Gassi gehen :: Mein erster Hund

Gassi gehen

von Me & Bär(YCH) am 30. Januar 2001 16:26

: Hallo Sabine,

die beiden Probleme (ich meine NICHT die Hunde ;-)), die Du hast, lassen sich nicht mit zwei Worten abhandeln.

Einige Tips hast Du ja auch schon bekommen.

Ich würde Dir gerne ein Buch ans Herz legen, welches Dir sowohl beim
A) Ziehen an der Leine und
cool smiley Abhauen beim Freilaufen
hilft. Dort wird die Grunderziehung für Welpen und separat (und das ist wichtig) bei Junghunden/erwachsenen Hunden erklärt. Wichtig finde ich die Abgrenzung deshalb, weil bei Junghunden / erwachsenen Hunden lange nicht alles klappt, was man beim Welpen noch mit Erfolg anwenden kann.

Das Buch ist von Nicole Hoefs und Petra Führmann (beide betreiben eine Hundeschule in Aschaffenburg) und heißt "Das Kosmos Erziehungsprogramm für Hunde" erschienen im Kosmos-Verlag für rund DM 50,--.
Das sollte Dir das Buch auf jeden Fall wert sein und sicher kommst Du dann mit den beiden Problemen besser zurecht.

Hundeschule ist sicher auch eine gute Idee, wenn machbar. Manchmal ist das halt nicht drin, weil keine gute Schule in der Nähe ist.
Schau mal unter www.ig-hundeschulen.de nach, vielleicht findet ihr das was passendes....

Ansonsten besorg Dir für den Anfang auf jeden Fall das Buch und frag auch ruhig hier im Forum immer mal wieder nach, wenn Du Probleme hast, irgendwas gar nicht klappen will oder Du neue Anregungen brauchst...
Hat mir bisher immer gut geholfen ;-))

Liebe Grüße,
Me & Bär

:
: Ich bin neu in diesem Forum - bisher habe ich mich immer auf das Forum Welpen beschränkt.
: Wir haben vor ein bisschen mehr als 1/2 Jahr zwei Dobi-Schäferhunde bekommen (Rüde=Lucky und Weibchen=Senta). Die beiden sind jetzt 10 Monate alt. Sie sind unsere ersten Hunde, deshalb bin ich jetzt auch auf dieses Forum umgestiegen.
:
: Mein Problem ist folgendes, ich hoffe Ihr könnt mir da weiterhelfen:
:
: Beim Gassi gehen rennen die zwei wie verrückt, zerren an der Leine so dass ihre Beinchen durchdrehen und die Rückenmuskulatur hervorragt und Herrchen und Frauchen fliegen gradezu hinterher (die zwei sind halt sehr kräftig). Zuerst dachten wir, das geht nur die ersten 10 Minuten des Gehens so, weil es halt draußen in der Freiheit viel schöner ist als im Garten. Aber das nimmt einfach kein Ende, die ziehen den ganzen Weg lang (1 Stunde). Dabei japsen sie wie blöd - klar das Halsband schnürt ihnen ja die Luft ab.
: In der Hundeschule hat man uns empfohlen Metallhalsbänder umzulegen und wenn sie anfangen zu ziehen sie jedes Mal mit einem Ruck zu uns heranzuziehen, irgendwann würden sie sich das dann merken und normal an der Leine gehen.
: Wir haben also schön brav ein Metallhalsband gekauft und rucken uns jetzt den gesamten Gassiweg entlang, zumindest so lange wie unsere Arme das mitmachen. Der Erfolg ist gleich null, die interessiert das überhaupt nicht.
:
: Vielleicht sollt ich noch erwähnen, dass sie, wenn wir durch unseren großen Garten gehen auch ohne Leine schön brav an unserer Seite bleiben. Ohne Leine gehen ist außerhalb des Gartens nicht möglich, da sie uns (wie wir aus leidvoller Erfahrung wissen) abhauen.
:
: Ich möchte Euch jetzt fragen, ob Ihr ähnliche Erfahrungen mit Euren Hunden gemacht habt und ob jemand vielleicht noch einen anderen Rat weiß außer rucken.
:
: Viele Grüße von der gefrusteten
: Sabine P.
:

von Sabine P.(YCH) am 31. Januar 2001 10:10

: Liebe Jana,

vielen Dank für Deine Tipps, wir sind für alles dankbar und werden es natürlich auch direkt ausprobieren, wobei,

