Die böse Dissidenz" - ein ewiges Thema!" :: Hundezucht & Hundeaufzucht

Die böse Dissidenz" - ein ewiges Thema!"

von Gaby(YCH) am 07. Februar 2001 20:14

Hallo Mina,

: Du kannst mich leider nicht davon überzeugen, dass der vdh nur seine Händchen über die Schafe hält und die einzelnen Herden machen lässt, was sie wollen.

Du willst die Tatsachen leugnen?


Ich habe bei der Border Collie Zucht zu viel erlebt, um daran zu glauben. Sicher steht und fällt alles mit dem Club für Britischen Hütehunde, der nun mal zufällig beim vdh ist. Nun, ich bin halt nicht der Meinung, dass dieser "zufällig" beim vdh ist, sondern gezielt.

Mina, dieser Verein könnte genausogut gezielt bei einem Dissidenzverein sein. DIESER Verein ist für die lobenswerten Zustände, für die Du Dich einsetzt, zuständig - NICHT der VDH!

: Noch mal, es ist nicht fair von dir, dass du nur weil ich nicht deiner Meinung bin, mir vorwirfst, ich würde das einfach nicht kapieren. Ich verstehe durchaus, was du sagen willst, doch es überzeugt mich nicht.

Das hieße, das Dich Tatsachen nicht überzeugen. Verstehe mich nicht falsch, ich bin selbst im VDH und finde grundsätzlich die Arbeit gut, aber ich weiß aus eigener Erfahrung, das der zuständige Rassezuchtverein seine Züchter überwacht und nicht der VDH. Bei über 400 anerkannten Rassen und wesentlich mehr Züchtern kann der das auch gar nicht!

Ich glaube nicht, das Du mich richtig verstehst. Ich will dem VDH nicht ans Leder, sondern sage nur, der VDH ist nicht verantwortlich für die einzelnen Rasseclubs. Und damit ist das Gütesiegel VDH-Züchter leider bloße Makulatur. Weil ein Rassezuchtverein dem VDH angeschlossen ist, ist er nicht automatisch besser. Ein Zuchtverein einer Dissidenz kann sogar wesentlich besser sein!

Alleine für den Pudel gibt es im VDH mindestens 2 Vereine, eine Züchterin von drei Rassen ist allen drei Zuchtverbänden angeschlossen.

Der Langhaarschäferhund wurde durch den SV von der Zucht ausgeschlossen. Damit ist der Langhaar nicht mehr FCI-anerkannt, übrigens genauso wie der weiße Schäferhund, der ursprünglich in den Zuchtbüchern des SV geführt wurde, bis die Farbe als unerwünscht zum Zuchtausschluß führte.

Alle Langhaar-Züchter und alle Züchter des AC-Schäferhundes sind somit notgedrungen bei der Dissidenz - nicht weil sie nicht in den VDH wollen, sondern weil sie nicht können!

Willst Du jetzt allen Ernstes behaupten, diese Hunde oder Züchter wären jetzt schlechter? Sie können nicht in den VDH, weil sie von den zuchtführenden Verbänden dort, also dem SV, nicht anerkannt werden - aber sie haben die gleichen Zuchtbestimmungen wie Hüftröntgen etc.

Deine Erfahrungen mögen für den Border Collie zutreffen - aber Du kannst leider nicht für alle Zuchtverbände, die dem VDH angehören, das gleiche sagen.

Ich kenne mehr als einen Rassezuchtverband, der dem VDH angeschlossen ist - und überall gibt es gute und böse.

Anderes Beispiel: Kathi hat American Akitas.
Der VDH hat in seinem Dachverband einen Akita-Club, der als zuchtbuchführend das Sagen hat. Nun ist dieser Zuchtverband hergegangen und hat den Rassestandard allmählich geändert - der Akita wurde größer, schlanker und einige Farben sind nicht mehr erlaubt. Es gab aber Züchter, die den ursprünglichen Typ erhalten wollten, dieser ist nunmal muskulöser, gedrungener. Konsequenz war, das diese Züchter aus dem VDH austraten und sich selber organisiert haben - soviel ich weiß, ist die Rasse mittlerweile als Amerikan Akita offiziell anerkannt.

Hier ist also mit dem Segen des VDH wertvolles Zuchtmaterial weggeworfen worden und der Rassestandard willkürlich verändert worden. Durch den Abzug einiger Hunde sind wertvolle Gene verlorengegangen.

Und DU glaubst im Ernst, das sind alles Ausnahmen? Welche Romane soll ich denn noch schreiben?

