Hundesport, Ehrgeiz, Starkzwang I :: Hundesport & Freizeit mit Hund

Hundesport, Ehrgeiz, Starkzwang I

von Inge + BC(YCH) am 20. Dezember 2002 22:02

Hi Attila,

kann alles unterschreiben, was Du hier schilderst! Schön, dass so etwas auch mal aus den Reihen der aktiven VPG'ler kommt. Und ich freue mich, dass Du um andere Wege bemüht bist!!! (Okay, über den Stachel bei Abt. C könnten wir noch diskutieren ;-))) )

Und natürlich hast Du recht: schlimmste Auswüchse beobachtet man auch und gerade unter Familienhund-Haltern. Aber erstens war das nicht das Thema und zweitens erwarte ich ehrlich gesagt von jemandem, der vorgibt, sich mit Hunden auszukenne, sich mit ihnen zu beschäftigen, einfach MEHR als von einem "normalen" Familienhundhalter. Deshalb finde ich es doppelt verwerflich, wenn Hundesportler Starkzwang benutzen - was aber NICHT heißt, dass ich es bei den Familienhundhaltern irgendwie gutheißen würde!

Liebe Grüße
Inge + BC

von Markus(YCH) am 20. Dezember 2002 22:29

Hallo Inge,

:Glaubst Du, Hunden geht es da anders?

Auch wenn es nicht an mich gerichtet war:
Ja, bei Hunden ist das was anderes.
Wenn Du einen DSH hattest, dann kannst du das bestimmt aus eigener Erfahrung bestätigen.

Viele Grüße
Markus

von Attila(YCH) am 21. Dezember 2002 12:42

: Und natürlich hast Du recht: schlimmste Auswüchse beobachtet man auch und gerade unter Familienhund-Haltern. Aber erstens war das nicht das Thema und zweitens erwarte ich ehrlich gesagt von jemandem, der vorgibt, sich mit Hunden auszukenne, sich mit ihnen zu beschäftigen, einfach MEHR als von einem "normalen" Familienhundhalter. Deshalb finde ich es doppelt verwerflich, wenn Hundesportler Starkzwang benutzen - was aber NICHT heißt, dass ich es bei den Familienhundhaltern irgendwie gutheißen würde!


Hi Inge,

das ist richtig. Tatsächlich sieht man auf Hundeplätzen sehr oft noch jene alten Cracks, die zwar seit dreißig Jahren Hundesport betreiben, aber seit zwanzig Jahren nichts dazugelernt haben - sie setzen sich mit neueren Entwicklungen einfach nicht auseinander. Und das ist eine Borniertheit, die nicht zu akzeptieren ist.

Gruß, Attila

von Attila(YCH) am 22. Dezember 2002 09:53

: Das mit deiner Unterordnung hält nicht, denn wenn ich dir den Hund anheize, dann hast Du nur noch eines dagegen zu setzen und das ist Zwang.


Hi P. H.,

ja, das ist der entscheidende Punkt. Ein Hund, der "hoch im Trieb" stehen kann (der überhaupt das Zeug hat, hoch im Trieb zu stehen, ist nicht mit geflüsterten Kommandos und Würstchen zu kontrollieren; und ein Hund, der mit geflüsterten Kommandos und Würstchen zu kontrollieren ist, hat keinen Trieb. Der Sofahund wird irgendwann zupacken, und wäre er ordentlich geführt worden (mit Zwang), wäre das nicht passiert. Wenn ich einen Hund aus Arbeitslinien halten will, muß ich mir die Konsequenzen überlegen.

Gruß, Attila

von Inge + BC(YCH) am 26. Dezember 2002 23:16


: Ein Hund, der "hoch im Trieb" stehen kann (der überhaupt das Zeug hat, hoch im Trieb zu stehen, ist nicht mit geflüsterten Kommandos und Würstchen zu kontrollieren; und ein Hund, der mit geflüsterten Kommandos und Würstchen zu kontrollieren ist, hat keinen Trieb.


Hm, wie erklärst Du Dir dann, dass mein Ausbilder im SV vor bereits genau 34 Jahren - als man also noch sehr viel mehr der "alten" Methode anhing - als erstes zu mir sagte, als ich mit meiner aus reiner Kör- und Leistungszucht stammenden Hündin den Platz betrat: "Damit eins klar ist - wer schreit, hat IMMER Unrecht!"? Der gute Mann war Diensthundführer und hatte weiß Gott genügend mit triebstarken Hunden zu tun. Und wenn Du meine damalige Hündin gekannt hättest, würdest Du nicht von weichem Sofahund sprechen. Aber sie wurde AUSSCHLIESSLICH mit LEISEN Kommandos geführt - und es klappte! Dieser SV-Platz war übrigens der einzige, den ich in all den Jahren seitdem kennenlernte, auf dem ein sehr leiser Umgangston herrschte. Aber die Hunde waren zum größten Teil um Klassen besser, als was ich heute so sehe - vielleicht gerade deswegen???

Ich bin dem Mann bis heute dankbar, denn er hat mir schon damals den richtigen Weg in der Hundeausbildung gewiesen - lange, lange, bevor man überhaupt anfing, über neue Wege nachzudenken, war er sie schon gegangen!

Gruß
Inge + BC

von Attila(YCH) am 27. Dezember 2002 09:26

: Hm, wie erklärst Du Dir dann, dass mein Ausbilder im SV vor bereits genau 34 Jahren - als man also noch sehr viel mehr der "alten" Methode anhing - als erstes zu mir sagte, als ich mit meiner aus reiner Kör- und Leistungszucht stammenden Hündin den Platz betrat: "Damit eins klar ist - wer schreit, hat IMMER Unrecht!"?


Hi Inge,

ich muß dazu sagen, daß ich mit verschiedenen Lautstärken und auch mit Handzeichen experimentiere. Dabei gibt es sozusagen eine Stufenfolge der Betätigungsfelder, innerhalb deren das eine oder andere klappt. Auf dem Spaziergang genügt ein geflüstertes "Aisha", um meine Hündin an meine Seite zu bringen. In der Unterordnung genügt eine normale, moderate Lautstärke. Im Schutzdienst kann ich geflüsterte Kommandos vergessen, sie hört dann einfach nicht mehr! Ich brülle nicht, aber die Kommandos kommen laut und klar.

Die gebrüllten Kommandos dienen zum Teil auch dazu, "Trieb" zu machen - wenn der Hund darauf anspricht. Auf diese Weise hat ein Kollege von mir seinen Rüden so aufgedreht, daß der ihm beim Hereinrufen ins Gesicht sprang vor Begeisterung. Auch dieses ganze "heißa", "hossa", "he he he he he he" usw. ist doch Anspornen mit der Stimme, nicht zuletzt durch Lautstärke. Das Brüllen dient nicht unbedingt der Einschüchterung des Hundes, wie Außenstehende wahrscheinlich vermuten, wenngleich die Hunde sehr wohl differenzieren können zwischen einem gleichgültig hingesagten "platz" ("es wäre nett, mein Lieber, wenn Du Dich innerhalb der nächsten fünf Minuten ablegtest"winking smiley und einem scharfen "platz" ("runter mit dir"winking smiley. Ich muß es ja wirklich nicht haben, wie ich es mal bei einem Diensthund erlebte, daß in einem normalen Gespräch beiläufig das Wort "platz" fällt ("Ich war gestern auf dem Kaiser-Wilhelm-Platz"winking smiley, und der Hund sich daraufhin ablegt; er sollte schon "verstehen", wann er gemeint ist.

Gruß, Attila

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