Wie baue ich eine Wurfkiste? :: Hundezucht & Hundeaufzucht

Wie baue ich eine Wurfkiste?

von Andrea(YCH) am 03. Januar 2002 21:56

Hallo,
ich habe heute erfahren, dass meine Mucki trächtig ist. Jetzt brauche ich Tipps, wie ich eine Wurfkiste bauen kann.
Über alle weiteren Tipps, z.B. besonderes Futter während der Trächtigkeit, Entwurmung o.ä. würde ich mich sehr freuen.
Viele Grüße von
Andrea mit Havaneser Mucki

von Antje(YCH) am 04. Januar 2002 06:48

Hallo Andrea,

die Länge der Wurfkiste sollte der eineinhalbfachen Körperlänge der Hündin entsprechen. Die Breite wird bestimmt durch die Schulterhöhe, da die Hündin während der Geburt irgendwo mit den Pfoten Halt suchen und sich abstützen will. Drei Seiten sollten genügend hoch sein, daß kein Welpe drüberkrabbeln und auf der anderen Seite abstürzen kann, die vierte Seite gestaltet man zweckmäßigerweise so, daß man sie später herausnehmen oder herunterklappen kann, wenn die Welpen zu Krabbeln beginnen und sich außerhalb ihrer Wurfkiste lösen wollen. Sie sollte aber so niedrig sein, daß die Hündin mit ihrem dicken Bauch vor der Geburt mühelos einsteigen kann und auch nach der Geburt mit dem schweren Gesäge keine Probleme bekommt. Ich bevorzuge die Version mit dem Einschieben der vierten Seitenwand von oben in eine Führung recht und links, dadurch kann man zwei schmalere Bretter einschieben, von denen man das obere weg läßt, solange man es nicht benötigt. Wichtig ist, daß die Wurfkiste auf "Füßchen" steht, also etwas erhöht, damit es von unten nicht "fußkalt" wird. Als Material habe ich wasserfest verleimte Mehrschichtplatten verwendet, diese miteinander verschraubt und zusätzlich wasserfesten Holzleim verwendet.

Wenn die Hündin in der Wohnung wirft, benötigt ie keine Wärmequelle wie Rotlicht etc. Um die Temperatur aber "gemütlich" zu halten und Zugkuft keine Chance zu geben, habe ich aus Dachlatten ein Gestell gebaut, welches ich über die Wurfkiste stelle. Darüber kommt eine dicke Decke, die nach vorne aufgeklappt wird bzw. werden kann. Die Hündin hat also eine Art Höhle.

Mit dem Buch "Hundezucht naturgemäß" aus dem Gollwitzer-Verlag wärst Du bestimmt nicht schlecht beraten, wenn Du viele offene Fragen hast über die Trächtigkeit, Geburt und Welpenaufzucht. Man findet dort auch so manche unkonventionelle Lösung. In Bezug auf gesundheitliche Fragen würde ich mit dem Tierarzt ein Programm für die Welpen aufstellen, wann mit was entwurmt und geimpft wird usw.

Viele Grüße

Antje

von Petra(YCH) am 06. Januar 2002 16:59

: : Über alle weiteren Tipps, z.B. besonderes Futter während der Trächtigkeit, Entwurmung o.ä. würde ich mich sehr freuen.
: Viele Grüße von
: Andrea mit Havaneser Mucki
:

Hallo Andrea
Na dann kann man ja sagen Herzlichen Glückwunsch.
Ja anderes Futter ist jetzt in jedem Fall angesagt,sonst haste nachher wirklich so ein Skelett auf vier Beinen umherlaufen.Man gibt der Hündin nun ein sehr gutes Welpenfutter ,das futter was du ihr bisher gefüttert hast wird es auch als Welpenfutter geben ,dies erleichtert die Umstellung ein bißchen.Denn wenn du nun ein ganz anderes Futter gibst müßtest du es erst einmal über einen Zeitraum von einer woche mischen um Verdauungsprobleme und Durchfall zu vermeiden.Du solltest sie auch im letzten Drittel ihrer Trächtigkeit noch mal entwurmen,laß dich vom Tierarzt beraten,für trächtige Hündinnen ist nicht jedes Wurmittel geeignet.Außerdem solltest du dir kurz vor der Geburt schon mal Calcium-Frubiase aus der Apoteke holen,damit in der Säugeperiode die Calcium-Zufuhr für die Mutter sicher gestellt ist.Auch solltest du dir ein gutes Buch über Hundezucht besorgen ,als mein Hund das erste mal Welpen bekam konnte ich das Buch Technik der Hundezucht fast auswendig und auch heute ist es mir immer noch eine sehr große Hilfe.Außerdem ist dort auch der Bau einer Wurfkiste erläutert.
Viel Erfolg wünscht dir Petra

