Agility is Fun, aber nicht mit Teletakt! :: Hundesport & Freizeit mit Hund

Agility is Fun, aber nicht mit Teletakt!

von Merlino(YCH) am 15. August 2000 07:51

hallo, Sören

ergänzend wäre noch hinzuzufügen, daß auch in der Rettungshundearbeit, die anscheinend immer mehr in Mode kommt, mit Teletakt gearbeitet wird.

einen Kommentar dazu erspar ich mir, sonst wird mein Beitrag wegen Unflätigkeit gelöscht!*&%?%$§*

Gruß
Merlino

von Merlino(YCH) am 15. August 2000 07:53

hallo, Heike!

das Kränkste ist steigerungsfähig, denn sogar in der Rettungshundeausbildung wird Teletakt eingesetzt!!!

Gruß
Merlino

von Sören(YCH) am 15. August 2000 08:22

: hallo, Sören
:
: ergänzend wäre noch hinzuzufügen, daß auch in der Rettungshundearbeit, die anscheinend immer mehr in Mode kommt, mit Teletakt gearbeitet wird.
:
: einen Kommentar dazu erspar ich mir, sonst wird mein Beitrag wegen Unflätigkeit gelöscht!*&%?%$§*

Hallo Merlino,

das steht für mich auf einem anderen Blatt... Ich denke das ein TT bei SPORTLICHER Hundeausbildung nichts zu suchen hat. Ich denke das Beispiel mit Doping paßt da ganz gut. RH-Arbeit ist in der Regel keine sportliche Ausbildung. Diese Ausbildung wird (leider) immer mehr von irgendwelchen Spiel und Spaß Vereinen angeboten, die einmal in der Woche ein bißchen RH-Arbeit trainieren und von großen heldenhaften Einsätzen träumen. Diese Art der Ausbildung ist in meinen Augen zwar ärgerlich, da hier mit einer sehr ernsten Ausbildung in meinen Augen zu locker umgegangen wird, aber so lange harmlos wie diese halbherzig ausgebildeten Hunde nicht eingesetzt werden und kein Menschenleben von so einer Ausbildung abhängt.

Bei den "ernsthaften" Hunden kann ich nur sagen, das ich sie ähnlich ansiedel wie die Diensthunde bei Polizei und Zoll. Diese Hunde arbeiten zum Wohle des Menschen. Von Ihnen hängen Menschenleben ab!!! Sie müssen "funktionieren", da sonst die Folgen sehr schlimm wären. Aussprüche wie "Mein Hund kann jetzt nicht suchen, ist ihm zu heiß, zu naß, zu laut, riecht seltsam, etc." dürfen nicht sein!!! Mit einem Wort hängt hier vom "versagen" des Hundes einiges ab. Mehr als im Sportbereich, wenn er mal nicht korrekt bei Fuß läuft oder ein Hindernis ausläßt. Das ist zwar ärgerlih, schadet aber niemandem.

Und eine wirklich in allen Lebenslagen funktionierende Ausbildung MUSS zwar in erster Linie über Motivation ausgebildet werden, aber auch über den Zwang abgesichert sein. Der Hund muß immer suchen, nicht wenn er Lust hat. Er muß bei Feuer, Lärm, Gestank, allgemeiner Panik und Hektik sicher suchen und auch teilweise sehr lange am Opfer ausharren. Es gibt zwar Hunde bei denen das rein über die Motivation funktioniert, aber um es zuverlässig zu machen, muß eine Ausbildung auch über einen gewissen Zwang erfolgen!!

Das heißt natürlich nicht das eine RH-Ausbildung so begonnen werden sollte, aber spätestens bei bestandener RH-Prüfung und bei eventuell anstehender Einsätze muß eine Streßgewöhnung erfolgen, um den Ernstfall zu proben. Und wenn ein Hund dort nicht "funktioniert" muß man ihm beim Üben zeigen, das er MUSS! Sonst riskiert man Menschenleben. Und hier halte ich einen ÜBERLEGTEN Einsatz des TT Gerätes UNTER FACHMÄNNISCHER ANLEITUNG für sinnvoll und bisweilen auch angebracht.