Wenn Du trotz all dieser Tatsachen (und vieler weiteren) weiterhin an Deinem Glauben festhältst, soll es mir recht sein - aber Du verschließt Deine Augen vor der Wirklichkeit.
Für die Qualität eines Hundes ist der Züchter und der Zuchtverband - also der Rasseclub - verantwortlich - ob VDH oder Dissidenz ist völlig unerheblich.

Bitte neige die Waagschale nicht prinzipiell, sondern nur aus eigenen Erfahrungen zu Gunsten des VDH - denn wenn Du pauschal bei Deiner Aussage bleibst, reagierst Du wie Politiker bei den Rasselisten.

Tut mir leid, das sagen zu müssen, aber wenn Du mal ein wenig nachdenkst und meine Diskussion nicht als persönlichen Angriff wertest (was er nicht ist!), wirst Du vielleicht verstehen, was ich damit meine.

Übrigens: ich bin blond....;-))

Gruß, Gaby

von gaby(YCH) am 07. Februar 2001 20:27

Hallo Mina,

... sorry Kathi, da wertest du falsch. Ich kenne nur Vereine bzw. Verbände, in denen die Umstände wesentlich schlechter sind. Wie schon erwähnt, kein HD-Röntgen, keine Kontrolle über die Belegung, keine Wurfabnahme usw.. Mit sind keine Verbände bzw. Rassezuchtvereine bekannt, deren Zuchtbestimmungen besser ausgeführt, kontrolliert und vor allem festgelegt sind, als die vergleichbaren Rassevereine, die unter dem vdh züchten.

Na gut, dann kann ich Dir aus dem Stegreif einige Rassen nennen:

Akita, Langhaarschäferhund, AC-weißer Schäferhund, American Staffordshire-Terrier, Elo, Germanischer Bärenhund, Elchhund, diverse nordische Rassen, usw.

: Ich wundere mich schon genug, was bei anderen Rassevereinen alles möglich ist. Wolltest du die Diskussion mit mir nicht beenden? Warum mischst du sie dann an anderer Stelle wieder auf? Es wird immer auf dasselbe hinauslaufen, unsere Erfahrungen und daraus resultierenden Ergebnisse sind unterschiedlich genug, um differenzierter Meinung zu sein.

Mina, unterschiedliche Erfahrungen berechtigen aber nicht zu pauschalen Aussagen. Hast Du von mir einmal gehört, das der VDH grundsätzlich schlechter wäre als die Dissidenz? Nein, aber Du stellst pauschal diese Aussage, nur umgekehrt auf. Jetzt hast Du soviele, sinnvolle Argumente über einzelne Zuchtbestimmungen etc. gehört und sagst immer noch, der VDH schreibt z.B. Röntgen vor.

Es ist Fakt, das der VDH seinen angeschlossenen Rassezuchtvereinen nicht vorschreibt, welche Untersuchungen zu machen sind. Das macht der entsprechende Rassezuchtverband - oder er läßt es.

Und von den Dissidenzlern gibt es genug, die gerade weil sie gegen Vorurteile ankämpfen, es mit Zuchtbestimmungen wesentlich genauer nehmen.

Es gibt zwei Dissidenzvereine, die wirklich für den A... sind, beide Namen tauchten hier mal im Forum auf. Aber aus einem bissigen Kampfhund kann man ja auch nicht schließen, das alle anderen auch gefährlich sind - und aus einem braven Retriever kann man auch nicht schließen, das alle anderen auch harmlos sind.

Gruß, Gaby

von Gaby(YCH) am 07. Februar 2001 20:35

Hallo Mina,
:
: Ob der Deutsche Schäferhund in Deutschland noch von einem anderen Verein als dem SV gezüchtet wird, weiß ich ebenfalls nicht. Gibt es denn einen anderen Rassezuchtverein, der den DSH unter kontrollierteren Umständen (Zucht nur mit HD-freien Elterntieren, keine Belegung zu jeder Hitze) züchtet?

Es gibt für den deutschen Schäferhund als anerkannten Zuchtverein in Deutschland nur den SV. Und in diesem ist es NICHT verboten, Hündinnen bei jeder Hitze belegen zu lassen. Der SV ist das größte VDH-Mitglied.

Was die HD-freien Elterntiere angeht: Bis HD 1 ist die Zucht völlig legal erlaubt. Der a-Stempel wird bei HD 0 und 1 anerkannt, entweder HD-frei, HD-normal, HD-zugelassen HD-noch zugelassen heißen die einzelnen Bestimmungen.

In letzter Zeit wurde vom SV die Genanalyse eingeführt - weil viele Züchter besch... haben und einfach einen anderen Deckrüden genommen haben als angegeben. Und viele dieser Tiere waren aufgrund der HD-Befunde nicht mehr zur Zucht zugelassen.

