Die Kunst der Motivation :: Hundesport & Freizeit mit Hund

Die Kunst der Motivation

von Hans Schlegel(YCH) am 01. Januar 2001 11:12

Liebe Hundefreunde

Nach den vielen Mails in den letzten Wochen über das Thema Motivation, ja, nein, wie und was, möchte ich gerne ein paar Gedanken aufwerfen. Ein PO Lernschritt setzt sich aus vier Einheiten zusammen:

Das Lernspiel (Bewegung und Spannung)
Das Lernspiel ist der wichtigste Bestandteil der Grundausbildung. Was für eine Technik ihr anwendet ist überhaupt nicht wichtig. Einzig zählt, dass der Hund Dich versteht und es ihm Spass macht. Sei dies Lind, Clicker, Kong, Wurst etc.

Der triebliche Lernschritt (Zuverlässigkeit)
Beim trieblichen Lernschritt fängt die Misere oft bei vielen Hundesportlern an. Wie der P.H. ausdrückt, ist dann oft die Methode schuld (z.B. Lind) Das stimmt nicht ganz. Der Hundeführer hat nie gelernt, wie die Zerlegungsschritte gezielt aufgebaut werden um die Zuverlässigkeit im Hund zu wecken und zu fördern. Das ist ein Ausbilderfehler (Kontrolling) und nicht ein Hundeführerfehler. Der gute Ausbilder beinflusst, kontrolliert und steuert die Lernschritte zum Erfolg. Hier gilt der Grundsatz: Was mache ich wie, wann und vor allem WARUM!!

Der Lernschritt (Genauigkeit, Geschwindigkeit, Fixierung)
Im Lernschritt wird ausschliesslich ohne Hilfsmittel gearbeitet. Der Einstieg einer Zerlegung beinnt kurz mit Moti, dann folgt der Arbeitsteil (ohne Hilfsmittel) und der Ausstieg der Arbeit schliesst und rundet man mit Moti ab. Die Dauer der Arbeitsphase entscheidet der Ausbildungsstand deines Hundes. Mit viel Gefühl, Fingerspitzendynamik und zielorientierter Denkweise arbeitest du deinen Hund langsam hoch! Gleichzeitig baust du die Körperhilfen sofort ab!!
Nun der wichtigste Punkt. Ohne genaustens definierte Zerlegungsschritte funktioniert der best veranlagte Hund nicht. Zum Beispiel für die Freifolge gibt es 23 Zerlegungsschritte. Die Kenntnisse der Schritte entlastet zuerst den Hundeführer, weil er sich an Lernzielen festhalten kann. Somit wird ausgeschlossen, dass beim Hund immer probiert wird. Die Lernkontrolle zeigt auf, ob das Team sauber arbeitet. Dann gehts zum nächsten Schritt usw. Merkt euch, ein gutes Sportteam funktioniert nur solange, bis der Hund seinen Führer durchschaut hat!!

Zusammenfassend möchte ich sagen, es gibt viele gute und motivierte Hundesportler und ebensoviele gute Motivationstechniken. Alle sind richtig, wenn der Hund das erwünschte Verhalten zeigt. Leider gibt es wenige Ausbilder, die methodisch, didaktisch ausbilden können und die Funktion Hund verstehen.

EINLADUNG:
Gerne lade ich alle interessierten Hundefreunde am 19. Mai 2001 nach Gansingen ein. Bitte nur Hundeführer mit Hund oder Instruktoren die methodisch ausbilden können. Die Instruktoren werden mit einbezogen. Ich zeige vor, wie die 4 Lernprinzipien angewendet werden. Der Tag ist KOSTENLOS und soll als Beitrag dienen, weiterhin in der modernen Kynologie neues zu bewegen.
Anmelden könnt ihr euch direkt bei: info@wolfsprung-kennels.ch

E guets Neus und weiterhin viel Spass
Hans Schlegel

P.S. Die Teilnehmer werden mit Brief genau informiert, wie der Kurs abläuft. Bitte Adresse nicht vergessen. Ein Wegbeschreib wird beigelegt.
Bitte angeben, ob Teilnahme als Hundeführer oder als Instruktor

von P.H(YCH) am 01. Januar 2001 12:21

Tschau Hans

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Der Lernschritt (Genauigkeit, Geschwindigkeit, Fixierung)
Im Lernschritt wird ausschliesslich ohne Hilfsmittel gearbeitet. Der Einstieg einer Zerlegung beinnt kurz mit Moti, dann folgt der Arbeitsteil (ohne Hilfsmittel) und der Ausstieg der Arbeit schliesst und rundet man mit Moti ab. Die Dauer der Arbeitsphase entscheidet der Ausbildungsstand deines Hundes. Mit viel Gefühl, Fingerspitzendynamik und zielorientierter Denkweise arbeitest du deinen Hund langsam hoch! Gleichzeitig baust du die Körperhilfen sofort ab!!
Nun der wichtigste Punkt. Ohne genaustens definierte Zerlegungsschritte funktioniert der best veranlagte Hund nicht. Zum Beispiel für die Freifolge gibt es 23 Zerlegungsschritte. Die Kenntnisse der Schritte entlastet zuerst den Hundeführer, weil er sich an Lernzielen festhalten kann. Somit wird ausgeschlossen, dass beim Hund immer probiert wird. Die Lernkontrolle zeigt auf, ob das Team sauber arbeitet. Dann gehts zum nächsten Schritt usw. Merkt euch, ein gutes Sportteam funktioniert nur solange, bis der Hund seinen Führer durchschaut hat!!
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Ich habe nie etwas anderes behauptet, genau so sehe ich es auch. Aber Lind macht da was grundlegend anders. Er hat die Moti immer dabei. Es wird nicht mehr abbaubar sein, gerade so gut kann man nichts machen, da spart man sich einen vernünftigen Neuaufbau.