Viele Grüße

Sören

von Merlino(YCH) am 15. August 2000 09:09

hallo, Sören

:grinning smileyiese Art der Ausbildung ist in meinen Augen zwar ärgerlich, da hier mit einer sehr ernsten Ausbildung in meinen Augen zu locker umgegangen wird, aber so lange harmlos wie diese halbherzig ausgebildeten Hunde nicht eingesetzt werden und kein Menschenleben von so einer Ausbildung abhängt.


sowas ist eh völlig indiskutabel! denn solche Leute schaden dem Ruf der Rettungshundearbeit nicht unerheblich!

.e "Mein Hund kann jetzt nicht suchen, ist ihm zu heiß, zu naß, zu laut, riecht seltsam, etc." dürfen nicht sein!!! Mit einem Wort hängt hier vom "versagen" des Hundes einiges ab.

diese Hundeführer gehören für mich in die obere Kategorie!!! und sind daher für mich keine echten RH-Führer! hier versagen Hundeführer und Ausbilder!!!



: Und eine wirklich in allen Lebenslagen funktionierende Ausbildung MUSS zwar in erster Linie über Motivation ausgebildet werden, aber auch über den Zwang abgesichert sein. Der Hund muß immer suchen, nicht wenn er Lust hat. Er muß bei Feuer, Lärm, Gestank, allgemeiner Panik und Hektik sicher suchen und auch teilweise sehr lange am Opfer ausharren. Es gibt zwar Hunde bei denen das rein über die Motivation funktioniert, aber um es zuverlässig zu machen, muß eine Ausbildung auch über einen gewissen Zwang erfolgen!!

Zwang ja klar, aber NICHT Teletakt! jeder Hund hat mal Phasen, wo er kaspern will. es liegt an dem Hundeführer, das sofort zu erkennen und dementsprechend zu reagieren!
:
: Das heißt natürlich nicht das eine RH-Ausbildung so begonnen werden sollte, aber spätestens bei bestandener RH-Prüfung und bei eventuell anstehender Einsätze muß eine Streßgewöhnung erfolgen, um den Ernstfall zu proben. Und wenn ein Hund dort nicht "funktioniert" muß man ihm beim Üben zeigen, das er MUSS! Sonst riskiert man Menschenleben. Und hier halte ich einen ÜBERLEGTEN Einsatz des TT Gerätes UNTER FACHMÄNNISCHER ANLEITUNG für sinnvoll und bisweilen auch angebracht.


nein! eine bestandene Prüfung heißt noch lange nicht, daß der Hund auch ein echter Suchund ist! es gibt einige Plakettenträger, die NIE ein zuverlässiger Suchund werden. die haben die Plakette, weil der HF es für sein Ego braucht und für seine Hundezucht.
längst nicht jeder Hund und längst nicht jeder Hundeführer ist für die Rettungshundearbeit geeignet! da liegt das Problem. und wenn ein Hund mit teletakt beim Opfer gehalten werden muß, ist entweder der Hund nicht geeignet wegen mangelndem Trieb oder die Ausbildung ist komplett schief gelaufen! es gibt auch schlechte Ausbilder...
und aggressive Raufer oder Jäger sind auch nicht geeignet, egal wie sie suchen...
die gute zuverlässige Suche ist nur EIN Aspekt der Eignung!

und dann das teletakt aus der Tasche zu ziehen, ist nicht akzeptabel!
es muß viel früher die Auswahl verschärft werden und endlich mal akzeptiert werden, daß man nicht alle Hunde zu RH machen kann. es wird zuviel mit Krampf versucht, aus seinerm Hund einen RH zumachen. entweder werden die zum Opfer getragen oder mit TT gearbeitet. muß ich meinen Hund quälen, nur weil ich es für mein Ego brauche???? nein!!!

wieso kann ich es nicht akzeptieren, wenn mein Hund nicht geeignet ist? deswegen ist er doch nicht schlechter! mach ich halt was anderes....

und anstatt anständige Opferarbeit zu machen, ist es ja viel bequemer auf ein Knöpfchen zu drücken....
oder anstatt mal die Rangordnung zu klären.

es gibt für mich keine Situation in der RH-Arbeit, wo ein Teletakt legitim ist! bei einem GEEIGNETEN Hund reicht leichter, moderater Zwang völlig aus, ansonsten hat der Hund in der RH nichts verloren...

