West Highland Terrier aus Tierheim :: Mein erster Hund

West Highland Terrier aus Tierheim

von Martin(YCH) am 06. Dezember 2002 17:34

Liebe Hundefreundinnen und -freunde,

ich habe seit einigen Wochen einen Westie aus dem Tierheim. Er ist 10 Jahre und ich bin mehr als zufrieden. Ich hätte mir das Leben mit Hund schon gut vorgestellt, es ist aber alles noch viel witziger als vorgestellt. Wir beiden sind miteinander zufrieden. So weit so gut.

Einige kurze Fragen:
1) Mein Hund ist sehr "aufmerksam". Das heißt im Klartext, er bellt oft und laut. Dabei habe ich nie den Eindruck, er habe Schmerzen oder Hunger-sondern er bellt oft Besucher an, die mich aufsuchen. Auch die, die er eigentlich schon gut kennt. Die leisteste Regung im Treppenhaus quittiert er mit lautem Bellen und ist mit keinem Kommando zum Schweigen zu bringen. Mich stört`s nicht so sehr, ein Hund ist ein Hund. Aber Besucher (insbesondere mit kleinen Kindern) fühlen sich manchmal irritiert. Was tun ?

2) Alle paar Tage frisst er Grass und "kotzt" dann Schleim. Er hat normal Hunger, wird vernünftig mit art- und altersgerechtem Trockenfutter ernährt und erhält nur wenige -dafür gesunde- Leckerlies, da er laut Tierarzt schlimme Leberwerte hat. Auch ist er agil und macht keinen kranken Eindruck. Was tun ?

3) Ich will aus meinem Westie keinen Schönheitskönig machen. Trotzdem stört mich etwas sein brauner Streifen im Fell (Bauch, Kinn, Teil des Rückens). Kann man durch spezielle Shampoos das Fell schonend "weißeln", wie oft sollte man ihn bürsten und ihm das Fell schneiden (Schermaschinen mag er überhaupt nicht) ? Außerdem habe ich verschiedene Meinungen zum Thema Krallen gehört (Laufen sich auf Asphalt ab, sollte man monatlich/14tägig/halbjährlich schneiden etc. )

4) Kann man einen so "alten Köter" :-) eigentlich noch erziehen ? Ich hab`s mit Clickern versucht, das interessiert ihn nicht die Bohne. Streng möchte ich mit ihm nicht sein, eher kooperativ.

Danke für alle Tips und viel Spaß mit Euren vierbeinigen Freunden.
Martin

von Iris + Berny(YCH) am 06. Dezember 2002 20:26

Hi Martin!

: Ich hätte mir das Leben mit Hund schon gut vorgestellt, es ist aber alles noch viel witziger als vorgestellt.

Prima ;-)

: 1) Mein Hund ... bellt oft Besucher an. ... Aber Besucher (insbesondere mit kleinen Kindern) fühlen sich manchmal irritiert.

Also ich würde sagen, die Bellerei ist relativ typisch für Terrier. Meiner (Riesenyorki) ist auch eine ziemlich guter Wachhund (Bellt brav wenn IRGENDWER durchs Stiegenhaus geht ;-) ). Das mit den Besuchern ist so ne Sache. Meinem werde ich das Besucher Anbellen wohl nie abgewöhnen, nach einer Weile beruhigt er sich meistens eh. Ich hab auch ein Achtung Hund Schild vor unsere Türe gehängt, damit sich Besucher vielleicht weniger schrecken, aber sonst wüsste ich eigendlich nicht was man noch machen könnte.

: 2) Alle paar Tage frisst er Grass und "kotzt" dann Schleim.

Also das ist so viel ich weiß normal. Meiner frisst auch Gras wie eine Kuh, nur kotzt er nachher nicht, was aber eher ungewöhnlich ist. Also solang meiner nich zu oft kotzt oder Dünnpfiff hat mach ich mir eigendlich nie Sorgen, solang er sich normal verhaltet. Mir ist immer ein Rätsel warum er hin und wieder auf einmal Dünnpfiff hat, obwohl er eh immer grob das Gleiche zum Fressen kriegt.

