Ein Hund soll angeschafft werden :: Mein erster Hund

Ein Hund soll angeschafft werden

von Sciuba am 17. Juli 2009 21:56
Hallo Malu,

ich habe zwar keinen Beagle und kann dir keinen Tipp 'von erster Schnauze' geben, aber das sind ja die 'englischen Jagdhunde', mit denen man auf Fuchsjagd geht. Und die sind immer in riesigen Scharen unterwegs und werden auch so gehalten. Ein absolut geselliges kleines Energiebündel.

Ich denke, du musst dich sehr viel mit ihm beschäftigen, nie alleine lassen und viel Spiel. Sonst vereinsamt er, wird leicht agressiv oder depressiv und entwickelt auch Krankheiten.

LG

Sciuba

von Frieda am 19. Juli 2009 21:17
Huhu,

ich finde es sehr eigenartig, dass immer die beiden gleichen Rassen kommen. Labrador oder Beagle.
Also: Beagle sind Jagdhunde und ja sie sind wirklich welche. Ihnen das Jagen abzugewöhnen ist schwer, man braucht viel Geduld, Konsequenz und teilweise können sie trotzdem nicht von der Leine. Beagle sind sture Tiere, klar sie sind süß, sie sind sehr lieb und meist auch verträglich mit anderen Hunden... Aber trotzdem: Ein Beagle ist kein einfacher Hund. Er braucht Beschäftigung, wird schnell fett (weil genauso verfressen, wie die guten Labbis) und ist einfach kein Hund, der nur nebenher läuft.
Alleine halten kann man die ganz sicher. Solang sie Familienanschluss haben ist das schon ok.
Kenne einige Beagle, da sie ja leider auch so typische Modehunde sind. Und die sind alle sehr lieb, verspielt und eben freundlich, ABER keiner von ihnen kann im Wald von der Leine. Wenn andere Hunde als Ablenkung dabei sind können sie auf Wiesen und so laufen, aber wehe es ist doch mal Wild da, dann sind sie weg und das auch relativ lang. Man muss sich das wirklich bewusst machen, bevor man sich einen holt.
Ich Vergleich dazu ist ein Labbi wirklich deutlich einfacher, was den Jagdtrieb angeht. Meiner hat z.B. kaum Jagdtrieb. Klar ne Katze ist mal interessant, aber mit einem Nein wird sie auch ignoriert. Selbst Hasen und Rehe werden ignoriert bzw. man kann ihn immer abrufen... Er ist da schon etwas extrem, aber die meisten Labbis, die ich kenne interessieren sich nicht wirklich für Wild oder andere Tiere. Bei Vögeln, gerade Enten und Schwäne, muss man da jedoch eine Ausnahme machen, da kommt dann doch ihre eigentliche Aufgabe durch winking smiley.

Also ich wäre mit einem Beagle nicht glücklich, auch wenn ich sie sehr mag. Aber für mich muss ein Hund eben viel ohne Leine laufen können und das ist bei denen halt schwer realisierbar... Musst du also abschätzen, ob du damit leben könntest.

LG Frieda

von Malu am 20. Juli 2009 07:32
Vielen Dank für Eure Antworten.
Jetzt haben wir auch eine Vorstellung über die Eigenarten eines Beagles, bzgl. Leine und Jagdtrieb. Die Verwunderung über Labrador oder Beagle liegt bei uns wohl in der Ausdrucksform der Augen - sie schauen beide so lieb. Aber da wird es ja wohl noch mehr Rassen geben, wo es Liebe auf den ersten Blick wird. Wie war das bei Euch?
Wir werden uns jedenfalls weiterhin in Ruhe umschaun.

Gruß Malu

von Birgit mit Kira am 20. Juli 2009 11:37
Hallo,
Beale, Ladradore und Golden Retriever sind ja im Moment schwer in Mode. Ich kenne nur einen Beagle, der ohne Leine laufen kann, allerdings muss die Besitzerin schwer aufpassen, das sie keine Hasenfährte aufnimmt. Dann ist sie nämlich manchmal trotz bester Erziehung weg vom Fenster....
Also für mich käme ein Beagle wegen des Jagdtriebes nicht in Frage.

