Apportieren? :: Hundesport & Freizeit mit Hund

Apportieren?

von Wolfgang(YCH) am 28. Dezember 2000 17:35

: : Hallo Ira,
: :
: : der Berner ist sicher nicht der ideale Schutzhund aus verschiedenen
: : Gründen. Auf Grund seiner Körperfülle kann der Berner nicht die
: : Dynamik entwickeln wie z.B. ein Schäferhund. Vom Wesen ist er
:
: Quatsch....
:
: 1991 wurde in Deutschland an der FCI WM ein Berner Sennenhund 6. Also knapp am Titel vorbei.
: Was dieses Team gezeigt hatte war absolute Spitze. Kommt halt immmer darauf an, wie sportlich die Hunde gehalten werden. Auch ein dicker Schäfer oder Mali können keine Dynamik entickeln *g*
:
: Gruss
: Lorenz

Hallo Lorenz

Quatsch.... genau

erstens ist der 6. Platz nicht knapp am Titel vorbei sondern noch nicht mal unter den ersten Drei!
Zweitens ist das knapp 10 Jahre her. Und wenn Du schon 10 Jahre in die Vergangenheit gehen mußt damit Du ein Beispiel findest dann ist das doch eher ein schlechtes Beispiel.
Mit der Haltung des Hundes hast Du nur bedingt recht. Versuche mal einen "NormBerner" auf die Maße eines Malis zu füttern. Das ist absoluter Quatsch. Aber wie gesagt wir sprechen hier über den Hundetyp an sich. Es würde ernsthaft kein Schutzhundsportler der in der absoluten Spitze mit mischen möchte sich einen Berner zu kaufen. - Nichts für ungut -

Gruß Wolfgang

von Ira(YCH) am 28. Dezember 2000 19:55

Hallo Wolfgang,

: erstens ist der 6. Platz nicht knapp am Titel vorbei sondern noch nicht mal unter den ersten Drei!

Richtig. Aber schau Dir mal die Verteilung an. Normalerweise ist der Berner ja - leider(!) - bei diesen Veranstaltungen stark unterrepräsentiert, was nicht an seiner Eignung liegt, sondern andere Gründe hat (falsches Image meiner Meinung nach).

: Zweitens ist das knapp 10 Jahre her. Und wenn Du schon 10 Jahre in die Vergangenheit gehen mußt damit Du ein Beispiel findest dann ist das doch eher ein schlechtes Beispiel.

Es gibt auch in neuerer Zeit durchaus Berner, die sich im SchH-Sport bewähren, aber auch in anderen Sparten. Bei einer Obedience WM-Ausscheidung liegt z. B. ein Berner mit 285 P. auf Platz 1 vor einem DS mit 281 P. - dieses eine Meldung aus dem Jahre 2000.

: Mit der Haltung des Hundes hast Du nur bedingt recht. Versuche mal einen "NormBerner" auf die Maße eines Malis zu füttern. Das ist absoluter Quatsch. Aber wie gesagt wir sprechen hier über den Hundetyp an sich. Es würde ernsthaft kein Schutzhundsportler der in der absoluten Spitze mit mischen möchte sich einen Berner zu kaufen. - Nichts für ungut -

Stimmt, kauft sich keiner. Irgendwie merkwürdig.
Übrigens: eine Berner-Hündin liegt mit 32 - 37,5 kg durchaus im gleichen Gewichtsbereich wie ein DS-Rüde, oder? Und Rüden sind doch bei den meisten SchHlern beliebter als DS-Hündinnen, oder?

Vor mir liegt noch eine nette Meldung mit der Überschrift "Berner schlägt alle!!" - auch von 2000.

Ich will Schäferhunde nicht schlecht machen, es gibt bestimmt auch talentierte, aber ich habe bisher noch keinen Schäferhund so gut arbeiten gesehen wie einen Berner (und das ist nicht geschwindelt, ehrlich!).

Leider werden die meisten Berner nicht gefordert, und so kommen ihre Talente kaum ans Licht der Öffentlichkeit.

Viele Grüße, Ira

PS: Ich habe nicht einen "Ausnahme-Berner", sondern drei...

von Sabine S.(YCH) am 29. Dezember 2000 16:50

Hallo Wolfgang,
da wir gerade dabei sind, für den Berner als Gebrauchshund einen Stab zu brechen, hier noch eine Meldung von 1999:

Bei der österreichischen Staatsmeisterschaft der Lawinenhunde belegte eine Bernerhündin den ersten Platz und ließ Schäferhund und Co. weit hinter sich. Sie hat -nebenbei bemerkt- auch SchH 3, IPO 3, FH 3 und diverse AKZ aus dem RH-Trümmerbereich.

Ich will hier nicht behaupten, daß sich j e d e r Berner für eine anspruchsvolle Ausbildung eignet, aber: Tut das jeder Schäferhund oder Mali oder...?

