Agility-Größeneinteilung? :: Hundesport & Freizeit mit Hund

Agility-Größeneinteilung?

von Cindy(YCH) am 20. Juni 2002 09:53

HAllo Matthias,

: Neben der körperlichen Entlastung für die kleineren Hunde sollte diese Maßnahme auch der momentanen Entwicklung entgegenwirken: nämlich daß überwiegend nur noch die schnellen Rassen auf Agilityturnieren zu finden sind. Die Rassenvielfalt soll erhalten bleiben.
:

Okay, und wann kommt dann die B-B-Klasse bei den Maxis (Border Collie und Belgische Schäferhunde)?
Schau dich doch mal um. Wie viele kommen da noch mit einem "normalen" Hund als Ersthund an, und daneben läuft schon ein BC oder ein Belgier Welpe?
Irgendwo ist zumindest bei den Maxis die Rassenvielfalt langsam aber sicher auch auf dem absteigenden Ast.

Hut ab vor den Leuten, die Agility machen, und sich als zweiten Hund keinen Border/Belgier holen. Wie gesagt, die wenigsten.

Gruss Cindy

von Remo(YCH) am 20. Juni 2002 10:21

Hallo Cindy
Zu Deiner Orientierung: Es gibt auch Leute, die sich einen BC oder einen BS zulegen, weil ihnen diese Rassen einfach gefallen. Wenn man dann auch noch Agi macht, so ist das ja ideal, oder?
Ich finde es aber schade, dass man sich bald schämen und laufend rechtfertigen muss, wenn man mit einem jungen BC oder BS, oder bei den Mediums mit einem Sheltie auf dem Hundeplatz, oder einem Turnier erscheint. Es sind immer die gleichen, missgünstigen Sprüche, die man sich - meist hinter dem Rücken - anhören muss. Was können die einzelnen Hunderassen dafür, dass sie sich für einen bestimmten Sport besonders gut eignen. Es schimpft doch auch niemand, dass man beim SchH mehrheitlich nur einige wenige Rassen sieht. Was spricht denn dagegen, dass man mit einem Hund den Sport ausübt, für den er sich am Besten eignet?
Im übrigen habe ich immer gedacht, Agi ist fun. Also sollten Hunderassen und Rassevielfalt doch überhaupt kein Faktor sein, oder? Es ist halt wie bei jedem anderen Sport auch: Nicht jeder ist ein Weltmeister; Hauptsache ist, man macht das Beste daraus und hat trotzdem seinen Spass dabei. Und zudem gibt es nicht wenige Hundebesitzer/innen, deren erster Hund bereits ein BC oder ein BS war, bevor sie selbst überhaupt mit dem Agi-Sport begannen .... und im übrigen gibt es nicht nur schnelle BCs, BSs und Shelties.
LG, Remo

von Cindy(YCH) am 20. Juni 2002 18:37

Hallo Remo

: Zu Deiner Orientierung: Es gibt auch Leute, die sich einen BC oder einen BS zulegen, weil ihnen diese Rassen einfach gefallen.

Weiss ich, stelle ich ja auch nicht in Frage. Du musst aber zugeben, dass es den anderen Fall inzwischen auch zu genüge gibt.
Abgesehen davon, habe ich 1994 auch mal mit dem Gedanken gespielt, einen Belgier, genauer Mali, als nächsten Hund zu holen. Das war damals aber noch eine eher optische Angelegenheit. Als dann die erste Mali-Hündin bei uns in den Verein kam, konnte ich nur noch ein ganz grosses Nein sagen. Diese Hündin war dermassen abgedreht, das war nichts für mich, und auf meine Anfrage, wie denn diese Rasse so im Schnitt wäre, kam das Kommentar, dass die alle so ähnlich seien. Heute weiss ich, dass das nicht stimmt, aber damals gab es bei uns in der Gegend nicht so viele Vergleichsmöglichkeiten. Na ja, und inzwischen habe ich "meine" Rasse gefunden. Wäre diese Hündin damals nicht so total abgedreht gewesen, wer weiss, dann hätte ich inzwischen vielleicht auch einen Belgier.
Aber darum geht es mir eigentlich nicht.

:Wenn man dann auch noch Agi macht, so ist das ja ideal, oder?

Ja, stelle ich ja auch nicht in Frage. Was ich in Frage stelle, ist, sich einen solchen Hund nur aufgrund " des zu erwartenden Erfolgs" anzuschaffen. Mal abgesehen davon, dass der Erfolg nicht automatisch mit der Rasse kommt. Man muss schon auch etwas tun dafür. Und ein noch so toll veranlagter Hund kann mit dem falschen HF total "versaut" werden.

:Es sind immer die gleichen, missgünstigen Sprüche, die man sich - meist hinter dem Rücken - anhören muss. Was können die einzelnen Hunderassen dafür, dass sie sich für einen bestimmten Sport besonders gut eignen.

