Mit Welpen arbeiten - aber wie? :: Hundesport & Freizeit mit Hund

Mit Welpen arbeiten - aber wie?

von Sandra(YCH) am 15. Januar 2003 09:01

Hallo P.H!

Mir läuft es gerade heiß den Rücken runter als ich folgende Aussage von Dir las:

: Das Gewicht des Welpen wäre tief, so dass ich immer Reklamationen hören müßte. Aber in der Natur ist der Junghund auch der, der noch das bekommt, was übrig ist. Zwischen dem 6 und 10 Monat, würde ich vorsichtig sein mit toben, da dann die Muskulatur viel zu stark ist, für den Knochenbau. Oftmals wird ein Hund in dieser Zeit geschlissen, insbesondere die Ellbogen.

Wir haben zwei RS, der Rüde ist derzeit 8,5 Monate alt und hat seit ca. 6 Wochen eine Knochenhautentzündung am Ellenbogen, die wir einfach nicht in den Griff bekommen, trotz verordneter Ruhe und Medikamentengabe. Er ist auch nicht zu dick, darauf achte ich penibelst, weil wir ihn auch im Hundesport arbeiten möchten. Unsere TÄ meinte, wir sollen uns keine Sorgen machen, das ginge in jedem Fall wieder weg, aber wir machen uns natürlich trotzdem Sorgen. Eine falsche Bewegung, und er humpelt wieder stark. Abgesehen davon ist er völlig unausgeglichen wg. der mangelnden Bewegung...
Ich weiß, das gehört jetzt nicht direkt in den Zusammenhang, aber über eine Antwort würde ich mich freuen. Hast Du einen Tipp?

Viele Grüße
Sandra

von P.H(YCH) am 15. Januar 2003 16:32

Tschau Sandra,

Ich würde dem Hund 50% Schonkost verfuttern und 50% Normalkost. Die Schonkost wäre eine Mischung aus Hühner und Reis, mit einem tiefen Proteinwert. Dazu würde ich das Futter mit Schafgartentee und Brenneselntee einweichen.

Aber das wichtigste wäre, ist es eine Knochenhautentzündung. Denn es hört sich gefährlich an, wenn ein Hund mit 8.5 Monaten im Ellbogen Probleme hat, es könnte das Knöchen (Goraonid o. ähnlich) abgebrochen oder angebrochen sein. Diese Diagnose ist nicht einfach und nur durch Röntgen von einem Spezialisten feststellbar und auch da sieht man es schlecht. Mancher Hund wurde fälschlicherweise auf Knochenhautentzündung therapiert, obwohl es keine war. Ist dieses Knöchen abgebrochen, so muß man es entfernen, bevor es die Gelenke beschädigt. Ist es angebrochen, so muß man den Hund bedingungslos schonen.

Habt ihr den Ellbogen geröntgt?

Wenn es eine Knochenhautentzündung ist, feststellbar auch auf dem Röntgenbild durch diese weißen Flecken, dann geht es wieder vorbei. Wie lange das geht, ist schwierig zu sagen, es kann sein, dass es durch den ganzen Körper wandert. Es gibt Stellen, die sind dann noch viel schmerzhafter, z.B. der Rücken. Spätestens mit 2.5 Jahren sollte es aber nicht mehr vorkommen.

Gut soll auch das Cumatrin und das Dopatrin gegen Knochenhautentzündung sein. Ist aber teuer und schwer erhältlich.

Ich habe das Problem Knochenhautentzündung so gut wie nie. Ich verfuttere NIE ein Junghunde- oder ein Welpenfutter. Sondern immer gleich ein normales Futter mit nicht all zu hohem Proteinwert, dazu eben ab und zu Schonkost. Ich weiß nicht ob es am Futter liegt, aber ich könnte es mir vorstellen. Das Gewicht ist sicherlich auch entscheidend. Meine Hunde sind in dem Alter nicht, nicht zu dick, sondern mager, an der untersten Grenze, fast unterernährt nach TA. Damit habe ich die besten Erfahrungen gemacht, auch HD mäßig.

Gruß P.H

von Sandra(YCH) am 16. Januar 2003 09:37

Hallo P.H!

Erst mal Danke für Deine ausführliche Antwort!
Also wir füttern Bozita Junior, das Futter hat einen Proteingehalt von 26%, das ist doch nicht zuviel, oder? Dabei achten wir auch penibelst auf sein Gewicht, damit seine Knochen nicht zuviel Gewicht tragen müssen.
Mit 2,5 Jahren sollte das vorbei sein? Mir wird ganz übel: muß ich ihn so lange schonen? Wir haben einen ansonsten vielversprechenden Hund, den wir sehr behutsam arbeiten, auch im "Schutzdienst" (soweit man das in diesem Alter so nennen kann). Jede Pause ist im Moment mehr als ärgerlich...Ich hatte eigentlich gehofft, dass er mit 2,5 Jahren bereits einige Prüfungen erfolgreich absolvieren konnte, *seufz*. Naja, wahrscheinlich sollte ich neu planen und für ihn eine Fährtenhundausbildung ins Auge fassen (mein Mann, der den Hund führt, wird sich freuen, weil er die Fährtenarbeit über alles liebt *ggg*)
Kannst Du mir sagen, was Cumatrin und Dopatrin für Mittel sind?
Erst einmal werden wir ihn wohl röntgen lassen, um ganz sicher zu sein. An was für einen Spezialisten müsste ich mich denn wenden? Wo bzw. wie findet man einen solchen Spezialisten?