Ich würde mir wünschen, mal auf einen ganz normalen Hundeplatz zu kommen, und nicht mit "Oh je, ein Berner - faul, brav und träge, für keine Arbeit geeignet" begrüßt zu werden, sondern mit " Oh,ein Berner, mal schauen, was der so kann!"
Mit meiner spritzigen Maus (32 kg) habe ich schon so manchen Hundler verblüfft, dabei ist sie erst 15 Monate.

Ich kenne nicht wenige "Hundesportler" (die diesen Namen meiner Ansicht nach nicht verdienen), die haben in kürzester Zeit 3 oder 4 Schäferhunde "verschlissen" , eben weil diese sich charakterlich oder gesundheitlich nicht für den Schutzdienst geeignet haben oder nicht die gewünschte Leistung brachten. Scheint also gar nicht mal so selten zu sein, daß ein Schäferhund (oder eine andere klassische SchH-Rasse) im Leistungssport "versagt". Und mit dem Hund fühlt sich sich dann der HF als Versager und das ist natürlich ein unhaltbarer Zustand.
Dann wird der Hund eben abgegeben (wohin ist egal), wie ein kaputtes Sportgerät, das zu nichts mehr taugt und man holt sich einen neuen.

Wenn ich diese Auswüchse betrachte, bin ich ganz froh, daß der Berner nicht in die engere Wahl solcher "Hundesportler" kommt.

Grüße von Sabine S.

von Silke(YCH) am 11. Januar 2001 09:48

Hallo Moni,
ich habe meinem Hund das Bringen mit dem Bringholz beigebracht. Inzwischen bringt er alles bis zur (leeren) 1,5 Liter Flasche von Coca Cola.
Ich habe als Erstes (eigentlich als 2tes, nämlich nachdem ich die Erfahrungen wie Du gemacht hatte) angefangen dem Hund das Halten des Gegenstandes beizubringen. Hund vor mich gesetzt ihm das Holz in's Maul geschoben. Das läßt er sich von mir gefallen. Dann habe ich unter die Schnautze gefaß, damit sie nicht aufklappt, ihn gestreichelt und immer "Halten" gesagt. Nach einer bestimmten Zeit habe ich "Aus" gesagt, das Holz weggenommen und ein Leckerlie gegeben. Das ganze mehrfach wiederholt (3 bis 4 mal pro Tag). Dann habe ich auch versucht, ob er das alleine hält und ihm immer rechtzeitig die Hand unter den Fang gehalten (das war dann auch etwas energischer u.U. aber kein Schlagen). Nachdem er auf "halten" das Holz hielt (das kann Wochen dauern, nicht verzweifeln, es lohnt sich) bin ich einen Schritt zurück getreten und habe gesagt "Bring" und ihn freundlich gelockt, wenn er das Holz fallen lassen wollte, habe ich "halten" gesagt und bin mit ihm auch mal zusammen rückwärts gegangen (meinen Hand unter dem Fang). Ja und dann immer weiter weg von ihm, bis ich es dann weg geworfen habe und ein Helfer (der das Holz fast gegen den Kopf geworfen bekam...) ihm beim Aufnehmen geholfen hat. Ich glaube ich habe es vorher auch mal hingelegt und habe ihn dann aus dem Fuß sitzen losgeschickt.
Na jedenfalls finde ich an dieser Variante (die ich bei Urs Ochsenbein abgeguckt habe) gut, dass der Hund genau versteht was er soll, auch durch den Befehl "Halten". Ich kann ihm jetzt alles in den Fang schieben (habe es schonmmal mit einem Spaten quer versucht) und er hält es auf diesen Befehl hin im Maul. Auch mit dem Knautschen hört er auf, wenn ich sage "Halten". Inzwischen bringt er auch auf dem Hundeplatz unter Ablenkung(ich habe es ausschließlich zuhause geübt) und über die Hürde und Schrägwand. Er wird es warscheinlich nie für eine Prüfung brauchen, da ich keinen Schutzdienst mache, aber es ist eine tolle Übung. Für besonders leckeres Futter versucht er wirklich alles zu bringen was ich wegwerfe, also die Verknüpfung Bringen und Futter hat geklappt.
Wenn Dein Hund einen guten Beutetrieb hat, kannst Du auch darüber motivieren, da habe ich aber ganz wenig Ahnung, weil meiner wenig Beutetrieb hat (deswegen auch kein Schutzdienst).
Dies ist sicherlich nur eine Variante, aber bestimmt lohnenswert, da nahezu gewaltfrei (wenn man mal von der Hand unterm Fang absieht). Übrigens beim Spazierengehen bringt er von selbst keine weggeworfene Stöcker, das ist nicht so sein Ding.
Viel Spaß.
Grüße Silke

von Wolfgang(YCH) am 27. Januar 2001 21:54

Hallo Silke
Die von Dir beschriebene Technik zeigt auch Paul Kufner in seinem Video
"bringen und voraus". Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, daß hiermit sehr gute Ergebnisse möglich sind.
Dieses Video könnt Ihr über meine Homepage beziehen.

Gruß Wolfgang

von silke(YCH) am 29. Januar 2001 06:32

Dabnke für die Info

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