gelähmte Hinterbeine auf Fahrgestell schnallen ? :: Plaudereien um Hunde

gelähmte Hinterbeine auf Fahrgestell schnallen ?

von GabyGnadenlos am 26. Januar 2007 12:32
Guten Tag,

man sieht es, öfter im TV oder im Internet, bei Hundevermittlungen, daß Hundebesitzer den Hunden mit gelähmter Hinterhand ein Fahrgestell anschnallen, so daß diese hinten rollen und vorne laufen können ? Was haltet Ihr davon ? Ich bin noch nicht direkt davon betroffen, wüßte aber ehrlich aus dem Stehgreif nicht, was ich tun würde, wenn Hundesenior irgendwann `mal in diese Situation kommt.

Freue mich auf Eure ehrlichen Antworten.

von cathy am 26. Januar 2007 14:26
ich persönlich habe zwar etwas mühe mit so etwas und ich denke es kommt immer auf die Situation, und dem Individum Hund drauf an. d.h. weshalb der Hund keine Extremitäten mehr hat - d.h. ob noch Folgeschäden vorhanden sind usw. Global kann man denke ich das nicht beantworten.

meine Mischlingshündin wurde mit 9 Jahren von einem Auto angefahren. das Auto bremste auf Ihrer Hinterpfote und zerriss alles. (so etwas passiert sicher nie mehr - denn unsere Hunde sind an der Strasse nur noch an der Leine) trotzdem in langwieriger OP konnte die PFote gerettet werden obwohl vieles unklar war und es durchaus noch zur Amputation hätte kommen können. meine Hündin lief 3 Monate auf 3 Beinen umher und hatte keine Mühe dass sie auch später 3 Gesunde Pfoten und eine lädierte hatte.sie wurde 16 jährig. Tiere kommen mit Problemen (1 Bein fehlend, 1 Auge fehlend usw) viel besser zurecht wie wir Menschen. Da bewundere ich den Hund immer wieder.

von Frieda am 26. Januar 2007 14:32
Huhu,

ich kenne einen Hund der mit so einem "Rollstuhl". Der wurde angefahren und hatte eine Querschnittslähmung, so dass die Hinterpfoten nicht mehr funktioniert haben. Der Hund war ansonsten gesund und munter und hat damit wohl ganz gut gelebt. Ich denke bei einem jungen Hund ist das wohl durchaus eine Alternative. Ich mein bei einer solchen Situation hast du nur die Entscheidung entweder das oder einschläfern lassen.

von Stella am 28. Januar 2007 12:26
Hallo zusammen,
ich finde das mit dem Rollstuhl nicht so gut. Wenn ein Hund gelähmt ist, kann er ja auch nicht mehr seine Blase und seinen Darm kontrollieren und es läuft immer alles raus. Ich glaube das es der Hund selber auch nicht gut findet wenn er unter sich macht. In der Wohnung kanne r ja nicht mit dem Teil rumlaufen und was macht er da? Er liegt dann nur rum und macht natürlich auch da unter sich.
Mein ältester Hund ist inkontinent, wenn er schläft verliert er immer etwas Urin und das macht ihm schon zu schaffen, er springt immer ganz schnell auf wenn er wach wird und das riecht und er legt sich dann dort natürlich auch nicht mehr hin.
Ein gelähmter Hund kann nicht aufspringen und weggehen. Es liegt immer alles im Auge des Betrachters und für mich kämme das nicht in Frage.
Viele Grüße
Bettina

von Anonymus am 28. Januar 2007 19:50
Vor ca. einem Jahr bekamen wir für unseren Dalmatinermischling Max die traurige Diagnose Cauda Equina Syndrom mit der Perspektive "unheilbar". Das einzig tröstliche war die Aussage unseres Tierarztes, man könne den Krankheitsverlauf durch seine Behandlung mit Cortison, Laurabolin und Vitamin B drastisch verlangsamen. So kam es leider nicht, seine Probleme wurden trotz Behandlung + Physiotherapie so drastisch, dass wir mit ihm eine Spezialklinik in Hamburg aufsuchten. Dort wurde als Ursache des CES ein alter Bandscheibenvorfall diagnostiziert und (auf unseren Wunsch) minimal-invasiv behandelt. Obwohl sich die Bandscheibe fast komplett an ihren angestammten Platz zurückbildete, waren doch einige Reflexe und Nervenleitungen nachhaltig geschädigt.

Ich habe meinem Hund in die Augen gesehen. Dort sah ich Lebenswillen. Wir versuchten, mit Hilfe unserer Physio-Therapeutin ihn wieder auf die Beine zu bringen, mußten uns aber letztlich geschlagen geben. Was nun? Ich setzte mich durch und bestellte bei hunderollwagen.de einen Wagen. Er kam nach fünf Tagen an und war einfach zu montieren.

Wir fuhren also zu der großen Wiese, wo Mäxchen den ganzen Sommer auf den Hinterbeinen herumgerutscht war, und hoben ihn in den Wagen. Zuerst war er total zögerlich und beschränkte sich auf den kleinen Radius, den er halt nur noch kannte. Dann aber dämmerte es ihm. Er konnte wieder zu der großen Baumgruppe, die er früher immer so gerne erkundet hatte. Und er startete durch. Er begoß zunächst jeden Baum, bis er sein ganzes Pulver verschossen hatte. Dann machte er einen dicken Haufen, völlig ohne Probleme. Und er strahlte mich immer wieder an. Am liebsten hätte ich geheult vor Freude.

Übrigens hat er nach wie vor die Kontrolle über seine Blase und seinen Darm. Er braucht nur ganz regelmäßig seinen Auslauf. Aber das ist in seinem Alter (fast elf Jahre alt, aber organisch noch sehr gesund) ja normal.
Ich bereue höchstens, dass ich so lange abgewartet habe, denn durch den Wagen hat er drastisch an Lebensqualität zurückgewonnen. Er ist jetzt wieder mindestens zu einstündigen Spaziergängen in der Lage und genießt den Kontakt mit den anderen Hunden sehr.

Einem Hund, der nicht mehr leben will, merkt man das meiner Erfahrung nach deutlich an. Max ist noch lange nicht an diesem Punkt angelangt, das kann jeder sehen, wenn er mit seinem Wägelchen hinter seiner Schäferhundfreundin über unsere Wiese jagt.

Liebe Grüße
Kirsten

von Lars am 20. Mai 2007 18:07

Hallo Kirsten,

habe gerade Deinen positven Bericht über "Maxs" Rollwagen gelesen. Das ist ja jetzt schon eine
Weile her. Ich bin auch am überlegen für meinen Senioren so ein Teil zuzulegen, er hat auch "Cauda" und kann ohne Hilfe auch nicht mehr viel laufen, im Moment haben wir einen Bollerwagen für die großen Runden und er läßt sich jetzt von mir gemütlich durch die Gegend ziehen. Aber ich denke, es wäre schön, wenn er auf seinen eigenen Pfoten noch ein bißchen laufen könnte, er hat genau wie Dein "Max" noch einen wahnsinns Lebenswillen und Spaß am Leben, aber mein Tierarzt hat Angst, daß er mit dem Rollwagen dann vorne überlastet. Habt Ihr da inzwischen irgendwelche Probleme?
Ich würde mich freuen, wenn Du Dich noch mal meldest.
Liebe Grüsse
Lars

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