Hundesport, Ehrgeiz, Starkzwang I :: Hundesport & Freizeit mit Hund

Hundesport, Ehrgeiz, Starkzwang I

von Tanita(YCH) am 19. Dezember 2002 15:33

: Beim "gegen einen Freiheitsdrang" ankonditionieren vom ersten Tag an erfährt der Hund nichts negatives - er darf nur seine Anlagen gar nicht erst entdecken

Für mich ist diese Form der Hundehaltung eine nicht minder herrschsüchtige Form einen Hund in völlige Abhängigkeit zu bringen -
er wird sozusagen zum 'emontionalen Kettenhund' degradiert.

lg
Tanita

von P.H(YCH) am 19. Dezember 2002 16:21

Tschau josh

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Beim "gegen einen Freiheitsdrang" ankonditionieren vom ersten Tag an erfährt der Hund nichts negatives - er darf nur seine Anlagen gar nicht erst entdecken (so er denn angeblich laut Aussage einiger Leute hier solche Anlagen hat). Ich denke mir das ähnlich wie eine Katze in reiner Wohnungshaltung - kennt sie nichts anderes, will sie nichts anderes.
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Das erscheint mir logisch und diese Argumentation, für ein Training ohne Zwang auch.

Bedeutet das, dass es ein Batteriehuhn schön hat, weil es nichts anderes kennt. Oder das der Löwe im Zirkus artgerecht gehalten wird, weil seine Vorfahren schon so leben mussten. Bedeutet das, dass wenn ich den Hund immer in einer Kennelboxe hätte, dann würde ihm nichts fehlen.

Du willst seine natürlichen Anlagen verkümmern lassen. Am besten würde man diese weg züchten, da das noch nicht der Fall ist, willst Du sie verkümmern lassen. Denkst Du, wenn Du seine Anlagen verkümmern lässt, dass dann der Hund mit Dir als Ersatz glücklich ist?

Siehst Du, Fragen über Fragen.

Wie sieht es z.B. mit einem Hund aus, der Schutzdienst macht. Denkst Du, weil er dort seinen Trieb ausleben kann, Spannung erlebt, gehorchen muss, z.T. unter Zwang und dann seine Befreiung erlebt durch den Anbiss auf die Beute, dass dieser unglücklich ist? Was meinst Du, was in einem Hund vorgeht, wenn er nicht mehr Schutzdienst machen darf?
Und wieso möchte er Schutzdienst machen? Was meinst Du, was in einem Hund vorgeht, der Unterordnung machte, z.T. mit Zwang und er seinem Nachkommen zuschauen muss? Ich nehme danach den alten raus und spiele mit diesem, alleine von der Bewegung fehlt ihm nichts. Mein alter machte durch zuschauen noch ein paar Spitzenprüfungen, das lud ihn auf 200%. Der wurde auf einmal unglaublich schnell. Was meinst Du wie die Post abgeht, wenn er eine Fährte machen darf? Auch das erlebte er nicht ganz ohne Zwang.

Oder anders gesagt, Du machst mit deinem Hund Unterordnung ohne Zwang und Schutzdienst mit Zwang. Was meinst Du macht er lieber?

Aber Du hast ja recht, es ist besser den Hund vom ersten Tag an zu konditionieren, damit er seine natürlichen Anlagen nicht ausleben kann.

Ein glücklicher Hund, nach deinem empfinden, zwanglos, unterdrückt und glücklich.

Gruss P.H

von andreas(YCH) am 19. Dezember 2002 16:19

Hallo Attila,

ich kläre mal lieber auf, bevor die Spekulationen ausufern. Wincent (siehe Pic oben)ist der eine von unseren aktuell drei Hunden, der KEIN Notfall war. Wincent ist auch beileibe kein ängstlicher Hund, sondern ein selbstbewußter Rüde, der sich mit dem Heranwachsen sehr schnell auch seiner körperlichen Möglichkeiten und der Tatsache bewußt war, dass er mehr oder minder nach Belieben jeden anderen Hund in der gesamten Umgebung einstampfen konnte.

(Heute hat er sich mal nach langer Zeit wieder eine Jungrüden auf den Rücken gedreht, der ihn partout trotz allen Ausweichens udn trotz mehrfacher Warnungen weiter berdrängen musste. Ist schon fast bewundernswert: wenn sie gar nicht lockerlassen, wirft er sie um, steht einen Augenblick grollend über ihnen, dann ruft man ihn und er stolziert davon, Kein Beissen, keine Löcher)

Alle Probleme waren seinerzeit hausgemacht und rührten nicht zuletzt daher, dass damals noch der (von Expertenseite genährte) Glaube bestand, man müsse ihm mit Härte kommen; da hat er eben sehr schnell gezeigt, was er davon hält.

Das Schlimme daran ist, dass rückblickend klar ist, was man dem Hund alles hätte ersparen können und wie er sich hätte entwickeln können, wenn man ihn denn nur gelassen hätte.

Viele Grüße,

andreas

von P.H(YCH) am 19. Dezember 2002 16:29

Tschau Pat

Wenn jemand Punkten will, dann kennt er viele Signale, das kann ich Dir jetzt mal verklickern. Der kennt seinen Hund in und auswendig und der weiss genau wie er auf den Hund wirkt. Der trainiert nicht alleine, jede Übung wird besprochen, auf das kleinst Detail wird Rücksicht genommen. Nichts wird vergessen. Dann schaut sich eine ganze Gruppe das Training an und jeder sagt, was er gesehen hat und was man verbessern könnte. Dann gibt es Diskussionen, wie man was lösen könnte. Wenn einer auf solche Sachen wie Körpersignale nicht achtet, dann hat er nicht das kleinste Brot. Weist Du eigentlich auf welchen Niveau Hundesport betrieben werden kann?

Gruss P.H

von andreas(YCH) am 19. Dezember 2002 16:39

Hallo Alex,

: Ich weigere mich im Moemnt allerdings (noch) mental das Ende dieses Forums zu akzeptieren

Ich schreibe nach längerer Zurückhaltung derzeit auch vehement dagegen an.

Allerdings bräuchte es wohl überwiegend jemanden, der sich die immense Admin.-Arbeit macht. Ganz ehrlich: ich wollte nicht jede einzelne Meldung lesen müssen ;-)

Viele Grüsse,

andreas

von Pat1(YCH) am 19. Dezember 2002 16:47


:
: DAS sehe ich halt anders. Irgendwo müssen jedem Individuum auch Grenzen gesetzt werden, und z.B. andere Tiere haben auch ein recht auf Leben....
:

hei
vollste zustimmung.aber daß das nicht ohne starkzwang geht,sehe ich trotzdem nicht.
gruss pat

:

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