Hundewelpen über Hundewelpen, warum? :: Hundezucht & Hundeaufzucht

Hundewelpen über Hundewelpen, warum?

von Kathi(YCH) am 02. Januar 2003 11:56

Hi,

tja, leider kann ich Dir nicht zustimmen.
Die Bedürfnisse meiner Hunde ignoriere ich nicht - habe ich noch nie getan.
In wieweit man diesen Bedürfnissen nachgeben kann, hängt mit unserer heutigen Zeit zusammen.
Daß man seine Hunde heutzutage nicht einfach sich selbst überläßt, bedeutet allerdings in keinster WEise das man ihre Bedürfnisse ignoriert.
Und ganz nebenbei: meine Hunde benötigen weder Mäntelchen noch Olewo-Karotten. Und mein Liebeskranker Rüde übersteht die Standhitze meiner Hündin jedesmal ohne bleibenden Schaden. Ich überigends auch.

Gruß
Kathi

von Elke R.(YCH) am 02. Januar 2003 12:40

:
: Aber m.E. ist das einfach ein GRUNDSÄTZLICHES PROBLEM unserer heutigen Ex-und-Hopp-Gesellschaft ... die um sich greifende Kastrationswut bei Hunden, genauso wie auf der anderen Seite die vielen ungewollten Welpen sind da nur ein kleines Zeichen für zunehmenden Egoismus, Rücksichtslosigkeit, Verantwortungslosigkeit, Faulheit und ein sich immer weiteres Entfernen von der Natur.


Hallo Christiane

Leider ist das Langzeitgedächtnis bei vielen sehr selektiv. Sonst könnte es noch nicht so allgemein in Vergessenheit geraten sein, wie unsere "naturnahe" Vorgängergeneration mit ungewollten Welpen umgegangen ist. Da wurde in der Regel drauf gepfiffen, ob die Hündin gedeckt ist oder nicht, wenn sie geworfen hat und die Welpen nicht "angebracht" werden konnten, wurden sie erschlagen, ersäuft, erschossen, oder an einer Stelle ausgesetzt, wo man sicher sein konnte, daß sie nicht wieder zu Hause auftauchen (wie das auch heute noch in manchen Gegenden gehandhabt wird). Allzuviel Gedanken, was mit den Hunden passiert, die man verschenkt oder verkauft hat, haben sich die meisten auch nicht gemacht, hauptsache weg waren sie.
Da bin ich doch dankbar, daß es heutzutage zumindest die Möglichkeit gibt, kastrieren zu lassen. Ich bin auch überzeugt, daß sich Tierschutzorganisationen, die zumindest die Hündinnen nicht unkastriert wieder abgeben, durchaus Gedanken gemacht haben, was schlimmer ist - kastrieren oder das Risiko einer unkontrollierten Vermehrung einzugehen. Die dürften zu dem gleichen Ergebnis wie ich gekommen sein.

Liebe Grüße

Elke

von Nadie(YCH) am 02. Januar 2003 12:59

Hallo ricki!

Na dann brauch ich Dir darüber ja nix erzählen ;-))
Aber glaub mir, daß es nicht wenige Hündinnen gibt, die extrem unter ihrer Scheinträchtigkeit leiden, wenn diese jedesmal sehr stark ausgeprägt ist. Und als Frauchen oder Herrchen leidet man mit, und wenn man dem Elend durch eine (wenn auch vorher nicht geplante) Kastration Abhilfe verschaffen kann, dann ist man froh, daß es sowas gibt.
Viele Grüße von
Nadie - mit "nur" zwei Hündinnen

von Nadie(YCH) am 02. Januar 2003 13:21

Hallo Kathi!

: Und diese Verantwortung läßt sich nicht einfach mit dem Skalpell "regulieren".
:

Anscheinend ja doch, für all diejenigen, die eben nicht so viel Verantwortungsbewußtsein und Umsicht haben, daß sie ihre Hand dafür ins Feuer legen, daß ihre Hündin niemals und zu keiner Zeir aus Versehen gedeckt wird. Es ist ja wirklich toll und lobenswert, daß hier so viele im Forum Stein und Bein schwören, daß Ihnen so ein "Versehen", "Unfall" und wie auch immer niemals passieren wird.
Das halte ich für den lobenswertesten und besten Umgang mit dem Tier und der Natur.

Aber ihr könnt durch Eure Aufregung ("wenn man keine Lust hat darauf aufzupassen, dann darf man eben keinen Hund halten"winking smiley die anderen Leute nicht bekehren. Und wieviele Hunde laufen eben nur "mit der Familie" mit, wurden für die Kinder angeschafft oder aus spontanen Gründen oder, oder, oder...
Schlimm sowas, das sehe ich auch so, aber das kann man leider nicht verhindern. Und dann ist es mir doch lieber, wenn diese Leute, die sich ihrer mangelnden Verantwortung in diesem Bereich (es geht jetzt nur um die Fortpflanzung, das können ja sonst die tollsten Hundehalter sein?!) bewußt sind, und dann die Hündin lieber kastrieren lassen. Mit dem Argument "dann dürfen die keinen Hund / kein Tier halten" kommt man da nicht weiter, denn sie tun es ja doch.
Also sollen sie ihre Tiere doch lieber kastrieren, als noch mehr Hundewelpen auf die Welt kommen zu lassen.