So wie ich weiß, arbeitest du auch nicht nach Lind. Ich kenne ein paar Leute, die für dich gearbeitet haben und es ist immer interessant ihnen zuzuhören.

Viel Glück, P.H

von Priska mit Mikkie(YCH) am 01. Januar 2001 20:32

Lieber Hans, liebes Wolfsprung Team

Herzlichen Dank, da werden viele mitmachen. Nochmals herzlichen dank und guter Start ins neue Jahr.

Liebe Grüsse
Priska und Mickie

von Susi(YCH) am 02. Januar 2001 19:58

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: Der Lernschritt (Genauigkeit, Geschwindigkeit, Fixierung)
: Im Lernschritt wird ausschliesslich ohne Hilfsmittel gearbeitet. Der Einstieg einer Zerlegung beinnt kurz mit Moti, dann folgt der Arbeitsteil (ohne Hilfsmittel)
Wie soll ich meinem Hund ohne Hilfsmittel begreiflich machen, was gut war, und was nicht? In diesem Sinne müsste Stimme, Futter, MO, aber auch Leinenruck (als aversiver Reiz,...) ausfallen?! Macht der Hund in diesen Schritten von allein alles richtig (Lernen durch die "Fehlerfrei-Methode"?
und der Ausstieg der Arbeit schliesst und rundet man mit Moti ab. Die Dauer der Arbeitsphase entscheidet der Ausbildungsstand deines Hundes. Mit viel Gefühl, Fingerspitzendynamik und zielorientierter Denkweise arbeitest du deinen Hund langsam hoch! Gleichzeitig baust du die Körperhilfen sofort ab!!
Merkt euch, ein gutes Sportteam funktioniert nur solange, bis der Hund seinen Führer durchschaut hat!!
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Wie soll man das verstehen, der Hund soll den Hundeführer nicht "durchschauen"??? Ich liebe es, wenn mein Hund mit einem kurzen Blick zu mir wirft und genau weiß, was als nächstes kommt, wie es weitergeht. Durchschauen klingt so negativ - ist das auch so gemeint? Soll der Hund nicht merken, wann "Ernst" und wann "Spiel" ist, oder wie?

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: Ich habe nie etwas anderes behauptet, genau so sehe ich es auch. Aber Lind macht da was grundlegend anders. Er hat die Moti immer dabei. Es wird nicht mehr abbaubar sein.

Auch Lind baut das MO nach und nach ab (Ersetzen durch sekundären Verstärker in Form von Lob,...). Übrigens: Das MO ist nach einer kurzen Zeit für den Hund nicht mehr das Wichtigste, sondern nur Teil (und zwar untergeordneter!) des Ganzen. Das MO wird recht schnell abgebaut. Ein richtig ausgebildeter Hund schaut nicht "durch die Jacke" nach dem MO, sondern "liest" mit voller Konzentration die Körperprache des HF.
Ich habe den EIndruck, dass man es sich machmal zu einfach macht, über andere Methoden zu urteilen!

Viele Gürße, eine sehr interessierte
Susi

von Mina(YCH) am 03. Januar 2001 06:15

Tach Susi,
soweit ich es verstanden habe, geht es darum, dass der Hund irgendwann das Gewollte nicht mehr für das Leckerchen (oder was anderes) macht, sondern um (kurz ausgedrückt) ein Team mit dir zu sein. Wenn das klappt, nimmt er gerne als Bestätigung das Leckerchen. Durchschaut der Hund dich, verstehe ich so, dass er für das Leckerchen arbeitet und genau weiß, wann es eines gibt und wann nicht. Wenn du nach Lind oder was weiß ich noch arbeitest, dann bestätigst du mit positiven Impulsen das gewünschte Verhalten, ohne Druck beim ungewünschten auszuüben. Wenn der Hund dann weiß, was du von ihm wünschst, baust du die Bestätigungen langsam ab.
Das ist wie im Agility. Wenn der Hund dem Leckerchen folgend durch den Slalom geht, rennt er nur einem Stück Käse hinterher. Je nachdem wie durchgeknallt der Hund durch den Slalom gelotst wird, realisiert er gar nicht das Gewollte. Lässt du das Leckerchen weg, weiß er nicht, was er mit diesen komischen Stangen anfangen soll.
Mina

von Susi(YCH) am 03. Januar 2001 09:04

Hi Minna,

genau das wollte ich sagen. Der Hund soll nicht nur für MO oder sonst was arbeiten, sondern einfach, weil ihm die Übung an sich, z.B. das enge Fuß-gehen schon Spass macht. Deshalb habe ich mich ja gewundert, das der Hund mich nicht "durchschauen soll", wie es in der oberen Meldung stand.

Grüße
Susi

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