Agility is Fun, aber nicht mit Teletakt! :: Hundesport & Freizeit mit Hund

Agility is Fun, aber nicht mit Teletakt!

von Sören(YCH) am 18. August 2000 09:05

: sollte man diese Leute nicht anzeigen????
: wegen Tierquälerei ?

Hallo Merlino,

ist es denn Tierquälerei?? Ein TT auf niedrigster Stufe?? Hast Du sowas schonmal gespürt?? Diese Leute kann man allerhöchstens bei der Wettkampfleitung anzeigen, wegen Verstoß gegen die Bestimmungen des VDH. Dann wird Aussage gegen Aussage stehen... der Erfolg einer solchen Aktion ist auch mehr als zweifelhaft... Solche Fälle werden auch eher so nebenbei mal verfolgt, und den hochdekorierten und erfogreichen Sportlern schaut man sowieso ungern auf die Finger...

Viele Grüße

Sören

von Antje(YCH) am 18. August 2000 09:54

Hallo Tanja,

wieso? Weil so etwas nur Schäferhund-Leute machen?

Fragende Grüße

Antje

von Antje(YCH) am 18. August 2000 10:16

Hallo Merlino,

: sollte man diese Leute nicht anzeigen????
: wegen Tierquälerei ?

Sören hat recht, ist es Tierquälerie, wenn der Hund ein E-Gerät trägt? Ich habe keine Tierquälerei gesehen, das Gerät wurde zu diesem Zeitpunkt nicht angewendet bzw. nicht so angewendet, daß man irgendeine reaktion beim Hund beobachten konnte. Woher weiß ich dann, was der HF damit macht??? Vielleicht handelt es sich bei einem der Hunde um einen, der resozialisiert wurde und der HF sich ohne Gerät nicht traut, diesen zum Lösen frei laufen zu lassen (wäre rücksichtsvoll den anderen HF's gegenüber), bei dem anderen vielleicht um einen, der wildert wie Harry und ebenfalls dort nicht zum Lösen hätte frei laufen können. (Beides sind ja Einsatzgebiete, bei denen viele hier den Einsatz des Gerätes tolerieren.) Woher kann ich das wissen??? Gesehen habe ich lediglich Hunde, die anscheinend eine vertauensvolle Bindung zu ihrem HF hatten, und die kann nicht auf Tierquälerei und Mißhandlungen beruhen. Und dann, wie willst Du so etwas handhaben, wenn Du gar nicht weißt, wer die Leute sind? Ein HF, etwa so und so groß, mit einem Hund dieser oder jenen Rasse...?

Und zum Thema Wettbewerbsvorteil: Woher weiß ich, daß sich alle anderen HF an die Regeln halten? Das kein HF ein Bällchen oder Futter in der Hosentasche hat, daß keiner im letzten Moment ein kleines Stöckchen, mit dem der Hund gerade noch zuvor gespielt hat, in den Ärmel schiebt? Alles verboten (zumindest bei SchH). Und dann kann ja auch jeder, den man nicht mit dem E-Gerät gesehen hat, trotzdem damit üben (HF langhaariger Hunde sind hier eindeutig im Vorteil...).

Wenn mich etwas, auf gut Deutsch gesagt, ankotzt, dann sind das Leute nach dem Motto "Herr Lehrer, ich weiß was...". Das sind die Leute, die jeden Parksünder bei der Polizei anzeigen und in Zukunft jeden Pit Bull, der ihnen freilaufen ohne Maulkorb im Wald begegnet, bei der Gemeinde melden werden. Wenn ich mit irgendetwas Probleme habe (das kann ein falschgeparktes Auto auf dem Fußweg sein, ein freilaufender Pit Bull, der mich oder meinen Hund anmacht, oder ein HF, der seinen Hund traktiert, egal ob mit E-Gerät oder ohne), regele ich das sofort und direkt. Wenn ich eine Situation nicht beurteilen kann, halte ich mich raus. Ich bin aber niemand, der für die Beurteilung einer Situation eine Ampel braucht, mit eindeutigen Rot/Grün-Signalen (wie z.B. E-Gerät = Tierquälerei, Pit Bull = gefährlich, Golf GTI-Fahrer = notorischer Alte-Leute-Überfahrer). Es gibt allerdings Leute, die das brauchen, die Tierquälerei als solche gar nicht erkennen können, sondern nur von solchen Signalen leben.

