide sich sehr. Dies fuehrt dazu, dass diese Hunde bei den Test zum TDX, bei dem die Faehrte mit Fremdfaehrten gekreuzt wird, oft "versagen".
Daher verwendet er den "scent-in-a-bottle", um den Hund zu lehren, der menschlichen Faehrte zu folgen und nicht der vegetativen. Dazu traegt er ueber Nacht ein T-Shirt (ohne geduscht zu haben und ohne Deodorant) und waescht dies am anderen Morgen in destilliertem Wasser aus (destilliertes Wasser, weil der Hund nicht dem Chlorgeruch oder aehnlichem folgen soll). Dann kommt dies in eine Spruehflasche und wird auf Asphalt aufgesprueht. Es ist dabei wichtig den Ort so zu waehlen, dass der HF GENAU weiss, wo die Faehrte durchgeht, also zum Beispiel ein Parkplatz frueh morgens. Dann Hund und Clicker holen und den Hund C&T, sobald er Interesse an der Faehrte zeigt etc wie das im Clickertraining aufgebaut wird.
Steve hat dies auch mit mehreren Hunden vorgefuehrt aus dem Publikum. Dies hat mich ueberzeugt.
Liebe Gruesse
Gabrielle

von Pat(YCH) am 13. Juli 2000 06:47

: Hallo Pat, hallo Doris
: Ich habe dazu ein Video eines Vortrages (Shaping Tracking Behaviour)von Steve White gesehen, den er an der 98er Konferenz der APDT (Association of Pet Dog Trainers) in den Staaten gehalten hat.
: Ich hoffe, ich kriege dies nun alles noch richtig zusammen. Steve trainiert Polizeihunde in NY fuer die Faehrtenarbeit und sagt, das Problem beim traditionellen Aufbau (wie der hier auch schon beschrieben wurde) ist, dass der Hund lehrt, dem Geruch der "beschaedigten" Vegetation zu folgen und nicht dem Geruch des Menschen. Der Geruch des zertretenen Grases ist sehr viel staerker, als der menschliche. Es wurden dazu Test gemacht (wie zum Teil auch in "Tracking Dog" by Glen R. Johnson beschrieben), bei dem zwei Leute je die Haelfte einer x-Faehrte legten, also ein V. Ein Hund, der mit der Nase auf dem Boden sucht (gewisse haben die Nase ja auch in der Luft), verliert die Faehrte, bzw folgt der falschen weiter, es sei denn, das Koerpergewicht der Faehrtenleger unterscheide sich sehr. Dies fuehrt dazu, dass diese Hunde bei den Test zum TDX, bei dem die Faehrte mit Fremdfaehrten gekreuzt wird, oft "versagen".
: Daher verwendet er den "scent-in-a-bottle", um den Hund zu lehren, der menschlichen Faehrte zu folgen und nicht der vegetativen. Dazu traegt er ueber Nacht ein T-Shirt (ohne geduscht zu haben und ohne Deodorant) und waescht dies am anderen Morgen in destilliertem Wasser aus (destilliertes Wasser, weil der Hund nicht dem Chlorgeruch oder aehnlichem folgen soll). Dann kommt dies in eine Spruehflasche und wird auf Asphalt aufgesprueht. Es ist dabei wichtig den Ort so zu waehlen, dass der HF GENAU weiss, wo die Faehrte durchgeht, also zum Beispiel ein Parkplatz frueh morgens. Dann Hund und Clicker holen und den Hund C&T, sobald er Interesse an der Faehrte zeigt etc wie das im Clickertraining aufgebaut wird.
: Steve hat dies auch mit mehreren Hunden vorgefuehrt aus dem Publikum. Dies hat mich ueberzeugt.
: Liebe Gruesse
: Gabrielle


liebe Gabrielle

Das ist aber nett für Deine Erklärung. Ist sehr intereassent diese Methodik.
Denke für den dienstliche Gebrauch sehr wichtig. Für den Sportbereich könnte es doch schwieriger werden, weil die Wehrtigkeiten unterschiedlich sind -sprich stöbern oder extaktes ausabeiten einer Fährte gemäss PO...

