3 Monate alter Rüde beißt andauernd :: Mein erster Hund

3 Monate alter Rüde beißt andauernd

von Simone(YCH) am 22. August 2002 12:43

Hallo Rika,
also das du angeblich mit einem 3 Monate alten Welpen ( also noch ein Baby!!!) Rangordnungsprobleme hast, spricht gegen deine Hundetrainerin.
Man kann mit einem Welpen keine Rangordnungsprobleme haben.
Ist er jetzt wirklich genau 3 monate ( also 12 Wochen)alt? Wenn ja hast du ihn schon mit 6 Wochen bekommen? Das ist nämlich viel zu früh.
Dein Hund lernt gerade die Beißhemmung und es ist wichtig das ihr ihm klar macht das er nicht so doll beißen darf. Schreit AUA und ignoriert ihn wenn es zu doll weh tut.
Ich denke das euer Hund eure Nackenfellschüttler ( die für euren Welpen eigentlich Tötungsversuche sind, Hundemütter schütteln ihre Welpen nicht im Nacken sie töten so Beute), Schauzengriffe und sonstige Strafen einfach nicht mit dem Beißen in Verbindung bringt. Manches wird eher Spiel für ihn sein als Strafe.
Ich gebe euch als Tip kauft euch 1 oder 2 gute Welpenbücher (fragt hier einfach nach Welpenbüchern es werden euch dann sicherlich welche empfohlen) und lest sie gut durch. Besucht eine gute Hundeschule, wo man nicht einen Baby ein Rangordnungsproblem oder am Besten ein Dominazproblem unterstellt, auch wen ihr 30 oder 50 km fahren müßt. Es ist ja nur für erstmal kurze Zeit.
Wenn ihr darauf keine Lust habt würde ich euch raten den Welpen abzugeben. Er ist erst 6 Wochen bei euch und du bist jetzt schon am Ende, was ist wenn er noch mehr Probleme macht ? Irgendwann kommt die Flegelphase ( und die ist noch schlimmer!)oder fängt an alles anzukauen.
Für einen Welpen braucht man viel Zeit, Geduld, Liebe und auch Lust sich mit ihm zu beschäftigen auch wenn mal nicht so schön ist mit ihm.

Liebe Grüße
Simone



von Eva + T(YCH) am 22. August 2002 12:27

Hi Rika!

Ok, jetzt müsste es funktioniert haben, Mail an dich ist unterwegs!

Liebe Grüße, Eva


von Antje(YCH) am 22. August 2002 12:59

Hallo Rika,

: Den Pyenäenschäferhund haben wir uns deshalb ausgesucht,
: da er keinen Jagdtrieb besitzen soll.....

????? Der Hütetrieb geht direkt auf den Jagdtrieb zurück, die Arbeit des Schäfers mit seinen Hunden ist das, was der gemeinsammen Jagd im Wolfrudel am nähesten kommt... Kenne keine Hüte-/Schäferhundrasse, die nicht zum Wildern neigt, sofern der Hund nicht erzogen und ausreichend beschäftigt wird. Der Vorteil, den die Hütehundrassen mit sich bringen, ist der, daß sie mit ihrem Hundeführer kommunizieren und eng zusammenarbeiten wollen, sie sind somit leichter ausbildbar als manch andere Rasse. ABER ausgebildet werden müssen sie, sonst bricht ihr Hütetrieb irgendwann im unpassendsten Moment durch und dann wird daraus ein unkontrolliertes Hetzen, auch von Wild...

Viele Grüße

Antje

von Eva + T(YCH) am 22. August 2002 13:24

Hi nochmal!

Die Mail kam schon wieder zurück :-/
Ich gebe meine Addy jetzt einfach mal an, wenn du willst kannste mich mal anschreiben und schreib dir dann zurück!