Viele Grüße

Antje

von Matthias(YCH) am 18. August 2000 10:24

: Hallo Mathias,
:
: : Es tut mir leid, wenn das falsch rübergekommen ist. Der Text ist von einem SV-Leistungsrichter - habe ihn aus dem Net.
:
: Ist der Namm ein Geheimnis??? (Ich denke nämlich, er steht auf der Homepage des betreffenden LR's...)
:
: Viele Grüße
:
: Antje


Hallo Antje!

Nein, kein Geheimnis, ich hatte diesen Arikel in einer E-Mail vor einer Woche an eine Bekannte geschickt, die keine Links zu Yorkie.ch von AOL durchführen kann, daher hatte ich den Text eingefügt.

Aber ich habe jetzt noch einmal die Suchmaschinen aktiviert und hatte den richtigen Treffer:

Diese Adresse wurde mir angezeigt:
[home.t-online.de]

Ich habe mich aber nicht mit fremden Rosen geschmückt.

Antje, Du hats natürlich recht!
Der Name, der diesen, wie ich finde, tollen Bericht verfasste, sollte kein Geheimnis sein, jedoch wollte ich ihn nicht ohne sein Wissen einsetzen, was aber unsinnig war, weil die Page ja auch für jedermann öffentlich ist...

Also der Name: Mathias Luke
Emailadresse: c.m.l@t-online.de


Ich bitte nochmals um Entschuldigung und bitte sich doch mal die Seite von Herrn Luke anzuschauen.

Viele Grüße

Matthias


von Antje(YCH) am 18. August 2000 10:23

Hallo Robert,

siehe meine Antwort an Merlino.

Viele Grüße

Antje


von Antje(YCH) am 18. August 2000 11:21

Hallo Merlino,

: mit einem TT erreiche ich meine Ziele schneller und außerdem muß ich doch viel weniger auf ihn eingehen.
: ich brauche mich nicht zu fragen warum ein Hund etwas macht und wo da meine Versäumnisse gelegen haben. ich brauche mir auch nicht zu überlegen,daß ich meinen Hund falsch aufgebaut habe, sondern drücke einfach aufs Knöpfchen!

Ganz so einfach ist die Arbeit mit dem E-Gerät, egal in welchem Bereich, nun wirklich nicht. Man kann damit keinen Hund ausbilden oder gar die Ausbildung verkürzen, vielmehr ist eine gute Grundausbildung und eine lange Vorbereitung erforderlich. Aus diesem Grund gehen ja auch die meisten Versuche, wenn Hundebesitzer ihrem Hund mit dem E-Gerät das Wildern abzugewöhnen wollen, schief und fallen für mich unter den Begriff "Tierquälerei" (weil Einsatz von Zwang, u.U. sogar Starkzwng, ohne jegliche positiven Ergebnisse, da der Hund gar nicht weiß, was von ihm verlangt wird).

Gerade beim Einsatz des E-Gerätes muß der Ausbilder ganz genau wissen, warum sein Hund so oder so reagiert, was im Aufbau, vielleicht schon der Prägung des Hundes schiefgelaufen ist. Einfach so auf's Knöpfchen drücken, das funktioniert nicht. Hier ist viel Hintergrundwissen notwenig, über den einzelnen Hund, über dessen Vorgeschichte, seine Ausbildung, die Stärken und Schwächen seines HF's (sofern es nicht der eigenen Hund ist), über das Lernverhaltes des Hundes generell und auch das der einzelnen Rassen. Versäumnisse in der Ausbildung müssen nachgeholt werden, dann erst kann die Vorbeitung auf die Arbeit mit dem E-Gerät erfolgen, das alles dauert Monate, selbst unter optimalen Voraussetzungen.


