Hundesport, Ehrgeiz, Starkzwang I :: Hundesport & Freizeit mit Hund

Hundesport, Ehrgeiz, Starkzwang I

von canelupino(YCH) am 18. Dezember 2002 14:12

Auch Hallo,

Ich teile im großen und ganzen deine ausführungen. jedes kommando bedeutet druck ausüben. wird dieses kommando nicht befolgt wird der druck verstärkt. die geister mögen sich jetzt scheiden wie dieser erhöhte druck durchgeführt werden soll und soll nicht thema sein.

2 dinge fehlen mir jedoch:

das bewusstsein jedes hundeführers (nicht halter) das jedes training auf einem hundeplatz oder egal wo, nur ein teil des vermitteln, des erlernen und des übens von kommandos sein kann. auch sehr engagierte hundesportler fallen oft in verzweiflung über die "ausbrüche" ihrer hunde am platz. die anderen fallen in verzückung über die arbeitsfreude am platz. beides sind jedoch teilaspekte einer ausbildung.
und das führt mich zum 2ten punkt.
selbstverständlich muss es einen gewissen freiraum für unsere hunde geben damit wir ihnen das "lass das besser" und das "gut gemacht" vermitteln können. ohne das sie diese grenzen bei uns austesten werden wir den unterschied nicht konditionieren können. ABER: egal welche "druck"methode ich auch ausüben mag, muss ich mir vor augen führen: was mache ich mit meinem hund die restlichen 23 stunden am tag. worin habe ich ihn in seiner stellung als omega oder als alpha bestätigt. wie habe ich auf seine tests im alltag reagiert. wie bewusst lebe ich im alltag die rolle des rudelführers.
erst dann, so wage ich zu behaupten, darf ich mir die frage nach druck während der ausbildung stellen.
canelupino

von josh(YCH) am 18. Dezember 2002 14:27

Hi Attila,
na also, bist ja doch ein vernünftiger Mensch winking smiley.
Sicher wünschen sich manche Leute "wildere" Hunde, und kreuzen dann Wölfe oder sonstwas ein. Das halte ich für unverantwortlich, genau wie einen Mali aus einer Leistungslinie als Familienhund ohne Ausbildung abzugeben.
Worum es aber eigentlich ging: Ich glaube nicht, daß ein von seinen Genen her eher selbständiger Hund wie ein Mali "unfrei" wird oder "widernatürlich" gehalten wird, wenn ich ihn von Anfang an eng an mich binde und auch in der Folge nur mit postiver Motivation arbeite. Er wird dabei zwar vom ersten Tag an enstprechend konditioniert - aber da er es nicht anders kennt und seine Gene wie gesagt auch zur Zusammenarbeit mit mir ausgelegt sind, wird ihm das nicht weiter schaden oder unangenehm sein. Der Stachler dagegen sehr wohl..

Grüße
josh

von josh(YCH) am 18. Dezember 2002 14:31

Hi Pat,
naja, ich finde einen Kangal in der Großstadt ziemlich "sinnlos", insofern ich den Hund mehr als jeden DSH oder Golden am Ausleben seiner Triebe hindern muß. Genaus aus diesen Erwägungen habe ich meinen letzten Pflegling (Kangalmix) schweren Herzens aufs Land gegeben, wo er jetzt einen Einödshof bewacht (natürlich nicht an die Kette, sondern ins Haus). In der Stadt war er zwar nach einem dreiviertel Jahr Arbeit tragbar, aber nicht glücklich.
Liebe Grüße
josh

von josh(YCH) am 18. Dezember 2002 14:41

:Hallo Antje,
natürlich kannst Du die Hunde halten und züchten (?), die Dir gefallen. Ich persönlich finde beide Extreme ganz reizvoll, aber das ist Geschamckssache. Punkt ist nur, und daher stammte mein Posting oben eigentlich, daß immer wieder behauptet wird, solche Hunde wie Malis, manchs DSH-Linien usw. seien nicht mit der "Motivationsmethode" zu führen bzw. würden dabei in ihrem Wesen verkümmern, weil es eben ihre "Natur" sei, "frei" zu sein... da wollte ich gegenhalten, daß zwar solche Hunde u.U. tatsächlich nicht so stark am Menschen orientiert sind wie z.B. ein Golden es von Natur aus ist (von seinen Genen aus, soll das heißen), aber dennoch solche Malis etc. (bitte als Label betrachten, die Wirklichkeit ist wie immer viel komplexer) nicht vom Menschen "vergewaltigt" oder "denaturiert" werden, nur weil er sie vom ersten Tag an extrem stark an sich bindet (über Futter, Prägung, Spielzeug etc.). Dabei entgeht diesem Hund nichts, er wird nicht "unglücklicher".- Zumal ein Ausleben seiner "Selbständigkeitsgene" offenbar nach Euren Aussagen den Einsatz von Zwang notwendig macht, damit der Hund kontrollierbar bleibt - ich weiß nicht, da greife ich lieber vom Anfang an mit viel Lob in die Anlagen des Hundes ein und arbeite einem Teil seines Wesens entgegen (nämlich seiner Selbständigkeit), indem ich ihn sehr eng an mich binde, wenn dem Tier (und mir) der Einsatz von Starkzwangmitteln erspart bleibt. Außerdem entspreche ich so einem anderen Teil seines Wesens, das nämlich zur Zusammenarbeit mit mir prädestiniert ist.

Nur wenn letzeres auch noch weitgehend fehlt (Herdenschützer...), dann ist es wohl besser, über eine Grundausbildung nicht rauszugehen und mit dem Hund aufs einsame Land zu ziehen und ihm eine Schafherde zu schenken winking smiley.

Liebe Grüße
josh

von Martin + Mirko(YCH) am 18. Dezember 2002 15:45

Grüß Dich Josh

du sagst

:... Außerdem entspreche ich so einem anderen Teil seines Wesens, das nämlich zur Zusammenarbeit mit mir prädestiniert ist.

und genau das ist doch die leistung der jahrtausende anhaltenden domestikation. Der perfekte (schutz)hund ist der, der mit uns ein team bilden will, nicht muss. Dazu muss ihn niemand zwingen, wenn ich im hundesinne etwas wichtiges darstelle. Aber wem erzähle ich das...

tschüß Martin & Mirko





von Gabi + Sheila(YCH) am 18. Dezember 2002 16:20

Hi,

na ich kenne da durchaus Schäferhunde, die ein Zwingern auf Grundstücken "in der Pampa" leben = NICHT am Haus des Besitzers, sondern einfach so auf einem Grundstück, weit ab von sonstwas und wenn sie Glück haben mal ein oder zweimal die Woche "über den Platz gezogen" werden.

Klar, Du hast durchaus Recht UNTERforderung ist heutzutage mit Sicherheit ein Problem.
Aber ein Hund MUSS keine Schutzhundprüfung machen um gefordert zu werden. Es geht auch so :-)).

Wenn die Leute mal wüßten was sie sich mit bestimmten Rassen ins Haus holen, dann wäre vielen gedient.

Liebe Grüße
Gabi, bei der kein Hund je ne Schutzhundprüfung machen wird, weil ICH es ablehne

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