Liebe Grüße, Eva

von Gabi + Sheila(YCH) am 22. August 2002 14:13

Hi,

wenn ich lese: kinderfreundliche Rasse - dann krieg ich die Krise !
Es gibt so eine Rasse NICHT !!!!!!!!! (höchstens Rassen mit unterschiedlichen Nervenstärken - die aber auch von Individuum zu Individuum variieren)
Einen kinderfreundlichen Hund kriege ich, wenn ich hundefreundliche Kinder habe :-))
Eure einzige Chance wird wohl IGNORIEREN sein, wenn der Kleine frech wird. Und zwar KONSEQUENT von allen Familienmitgliedern, d.h. SOFORTIGER Abbruch des Kontaktes zum Hund, ohne Kommentar.
Bloß habt Ihr scheinbar den aktivsten und am meisten zur "Dominanz" (extra in Anführungszeichen) neigenden, vorwitzigsten Welpen gewählt - den der Züchter Euch besser nicht gegeben hätte :-((, also auch den anstrengensten.

Aber ich denke auch, spätestens wenn Klein-Rambo :-)) in die Flegelphase kommt, dann wird es VIEL anstrengender - und Du solltest Dir wirklich GUT überlegen ob Ihr den Hund behaltet. Jetzt ist es für den Hund noch relativ einfach "umzuziehen".

Ich hoffe Du triffst due richtige Entscheidung für alle Beteiligten.

Grüße
Gabi

von Cindy(YCH) am 22. August 2002 15:11

Hallo Rika,

: Er hat schon von Anfang an viel gebissen. Eigentlich seit ich ihn habe, ging noch kein Streicheln ohne dass er gebissen hätte vonstatten. Ich dachte, dass er das im Spiel macht.

Du hast einen jungen Hund, das ist Spiel. Mit 3 Monaten ist ein Hund noch sehr jung. Kleine Kinder stecken auch alles in den Mund. Da nennt man das orale Phase.

:Aber mittlerweile ist er 3 Monate alt und bei jeden nein knurrt er und schnappt zu, d.h. er beisst, sodass es richtig weh tut.

Das was da wohl am ehesten wehtut sind die spitzen Welpenzähne. Die Tatsache, dass er bei "Nein" knurrt hat nichts mit Domianz zu tun, sondern damit, dass er noch gar nicht weiss, was "Nein" heisst.

: Ich besuche mit ihm die Welpenschule und unsere Trainerin meint, dass es sich um ein Rangordnungsproblem handelt.

wie kompetent die Dame doch ist sad smiley(((

:Ich befolge auch ihre Ratschläge, wie Schnauzgriff, strenges Nein und Nackenfell schütteln,

NAckenfell schütteln ist keine Strafmassnahme, sondern eine Todesdrohung. Solltest Du dir mal durch den Kopf gehen lassen.

Normalerweise bekommt man diese "Beisserei" sehr gut in den Griff. Dazu braucht es nur Konsequenz aller zweibeiniger Beteiligter. Zuerst einmal, diese Zwickerei ist vollkommen normal. Ein Hund kommt nicht mit einer "Beisshemmung" auf die Welt. Er muss erst lernen, wie viel er sich erlauben kann. Selbstverständlich können seine Geschwister und die Mutter mehr ab, als z.B. ein Mensch mit seiner doch recht dünnen Haut. Problem bei eurem Kleinen dürfte sein, dass er bereits gelernt hat, dass Menschen zwicken ein tolles Spiel ist. Dann kommt Action auf. Ich kann's mir so richtig vorstellen. Menschen-Kiddis brüllen in hoher Stimmlage und hampeln rum - Motivierend für Hund. Menschen-Mammi spielt "Hasch-mich" mit Hundi (aus Hundi's Sicht) -motivierend. Und irgendwann wird Hundi dann gepackt und geschimpft. Aber das ist leider für die Verknüpfung mit der Ursache des Schimpfes viel zu spät. Hundi weiss gar nicht, wofür er geschimpft wird.
Die Verknüpfung zwischen "Tat" und "Konsequenz der Tat" ist beim Hund im güngstigsten Fall eine gute Sekunde. Normalerweise sagt man sogar, nur 0,5 sec. Danach ist die Sache gegessen. Das heisst für euch, in dem Augenblick, in dem Hundi zwickt, zu reagieren. Und keine Sekunde später.
Ihr solltet darauf folgendermassen reagieren:
kurzer Warnlaut, möglichst bestimmt, z.B. ein deutliches Nein, im Falle eures Kleinen kann dieses Nein durchaus schon einen etwas grollenden Unterton haben, so nach dem Motto "Schluss mit den Faxen". Und sofortiges Beenden jeglichen Spiels. Hundi mindestens 4-5 min. vollkommen ignorieren. Das gilt nicht nur für dich, sondern auch für deinen Mann und ganz besonders die Kinder.
Das geht natürlich nicht von heute auf morgen. Sondern dauert durchaus auch mal ein paar Wochen, bis Hundi sicher begriffen hat, was Sache ist. Besonders, wenn er eigentlich schon gelernt hat, dass Menschen zwicken Spass machen kann.