Daher finde ich den diplomatsichen Weg am besten: all denjenigen, die so viel Verantwortungsgefühl und Umsicht haben, daß ihre Hündin auch ohne Kastration niemals trächtig werden, kann man auf die Schulter klopfen und sich freuen, daß es so pflichtbewußte Menschen gibt. Aber das ist wohl leider nicht die Überzahl (aber viele davon sind anscheinend hier im Forum ;-))
Und für den ganzen großen Rest mit den "Durchschnittsfamilienhunden" finde ich es doch angebrachter, die Hündinnen kastrieren zu lassen.

Wie gesagt, bekehren kann man die Menschen nicht, und dann ist es doch besser, präventiv noch mehr Welpen zu verhindern. Und mir ist eine aus Bequemlichkeit kastrierte Hündin (ob es der in ihrem Leben nun besser oder schlechter geht als einer unkastrierten sei mal ganz dahin gestellt, das wird wohl niemand beantworten können) 1000 Mal lieber, als der nächste und nächste und nächste Wurf Welpen, der unzureichend groß gezogen und einfach weggeschenkt wird.

Wie gesagt, ich bewundere jeden, der seine Hündinnen nie kastrieren läßt und dabei nie einen Wurf Welpen hat, aber ich bewundere auch jeden, der seine Hündin kastrieren läßt weil er weiß, daß er für einen Wurf nicht garantieren kann. Das ist auch eine Art von Verantwortung, und zwar den möglichen Welpen gegenüber.

Diplomatische ;-))) Grüße von
Nadie

von Rosa M.(YCH) am 02. Januar 2003 13:14

Hallo -

es gibt eine wunderbare Methode, dass durch Vermehrung verursachte Hundeelend mittels eines kleinen Eingriffs zu reduzieren: VASEKTOMIE - die Durchtrennung der Samenleiter.

Die Samenleiter werden durchtrennt, es ist ein winziger Eingriff beim Rüden und alle üblen Kastrationsfolgen bleiben dem Hund und dem Besitzer erspart. Der Hund weist keinerlei Veränderungen nach dem Eingriff auf.

Da es keine vergleichbar einfache Methode für Hündinnen gibt, ist es an den Rüdenbesitzern, deren Hunde nicht für die verantwortungsvolle Zucht gedacht oder geeignet sind, diesen Eingriff zur Verhinderung ungewollten Zuchtgeschehens einzusetzen.

Grüße
Rösa M.


von Kathi(YCH) am 02. Januar 2003 13:33

Hi Nadie,

: Aber ihr könnt durch Eure Aufregung ("wenn man keine Lust hat darauf aufzupassen, dann darf man eben keinen Hund halten"winking smiley die anderen Leute nicht bekehren.

ich will auch gar nicht bekehren. Jeder, der meint, seinen Hund kastrieren zu lassen, soll das tun. Ich denk' mir meinen Teil dazu. Ggf. sage ich es auch laut ;-)

: Und wieviele Hunde laufen eben nur "mit der Familie" mit, wurden für die Kinder angeschafft oder aus spontanen Gründen oder, oder, oder...

das alles rechtfertigt nicht den leichtfertigen Umgang mit einem Lebewesen.
Leider sehen das viele nicht so eng :-((((

: Schlimm sowas, das sehe ich auch so, aber das kann man leider nicht verhindern. Und dann ist es mir doch lieber, wenn diese Leute, die sich ihrer mangelnden Verantwortung in diesem Bereich (es geht jetzt nur um die Fortpflanzung, das können ja sonst die tollsten Hundehalter sein?!) bewußt sind, und dann die Hündin lieber kastrieren lassen. Mit dem Argument "dann dürfen die keinen Hund / kein Tier halten" kommt man da nicht weiter, denn sie tun es ja doch.
: Also sollen sie ihre Tiere doch lieber kastrieren, als noch mehr Hundewelpen auf die Welt kommen zu lassen.

: Und für den ganzen großen Rest mit den "Durchschnittsfamilienhunden" finde ich es doch angebrachter, die Hündinnen kastrieren zu lassen.

Dann aber bitte VOR der ersten Läufigkeit und nicht erst wenn's zu spät ist. Das kommt dann nämlich auch noch dazu. Die Leute werden erst wach, wenn ihre Hündin in der 8 Woche schwanger ist.

: Wie gesagt, ich bewundere jeden, der seine Hündinnen nie kastrieren läßt und dabei nie einen Wurf Welpen hat, aber ich bewundere auch jeden, der seine Hündin kastrieren läßt weil er weiß, daß er für einen Wurf nicht garantieren kann. Das ist auch eine Art von Verantwortung, und zwar den möglichen Welpen gegenüber.

vielleicht würde es schon reichen, wenn sich zukünftige HUndehalter vor dem Kauf mal ein bischen schlauer machen würden. Wenn ein potenter Rüde im Haus ist, kann ich es ja fast noch verstehen. Aber vieviele Hündinnen werden "mal eben" beim Spaziergang geschwängert? Ich denke, angehende Hundebesitzer müssen einfach MEHR lernen bevor sie zu ihrem Hund kommen.
Es ist doch auch erschreckend, wie wenig Besitzer von Hündinnen überhaupt über die Läufigkeit bescheid wissen.

weniger diplomatische, aber verstehende Grüße
Kathi

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