Hundesport, Ehrgeiz, Starkzwang I :: Hundesport & Freizeit mit Hund

Hundesport, Ehrgeiz, Starkzwang I

von Elke R.(YCH) am 31. Dezember 2002 08:25

Hallo Inge

Leider bin ich kein "Aktiver" mehr, da ich derzeit Hütehunde halte und die im Schutz nun wirklich nichts verloren haben. Ich finde die "Was nicht umbringt macht hart"-Philosophie ist eine völlig unnötige Verschwendung von gutem Material (wenn man es so bezeichnen will). Man sollte es, denke ich, ja nicht darauf anlegen, Masochisten zu züchten, die sich freuen, wenn sie den Stachel sehen.
Ich meld mich deswegen selten, weil ich eher aus der Pferdeecke komme und in meinem ganzen Leben ungefähr 5 Hundebücher gelesen habe (und davon war eines Lassie, eines Wolfsblut und eines ein Rassenlexikon). Allerdings bin ich mit Hunden aufgewachsen und hatte die Ehre lange Zeit mit "Abfallprodukten des Hundesports" arbeiten zu dürfen und mit diesen hoffnungslosen Fällen recht respektable Leistungen zu erzielen.
Was man lernt, wenn man hauptsächlich mit Tieren arbeitet, die durchschnittlich das 7fache des eigenen Körpergewichts auf die Waage bringen, ist Respekt vor der Kreatur. Und einem Lebewesen, das ich respektiere, kann ich weder Stachel noch Tacker umbinden und mir hinterher noch im Spiegel in die Augen schauen. Ich habe so das Gefühl, die meisten, die hier so die Freundlichkeit des Starkzwanges hervorheben, haben sich noch nie Gedanken darüber gemacht, was ihr Hund mit ihnen anstellen könnte, wenn er nur wollte (komischerweise verzichtet die Mehrheit der Hunde freiwillig auf Gewaltmaßnahmen in der Erziehung ihrer Menschen).
Nur um das klarzustellen, ich habe mich nicht aus meinem guten Herzen heraus mit diesen Tieren befaßt, sondern weil ich schlicht und einfach nicht das Geld hatte, mir einen "guten Hund" zuzulegen - bereut habe ich es aber nie.

Liebe Grüße

Elke

von Conny mit Trio(YCH) am 03. Januar 2003 10:27

Hallo Attila,

deine Hunde haben es offenbar trotz Zwingerhaltung recht gut, wenn du so viele Stunden am Tag mit ihnen arbeitest.
Leider ist es so, dass meine Beaobachtungen auf den Hundeplätzen eben andere sind.
Oft ist es nun mal so, dass 1 bis 2 mal die Woche 20 Minuten gearbeitet wird und dann sitzt der Hund in der Box und die HF in der Baude bei nem Bierchen.
Ich mache mit meinen Hunden Agility und komme nicht dazu, in der Baude zu sitzen, da wird eben hintereinanderweg gearbeitet. Die SchH - Sportler können das nicht verstehen - da gab es sogar schon Beschwerden, dass die Agility - Leute der Küche zu wenig Umsatz bringen - und das ist doch makaber, oder? Wozu bin ich denn auf dem Platz?

Ein gesundes neues Jahr wünscht Conny

von Jako(YCH) am 03. Januar 2003 10:57


hallo conny,

das ist das problem mit den agility leuten. sie sehen nicht dass so ein hundeplatz unterhalten werden muss, dass geräte gekauft und instandgehalten werden müssen. das reparaturen am vereinsheim etc. durchgeführt werden müssen. das alles ist vom mitgliedbeitrag nicht abgedeckt. fast alle vereine, die ich kenne, sind vom umsatz, der im vereinsheim gemacht wird, abhängig. leider ist es auch bei uns am platz so: die agilityleute kommen machen ihre übungen und gehen wieder. es ist doch auch ganz nett sich einmal eine stunde mit den anderen zusammen zu setzten und über hunde zu sprechen oder über die verschiedenen sportarten. wie soll ein gegenseitiges verstehen aufkommen wenn nicht nicht mal gemütlich miteinander spricht? davon abgesehen schüttet nicht jeder vpg-sportler nur bier in sich rein und arbeitet nur 5 minuten mit seinem hund. bei 1 bis 2 mal 20 minuten arbeit pro woche kommt man nämlich nicht weit im sport.