Zu deiner Antwort an Kathi noch. Wie die anderen schon geschrieben haben. Es gibt keine Hunderasse, die per se Menschenfreundlich bzw. Kinderfreundlich ist. Das hängt von der jeweiligen individuellen Erfahrung des einzelnen Hundes ab. Was den nicht vorhandenen Jagdtrieb betrifft, hat Antje ja schon geschrieben, dass der Hütetrieb nichts anderes ist, als ein umgeleiteter Jagdtrieb. Insofern heisst das nichts anderes für euch, als euren Kleinen von Anfang an zu erziehen. Ausserdem braucht ein Hund wie ein Pyrenäenschäferhund später mal eine Beschäftigung. Als reiner "Familienhund" mit 1-2 Stunden Spaziergang wirst Du so ein Energiebündel nicht auslasten können. Da ist Kopfarbeit gefragt.
Was ich ehrlich gesagt nicht verstehe, ist, warum der Rest der Familie so darauf versessen war, den frechsten Rüden zu nehmen, und warum der Züchter euch diesen Hund überhaupt gegeben hat. Deinem Posting nach habt ihr relativ wenig Hundeerfahrung. Da wäre man mit einem etwas ruhigeren, nicht ganz so frechem Vertreter besser dran gewesen. Das sollte auch der Züchter wissen.
Als Bücher würde ich Dir empfehlen, zuerst einmal "So lernt mein Hund" von Sabine Winkler und auch das Buch "Hundeerziehung" von Sabine Winkler zu lesen (letzteres wohl eher zuerst). Beide Kosmos-Verlag. Oder auch das Buch "Kosmos-Erziehungsprogramm für Hunde" von Nicole Hoefs und Petra Führmann.

Was deine Frage bzgl. weggebens des Hundes betrifft. Einerseits finde ich es schade, dass man da sofort, wenn nicht alles gleich so klappt, wie man sich das in seiner heilen Welt vorgestellt hat, den leichtesten Weg geht. Andererseits, wenn ihr mit dem Gedanken spielt, dann besser jetzt, bevor der Hund 1-1,5 Jahre alt ist, und vielleicht total verdorben.
Wenn Du den Kleinen behalten möchtest, kannst Du hier bestimmt mal nachfragen, wo in deiner näheren und weiteren Umgebung eine empfehlenswerte Hundeschule oder ein empfehlenswerter Hundeverein zu finden ist. Allerdings, gute Schulen/Vereine sind rar. Das heisst, es kann schon sein, dass man da 20-30 km fahren muss. Aber lieber 20 km, die sich lohnen, als 5 km um die Ecke zu einer Schule/ einem Verein, die nichts taugen.
Solltet ihr euch entscheiden, den Kleinen herzugeben, ist euch doch hoffentlich klar, dass ihr dafür verantwortlich seit, dass er in ein wirklich gutes Zuhause kommt. Nicht einfach zu den erstbesten Leuten, die anrufen. Und dass ihr euch erst wieder einen Hund anschafft, wenn ihr zumindest theoretisch einiges mehr an Wissen erworben habt, und vielleicht auch, wenn die Kinder etwas älter sind. Einen jungen Hund richtig in die Familie zu integrieren ist in etwa so aufwendig und zeitraubend, wie ein Baby in die Familie zu integrieren. Kein vernünftiger Mensch würde erwarten, dass nach der Geburt eines Babies innerhalb von ein paar Tagen der Tagesablauf eingespielt ist. Komischerweise erwarten das aber viele Leute, wenn sie sich einen Hund anschaffen.

Gruss Cindy

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