Mein erster Hund =) :: Mein erster Hund

Mein erster Hund =)

von Shurtugal am 16. Juli 2009 19:45
Erstmal ein herzliches Hallo.

Ich bin neu hier und habe mich angemeldet, da ich mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit, meinen ersten Hund bekommen werde. Ich denke mal ich werde mich zwischen einem Labrador oder einem Beagle entscheiden.
Ich wollte mich hier mal erkunden, auf was ich achten muss. Ist eigentlich Männchen oder Weibchen "besser"? Wie erziehe ich den Hund am besten (Traning und so)? Wie gehe ich mit ihm in den ersten Tagen um? Wie siehts mit der Hundesteuer aus? Was ist mit Arzt, also Impfungen und sowas? Wie oft Gassi gehn mit dem Kleinen? Was ist mit der Nahrung?
Hoffentlich kennen einige von euch meine momentane Lage und Aufregung und ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir außer meinen eigenen groben/allgemeinen Fragen noch Tipps&Tricks für meinen Ersthund geben könntet und evtl. auch eure Erfahrungen einbeziehen könntet.

Mit freundlichen Grüßen
"Shurtugal"

von Sciuba am 16. Juli 2009 20:48
Hallo und herzlich willkommen Shurtugal,

also, ich bin hier nicht egrade die richtige, die dir auf deine vielen Fragen Antworten geben kann. Ich habe alles 'frei nach Schnauze' gemacht, wusste gar nichts vorher. Ich hatte damals noch kein Internet und habe auch keine Bücher gelesen. Wir waren beide neu für einander, ich sein erster Mensch, er mein erster Hund. Wir haben usn irgendwie zusammen gerauft udn aus unseren anfänglichen vielen Problemen ist eine enorme Liebe gewachsen, die es bestimtm nicht allzu häufig gibt.

Ich gebe dir von mir aus den Rat - zu den vielen praktischen, die du hier bekommen wirst - höre viel auf dein Herz und in allem was du tust, zeig ihm, dass du ihn liebst. Das ist meines Erachtens das wichtigste Faktum. Und mein Rat.

Ob Weibchen oder Männchen: hier in Irland wollen alle ein Weibchen, in Italien - wo wir her kommen - bringen sie die Weibchen um. Ich denke, es gibt kein 'besseres' Geschlecht. Oder gibt es das bei Menschen?

LG

Sciuba

von Shurtugal am 16. Juli 2009 20:56
Trotzdem schonmal danke smiling smiley
Naja wegen Männchen oder Weibchen, habe ich wegen "den Tagen" beim Weibchen z.B. gemeint, das das etwas "negativer" ist oder so.
Ich werde meinen Hund aufjedenfall lieben, denn ich wünsche mir schon ziemlich lang einen und obwohl glaube ich fast jeder mal eine kurze Zeit "müde" vom Hund ist -so wie das bei Spielsachen und Kindern ist: am anfang ziemlich viel damit spielen und dann in die ecke werfen- werde ich mich egal wie schwer es ist um ihn kümmern. Ich habe bisher nur bisschen im Internet wegen der Rassen etwas umhergeschaut, mehr aber auch nicht.
Nochmals danke für die Antwort, ich werde deinen Rat aufjedenfall befolgen und ich hoffe ich bekomme weitere Antworten auf meine Fragen.


Liebe Grüße
"Shurtugal"

von Sciuba am 16. Juli 2009 21:26
Hallo Shutugal,

wenn du deinen kleinen Racker erst einmal hast, werden noch bestimmt eine Million Fragen kommen. Letztendlich sind sie auch alle so unerschiedlich - eben wie Kinder. Eines aber ist sicher und darin sind sie alle gleich: du wirst nie mehr deine Socken da finden, wo du sie am Abend hingetan hast, es werden im Garten Schuhbäume wachsen und du wirst bestimmt vieler deiner Dinge in wundersamen aderen Zustand wieder entdecken. Hunde wollen alles annagen, alles ausprobieren und vor allem ihre Grenzen ausprobieren. Toleranz ist ein ganz wichtiges Faktum!

LG

Sciuba

von Shurtugal am 16. Juli 2009 21:42
Die eine Millionen Fragen kommen sicher noch ^^
Hört sich aber nach ner lustigen Zeit an die kommen wird, wenn ich meinen Hund hab.
Die Toleranz ist aber am Ende vom Herrchen/Frauchen "festzulegen".
Wie immer ein herzliches Dankeschön und ich kann es kaum erwarten, dass mir jemand hier meine vielen Fragen beantwortet. smiling smiley

LG
"Shurtugal"

von Anila am 17. Juli 2009 00:13
Hallo Shurtugal,

das sind ja viele Fragen auf einem Malsmiling smiley

Weißt du schon, woher du dir einen Welpen holst? Tierheim, privat, Züchter? Ganz wichtig: Achte drauf, dass der Welpe gut sozialisiert wurde, d.h., dass er gut gehalten wird, dass du beim Züchter mindestens die Mutter kennenlernen kannst, und darauf, dass er viel kennenlernen durfte, wie z.B. Kinder, alte Leute, Radfahrer, Jogger..... halt alles, was einem so auch im Alltag begegnet. Wenn er kaum Dinge kennengelernt hat, musst du nämlich sonst damit rechnen, dass er vor allem, was er nicht kennt, Angst hat und darauf auch entsprechend reagiert. Die Sozialisiationsphase ist in der Regel noch nicht abgeschlossen, wenn man einen Welpen bekommt, d.h., du musst ihm weiterhin viele neue Dinge zeigen - ohne ihn zu überfordern.