: 1. Anfangs mit jedem Hund einzeln üben

wird ein Problem geben, die zwei sind kreuzunglücklich, wenn sie nicht zusammen sind, das ist schon ganz schön hart (auch für Herrchen und Frauchen), dies werden wir also an die hinterste Stelle setzen bei unseren Versuchen, aber wenn alles nichts hilft, dann muss es halt mal sein.
:
3. Eine neue Hundeschule suchen (obwohl es auch ganz ohne geht)

Wir haben schon geplant in eine neue Hundeschule hier in der Umgebung zu gehen. Wir haben auch schon zwei Empfehlungen, die wir uns jetzt mal anschauen werden. Aber ich denke, dass eine Hundeschule allein wegen der Sozialisierung schon sehr wichtig ist. In der alten Hundeschule ist im Moment Winterpause und wir merken schon, dass unser Lucky anderen Hunden gegenüber (egal ob Männchen oder Weibchen) recht aggressiv wird. Es wird also wieder Zeit, dass er unter Hunde kommt.

: 5. Stressfreier geht es eventuell anfangs mit einem HALTI als Hilfe (zusätzlich zum Halsband oder Geschirr)

Also mit einem Halti haben wir es bei Senta (sie zieht am meisten) auch schon ausprobiert. Nicht weil wir es uns leicht machen wollten, sondern weil wir Angst hatten, dass sie sich ihren Kehlkopf verletzt, wenn sie sich ständig den Hals extrem zuzieht. Sie mochte den Halti gar nicht - klar. Das Ziehen hat auch nur ein wenig nachgelassen. Nun, schlau wie unsere Senta nun mal ist, hat sie sich ständig auf der Erde (Feld) rumgewälzt, mit den Pfötchen drangerieben (ein Fortkommen war nicht mehr möglich) bis dass sie den Halti vom Kopf gestreift hatte. Sie hatte ihre Freiheit wieder und wir unsere liebe Not sie einzufangen (ja, ja, mit den zweien wird es nicht langweilig). Enger hätten wir den Halti nicht machen können, sonst hätte es ihr wehgetan. Also ich kann nur sagen, bei temperamentvollen Hunden ist ein Halti keine gute Investition.

Wir geben die Hoffnung nicht auf.

Vielen Dank.

Sabine

von Sabine P.(YCH) am 31. Januar 2001 10:22

Hallo Merlino,!

auch Dir vielen Dank für Deine Ratschläge, wie ich Lana schon geantwortet habe, sehen wir uns grade nach einer neuen Hundeschule um. Die Schulen, die wir im Auge haben, geben 2 x die Woche Unterricht. In der Hundeschule, die wir bisher besucht haben, war immer nur sonntags Kurs. Jetzt, im Nachhinein gesehen, mit schon ein bisschen mehr Erfahrung weiß ich, dass 1 x pro Woche zu wenig ist und mit der Winterpause die die im Moment machen, das ist mir jetzt auch sehr suspekt. Aber nun ja, als Hundehalter-Anfänger ist man auf Tipps von außerhalb angewiesen und unsere alte Hundeschule wurde uns als die beste in der Umgebung angepriesen - heute wissen wir es besser.
Aber aller Anfang ist schwer uns wir bemühen uns sehr - wir lernen sozusagen voneinander (die Hunde und wir).

Gruß
Sabine

von Merlino(YCH) am 31. Januar 2001 11:36

hallo, Sabine!

auf ein Versäumnis möchte ich euch noch aufmerksam machen.
bei 2 Hunden ist es sehr wichtig, sie von Anfang an daran zu gewöhnen, daß sie getrennt sind. man sollte regelmäßig, am besten täglich mit beiden getrennt was unternehmen und wenn es nur kurz ist.
du hast an Jana geschrieben, daß sie bei Trennung jetzt schon Probleme damit haben.
zum einen sollten Hunde an solche Situationen gewöhnt werden für "Notfälle", zum anderen kann man damit verhindern, daß sie mehr aufeinander als auf euch geprägt sind. die Hauptbindung und -prägung sollte immer auf Herrchen oder Frauchen sein, nicht auf den anderen Hund.