Gegenfrage: was können die einzelnen Rassen dafür, dass sie sich nicht so extrem gut dafür eignen? Ist es deshalb gerechtfertigt, sich spöttische Kommentare a la "tja, ist halt kein BC" anhören zu müssen?

: Es schimpft doch auch niemand, dass man beim SchH mehrheitlich nur einige wenige Rassen sieht. Was spricht denn dagegen, dass man mit einem Hund den Sport ausübt, für den er sich am Besten eignet?

Es spricht nichts dagegen, solange man den Sport um des Sports Willen macht, und aus Spass an der Freude mit dem Hund zusammen etwas zu machen. Was dagegen spricht, den Sport nur des Erfolgs wegen zu machen.
Übrigens gibt es beim SchH inzwischen auch genügend andere Rassen. Da hier aber doch die "geschichtlichen" Hintergründe völlig anders geartet sind, ist der SchH-Sport nicht so ganz mit Agility zu vergleichen, denke ich mal. Agility sollte ja von Anfang an für alle Rassen offen sein, wie ich das verstanden habe, während der SchH-Sport sich mehr durch die Gebrauchshunderassen etablierte.
Ausserdem, wie war das *ggg*? Der "beste Schäferhund" ist ein Pudel? Genauer, Julchen vom Bergalmschlössle, die 3x hintereinander den Wanderpokal für den "besten Schäferhund" gewann (frag jetzt aber bitte nicht auf welcher Ebene, das haben sie in dem Artikel nicht erwähnt).

: Im übrigen habe ich immer gedacht, Agi ist fun. Also sollten Hunderassen und Rassevielfalt doch überhaupt kein Faktor sein, oder?

Es sollte kein Faktor sein, da stimme ich Dir zu.

:Es ist halt wie bei jedem anderen Sport auch: Nicht jeder ist ein Weltmeister; Hauptsache ist, man macht das Beste daraus und hat trotzdem seinen Spass dabei.

Eben, und den Spass kann man auch mit einer anderen Rasse haben, oder sehe ich das falsch?

:Und zudem gibt es nicht wenige Hundebesitzer/innen, deren erster Hund bereits ein BC oder ein BS war, bevor sie selbst überhaupt mit dem Agi-Sport begannen .... und im übrigen gibt es nicht nur schnelle BCs, BSs und Shelties.

Da stimme ich Dir ebenfalls zu.
Aber darum ging es mir nicht.
Es ging mir in erster Linie um Matthias' Kommentar von wegen "Rassenvielfalt gewährleisten" im Mini/Midi Bereich. Und dass die Rassenvielfalt heute im Agility gerade im Maxi Bereich langsam schwindet. Sicher, es sind noch immer viele verschiedene Rassen und Mischlinge in den einzelnen Klassen. Aber prozentual gesehen überwiegen BCs und Belgier ganz gewaltig. Vor allem BCs. Und wie gesagt, ich finde es einfach toll, wenn Leute sich bewusst wieder für einen Golden, Labbi oder sonst einen Hund entscheiden, weil ihnen diese Rassen einfach gefallen. Auch wenn sie gegenüber einem BC oder Belgier doch einen etwas schwereren Stand haben, allein aufgrund der Grösse und des Gewichts.

Gruss Cindy


PS: mein "Zweit"hund ist ein überdimensioniertes Trampelviech, dem Agility zwar gefällt, die aber vermutlich nur ausserhalb des Parcours ein "Border-Schreck" bleiben wird *ggg*. Sie kennt halt fast nichts anderes zum Spielen ausser BCs, und mit denen lässt es sich so toll spielen, vor allem, ist man auf geraden Strecken meist sogar zuerst am Ball, und Ohren anknabbern kann man bei denen auch ganz doll. Und sollte so ein BC doch mal zuerst am Ball sein, stolpert man einfach mal drüber, und dann hat man Balli auch schon.

von Lena(YCH) am 20. Juni 2002 18:40


:
: Die Midi Grenze wurde von der FCI so eng gefaßt, weil sie vermeiden wollten, daß auch kleinere Border Colliezuchtlinien in die neue Klasse reinrutschen würden.

Find ich ja wirzig, daß eine einzelne Hunderasse eine ganze Turnierordnung beeinflusst.
Also dei Borders, die ich gesehen habe waren, zugegeben, ziemlich schnell unterwegs. Allerdings wurden etwa zwei von drei disqualifiziert, weil sie vor lauter Hektik und Übereifer über falsche Hürden sprangen, deshalb hatte ich eher nicht den Eindruck, daß es unbedingt ein riesen Voreteil sein muss mit einem Bordercollie zu starten. Ich gebe zu, ich habe nicht allzuviel Erfahrung, aber das war einfach das was bei mir so ankam.