Einen Welpen hatte ich noch nicht, ich weiß nur, dass du am Anfang nicht zuviel am Stück mit ihm laufen darfst. Ich glaube, als Faustregel sagt man: Pro Lebensmonat 5 Min. Gassi - so ganz grob. Ein guter Züchter wird dir da aber auch sehr viele wertvolle Tipps geben und der wird dir auch hinterher als Ansprechpartner weiterhin zur Verfügung stehen. Das gilt auch für ein gutes Tierheim.

Ein Welpe ist noch nicht stubenrein, der muss eigentlich nach jedem Fressen (Welpen fressen meines Wissens 4x pro Tag), nach dem Spielen, nach dem Aufwachen. Dann bringst du ihn schnell an den Platz, wo er sich lösen soll und doll loben, wenn er es tut.

Mit der Erziehung beginnst du schon am ersten Tag! Er wird dir noch hinterher laufen, das kannst du prima ausnutzen, und mit ihm das "Komm" oder "Hier" oder was für ein Kommando du einführen willst, nebenher zu trainieren. Du sagst es immer, wenn er ohnehin kommt.

Welpen setzen sich viel, auch hier kannst du nebenher "Sitz" trainieren.
Oder "Schau" - sobald er dich anschaut.

Gewöhne ihn auch gleich an einen bestimmten Platz, den er angenehm verbindet und zu dem du ihn schicken kannst.

Ganz wichtig ist - egal ob Welpe oder älterer Hund - Konsequenz: Wenn du ihm z.B. das Sitzen beibringen willst, dann überleg dir ein Wort und ein Handzeichen und benutze das immer (also nicht "Sitz", "Setz dich mal", "nun setz dich mal hin" oder sowas). Irgendwann hat er das verstanden, weil er das Handzeichen und Kommando immer sieht und hört, wenn er sich gerade setzt.

Wenn er weiß, was mit "Sitz" gemeint ist, kannst du es auch einfordern - aber erstmal nur dann, wenn die Wahrscheinlichkeit sehr groß ist, dass er es auch befolgt. Wenn das klappt, kannst du es schrittweise schwieriger machen, bis "Sitz" auch unter Ablenkung klappt. Wichtig ist halt die Konsequenz: Wenn du "Sitz" sagst, muss er auch "Sitz" machen - kein Platz und auch kein "Sitz" nach 10 Minuten. Um das durchsetzen zu können, ist dieser schrittweise Aufbau total wichtig. Fordere ihm nichts ab, was er noch nicht machen würde.

Nach diesem Prinzip kannst du grob alle Kommandos aufbauen, aber bedenke, dass Hunde sich nicht besonders lange konzentrieren können. Ca. 3x etwas gezielt wiederholen, und dann eine kleine Pause machen.

Ich arbeite mit Belohnung und setze dafür einen Teil des Futters ein, besondere Leckerchen und auch Spiele, die mein Hund gerne mag. Außerhalb der Zeit, wo ich mich gezielt mit ihm beschäftige, arbeite ich. Er ist zwar dabei, muss dann aber ruhig sein. Richtig viel Beachtung bekommt er also, wenn wir auch trainieren, und er ist dann immer super motiviert und kann es kaum erwarten, was machen zu dürfen (ist aber wohl auch ein Stück weit rassebedingt, ich habe einen Border Collie).

Ich selbst glaube, ganz ohne Strafe geht es auch nicht. Eine Strafe kann sein, dem Hund eine Auszeit zu geben (z.B., wenn er zu grob spielt), ihn für kurze Zeit zu ignorieren, kann ein Schimpfen sein. Man kann auch durch Gestik und Körperhaltung signalisieren: "Was du jetzt tust, ist nicht in Ordnung". Von Rappeldosen und solchen Hilfsmitteln halte ich nicht viel, ich habe aber auch einen ohnehin ängstlichen, bzw. unsicheren Hund (ich habe ihn so bekommen), den ich damit noch mehr ängstigen würde.

Wenn ich ihn maßregeln muss, dann sorge ich dafür, dass er kurz danach eine Gelegenheit bekommt, wo er wieder etwas gut machen kann und belohnt wird.

Wichtig ist aber auch hier die Konsequenz: Auf das gleiche Verhalten reagierst du immer gleich. Ob im positiven oder negativem Sinne. Du bist dann berechenbar für den Hund und das gibt ihm Sicherheit. Genauso: Überleg dir, was du ihm erlauben willst und was nicht. Was verboten ist - ist dann auch morgen und übermorgen verboten und was erlaubt ist, das ist auch morgen und übermorgen erlaubt.

Konsequenterweise triffst auch du Entscheidungen: Wann gespielt wird, wann aufgehört wird, wer ins Haus kommt, und es ist generell auch ganz gut, wenn dein Hund versteht, dass du es bist, die besonders begehrte Dinge (Futter, Spielzeug, beliebte Plätze) verwaltet und nicht er.

Männchen oder Weibchen? Ich wollte immer eine Hündin haben (und auch eine ganz andere Rasse) und habe nun ein Männchen bekommen. Statistischen Studien zufolge hat man es bei Aggressionsproblemen eher mit männlichen Hunden zu tun, aber andererseits haben Aggressionsprobleme auch fast immer zu tun mit einer schlechten Aufzucht (mangelnde Sozialisierung - s.o.) oder mit keiner oder einer schlechten Erziehung.

Hundesteuer hängt von deiner Gemeinde ab. Da rufst du einfach bei der Gemeinde an, erzählst denen, dass du einen Hund hast - und schon kommt per Post ein Formular zu Ausfüllen und kurz danach die Steuermarke und die Rechnungsmiling smiley

Viele Grüße
Anila

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