Aber schon toll zu was Hunde fähig sind...Uebrigens ich habe mal eine Vorführung mit einem Bloodhound gesehen mit einer 24 Stunden alte Spur sogar durch ein Einkaufzentrum. Da ging es um Molekülen die der Hund "freischleudert" mit seinem "Sabber"...gigantisch.....aber eben wir Menschen wissen ja noch eigentlich wenig über die Fähigkeiten unseren vierbeinigen Freunde.

bis dann
Gruss Pat

von Andrea +5(YCH) am 13. Juli 2000 14:18

: Hallo Jenny,
:
: BH-Prüfung Schweiz. Ich hab noch mals nachgeschaut, es heisst nicht, dass der Hund im Platz verweisen muss. es heisst: "der Gegenstand ist zu verweisen oder herbeizubringen." Wir verweisen im Platz.
::Wie ist Eure BH aufgebaut? Bei uns gibt es die Fährtenprüfung erst ab SchH-Stufe 1 oder eben FH (Fährtenhundeprüfung). Die BH bei uns ist eigentlich nur Leinenführigkeit, Freifolge, Sitz, Platz und Abliegen, danach folgt noch ein "Straßenteil". Aber Du hast Recht, das Verweisen im Platz ist am sichersten, da absolutes Kommando.

: Wie tretet Ihr Eure Übungswinkel???
:: Oje, das ist nun wirklich schwierig in Worten zu beschreiben...willst du's wirklich wissen? dann machen wir mal eine neue Message, sonst wird's zu lang.
: : Okay, lassen wir's. Ich habe gelernt, vor dem Winkel die Schrittlänge zu verkürzen und dann den Winkel richtig "auszufurchen". Mein Rüde ist früher immer über die Winkel gestürmt, seitdem ich das mit der Schrittlängenverkürzung mache, gibt's keine Probleme mehr.
:
: Der Behälter (also Tupper oder was auch immer) ist v.a. zum Erlernen des Verweisens eines Gegenstandes gedacht. Der Behälter wird mit der Zeit abgebaut, wenn der Hund den GEgenstand auf dem Behälter sicher verweist. Aber natürlich kann man direkt einen Gegenstand nehmen, der gleichzeitig als Behälter funktioniert.
: :Aber warum dann den Aufriss mit dem Behälter und Gegenstand darauf? Verstehe ich nicht so ganz.

: Hmmm, davon bin ich nicht überzeugt. Mit meinem Hund habe ich die Prozedur des Hingehens und Behälter zuhaltens nur zweimal machen müssen, dann hat er geschnallt, Futter wenn Platz. Das ist die direkte Verknüpfung. Das Kommando ist ein unnötiger Umweg und unnötige Einwirkung seitens des HF's, der wiederum Fehlerquellen für den Hund birgt.
::Was passiert dann in der Prüfung? Ich denke, die Verknüpfung sollte Gegenstand = Platz sein, danach Lob und Futter. In Prüfungen dürfen wir kein Futter (auch nicht zur Belohnung) verwenden. Wie lange wartest Du (am Beginn der Ausbildung), bis sich dein Hund von selbst legt? Ich glaube, bei meinem hätte warten können, bis ich schwarz werde. Das Kommando PLATZ habe ich einige Fährten beibehalten und dann weggelassen, ebenso wie das Futter im Gegenstand. Er hat sich trotzdem immer gelegt.

: Hmm, unsere "Fährtenlehrerin" ist eine sehr erfahrene Hundeausbilderin uns sie rät definitiv ab, zu früh abzubauen. Ich spreche hier nicht von 3-4 Tagen sondern von Wochen, wenn nicht Monaten! Ich selber habe zu wenig Erfahrung, um dazu noch mehr zu sagen. Es kommt wahrscheinlich auch auf den Hund drauf an und welche Ambitionen man mit dem Hund hat.
:
::Ich habe die Fährten mit mehreren Vereinskameraden geübt. Der Tenor war überall der Gleiche. Am Anfang in jeden Stapfen (Hacken) Futter; so stapfen, daß Fußspitze an Hacken; dabei beim Absuchen am Hund bleiben, loben, loben und nochmals loben und immer wieder Kommando SUCH. Wenn der Hund weiß, um was es geht (wenn er zum Lösen vorm Absuchen der Fährte aus dem Auto gelassen wird und dann gleich Richtung Acker brettert, weil da ja Fleischwurst wächst), Futter langsam abbauen und Fährte verlängern sowie Schrittabstand vergrößern. Bisher hat das wunderbar geklappt. Im Herbst werde ich dann mit unserem Kleinen anfangen. Vielleicht arbeite ich unseren Rüden noch auf die FH 1 hin, mal sehen, was sein Rücken dazu sagt (Bandscheibenvorfall im April).

Was hast Du eigentlich für einen Wuff?

Viele Grüße aus dem norddeutschen Plattland, Andrea

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