: 3) Brauner Streifen im Fell (Bauch, Kinn, Teil des Rückens). wie oft sollte man ihn bürsten und ihm das Fell schneiden ? ... Thema Krallen

Da am besten in Westie Büchern oder im Internet nachschaun, so viel ich glaub, muss man aber Westies nich scheren. Das mit dem dreckigen Fell ist so eine Sache. Ich kenne Westie Besitzer, die waschen ihren Hund alle 2 Wochen, weil er sonst so dreckig ist. Na ja, ich finde das schon sehr oft, meiner kommt höchstens 2 mal im Jahr ins Bad, das ist das Praktische wenn er grau, beige ist (Yorkie in Westie-größe) ;-)
Krallen schneide ich nie. Du kannst ja öfters mal checken ob sie zu lange sind und dann nur bei Bedarf schneiden (Krallen sollen wenn der Hund steht den Boden nicht berühren). Die "Wolfskralle" (heißt doch so?) beißt sich Berny selber ziemlich gut kurz.

: 4) Kann man einen so "alten Köter" :-) eigentlich noch erziehen?

Würd ich umbedingt machen! Vor allem da Terrier ja normalerweise sowieso so wilde Jäger sind, das ist es um so besser wenn man sie halbwegs gut abrufen&co. kann, sonst geht ohne Leine gar nix.

:Ich hab`s mit Clickern versucht, das interessiert ihn nicht die Bohne.

Wundert mich eigendlich. Was hast du ihm denn als Belohnung gegeben? Es muss doch was geben was er mag, ob das Futter, Spielzeug, spazierengehen oder sonst was ist ist ja egal. Damit müsste es eigendlich funktionieren.

Grüße,
Iris und Riesenyorki Berny

von uwe & geli(YCH) am 06. Dezember 2002 21:03

hallo, Martin

1. das bellen zu beenden klappt nach meiner erfahrung am besten damit, daß du deinen hund dafür belohnst, daß er dich auf das geräusch aufmerksam gemacht hat, das ist ja auch sein job. außerdem hat er evtl im TH dieses verhalten gelernt, wo man sich ja lautstark durchsetzen muß.
2.daß grasfressen macht mir keine sorgen, eher der schleim, da sollte man mal schauen, bei welchen gelegenheiten das passiert, ob er einen vollen oder leeren magen hat, welche farbe und menge, ist der schleim mit dem gras vermischt, ... außerdem sollte man mal der frage mit den leberwerten nachgehen, warum die so schlecht sind (und wie schlecht)
3. ob man das fell bleichen kann weiß ich leider nicht, mit sowas wäre ich aber sehr vorsichtig, unser rüde hatte mal probleme mit dem fell durch eine allergie, war sehr lästig. außerdem werden westies normalerweise nicht geschoren sondern getrimmt (mit einem messer), krallen können sich ablaufen, aber mit dem alter sollte man ab und zu mal schneiden, da gibt es keinen richtwert.
4.so alt kann der köter (böses wort) gar nicht sein, daß man ihm nichts mehr beibringen kann. versuche es nochmal mit dem clicker. wenn du deinen hund richtig konditionierst sollte er doch darauf anspringen. motivation ist alles, strenge wäre sicher der falsche weg.

viel spaß noch
uwe & geli

von Susanne07(YCH) am 07. Dezember 2002 17:51

Hallo Martin,

zu Frage 2 (Gras fressen und kotzen):
Das hat meine Hündin früher auch häufig gemacht. Seit der Umstellung von Dosenfutter auf Trockenfutter kommt dies nur noch sehr selten vor. Also vielleicht mal einen Futterwechsel probieren.

Gruß,
Susanne007

von Chris M&L(YCH) am 09. Dezember 2002 18:27

Hallo Martin!


: ich habe seit einigen Wochen einen Westie aus dem Tierheim. Er ist 10 Jahre und ich bin mehr als zufrieden. Ich hätte mir das Leben mit Hund schon gut vorgestellt, es ist aber alles noch viel witziger als vorgestellt. Wir beiden sind miteinander zufrieden. So weit so gut.