Bei Labradoren sind viele Krankheiten heute weit verbreitet, da sie in den letzten Jahren ekzessiv gezüchtet wurden. Ich kenne etliche Labbis mit schweren Gelenkschäden, neben HD ist auch ED weit verbreitet. Die meisten Labbis sind auch ziemlich schwer gebaut, es sei denn es handelt sich um jagdliche Leistungszucht.

Es gibt mehrere hundert Hunderassen, da muss es doch wirklich nicht immer ein Labbi sein. Die unpopulären Hunderassen leiden oft weit weniger unter Erbkrankheiten. Wer einen reinen Familienhund sucht, der ist bei den Begleithunderassen meist gut bedient. Die wurden nur zu dem Zweck gezüchtet, den Menschen im Alltag zu begleiten, eine besondere Schutz- oder Wachfunktion wurde ihnen nicht angezüchtet. Auch stellen sie nicht so hohe Anforderungen an die Beschäftigung. Ihnen genügt es, wenn sie dabei sein dürfen, sie müssen nicht stundenlang beschäftigt werden um glücklich zu sein, denen reichen meist ihre täglichen Spaziergänge aus. Daher würde ich als Familienhund auch keinen Hütehund oder Jagdhund empfehlen. Man sollte sich davor hüten, einen Hund nur zu kaufen, weil man sich in das Aussehen verliebt hat.

Alle Gute Birgit

von FM am 20. Juli 2009 15:19
Hallo Birgit,
schön Dich hier auch wieder einmal zu lesen und vielen Dank für die "ausführlichen" Postings smiling smiley

Welche Hunderassen würdest Du in die "unpopulären Hunderassen" packen?

Grüsse....

von Anila am 20. Juli 2009 19:31
Hallo Malu,

erzähl doch mal, was genau dir an der Rasse Beagle so gefällt? Vielleicht passt es ja auch und du bist die perfekte Beaglehalterin.

Ich kenne nur die Beagle unserer Nachbarn und schließe mich Frieda an: Das sind keine einfachen Hunde. Am Anfang hatten unsere Nachbarn nur einen Beagle, und ab und an bin ich mit dem rausgegangen. Der hatte einfach eine mordsmäßige Power und man hat bei ihm versäumt, ihm Gehorsam beizubringen. Er hatte also gar nicht gehorcht und wie ein Irrer an der Leine gezogen und er hatte einen wahnsinnigen Bewegungsdrang. Wenn man ihn abgeleint hat, ist er sofort außer Sichtweite gedüst, was einfach auch super gefährlich war. Ging zwar immer gut - irgendwann stand er wieder vor der Tür, aber er hat einen sehr starken Jagdtrieb und kann nicht von der Leine gelassen werden.

Ich glaube, dass ein Beagle eine sehr konsequente Erziehung von Anfang an braucht - mehr, als manch anderer Hund. Und viele Beagle sind halt auch stur. Wenn sie besseres im Kopf haben, kann man sich ganz gut abmühen, um sie davon zu überzeugen, dass sie doch jetzt lieber brav "Sitz" machen sollen.

Für einen Beagle muss man sich jedenfalls auch Alternativen überlegen, wie man ihn auslastet, wenn er seinem starken Jagdtrieb nicht nachkommen kann, denn sonst kann er auf eine Reihe blöder Gedanken kommen. Auch hier gibt es Rassen, die sich auch mit weniger zufrieden geben.

So hatte der Beagle unserer Nachbarn sich eine Zeitlang zum Dauerkläffer entwickelt - manchmal ging das mit kurzen Unterbrechungen 20 Minuten, nur weil irgendein Nachbar sich in seinem Garten bewegt hat, und er hat keine Gelegenheit ausgelassen, um nicht alleine auf Tour gehen zu können. Die Einzäunung musste mehrfach erhöht und weiter abgesichert werden. Mittlerweile haben die Nachbarn ihr Verhalten geändert und sie sind konsequenter geworden und jetzt ist der Hund auch schon etwas älter und etwas ruhiger, kann aber nach wie vor nicht abgeleint werden.

Viele Grüße
Anila

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