Hunde aus Inzucht? :: Hundezucht & Hundeaufzucht

Hunde aus Inzucht?

von Kathi(YCH) am 05. Januar 2003 13:47

Hi Katrin,

Deine Frage ist berechtigt. Ich habe bisher nicht ALLE Verwandten abgeklopft sondern Stichproben gezogen und aus diesen Stichproben (bzw. deren Verwandtschaft) wieder Stichproben. Damit kann man Fächerformig ein breites Feld "scannen". ALLE Vorfahren wird man wohl nicht durchläuchten können. Aber ich denke, mit diesem System kann man schon sehr viele Linien durchläuchten. Ob das reicht? Ich weiß es nicht.

Gruß
Kathi

von katrin(YCH) am 05. Januar 2003 14:04

Hallo,
: Ob das reicht? Ich weiß es nicht.
Vielleicht. Ich bin damit mal auf die Nase gefallen, hätte aber auch genausogut klappen können.

Ich habe mir eine Hündin "auf dem Papier" ausgesucht, tolle Papiere, der Rüde war als Deckrüde (für meine eigene Hündin) in die engere Wahl gekommen, Mutter aus guter Zucht, AT HD-frei bis in die 5. Generation, Arbeitslinien, alles toll. Ach ja, Outcrossing wars auch... Naja, von 10 Welpen haben wohl 4 HD, meine war dabei, mit E. :-((
Die Hündin, die ich jetzt habe, ist auch Outcrossing (soweit man das eben sagen kann, letztendlich geht ja doch alles wieder auf die "4 Großen" zurück), die Mutter ist aus einer Linienzucht. Die Züchterin hat 3 Generationen selbst und einen ziemlich guten Überblick über ihren Nachwuchs. Vom Vater weiß ich "nur": super AT, super Rüde. Aber meine Maus ist absolut gesund, nicht nur von den Hüften her ...

Ich denke aber, gerade wenn man ausländische Rassen hält, die in D nicht sehr bekannt sind, wird man immer wieder an seine Grenzen stoßen. Gerade in Ländern, in denen Welpen mit Fehlern oder Defekten problemlos "verschwinden" können, wird man wohl sehr selten Probleme aufdecken können.

Nachdenkliche Grüße von katrin



von Cindy(YCH) am 05. Januar 2003 14:17

Hallo Kathi,

: aber die Gefahr ist sehr viel geringer. Risikolose Zucht geht, glaube ich, gar nicht. Aber man sollte das Risiko so gering wie möglich halten. Und damit meine ich gesundheitliche Risiken und nicht das Risiko "Aussehen".
:

Sicher ist die Gefahr bei Out Cross statistisch gesehen geringer. Aber deswegen ist ein Züchter noch lange nicht so schlecht, dass man ihn schon fast als "Tierquäler" bezeichnet, oder der Meinung ist, solche Leuten gehöre die Zucht untersagt, siehe Simone's Posting.
Ich wollte nur nochmal klarstellen, dass Inzucht vernünftig und mit Verantwortungsbewusstsein betrieben, durchaus ihre Berechtigung im Zuchtgeschehen hat.
Wenn ich Inzucht betreibe, nur um z.B. Geld zu sparen (weil das eben der nächste Rüde ist), oder weil ich "betriebsblind" nur "meine" Linie als die einzig wahre betrachte, dann ist Inzucht kein gutes Mittel. Aber diese Art "Züchter" wird auch sonst nicht viel richtig machen. Der wird auch mit "reinen" Out Cross Verpaarungen nichts auf die Beine bringen, eben weil er da auch nicht auf die wesentlichen Dinge achtet. Und dabei meine ich erst zuletzt das Aussehen. Für mich stehen an erster Stelle Temperament, Wesen und Gesundheit. In unterschiedlicher Reihenfolge, abhängig von den Linien, die in der Zucht zusammengebracht werden sollen.
Dagegen ein Züchter, der seine Linien sehr gut kennt, der den Rest der Zuchtbasis sehr gut kennt, und ab und an mal eine Inzuchtverpaarung macht, dann aber wieder gezielt "rausgeht", dem vorzuwerfen, dass er ein Tierquäler ist, unverantwortlich etc. das finde ich doch etwas unfair.
Deshalb sollte man nicht Inzucht per se verteufeln, sondern die falsche Handhabung.