: Beispiel Kontaktzone: wenn der Hund sie überläuft , hab ich es ihm nicht richtig beigebracht und müßte ihn da mit einer anderen Methode neu aufbauen. könnte Monate dauern. mit TT gehts in wenigen Tagen. und ich brauche nur dazustehen und ein Gerät, keinen unberechenbaren Hund zu bedienen...

Man kann nicht alles mit dem E-Gerät erreichen. Mir selbst ist es schnurz, wenn mein Hund mal über eine Kontaktzone rüberspringt, für meine Hunde ist Agility nur ein Ausgleich, weil sie es gerne machen. Ich kann mir aber nur schwer vorstellen, daß es möglich ist, einem schnellen, eifrigen Hund mit dem E-Gerät in kürzester Zeit das Überspringen einer Kontaktzone abzugewöhnen. Viel realistischer wäre es, als Ergebnis einen Hund zu haben, der die Kontaktzonen anschließend vollständig meidet oder aber auf das entsprechende Gerät nicht mehr hinauf oder davon herunter will. Die andere Art des E-Gerät-Einsatzes, positive Konditionierung über Berührungsreize, bedarf einer sehr sehr langen Vorbereitungszeit und eines durchgearbeiteten Hundes mit völligem Vertrauen zum HF; dann besteht die Möglichkeit, im "Kribbel-Bereich" zu arbeiten, und hierrüber können wir diskutieren im Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit anderen Teilnehmern gegenüber, aber nicht über Tierquälerei.


: Beispiel jagen: als der Hund klein war, hab ich lieber mit anderen leuten beim Gasigehen gequatscht, anstatt auf meinen Hund frühzeitigst einzuwirken. und wenn er dann wildert: zack, aufs Knöpfchen gedrückt und das wars.

Und das geht meistens schief (s.o.). Andererseits gibt es aber auch Hunde, die in ihrer Jugend überhaupt kein Interesse am Wild zeigen, aber nach der Pubertät plötzlich allem hinterherjagen was sie von weitem sehen können. Ich habe selbst so eine Hündin großgezogen, die bis zu ihrem 16. Lebensmonat mit der Katze aus eine Napf fraß und dann innerhalb von 4 Wochen lieber jede Katze, jedes Kanninche etc. als ihren Napfinhalt fressen wollte (sie hat aber trotzdem kein E-Gerät getragen, war nur ein Bespiel dafür, daß so etwas auch ohne Versäumnisse in der Jugendzeit auftreten kann, denn vorher hat sie keinem Hasen hinterhergeguckt, wie soll man dann darauf einwirken).


: ich kenne leider einige Leute, die so denken. es ist für die wirklich bequemer, ein TT zu benutzen.

Stimmt, die gibt es, und deswegen hat der Gesetzgeber ja auch einen Riegel vorgeschoben (= Sachkundenachweis).


: das teletakt müßte viel mehr geächtet werden und jeder Mißbrauch angezeigt und konsequent vergolgt werden!!!!!

Dem ersten Teil des Satzes stimme ich nicht zu, denn dadurch wird die Arbeit mit dem Gerät in eine Grauzone gedrängt. Und das ist absolut schlecht für die Hunde, weil jeder verstohlen auf dem Gerät herumdrückt, aber eigentlich davon keien Ahnung hat. Besser wäre hier eine ganz intensive und lange Schulung, dann die Sachkundeprüfung und erst dann der Einsatz des Gerätes. Die Sache mit dem generellen Sachkundenachweis für Jagdscheininhaber und Diensthundeführer lehne ich dabei entschieden ab, diese müßten sich ebenfalls einer speziellen Schulung unterziehen. Dem zweiten Teil des Satzes kann ich nur beipflichten, Mißbrauch mit dem Gerät ist konsequent zu verfolgen.

Letztendlich sind wir aber wieder in die alte E-Gerät-Diskussion verfallen, aber darum ging es ursprünglich überhaupt nicht. Wichtig ist halt festzustellen, daß es den Einsatz von E-Geräten in der Kynologie überall gibt (Hundesport jeglicher Art, nicht nur SchH, Jagd, Hüten, selbst im "normalen Hausgebrauch" und in vielen Hundeshculen, oft auch denen, die behaupten, ausschleißlich über positive Konditionierung auszubilden.

Viele Grüße

Antje

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