von Antje(YCH) am 08. März 2001 15:36
Hallo Kai,
: Es gibt natürlich SV-Richter vom "alten Schlag", die in ihrer eigenen
: "SV-Welt" leben. *g* Diese stellen noch andere Anforderungen und
: richten auch dementsprechend. Das Exakte Bei-Fuß gehen (wenn der Hund
: am Bein klebt) finde ich z.B. einfach nur lächerlich - ich hätte Angst,
: daß ich meinem Hund dabei auf die Pfötchen treten würde
: Bei manchen Richtern kommt man ohne Probleme durch, andere (z.B. eine
: bekannte Agilityrichterin des SVs, im Norden Deutschlands)lassen einen
: nach dem anderen (nicht SVler) durchrasseln, obwohl die Leistungen bei
: einem anderen Richter mehr als ausreichend gewesen wären. Eigentlich
: eigenartig, daß der Anspruch nicht überall gleich ist...
Leider Gottes ist es so, daß nicht überall gleich gerichtet wird, leider gibt es Richter, die auch noch beim schlechtes ausgebildeten Hund alle Hühneraugen zudrücken... Es gibt EINE PO und die gilt für alle, egal ob später eine Laufbahn in Richtung SchH eingeschlagen wird, Agility oder gar nix in dieser Richtung. Ein Hund muß von den geforderten Leistungen 70% erbringen; ob er dabei exakt bei Fuß geht, wie später in SchH angestrebt, oder 40 cm neben dem Hundeführer, das spiel keine so große Rolle, dafür gibt es ein paar Punkte Abzug (die bekommt aber auch der Hund, der bedrängt), aber deswegen fällt man nicht durch. Wichtig ist nur, daß ein Hund, der die BH besteht, wirklich in der Lage ist, die Übungen auszuführen. Es hat rein gar nix mit Richtern "vom alten SV-Schlag" zu tun, wenn reihenweise in den Vereinen die BH-Hunde durchfallen, diese Richter hast Du in jedem Verband (ich persönlich liebe sie, sie sind eghrlich, haben eine Linie und man weiß, wo man steht); vielmehr muß man sich mal Gedanken machen über den Ausbildungsstand der Hunde, die zu den Prüfungen gemeldet werden. So manches mal ist es fast eine Unverschämtheit, was da zur Prüfung geführt wird; ein Vereinskollege ist im vergangenen Jahr 200 km gefahren, um mit einem Kollegen zusammen 22 BH-Hunde zu richten, von denen nur zwei bestanden haben! Den ganzen Tag für nix und wieder nix um die Ohren gehauen, hätte er mal lieber mit seinem eigenen Hund an dem Tag geübt...
Jeder Hund, der im Sport geführt wird, egal ob Agility oder SchH, verkörpert den Hundesport und die betreffenden Verbände nach außen, gerade in der heutigen Zeit. Es hat schon seinen Grund, warum die BH als Einstieg in den Sport verlangt. Wir sollten wirklich alle bemüht sein, unsere Hunde auf ehrliche Weise über die BH zu bringen und nicht auf Richter angewiesen zu sein, die auch noch die Hühneraugen zudrücken! Ich habe noch niemals erlebt, auch nicht beim SV und beim härtesten Richter, daß ein Hund, egal welcher Rasse, der die geforderten Leistungen erbringt, durchfällt!
Viele Grüße
Antje