Ab wann denn nun? :: Mein erster Hund

Ab wann denn nun?

von Hundeliebe(YCH) am 27. November 2001 21:28

Auch wenn ich (12) jetzt vielleicht kitschig klinge-es ist mir egal. Manchmal gehe ich mit Felix und Lea,zwei Nachbarshunden raus und laufe bis zu 4 stunden miit ihnen rum.Ich bin ein mensch der seine gesamte Freizeit fast nur draussen verbringt und ich LIEBE es einfach hunde über die felder toben zu sehen,ihnen etwas beizubringen,zu merken wie sie einen brauchen...
Ich bin einfach hunde-Fanatisch und weiß nicht was ich machen soll denn
ich habe zwei hasen.Diese aber auf dem balkon,meine mami meint ich kann mich nicht um sie kümmer ,doch sage ich ihr das kann ich!,dabei denke ich :Ich hab sie zwar lieb aber mit ihnen kann ICH mich nicht so recht beschäftigen daher kann ich ihnen weder was beibringen noch mit ihnen rausgehen e.t.c. NUR FÜTTERN,STREICHELN,FÜTTERN,STREICHEELN,... das muss man bei nem Hund natürlich auch nur welcher hase legt sich hin und läßt sich kraulen? Meine springen mir sofort vom Arm.Ich kann nicht beschreiben wie sehr ich mir nen Hund wünsche und da viele meiner Freundinnen auch hunde haben wäre die freizeitgestaltung kein Problem,oder??? Mein Bruder (28) hat mir schon gesagt daß ich evt. einen hund bekomme-irgendwann!!! Ich sage nicht das ich einen zu Weihnachten will oder jetzt sofort sondern einfach nur das ich nicht mehhhrrr aaallllllzuuuuuulaaaaaannggeeee warten kann. Am liebsten hätt ich nen Labrador oder nen Golden R.

WAS HALTET IHR DAVON???Ich wäre sehr interessiert über eure meinungen dazu.
Bitte schreibt mir!

von dagmar(YCH) am 27. November 2001 22:25

hallo!

ich kann dich wirklich gut verstehen. ich habe mir einen hund gewuenscht, seit ich denken kann, aber meine eltern stellten sich quer, obwohl wir haus und garten hatten und meine mutter den ganzen tag zuhause war. ich kann dir gar nicht sagen, wie oft ich versucht habe, sie zu ueberreden und wieviele traenen ich vergossen habe, weil die antwort doch immer wieder NEIN war. ich habe alles ueber hunde gelesen, was ich in die finger kriegte, habe hunde gemalt, hunde gebastelt - mir sogar meinen unsichtbaren hund zurechtgedacht :-). ich war, bzw. bin, auch regelrecht fanatisch. genau wie du dich beschreibst.

als ich 5 war, bekamen wir einen zwerghasen (um mein verantwortungsbewusstsein zu testen, wie meine eltern im nachhinein zugaben;-)), und ich muss ehrlich sagen, dass ich mich auch nicht sonderlich um ihn gekuemmert habe (wofuer ich mir heute eine hauen koennte). der hasi fand meinen vater ganz furchtbar toll und wollte von keinem anderen was wissen. ich war also fuers kaefigsaubermachen und fuettern zustaendig, mein vater fuers knuddeln. nicht so spassig fuer mich, aber ich haette mir natuerlich trotzdem mehr muehe geben sollen. aber ich war halt ein kind. als der hase dann 10 jahre spaeter starb, war fuer meinen vater, dem wirklich das herz gebrochen ist, erst recht klar, dass kein tier mehr ins haus kommt, weil man sich zu doll dran haengt.
ich war dann eine zeitlang begeistert vom reiten und bin nebenbei mit dem hund unserer nachbarn spazierengegangen.
tja, und dann war ich mit schule und ausbildung fertig und fand einen job in einer grosstadt. haette ich damals einen hund gehabt, waere das alles sehr sehr schwierig geworden. wohnung finden, geld fuer hundefutter und -steuer, versicherung, tierarzt aufbringen von meinem minianfaengergehalt etc... ueberhaupt die zeit fuer einen hund finden bei einem 8-stunden arbeitstag. ich holte mir, weil ich so gerne etwas "tierisches" um mich haben wollte, eine alte katze, die sonst keiner haben wollte, aus dem tierheim. ein paar jahre spaeter (die katze war schon nicht mehr) wanderte ich in die usa aus und war ehrlichgesagt froh, dass ich mir keine gedanken um ein tier machen musste.
vor 3 jahren, mit 25, war es dann endlich soweit und mein mann und ich holten uns einen hund aus dem tierheim. mein (unser) leben ist mittlerweile in etwa voraussehbar und finanziell abgesichert, und wir konnten uns auf eine jahrelange verantwortung einlassen.
ich moechte dir damit nur sagen, dass es in deinem alter schwierig bis unmoeglich ist, deinen werdegang vorauszusagen. vielleicht moechtest du ja in ein paar jahren gerne mal ein austauschjahr im ausland mitmachen, oder ziehst von zuhause aus und kannst es dir nicht leisten, einen hund zu halten. und wenn deine eltern nicht komplett hinter der entscheidung stehen, einen hund zu haben und deswegen vielleicht nicht einspringen und sich um den hund kuemmern, wenn du mal nicht da bist, ist es vielleicht keine so gute idee mit dem hund. es ist immer einfach zu sagen "das schaff ich schon" - die realitaet holt einen aber leider oft viel zu schnell ein.
damals, als ich in deinem alter war, habe ich genau die gleichen sachen gehoert - die "vernuenftigen erwachsenen" wollten mir meiner meinung nach bloss alles vermiesen, goennten mir meinen hundi einfach nicht. wenn ich jetzt zurueckdenke, muss ich allerdings zugeben, dass es die bessere loesung war. und ich bin ja im endeffekt doch zu meinem hund, oder besser gesagt mittlerweile sogar zu zwei, gekommen.