von Antje(YCH) am 07. Januar 2002 06:34

Hallo Petra,

hier muß ich mich jetzt mal einmischen. Die tragenden Hündin benötigt nicht sooo viel mehr an Futter und Energie, vor allem, wenn es kein megagroßer Wurf wird. Ich stelle frühstens ab der 5. Trächtigkeitswoche auf ein energiereicheres Futter ("Welpen"- bzw. Zuchtfutter) um und füttere nur zwischen der 6. und 8. Trächtigkeitswoche über dem Erhaltungsbedarf. In der letzten Woche gehe ich zurück auf den Erhaltungsbedarf und drei Tage vor bis drei Tage nach dem Werfen gibt es gar keine feste Nahrung, anschließend wird bis zur Vollendung der ersten Lebenswoche lediglich der Erhaltungsbedarf gefüttert. Erst dann habe ich bei meinen immer recht großen Würfen (ab 8 Welpen aufwärts) die Futtermenge der Hündin gesteigert. Die meisten Probleme bei der Geburt der Welpen sind hausgemacht durch zu starke Fütterung der Hündin während der Trächtigkeit, wodurch sie recht große Welpen wirft und/oder zu fett wird. Auch Gesäugeentzündungen entstehen durch zu starke Fütterung der Hündin, weil das die Milchproduktion anregt, die Welpen aber noch nicht so viel trinken in den ersten Tagen. Nach 8 Wochen Säugezeit war bei mir bisher noch nie eine Hündin ein Klappergestell, vielmehr haben sie nach dem Absetzen der Welpen Gewichtsprobleme in die anderer Hinsicht, sprich sie müssen abspecken, um wieder in Form zu kommen.

Auch das Zufüttern von Calciumpräparaten halte ich eher für schädlich als für nützlich, wenn Hündin und Welpen ein spezielles Zuchtfutter erhalten, das ja bereits einen erhöhen Calciumanteil besitzt. Viele Skeletterkrankungen (HD, ED usw.) sind durch solche Zusatzmittelchen hausgemacht. Eher würde ich darauf achten, daß bei der Vitaminzufuhr alles im grünen Bereich ist (mit natürlicher Vitaminergänzung, Obst, Gemüse. etc., nicht mit synthetischen Vitaminen), damit das in der Nahrung enthaltene Calcium ausreichend im Stoffwechsel umgesetzt werden kann. Gerade wenn man den ersten Wurf aufzieht neigt man zu Übertreibungen in Hinsicht auf Zusatzmittelchen und -präparate. Später wundert man sich dann, warum die Hunde nicht gesund sind.

Viele Grüße

Antje

von Petra(YCH) am 07. Januar 2002 16:55

: Hallo Petra,
:
: hier muß ich mich jetzt mal einmischen. Die tragenden Hündin benötigt nicht sooo viel mehr an Futter und Energie, vor allem, wenn es kein megagroßer Wurf wird. Ich stelle frühstens ab der 5. Trächtigkeitswoche auf ein energiereicheres Futter ("Welpen"- bzw. Zuchtfutter)




:Hallo Antje
: Ich stelle frühstens ab der 5. Trächtigkeitswoche auf ein energiereicheres Futter um



wenn die Hündin am 30.11.01 gedeckt worden ist und meine Antwort vom
06.01.02 was haben wir denn dann für eine Trächtigkeitswoche erreicht?
Weißt du ich bin mit sicherheit in der Lage Kritik zu vertragen ,aber hast du Erfahrung mit der Zucht von Kleinrassen?Ich hatte bisher weder Hündinnen die zu Fett wurden während der Trächtigkeit noch Probleme mit Gesäugeentzündungen oder der gleichen.
Du kannst Großrassen nicht mit Kleinrassen vergleichen .


Gerade wenn man den ersten Wurf aufzieht neigt man zu Übertreibungen in Hinsicht auf Zusatzmittelchen und -präparate. Später wundert man sich dann, warum die Hunde nicht gesund sind.

Sprichst du jetzt von deinen Fehlern?


:
: Viele Grüße
:
tongue sticking out smileyetra

von Yvonne(YCH) am 07. Januar 2002 19:41

Hallo Petra

Jetzt mische ich mich auch noch ein! Ich bin nämlich der selben Meinung wie Antje. Ich züchte seit 10 Jahren eine mittelgrosse Rasse, das nur zur Erklärung. Meine trächtige Hündin füttere ich bis kurz vor dem Werfen genau so wie immer, allerdings ist meine Fütterungsmethode vielleicht verschieden von deiner, ich weiss es nicht. ich füttere absolut unkompliziert vom Frischfleisch bis zum FeFu. In der letzten Woche erhält sie dann zusätzlich einmal am Tag industrielle Welpenmilch. Und einen Tag vor dem Werfen nimmt meine Hündin von sich aus nichts mehr Festes zu sich. Ich denke, die Natur hat das genauso eingerichtet wie bei uns Frauen, nämlich den Darm vor der Geburt noch zu entlehren.

Zusätzliche Calciumpräparate oder Vitamine gebe ich weder der Hündin noch meinen Welpen, davon hat es nämlich in jedem Futter mehr als genug drin, vorallem in der industriellen Welpenmilch. Ich gebe höchsten ab und zu etwas Bierhefe, einen Kalbsknochen oder Eierschalen. Das aber nie jeden Tag.

Allerdings nach dem Werfen frisst meine Hündin dann sehr viel mehr, fast drei mal so viel wie normal. Ich schaue dann auch, dass sie mehr Kalorien bekommt. Eine meiner Hündinn wird allerdings auch jedesmal dünn wie ein Klappergestell, ich kann das nicht verhindern. Doch nach dem Absäugen nimmt auch sie schnell wieder zu und hat nach ein paar Wochen wieder ihre frühere Figur.

Antjes Erfahrung und Wissen über Hundesport, Hundeaufzucht und Kynologie allgemein beeindrucken mich immer wieder, und wenn ich Fragen hätte, dann wäre sie die erste die ich konsultieren würde. Den Ton, den du ihr gegenüber anschlägst finde ich unangebracht und unhöflich.

Gruss
Yvonne


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