Gruß
Merlino

von Simone Lissy &Hank(YCH) am 31. Januar 2001 11:41

: Hallo Sabine,

Tips zur Erziehung möchte ich Dir keine mehr geben- die anderen haben Dir ja schon alles wichtige geschrieben.

Aber noch einen Tip zur Ausstattung: während Ihr noch mit Euren Hunden das Leinenziehen abtrainiert, wäre es vielleicht sinnvoll, den beiden solange ein Geschirr anzulegen. Das darf natürlich nicht einschneiden, muß also gut sitzen, breite Riemen haben, vielleicht mit weichen Stoffeinlagen. Wenn die Hunde so weiter ziehen (also bevor Ihr das Problem im Griff habt) kann sich die Halsmuskulatur verstärken, was später zu sich nicht rückbildenden Falten am Nacken führen kann. Problematischer ist beim Ziehen aber die mögliche Schädigung der Speise- und Luftröhre. Ich kenne einen Hund, der vom Ziehen eine richtige Speiseröhrenentzündung bekommen hatte, die schwer zu behandeln war, da sie zu spät erkannt wurde. Der Hund kann dann wirklich Probleme mit der Nahrungsaufnahme bekommen.

War nur so eine Idee. Das Geschirr löst natürlich nicht das Problem des Ziehens. Dafür müssen die vin den anderen genannten Übungen durchgeführt werden. Aber Ihr hättet dann nicht mehr das Gefühl, daß Eure Hunde sich fast strangulieren.


Viele Grüße und viel Erfolg,
Simone, Lissy und Hank

von chris(YCH) am 31. Januar 2001 12:57

: Mein Problem ist folgendes, ich hoffe Ihr könnt mir da weiterhelfen:

Hi Sabine
So wie ich es sehe ist das an der Leine ziehen bald das geringere Problem. Ihr solltet zusehen, das möglichst schnell (das 1. halbe Jahr habt ihr schon verpasst!) eine feste Bindung des einzelnen Hundes zu euch aufgebaut wird. Warum habt ihr euch nicht darum gekümmert die Hunde zu erziehen?
Gerade bei so großen und schnellen Hunden muß man sich einige Gedanken darüber machen. Erst recht beim "Ersthund" und noch drei mal so viel, wenn es zwei Hunde sind. Mit Erziehen meine ich nicht, das sie evtl. zu Hause oder auf dem Hundeplatz schon mal ganz gut Sitz und Platz machen(das halte ich für vollkommen unwichtig), sondern das sie beim Spazierengehen sich nicht vom Rudel entfehrnen und zumindest beim 2. oder 3. mal rufen zuverlässig wieder da sind.
Da solltet ihr euch dringend Hilfe holen, sonst könnt ihr die Hunde wenn sie erst einmal 1.5 bis 2 Jahre alt sind nicht mehr halten.

Was könnt ihr inzwischen tun?
1. so oft es geht nur mit einem Hund raus
2. wenn möglich immer einen anderen Weg gehen (auch mal ein Stück mit dem Auto weg fahren)
3. immer Bälle, Kong o.ä und sehr gute Wurst mitnehmen(für die Hunde)
4. so oft wie möglich den Hund von der Leine lassen(oder an eine ganz lange Leine), und super tolle Sachen machen wenn er kommt z.B. die Wurst umständlich auspacken oder mit dem Ball spielen.
5. "kleine Abenteuer" mit dem Hund erleben: Über etwas klettern, zusammen etwas untersuchen, am Wildschweingehege vorbeigehen usw. (Bei uns gibt es im Wald einen Abenteuerspielplatz den wir, wenn keine Kinder da sind für so etwas benutzen)
...
also, tut euch und den Hunden einen Gefallen und beschäftigt euch sinnvoll mit den beiden. Schlieslich sind es "Gebrauchshunde" die beschäftigt und gefordert werden müssen.
Sonst suchen sie sich ihre Arbeit selbst aus und das ist selten in unserem Interesse.

viele Grüße
chris


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