wie gesagt, ich kann mich total in dich reinversetzen, dachte mir aber ich schreibe dir mal meine sichtweise als nun-auch-erwachsene auf, die sich noch gut an die zeit erinnern kann in der du gerade steckst.

liebe gruesse und geduld!

dagmar

von Marina(YCH) am 28. November 2001 00:05

Moin Moin!
Hasen kann man ganz tolle Tricks beibringen. (Z.B. mit Clickern) Und wenn ein Hase vor dir wegläuft und sich nicht auf den Arm nehmen lassen will... Hasen haben auch eine Persönlichkeit, die respektiert werden will. Um Verantwortung für ein Leben zu übernehmen, gehört für mich eine gewisse Grundeinstellung zu allen Mitgeschöpfen.
Deine Hasen könnten dir gute Lehrer sein und ein späterer Hund wird es dir danken.

Liebe Grüße!
Marina, die Hunde so sehr liebt, daß sie lange Zeit nur eine Ratte hatte

von Sandra&Lena(YCH) am 28. November 2001 10:28


Moin moin,

ich glaube jahrelang haben meine Eltern mit Grauen und Schrecken an Weihnachten und meinen im Januar folgenden Geburtstag gedacht.
"Was wünscht du dir denn?"
"Einen Hund."
"Gibt es nicht."
"Dann will ich gar nichts"

Oh was gab es Tränen und Streitereien deswegen und immer diese furchtbare Erwachsenen Logik.. du hast doch gar nicht die Zeit, werd vernünftig, kümmer dich erstmal besser um deinen Wellensittich (was ein Vergleich), wenn du älter bist ....

Bei uns war die Situation vielleicht noch etwas anders weil wir einen "Familiendackel" hatten .. aber was ich wollte war ein eigener Hund .. "meinen" eigenen Hund ... Rasse war mir egal .. nur eben ein echter Hund nicht so ein "Sofakissen" (nicht böse gemeint ich hab auch den Dackel geliebt) und vor allen Dingen einen Hund der nicht auf meine Eltern fixiert war.

Jetzt ewig später kann ich sagen .. gut das meine Eltern sich damals nicht haben überreden lassen. Oh ja eine Zeitlang wäre das bestimmt gutgegangen. Aber man wird älter und Schule und Ausbildung brauchen viel Zeit, Freundeskreise ändern sich .. anstatt zusammen "Gassi-Zugehen" will man lieber auf Parties, mal eben übers WE wegfahren etc ..

Du wirst jetzt sicher sagen "NEIN, ich will nur einen Hund und sonst nichts und das wird auch immer so bleiben" .. hmm kommt mir bekannt vor .. das hab ich damals auch gedacht.


--- Auch wenn ich (12) jetzt vielleicht kitschig klinge-es ist mir egal. Manchmal gehe ich mit Felix und Lea,zwei Nachbarshunden raus und laufe bis zu 4 stunden miit ihnen rum.

So, so .. "manchmal" wenn du einen eigenen Hund hast ist es mit manchmal nicht getan, da kann man sich nicht die Rosinen rauspicken und dem Hund ist es egal ob es dir schlecht geht, das Wetter mies ist oder du noch kein Stück für die Mathearbeit gelernt hast .. er braucht trotzdem seine Zeit ....

---: ich habe zwei hasen.Diese aber auf dem balkon,meine mami meint ich kann mich nicht um sie kümmer ,doch sage ich ihr das kann ich!,dabei denke ich :Ich hab sie zwar lieb aber mit ihnen kann ICH mich nicht so recht beschäftigen daher kann ich ihnen weder was beibringen noch mit ihnen rausgehen e.t.c. NUR FÜTTERN,STREICHELN,FÜTTERN,STREICHEELN,... das muss man bei nem Hund natürlich auch nur welcher hase legt sich hin und läßt sich kraulen? Meine springen mir sofort vom Arm.