Gruß
Merlino

von Ivonne(YCH) am 15. August 2000 09:24

Hallo!


Sorry!

Ich finde es nicht richtig das man Strom bei Hunden verwendet. Es war ein Tippfehler Sorry.

von Sören(YCH) am 15. August 2000 10:02

Hallo Merlino,

ich muß sagen, ich gebe Dir in fast allen Punkten recht. Auch wenn wir jetzt Gefahr laufen das sich die Diskussion nun noch weiter vom Ausgangsthema entfernt, will ich noch etwas dazu sagen.

Eine strenge Vorauswahl ist gut, ohne Frage. Auch wenn sich später mal Probleme einstellen, die sich ohne die Korrekturhilfsmittel wie TT nicht oder nur sehr schwer und unzuverlässig beheben lassen, die Ausbildung abzubrechen und etwas anderes zu machen ist ebenfalls nachvollziehbar und verständlich, wenn man eine konsequente Linie gegen das TT vertritt.

Aber nun die Frage: Wo findet man Leute, die mit Ehrgeiz bei der Sache sind, 4-5 Mal die Woche Trainieren, einen Haufen Geld in Ausbildung und Ausrüstung investieren, harte Lehrgänge besuchen, in oftmals gefährliche Gebiete fahren um dort Leben zu retten und dann auch noch einen Hund besitzen, der alle von Dir gestellten Anforderungen erfüllt (Leicht zu führen, hoher Trieb, guter Gehorsam, Selbstsicher, Nervenstark, nicht zu beeindrucken, wenig Aggressionspotential, Verträglich mit allem und jedem)??? Natürlich gibt es solche Hunde und auch solche Menschen. Aber beides in Kombination??? Halte ich für vergleichbar mit 6 Richtigen im Lotto...

Was also tun?? Ich denke, um gute Rettungshundeausbildung machen zu können hängt es in erster Linie von den Hundeführern ab. Was nützt einem ein guter Hund, wenn der Hundeführer keine Zeit oder keine Lust hat??? Und einen geeigneten Hundeführer wegschicken, weil es beim Hund Probleme gibt (z.B. starke Belästigung des Opfers, Ungehorsam wegen Jadgtrieb, Verlassen des Opfers nach längerer Zeit wegen Ungehorsam oder Unruhe), die lösbar sind, aber nur mit teilweise starker Korrekturerziehung???

Ich will und kann das hier nicht beantworten, da ich keine Rettungshundeausbildung betreibe (mich aber ganz gut auskenne, da einige gute Bekannte das sehr intensiv machen). Ich danke das kann nur die jeweilige Staffel. Aber ich denke nicht das geeignete Hundeführer so breit gesät sind, das man sie leichtfertig nach Hause schicken sollte... Mag bei Dir ja anders sein, dann kann ich nur sagen das Du da großes Glück hast. Bei der Staffel die ich kenne werden 90% der Hundeführer nach 4 Wochen nach Hause geschickt, nicht weil der Hund, sondern der Mensch nicht geeignet ist. Sollte dann mal ein geeigneter Hundführer auftauchen, dann wird erst in 2. Linie auf den Hund geschaut, und bei kleineren Problemen auch dran gearbeitet. Ich weiß allerdings nicht ob die da mit TT arbeiten. Ich meine eher nicht...

Ich sage ja auch nicht das ein TT zu der Rettungshundeausbildung gehört wie Spielzeug oder Leckerlie. Es sollte ein Hilfsmittel sein, um Probleme zu lösen, die anders nicht zu beheben sind. Das natürlich 95% oder mehr Hunde im Rettungshundewesen nie mit Strom gearbeitet werden sollten und werden ist in Ordnung und auch richtig. Aber es kategorisch abzulehen halte ich für genauso verkehrt wie es bedenkenlos einzusetzen...

Viele Grüße

Sören

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