jako

von Dodo(YCH) am 03. Januar 2003 11:16

Hallo Jacko
: die agilityleute kommen machen ihre übungen und gehen wieder.
-- bei uns läuft es anders. Die Agilityleute kommen früher, doch laufen bei uns meist nicht mehr als drei Hunde im Übungsbetrieb, die anderen Hunde sind dann im Auto und die Leute sitzen und trinken Kaffee oder Essen etwas und unterhalten sich. Im übrigen fand ich es in den SV Vereinen toll (auch die kein Agility machen ), das auch mal ganz spontan der Grill im Sommmer rausgeholt wurde und man gemeinsam zusammensaß, das gehört für mich dazu. Die Agilityleute halfen auch bei der letzten Zuchtschau, da es dem Platz zugute kommt, wenn die Einnahmen stimmen.
Dodo

von Axel(YCH) am 03. Januar 2003 18:25

Hallo Jako,

wirklich traurig, dass es scheinbar bei Euch diese Differenzen zwischen Agility und VPG gibt. Ist wohl auf den meisten Plätzen der Fall...
Sicher gibt es Meinungsdifferenzen in der Ausbildung. Gerade beim Einsatz von Starkzwang. Aber das kann nicht der alleinige Grund sein. Beide sollten aufeinander zu gehen und beide Sportarten sind zu akzeptieren. "Die Agilityleute" - "die Schutzhundler" - immer diese Einordnungen in Lager...
:
: das ist das problem mit den agility leuten. sie sehen nicht dass so ein hundeplatz unterhalten werden muss, dass geräte gekauft und instandgehalten werden müssen.

Ach jako. Das ist doch kein Argument.
Man kann doch nicht ernsthaft die Finanzierung eines Platzes auf die Einnahmen des Verzehres ausrichten. Was ist das denn für eine Art der Kostendeckung? Es kann doch nicht Zwang sein im Vereinsheim etwas zu verzehren, damit der Platz zu bezahlen ist.. Das kann nur über Mitgliedsbeiträge und Veranstaltungen laufen. Damit muß alles gedeckt sein. Die Einnahmen aus der Kasse sollten nur zusätzliche Einnahmen sein, mit denen man Vereinsfeste o.ä. finanziert.

Außerdem liegt es am Ablauf beim Agi. Der Auf und Abbau erfordert viel Zeit. MAn kann nicht einfach auf den Platz spazieren, kurz UO machen und dann ab ins Vereinsheim. Die UO oder den Schutz kann man auch gar nicht derart zeitintensiv trainieren, wie das Agi, weil der Hund dann zu schnell abbauen würde. Dann ist es klar, dass die Vpgler im Vereinsheim viel mehr zeit verbringen können.
Ich bin gerne im Vereinsheim, gerade wegen der Gemeinschaft

: wie soll ein gegenseitiges verstehen aufkommen wenn nicht nicht mal gemütlich miteinander spricht?

Ja das sehe ich auch so. Man sollte versuchen andere Lösungen zu finden. Z.B nach dem Training zusammensetzen. Nur muß man auch Verständnis dafür haben, dass nicht alle derart viel Zeit auf dem Platz verbringen können, nach Auf und Abbau der Geräte und dem Training.
Eine Kommunikation zwischen den einzelnen Sportarten kommmt leider fast nie zustande, weil die Trainingstage meist verschieden sind und man sich deshalb eh nicht begegnet.
Traurig, dass dann solche Feindschaften entstehen.

von Jako(YCH) am 03. Januar 2003 20:30

hallo dodo,

so wie du das beschreibst stell ich mir das auch vor.
aber aus irgenwelchen gründen klappt das bei uns nicht so.

jako

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