Angriff auf Platz dulden? :: Hundesport & Freizeit mit Hund

Angriff auf Platz dulden?

von Edith(YCH) am 01. April 2002 11:50

Ich würde da gar nicht mehr hingehen. Auf keinen Fall würde ich meinen hund einem offenbar gestörten Hund aussetzen.

Je mehr schlehcte Erfahrungen sie mit anderen Hunden macht desto schlechter, vor allem wenn sie die Hündin ja absolut nicht provoziert hat, und schon ganz ängstlich auf den Platz geht.

Edith

von Gabriela2(YCH) am 01. April 2002 11:58

Hi Edith!

Ja, ich werde zumindest durchsetzen, dass ich in eine andere Gruppe komme! Was mich noch sehr interessiert, ist das Motiv der anderen Hündin für die Angriffe... bisher hat sie noch keine Hündin richtig verletzt... vielleicht kann einer dazu was sagen? Was motiviert die Hündin anzugreifen? Einmal ist sie schon vor meiner stehengeblieben (die zum Glück liegenblieb u. sie ignorierte) und hat sich dann die nächste Hündin ausgesucht! Was würdet Ihr (DU) dem Halter raten (bei uns wurde schon von ziemlichen Zwängen gesprochen, obwohl die Halter eigentlich auch nicht zimperlich mit dem Hund umgehen. Sie werfen sie bei jeder kleinen Gelegenheit auf den Rücken, was für mich immer sehr nach Machtkampf aussieht - und ob das so gut ist? Hätte immer das Gefühl, dass vielleicht auch mal der Hund gewinnt.... liebe Grüße Gabriela2

von Gabriela2(YCH) am 01. April 2002 12:00

Hi Dodo!

Bin ganz Deiner Meinung! Wenn die Hündin als Mix eingetragen ist, muß sie - glaube ich - keinen Wesenstest machen. Vielleicht werde ich das Maulkorb-Problem mal ansprechen, dran gedacht habe ich auch schon! Liebe Grüße Gabriela2

von gabriela2(YCH) am 01. April 2002 12:05

Hi Kerstin!

Ich weiß nicht so recht mit dem "In-die-Schranken-weisen"- könnte mir auch vorstellen, dass sie mal ernsthaft zubeißt... glaube auch nicht, dass sie sich durch eine Wurfkette beeindrucken lässt... die Idee mit dem Haken ist nicht übel. Ich weiß nur, dass das Problem mit diesem Hund lange bekannt ist... ich hoffe nur, ich muß die BH nicht mit dieser Hündin zusammen ablegen! (hier wird immer gesagt, der Prüfer könne die Teams auch zusammenstellen!) Auf jeden Fall bin ich nicht damit einverstanden, dass meine Hündin unter diesem Verhalten leiden muss... liebe Grüße Gabriela2
:

von Gabriela2(YCH) am 01. April 2002 12:07

Hi Karin!

Vielen Dank für Deine Antwort. Es hat mir gezeigt, dass eigentlich alle meiner Meinung sind. Und was habe ich davon, wenn meine Hündin danach zum Angstbeisser wird, damit andere auf unsere Kosten sich abreagieren können!? Liebe Grüße Gabriela2

von Wiebke(YCH) am 01. April 2002 14:26

Gleich zu Anfang mal: Meinen kleinen Hund dauerhaft als 'Pflichtopfer' einteilen zu lassen, wäre meines auch nicht!!!


Ich finde es besonders lieb von Dir, dass Du Dir auch in dieser stressigen Situation noch Gedanken um den anderen Hund machst, deshalb hier noch ein paar Gedanken zum Training in solchen Fällen:

Wenn sich das Verhalten eines solchen Hundes über ein ganzes Trainings-Jahr nicht positiv beeinflussen lässt, bist vielleicht nicht Du (oder vielleicht Du auch?) am falschen Platz, sondern vor allem diese Hündin.
Da zu hoffen, dass sich durch 'VERfüttern' wehrloser Hunde an einem Verhalten etwas ändern lässt - wie nennt man das gleich????