Aber das waren alles VDH-Hunde.

Bei den nicht-VDH-Hunden, den Langhaarschäferhunden (auch als altdeutsch bekannt), die in der Dissidenz züchten, gibt es diesen schmuh nicht. Da wird nur mit HD frei oder normal gezüchtet und es gibt auch Vorschriften zum Ellenbogen-Röntgen.

Das sind alles Dissidenz-Hunde.

Welche Hunde oder Züchter sind denn nun schlechter?

Gruß, Gaby

von Mina(YCH) am 07. Februar 2001 22:41

Hallo Gaby,
ich weiß ja nicht, ob du jetzt nicht vdh und Rassezuchtverein durcheinander bringst. Der SV zum Beispiel hat eine Stimmenmehrheit, warum der AC und Stockhaarschäferhund nicht als Rasse anerkannt werden. Da kann doch aber der vdh nichts dazu, weil nun mal der SV ausreichend Stimmen hat. Oder bin ich falsch informiert?
Also Zucht und damit verbundene Anforderungen werden vom Rassezuchtverein festgelegt, Beispiel Akita Inu. Wer legt den Rassestandard fest, wer bestimmt dementsprechende Änderungen? Der Verband vdh oder der Rassezuchtverein? Wohl auch der Rassezuchtverein. Wenn es beispielsweise drei Pudelclubs beim vdh gibt, wer legt dann den Rassestandard fest? Der mit den meisten Mitgliedern? Was ist, wenn die abtrünnigen Aki-Züchter sich organisieren zu einem Verein, unter welchen Voraussetzungen können sie dem vdh beitreten und auch beim Rassestandard als eigener Verein mitmischen?
Du sagst, für die Qualität des Hundes ist der Rassezuchtverein zuständig, ob nun beim vdh oder woanders ist unabhängig. Und ich bleibe weiter dabei, basierend auf meinen Erfahrungen haben nun mal die unter dem vdh organisierten Rassezuchtverbände viel strengere und gesundheitlich relevante Anforderungen zur Zucht zu erfüllen als bei anderen Verbänden. Auch wenn du Romane schreibst über die Vorgehensweisen vom vdh, sind mir Border Collies aus dem vdh lieber als von anderen Verbänden.
Mina

von Kathi & 3 Akita(YCH) am 08. Februar 2001 08:41

Hallo Mina,

: Ich kenne nur Vereine bzw. Verbände, in denen die Umstände wesentlich schlechter sind. Wie schon erwähnt, kein HD-Röntgen, keine Kontrolle über die Belegung, keine Wurfabnahme usw..

Und aufgrund dieser Tatsache wertest Du alle anderen gleich mit negativ ein? :-((
Mich hat mal ein Schäferhund ins Bein gebissen - trotzdem meide ich jetzt nicht ALLE Schäferhunde!!!
Das wäre Verallgemeinerung wie Du sie hier, mangels besserem Wissen, betreibst.

: Wolltest du die Diskussion mit mir nicht beenden? Warum mischst du sie dann an anderer Stelle wieder auf?

Es gibt sachen die man nicht komentarlos stehenlassen kann. Abgesehen davon könnte ich die Frage auch an Dich zurückgeben ;-)

: Es wird immer auf dasselbe hinauslaufen, unsere Erfahrungen und daraus resultierenden Ergebnisse sind unterschiedlich genug, um differenzierter Meinung zu sein.

nicht ganz. Meine Erfahrungen (auf beiden Seiten) SIND differenziert genug!

Gruß
Kathi

von Frank Grelle(YCH) am 08. Februar 2001 09:30

Hi Gaby!

Will mich gar nicht weiter in diese sinnlose Diskussion einmischen. Nur etwas, da ich das jetzt im Zuge dieses Gedankenaustausches schon zum zweiten Mal gelesen habe. (ich weiß allerdings nicht ob das erst Mal auch von Dir!)

Nicht der VDH ändert irgendwelche Rassestandarts! Für die Rassestandarts ist das Heimatland der Rasse -resp. der dort betreuende Verein- zuständig.
Im Falle vom Akita ist das Japan. Wenn die nun beschließen, der Akita muß klein und schlank sein, außerdem gibt es keine anderen farben mehr als gelb, dann muß sich der VDH aufgrund der zugehörigkeit zur FCI danach richten.
Der im jeweiligen Ausland befindliche rassebetreuende Verein übernimmt also nur die Statuten bezg. Standard des rassebetreuenden Vereins des Heimatlandes der Rasse.

Grüße frank

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