Liebe Grüße
Sandra

von P.H(YCH) am 17. Januar 2003 00:54

Tschau Sandra

Wenn dein Hund eine Pause einlegen muß, so verpaßt er nichts. Du kannst
ihn ja eben auf der Fährte arbeiten, in der Stadt spazieren gehen usw. Alles andere kann man später eben so gut auch machen, ich z.B. fange erst an zu trainieren nachdem der Hund einjährig geworden ist. Da hast Du überhaupt noch keinen Streß.

Wenn es eine Knochenhautentzündung ist, dann ist sie mit 2.5 Jahren ziemlich sicher vorbei. ABER vielleicht ist sie auch schon morgen vorbei, kommt später vielleicht nochmals, muß aber nicht. Ich würde jetzt nicht schwarz malen. Normalerweise ist es nach ein paar Wochen vorbei, es kann aber auch Monate dauern. Das ist das verflixte, niemand weiss wieso es kam und wie lange es dauert. Nur, dass es mit dem Knochenwachstum aufhört.
Ich hörte sogar von Hunden, die das noch mit 3.5 Jahren hatten, dass ist aber dann die ganz große Ausnahme.

Wichtig wäre das Röntgen, und da es dein TA bis jetzt nicht getan hat, würde ich Dir einen TA-Wechsel vorschlagen, denn von mir ausgesehen ist er verantwortungslos.
In Deutschland kenne ich auch keine Tierärzte, in der Schweiz wüßte ich schon ein paar gute. Die guten Sporthundeführer gehen in der Schweiz alle zu den gleichen Tierärzten, das sind nur ein paar wenige. Es wird in Deutschland ein paar mehr gute geben, grösse bedingt und die müßtest Du ausfindig machen. Antje wäre da vielleicht die bessere Ansprechperson. Im großen und ganzen fährt man in einem großen Tierspital nicht schlecht.

Was genau im Chumatrin und Dopatrin drin ist, weiß ich auch nicht. Ich hörte einfach schon von verschiedenen guten Erfolgen. Chumatrin wird hauptsächlich gegeben, bei leichter und mittlerer Knochenhautentzündung. Dopatrin bei sehr hohem Knochendruck.
Verantwortlich für die Knochenhautentzündung soll der zu hohe Knochendruck sein.
Ich hörte schon von Hunden, die solche Schmerzen hatten, dass ihnen ein kleines Loch in den Knochen gebohrt werden musste, um den Knochendruck zu reduzieren. Heute gibt es verfahren, mit denen man den Knochendruck messen kann.

Zum Futter, nicht nur der Proteingehalt ist beim Hundefutter wichtig,
sondern auch der Fettanteil. Dieser ist bei den Junghundefuttern meistens zu hoch. Das größte Problem des Futters ist immer die Konservierung des Fleisches und des Fettes. Dazu wird oft das Vitamin E benutzt und das Vitamin E und der hohe Fettanteil, wurde verdächtigt, für die Knochenhautentzündung verantwortlich zu sein. Aber beweisen konnte man das nie. Früher gab es die Knochenhautentzündung sehr selten und da kannte man die Konservierung mit dem Vitamin E noch nicht.
Am besten wäre ein Futter ohne Fleisch, bei dem das Fleisch separat dazu gegeben werden müsste. Dann hätte man das Problem mit dem Konservierten nicht mehr.
Ein Futter mit Reis und Huhn bietet in Deutschland z.B. Columbia und Bosch an. Es wird sicherlich noch andere Hersteller geben, die das auch anbieten. Wie Dein Futter ist, weiß ich nicht, da ich es nicht kenne. Meistens war das Welpen- und Junghundefutter schlecht. Jetzt hat mir ein Futterhersteller gesagt, dass sie ein Junghundefutter mit geringem Fett- und Proteinanteil herstellen wollen, ohne mit Vitamin E zu konservieren. Könnte sein, dass ich dieses mal ausprobiere. Wichtig wäre noch, dass Du dem Hund nicht noch Zusätze gibst. Ist zwar meistens gut gemeint, aber im Futter ist genügend enthalten.


Gruß P.H

von Sandra(YCH) am 17. Januar 2003 09:12

Hi P.H!

Am Dienstag wird Aaron geröngt und ein Blutbild gemacht. Ich habe die TÄ nach den von Dir genannten Mitteln gefragt, sie kannte diese nicht. Sind das Mittel aus der Naturheilkunde? Ich kann unter dem Namen Cumatrin auch nichts im www finden. Wird es vielleicht anders geschrieben?
Ich habe meine TÄ gefragt, wie sie den Hund behandeln würde, wenn sich ihre Diagnose bestätigt: mit Cortison! Mein Bauch sagt mir sofort, dass ich das nicht will, aber ich muß auch wissen, ob mein Bauch recht hat. Soweit ich weiß, hat Cortison viele Nebenwirkungen und ist der Hammer schlechthin, oder? Kannst Du mir was dazu sagen? Ich werde noch total verrückt, soviele Sorgen wie ich mir um diesen Hund mache, mußte ich mir um meine Tochter noch nie machen (zum Glück)...

Verzweifelte Grüße
Sandra

von Tanja DDV(YCH) am 17. Januar 2003 14:24

Hallo!

:Ich weiß nicht ob es am Futter liegt, aber ich könnte es mir vorstellen.

Der TA, der bei meiner Hündin Knochenhautentzündung festgestellt hat, meinte, dass das sehr sehr oft von einer falschen Fütterung in den ersten Lebenswochen kommt!
Bei meiner war es dann aber "nur" eine bakterielle Geschichte, durch einen sehr tiefen Schnitt am "Handgelenk" (weiß nicht genau, wie man das beim Hund bezeichnet).

Viele Grüße
Tanja


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