Woanders könnte ein solcher Hund vielleicht rascher lernen, ein 'richtig' lieber Hund zu werden, denn:
Wenn Du hier einmal erwähnst, dass die erwähnte angreifende Hündin vor Deiner - sie ignorierenden - gestoppt hat und sich stattdessen eine andere 'ausgeguckt' hat und dass bisher auf dem Platz noch kein Hund von ihr tierarztpflichtig verletzt wurde, lässt das eigentlich darauf schließen, dass sie sehr wohl 'Calming Signals' anderer Hunde lesen kann, gelegentlich auch darauf reagiert und gegenüber anderen größeren und kleineren Hunden eine gewisse Beisshemmung ausgebildet hat.
Da gäbe es also imho für sie durchaus noch Hoffnung!!!


Hoffnung? Klar! Nur: Wenn sie immer wieder im Platzliegen überfordert wird - sprich einfach aufstehen kann - und ihr die Anwesenheit anderer Hunde wie es scheint hauptsächlich Ärger einträgt (Du erwähnst Geschrei des Besitzers in der entsprechenden Situation), wird irgendwann doch noch etwas bei einer Hundebegegnung mit ihr passieren, ob am Platz oder unterwegs.

Wenn man für so einen Hund die Anforderungen korrekt aufbaut, so daß sie endlich einmal 'erfolgreich' liegenbleiben lernen könnte - mit Haken vielleicht zuerst als Hilfe, aber eben mit korrektem, in machbaren Schritten aufgebauten Training auf jeden Fall - und wenn sie für Stoppen und Abdrehen bei freien Hundebegegnungen (am leichtesten für sie solche mit souveränen Hunden mit guter Körpersprache, die gut CS anzuwenden wissen) auch vom Besitzer prompt intensiv belohnt wird, (statt dass wie auf dem Platz das Geschrei dann vermutlich unvermindert weitergeht - weil sie dort ja schießlich immer noch unterwegs ist... )könnte auch dieser Hund vermutlich mit sachgerechter, geduldiger Anleitung lernen, sich vernünftig, friedlich und irgendwann auch noch BGH-mässig zu verhalten.

Wenn ein Maulkorb dazu beiträgt, dass sich die anderen Hundebesitzer während der Hundebegegnungen besser fühlen (auch mit Maulkorb können angegriffene Hunde verletzt werden!) ist das sicher eine Möglichkeit - gerade auch auf Spaziergängen.

Das 'Abtrainieren' eines etablierten Fehlverhaltens ist schwer und gerade durch vermehrte Lautstärke nicht wirklich zu lösen.
(Einmal kann man sich ja wohl vertaxieren, was ein Aufstehen und weggehen aus demr Platz-Position betrifft: aber mehrmals? ....
Das ist für mich eine gehörige Fehleinschätzung des verantwortlichen Trainers!)

So trainiert man ja derzeit eher 'Aufstehen' statt 'Liegenbleiben' - denn das ist es, was sich dieser Hund offensichtlich immer wieder tut und was sie sich damit erfolgreich angewöhnt hat.


Aggressives Verhalten gegen andere mit Druck verhindern zu wollen, kann - so wie das Hundegehirn nun einmal funktioniert - ziemlich danebengehen. Die Grundstimmung wird dadurch stressiger, auch beim 'Angreifer', das macht diesen nicht gerade friedlicher, verträglicher, ruhiger, 'bereitwilliger zum Liegenbleiben'.

Wenn nun noch verknüpft wird: 'andere Hunde machen Herrchen sauer', kommen leider viele solcher Hunde zu dem Schluß: 'dann mach ich sie doch lieber rasch alle, ehe es wieder losgeht, ehe sich mein 'Meister' wieder so darüber ärgern muss, dass er schließendlich sogar auf mich losgeht'...

Ich wünsche Dir viel Freude in einer anderen Trainingsgruppe - und viel Glück auch für die andere Hündin - bei der man sich ja zumindest bemüht, ihr auch weiterhin Freilauf zu ermöglichen...und hoffentlich auch bald die geeigneten Mittel dafür findet, ehe die Situation immer weiter eskaliert!

Wiebke

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