Auch ein Hund wird dir vom Arm springen oder mal nicht das wollen was du gerade willst. Da sind Tiere allgemein ziemlich gleich, egal ob es meine Wellensittiche waren oder meine Ratten, sie hatten alle ihren eigen Kopf und beibringen kann man eigentlich jedem Tier was. Mein Bruder hat es sogar geschafft Guppys zu dressieren *kicher*.
Aber so wie du über deine Hasen redest klingt es nicht so das du wirklich verstehst was zu Tierhaltung dazugehört, was wenn dein Hund nicht so gelehrig ist wie du es gerne hättest? Krank wird und nicht stundenlang über Felder toben kann? Was wenn er dir aus dem Weg geht weil er der Meinung ist das er deine Mutter eben lieben mag?


---Ich kann nicht beschreiben wie sehr ich mir nen Hund wünsche und da viele meiner Freundinnen auch hunde haben wäre die freizeitgestaltung kein Problem,oder???

Und du denkst das wird sich in den nächsten 10-15 Jahren (oder noch länger) nicht ändern? Du wirst dich wundern wie schnell Interessen und Freundeskreise in deinem Alter noch wechseln.

--- Mein Bruder (28) hat mir schon gesagt daß ich evt. einen hund bekomme-irgendwann!!! Ich sage nicht das ich einen zu Weihnachten will oder jetzt sofort sondern einfach nur das ich nicht mehhhrrr aaallllllzuuuuuulaaaaaannggeeee warten kann. Am liebsten hätt ich nen Labrador oder nen Golden R.

Was ist denn "aaallllllzuuuuuulaaaaaannggeeee" ich mußte auf meinen Hund "nur" etwa 20 Jahre warten und habs auch überlebt. Die Situation muß einfach stimmen gerade wenn man sich einen Hund anschafft, bei mir waren zuerst die Eltern dagegen .. dann hab ich eingesehen das ich nicht die Zeit hatte .. oder den Platz (winziges WG Zimmer).. oder die Erlaubnis *g* (mein Freund wollte NIE einen Hund).. erst als alles stimmte kam Lena dann zu uns und zurückblickend kann ich sagen das ich mit 12 völlig überfordert gewesen wäre und der Hund niemals "mein" Hund geworden wäre sondern auch wieder "nur" der Hund meiner Eltern.

Und wenn deine Eltern keinen Hund wollen den du dann evtl miterziehen kannst und dich mit drum kümmerst..... würde ich den Wunsch erstmal Wunsch sein lassen.
Und ich weiß das du kein Wort von diesem Posting hören wolltest .... ging mir mit 12 nicht anders *g*

Liebe Grüße

Sandra & Lena (die mir jeden Tag zeigt das ein echter Hund was ganz anderes ist als ein "Wunschhund"winking smiley
:


von Susi & Ronni(YCH) am 28. November 2001 11:15

Hallo *äääh* Johanna?

Ich habe seit 25 Jahren Hunde und kann mich genau daran erinnern wie brennend mein Wunsch damals nach einem Hund war.
Auch ich war immer am liebsten draussen. Mit einem "meiner Hunde" draussen auf einer Wiese oder am Fluss liegend konnte ich am Besten (und am liebsten *g*) lernen.
Aber ein eigener Hund kam von meinen Eltern aus nicht in Frage. Ich hatte schon eine 4 kubikmeter grosse Zimmervoliere mit Wellensittichen, Bourkesittichen, Kanarienvögeln, Chin.Nachtigallen und Zwergwachteln in meinem Zimmer. Dazu noch ein Meerschweinchen (3.Stock Mietwohnung in Grossstadt). Alle liebte ich sehr ...aber ein Hund ist halt ein Hund...
Diesen Wunsch bekam ich erst mit 18 Jahren erfüllt als ich im Tierheim aushalf und mich unsterblich in einen besonders traurigen Pointermischling verliebte. Tonerl hieß er.
Meine Situation war alles andere als stabil. Was ich beruflich machen wollte wusste ich noch nicht genau. Für mich stand nur eines fest: Es muss Zeit für einen Hund und ein Pferd bleiben.
Das war das einzige was ich in Punkto Zukunft wirklich wusste und es hat geklappt. Alleinerziehend mit drei Hunden, Pferden, Ziegen...

Wie ist deine familiäre Situation eigentlich? Hasen auf dem Balkon?!?!?! Wie sehen deine Zukunftswünsche aus? Die anderen Antworten hast du sicher gelesen und dir hoffentlich Punkt für Punkt zu Herzen gehen lassen.

Du kannst mich gerne zu einem Austausch anmailen. Ich würde mich freuen. Wo wohnst du?

Liebe Grüsse von Susi & Ronni


von Maren(YCH) am 30. November 2001 17:26

Hi Susi,
achja wie ich das kenne "es muss genug Zeit für Hund und Pferd bleiben"
Und wenn man wirklich will geht es tatsächlich ich hoffe ich schaffe es auch weiterhin
Schönen Gruss
Maren+Monja

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