Hunde aus Inzucht? :: Hundezucht & Hundeaufzucht

Hunde aus Inzucht?

von Simone(YCH) am 05. Januar 2003 13:02


: Im Osten mag das anders aussehen, da werden aber die "daneben gegangenen Produkte" ganz einfach weg geworfen. Was nicht heissen soll, daß es im Osten keine guten Züchter gäbe.

Hi, Robert!
Daß die sog. "Fehlproduktionen" weggeworfen werden, macht die Sache wohl auch nicht unbedingt besser. Ein Hund ist schließlich kein Wegwerfartikel.
Von so einem Züchter würde ich kein Stück Brot nehmen, geschweige denn einen Hund!
Aber seit ich mich näher mit der Sache des Vereinswesen beschäftige, rund um den Hund, habe ich festgestellt, daß noch lange nicht jeder ein echter Hundefreund ist, nur weil er züchtet.
Ich hatte kürzlich auch einen Wurf. Meine Welpenkäufer haben mir manche Horrorgeschichte erzählt, von zog. Züchtern, denen sie bei der Suche nach einem Hund begegneten. Das spottet wirklich jeder Beschreibung.
Solche Leute gehören aus jedem Zuchtverband ausgeschlossen, ebenso wie jeder, der sich damit einläßt.
Liebe Grüße
Simone

von Nadja(YCH) am 05. Januar 2003 13:06

Hi,

was versteht ihr unter "Inzucht"?

Geschwisterverpaarung? oder nur dass ein Name mehrmals in der Ahnentafel auftaucht?

: es ist bei den seriösen Rassevereinen gottseidank nicht so einfach eine Genehmigung für einen Inzuchtwurf zu bekommen. Ich glaube auch nicht, daß es ohne Genehmigung sehr oft gemacht wird. Viele Rassen sind so klein (bestandsmäßig), daß es keinen Sinn macht. Im Gegenteil sucht man da eher nach einer Möglichkeit zur Vergrößerung des Genpools.

welche Begründungen braucht man um eine Geschwisterverpaarung genehmigt zu bekommen?

Auf dem Link unten geht´s zu einem Deckrüden der aus einer Geschwisterverpaarung stammt. Und das ist keine Rasse die über einen "geringen" Bestand verfügt...

Grüsse

Nadja

von katrin(YCH) am 05. Januar 2003 13:24

Hi,

: Wer sich nicht genauestens mit den Vorfahren seiner Zuchthunde
: auseinandersetzt (und das ist kein einfaches Unterfangen wenn man es
: wirklich gründlich machen will) begiebt sich mit Inzucht auf sehr
:dünnes Eis.
Also, meine Frage gehört jetzt sicher nicht ganz hierher ;-)) Aber vielleicht kannst Du mir mal erklären, wie Du das machst? Ich meine, es ist ja nicht nur wichtig, die unmittelbaren Vorfahren der Hunde zu kennen (meist weiß man über die sowieso einiges bzw. kennt sie) sondern auch sagen wir mal 5 Generationen abwärts von beiden Elterntieren, + Geschwister der jeweiligen Vorfahren... Macht etliche hundert Hunde, bei denen man was über aufgetretene Krankheiten oder Wesensmängel wissen müßte, ehe man sicher (?) sein kann, daß mit den Zuchthunden alles ok ist. Denn nur die AT bis 5 Generationen vorher zu scannen reicht nicht, weiß ich aus Erfahrung. Was ist nun z.B. wenn sich eine Linie im Ausland befindet, Geschwister nicht auffindbar sind etc.?
Neugierige Grüße von katrin
PS: Das ist jetzt keine Provokation, interessiert mich wirklich!

von Kathi(YCH) am 05. Januar 2003 13:39

Hi Claudi,

: ...heißt das jetzt, dass Inzucht zu Mutationen führt???????????

jain. Ich habe Dir hier mal die Definition von "Mutation" herausgesucht (gekürzt):
Matuation (lat. mutare = ändern, wechseln), In der Biologie: bei Menschen, Tieren und pflanzen sprunghaft auftretende Veränderung von erblichen Eigenschaften ...Mutationen entstehen durch Umlagerungen im molekularen oder atomaren Gefüge der in den Keimzellen befindlichen Erbmasse. Sie können ausgelöst werden durch Einwirkung von Giften (Umweltgifte?!), Strahlung u.a. Mutationen beeinflussen die Nachkommenschaft oft ungünstig (Neuauftreten von Erbkrankheiten).

Das ist eine kürzest-Version. Das Ganze Feld ist sehr viel weitreichender und sehr kompliziert.

Eine einfache Form ist z.B. eine Farbmutation. Damit arbeiten Züchter ja schon sehr lange. Aus derartigen Mutationen sind z.T. unsere heutigen Rassen entstanden.
Mutationen sind ja nicht in jedem Fall negativ. Sie können sowohl tragbare Formen haben welche nicht mit körperlichem Leid einhergehen, aber eben auch andersherum.

Im Grunde genommen könnte man jede genetische Veränderung (Auftreten von Erbkrankheiten) bereits als Mutation bezeichnen da es sich um eine Veränderung handelt.

Gruß
Kathi

von Kathi(YCH) am 05. Januar 2003 13:43

: Geschwisterverpaarung? oder nur dass ein Name mehrmals in der Ahnentafel auftaucht?

Geschwisterverpaarung nennt man Inzestzucht. Dabei werden Verwandte 1. Grades miteinander verpaart: Geschwister, Mutter/Sohn, Vater/Tochter.
Alles ab 2. Verwandschaftsgrad ist Inzucht. Das kann sehr eng sein Onkel und Nichte oder sehr weit Urgroßvater mit einer Hündin aus einer viel späteren Generation mit denselben Ahnen.

Gruß
Kathi

von Robert G.(YCH) am 05. Januar 2003 13:43

: Daß die sog. "Fehlproduktionen" weggeworfen werden, macht die Sache wohl auch nicht unbedingt besser.

Habe ich das etwa behauptet ????


: Von so einem Züchter würde ich kein Stück Brot nehmen, geschweige denn einen Hund!

Das hoffe ich.


: Aber seit ich mich näher mit der Sache des Vereinswesen beschäftige, rund um den Hund, habe ich festgestellt, daß noch lange nicht jeder ein echter Hundefreund ist, nur weil er züchtet.

Auch das ist leider nicht neu.

: Ich hatte kürzlich auch einen Wurf. Meine Welpenkäufer haben mir manche Horrorgeschichte erzählt, von zog. Züchtern, denen sie bei der Suche nach einem Hund begegneten. Das spottet wirklich jeder Beschreibung.

Kenn ich leider auch.


: Solche Leute gehören aus jedem Zuchtverband ausgeschlossen, ebenso wie jeder, der sich damit einläßt.

Es dauert aber wir arbeiten dran.


Grüße

Robert

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