Find ich toll!
Mein Rüde ist auch so einer, ein achtjähriger Westie aus zweiter Hand, wir haben ihn aber schon länger.

: 1) Mein Hund ist sehr "aufmerksam". Das heißt im Klartext, er bellt oft und laut.

Ja, das kenn ich auch. Um ihm das Bellen abzugewöhnen, sähe ich entweder die Möglichkeit, ihn bei nahendem Besuch abzulenken (Ersatzverhalten anerziehen?), oder du machst daraus einen größeren Erziehungsakt und bringst ihm das Bellen auf Kommando bei, kombiniert mit Ruhe-Kommando, das dann zum Einsatz kommt.
Oder aber du umschreibst seine Fähigkeit mit wachsam und lässt ihn Hund sein. ;-)

: 2) Alle paar Tage frisst er Grass und "kotzt" dann Schleim.

Das ist völlig ok, solange es nicht jeden Tag vorkommt. Meiner hat auch ab und zu das Bedürfnis zu grasen; allerdings kotzt er danach nicht.

: 3) Ich will aus meinem Westie keinen Schönheitskönig machen. Trotzdem stört mich etwas sein brauner Streifen im Fell (Bauch, Kinn, Teil des Rückens). Kann man durch spezielle Shampoos das Fell schonend "weißeln", wie oft sollte man ihn bürsten und ihm das Fell schneiden (Schermaschinen mag er überhaupt nicht) ?

Hmmm, bri meinem ist es andersrum. Bei Scheren kriegt er Panik, Schermaschinen findet er ok.
Geduscht wird er nur dann, wenn er auch wirklich matschig ist. Wenn ich dann Lust dazu habe, shampooniere ich ihn bei der Gelegenheit noch ein. Danach sieht er dann wesentlich weißer und sauberer aus, aber nie perfekt.
Unsere Nachbarn "verweißen" das Fell ihres Ausstellungs-Bichons regelmäßig mit speziellem Shampoo für weißes Fell. Er strahlt tatsächlich schön weiß, aber ich kann dieser Weißmacherei nicht viel abgewinnen.

Frag am Besten mal bei einem Aussteller oder so nach, wenn du ihn wirklich schneeflockig haben willst.

: Außerdem habe ich verschiedene Meinungen zum Thema Krallen gehört (Laufen sich auf Asphalt ab, sollte man monatlich/14tägig/halbjährlich schneiden etc. )

Ich halte nicht viel von Krallenschneiden. Meine Hunde bekommen beide nicht die Krallen geschnitten. Bei genügend Auslauf wetzen die sich von ganz allein ab.

: 4) Kann man einen so "alten Köter" :-) eigentlich noch erziehen ? Ich hab`s mit Clickern versucht, das interessiert ihn nicht die Bohne. Streng möchte ich mit ihm nicht sein, eher kooperativ.

Denk mal nach, mit was du ihn motivieren kannst. Mag er Spielzeug? Leckerchen? Lobesworte? Oder was ganz anderes? Bin mal gespannt, mit was er sich Ködern lässt! Ich clicke meinen alten Knochen auch noch, und er kann jede Menge Tricks und lernt gerne neue. :-)

Viel Spaß noch mit deinem Hundchen!

Liebe Grüße
Christina mit Moritz & Lani

von Martin(YCH) am 10. Dezember 2002 18:06

Super, vielen Dank für Eure Antworten. Ich hab noch was vergessen. Mein Westie hat eine trockene schuppige Nase. Das war die ganze Zeit so, es gibt seit ich ihn habe keine großen Veränderungen. Fieber hat er auch keines und es scheint ihn die trockene Nase auch nicht zu stören, sie tut ihm offensichtlich nicht weh oder juckt. Er ist agil und verhält sich fröhlich und gesund. Nun hört man jedoch als Hundeneuling immer, "das eine trockene Nase ein Warnsignal sei". Ich hab aber auch schon gehört, daß ältere Hunde oft eine trockene Nase haben, ohne daß Probleme dahinterstecken. Was meint Ihr ?

Gruß, Martin

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