Im übrigen, wenn ich schon dabei bin, auf mich machten gerade die Borders grösstenteils einen reichlich gestressten Eindruck, kamen überhaubt nicht zur Ruhe, auch wenn sie grade mal nicht dran waren, allso das Gefühl "Agilty is fun" hatte ich da bei Weitem nicht bei allen.

Danke für die Antworten und Erklärungen, ist mir einiges etwas klarer geworden, ich denke ich werd mich mal ganz unbefangen mit meinem Kleinen, ans Agility rantasten und dann weiter sehen.

Mein Hund ist übrigens von eher leichter hochbeiniger "Bauweise", vielleicht habt ihr Recht und ich sollt mir da wirklich keine zu großen Sorgen machen.

Güsse, Lena.

von Matthias(YCH) am 20. Juni 2002 20:18

Hallo Remo,
jeder, der schon einmal einen schnellen Hund geführt, oder auch nur beobachtet hat, kann erahnen wie viel Spaß das Führen beim Agility mit einem schnellen Hund macht. Ein Hund, der mit Eifer bei der Sache ist und Spaß zeigt, bringt auch beim H/F den Fun beim Agility herüber. Es reizt geradezu mit einen schnellen Hund durch den Agilityparcour zu fegen.
Und genau hier muß man meiner Meinung differenzieren:
Welche Motivation steckt bei der Anschaffung eines BC oder BS dahinter? Ich hoffe, daß es den meisten wirklich nur um den Spaß beim Agility mit einem schnellen, arbeitsfreudigen Hund geht. Besteht aber nicht auch die Gefahr, daß bei manchen die Triebfeder nicht eine ganz andere ist? Könnte nicht genau hier der Bogen überspannt werden und der Fun dem Ehrgeiz weichen? Der Agilitysport soll weiterhin "sauber" bleiben. Aus dem Reitsport kann man leicht entnehmen, wohin übertriebener Ehrgeiz führen kann. Ein Hund sollte nie ein Sportgerät werden.
Insofern ist die Angst und Skepsis mancher Agilityfreunde doch sicher teilweise verständlich.

: Im übrigen habe ich immer gedacht, Agi ist fun. Also sollten Hunderassen und Rassevielfalt doch überhaupt kein Faktor sein, oder?

Das sehe ich anders. Gerade die Vielfalt macht auch einen Teil des Reizes einer Sportart aus. Einheitlichkeit macht einen Sport unattraktiv. Abwechslung steigert die menschliche Aufmerksamkeit. Es gibt ungeheuer viele Beispiele aus der Sportwelt, wo versucht wird gerade die Vielfalt zu erhalten. Zum Beispiel im Motorradsport werden die Zweizylinder durch geringes zulässiges Gewicht gegenüber den 4 Zylindern (konstruktionsbedingt mit höherer Motorleistung) bevorzugt. Genau deshalb sind in Superbikerennen so viele Motorradmarken vertreten. Oder bei der DTM bekommen die schnellen Siegerautos, für eine gewisse Zeit zusätzliche Gewichte verordnet, damit es ausgeglichener und damit interessanter bleibt. Auch hier macht gerade die Markenvielfalt den Reiz aus.
Um nicht mißverstanden zu werden: Ich will damit nicht sagen, daß die BCs nur noch mit Bleimanschetten an den Beinen laufen sollen smiling smiley Agility is fun. Das heißt für mich auch: Jeder läuft doch sein eigenes "Rennen". Vergleichen sollte man nur mit sich selbst.

Ein Teil meiner Faszination am Agility liegt auch darin begründet, daß es jedem Hund, sei es nun Rasse, oder Mix, offensteht. Rassenvielfalt macht das Ganze noch etwas attraktiver. Und es ist immer wieder schön, auf Agilityturnieren neue, mir unbekannte Rassen zu entdecken.

Viele Grüße
Matthias

von Andy(YCH) am 20. Juni 2002 22:23

hallo cindy,
die grösseneinteilungen der hunde und die sprunghöhen sind vorgegeben. ist aber doch eigentlich auch logisch, daß ein sheltie, der 38 cm misst NICHT die 55-65 cm eines maxi-hundes springen muss, oder?? entsprechend unfair wäre es,wenn ein schäferhund von 60 cm nur bis 45 cm springen müsste.

einen neufundländer habe ich bei turnieren noch nicht gesehen, wohl aber bernersennenhunde oder auch rottweiler.

ich bin allerdings der meinung, daß man, wenn man einen "riesenhund" hat, der spass an agility hat, doch auch "just for fun" im minibereich trainieren kann. es gibt nunmal hunde, die aufgrund ihrer grösse und des gewichtes nicht optimal für diesen sport auf turnierbasis geeignet sind. und überhaupt sollte der "spassfaktor" ausschlaggebend sein.

liebe grüsse
andy mit lara und nessy


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