Gruss Cindy

von Margot(YCH) am 05. Januar 2003 14:04

Hallo Nadja,

: Auf dem Link unten geht´s zu einem Deckrüden der aus einer Geschwisterverpaarung stammt. Und das ist keine Rasse die über einen "geringen" Bestand verfügt...

...wenn man ein entsprechend "großer" Züchter ist und damit entsprechende Eintragungszahlen = Geld für Klub und Dachorganisation bringt, kann man sich schon einiges regeln...

Von den Dalmis und den Foxies weiß ich es definitiv, bei anderen Rassen wird's nicht viel anders sein...

"vom Hügel" ist meines Wissens der größte Dalmatiner-Zwinger Deutschlands, es vergeht fast kein Monat ohne dass nicht ein oder zwei Würfe fallen, Geschwisterverpaarungen sind dort zwar nicht sehr häufig, Halbgeschwisterverpaarungen allerdings schon...

Grüße
Margot+Foxies+Dalmis

von Kathi(YCH) am 05. Januar 2003 14:10

Hai Katrin,

was die HD angeht, die geht manchmal merkwürdige Wege. Eine frühere Vereinskollegin hatte einen Hund aus HD-freier Linie über Generationen. Der Rüde hatte schwere HD. Ich persönlich denke, daß "HD" nur zu einem gewissen Anteil erblich ist. Umwelt und Aufzucht spielen eine nicht untergeordnete Rolle.
Was das Ausland angeht, kann man da - bei seriösen Zuchten - ebenso gut oder schlecht forschen wie hier in D. Es kommt halt immer auf die Auskunftfreudigkeit und Ehrlichkeit der Beteiligten an. Ich persönlich halte Hundezucht und auch Hundekauf immer für "risikogeladen". Die Natur kann man nun mal nicht gängeln und man wird immer wieder mal einen Mißgriff tun - selbst wenn das Umfeld noch so toll aussieht.

Gruß
Kathi

von Kathi(YCH) am 05. Januar 2003 14:23

Hi Cindy,

: Sicher ist die Gefahr bei Out Cross statistisch gesehen geringer. Aber deswegen ist ein Züchter noch lange nicht so schlecht, dass man ihn schon fast als "Tierquäler" bezeichnet, oder der Meinung ist, solche Leuten gehöre die Zucht untersagt, siehe Simone's Posting.

nee, das halte ich auch für etwas übertrieben. Zumal ja kein Käufer gezwungen ist bei einem solchen Züchter zu kaufen.

: Ich wollte nur nochmal klarstellen, dass Inzucht vernünftig und mit Verantwortungsbewusstsein betrieben, durchaus ihre Berechtigung im Zuchtgeschehen hat.

naja, Berechtigung? Ich würde sagen "Kann Sinn machen - es ginge aber oft auch ohne".

: Wenn ich Inzucht betreibe, nur um z.B. Geld zu sparen (weil das eben der nächste Rüde ist), oder weil ich "betriebsblind" nur "meine" Linie als die einzig wahre betrachte, dann ist Inzucht kein gutes Mittel.

das wäre wohl die primitivste Art der Inzucht.

: Aber diese Art "Züchter" wird auch sonst nicht viel richtig machen. Der wird auch mit "reinen" Out Cross Verpaarungen nichts auf die Beine bringen, eben weil er da auch nicht auf die wesentlichen Dinge achtet.

Da hast Du recht.

: Dagegen ein Züchter, der seine Linien sehr gut kennt, der den Rest der Zuchtbasis sehr gut kennt, und ab und an mal eine Inzuchtverpaarung macht, dann aber wieder gezielt "rausgeht", dem vorzuwerfen, dass er ein Tierquäler ist, unverantwortlich etc. das finde ich doch etwas unfair.

Da bin ich absolut Deiner Meinung.

: Deshalb sollte man nicht Inzucht per se verteufeln, sondern die falsche Handhabung.

Naja, ich denke noch immer, daß Inzucht nicht unbedingt sein muß.
Aber das ist schlicht Ansichtssache. Verurteilen würde ich einen verantwortungsvollen Züchter deswegen aber auch nicht - höchstens kritisch zur Rede stellen ;-)

Gruß
Kathi

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