Dobermann oder Dogge;-) :: Plaudereien um Hunde

Dobermann oder Dogge;-)

von Nicola am 19. August 2007 21:20
Hallo Wolk,
Quote :
Original geschrieben von Wolk

@susanne
@Nicola
Kastration sei also keine Verstümmelung? nur die Wahrheit in eurem Mund.....

Ich sehe in der Tat einen Unterschied zwischen einer Kastration und einer aus rein menschlicher "Schönheitssicht" Verstümmelung eines Tieres durch Kupieren.

Quote :
Etwas mit anderem zu vergleichen das nicht miteinander zu tun hat ist einfach nur kindisch und zeugt von Armut in eurer Argumentation.

Äääähmmm - sorry...den Vergleich hattest Du angebracht...und ich finde es nicht "kindisch" darauf einzugehen...Du etwa?

Quote :
In einer Diskussion sollte es immer ein pro und contra geben und auch eine freie Meinungsäusserung, das hält eine Diskussion am Leben.

Sehe ich genauso...Allerdings fehlt es mir an Pro-Argumenten für das Kupieren von Hunden...

Quote :
Was ihr aber macht ist der Tot jeder Diskussion und zeugt in meinen Augen von einem erheblichen Devizit in eurer Denkweise.

Mag sein...meine Denkweise in Sachen tierschutzrelevanten Vorgängen ist nicht sehr tolerant - gebe ich gerne zu! Aber zu diesem "Defizit" stehe ich uneingeschränkt!

Quote :
Unter Sachlich verstehe ich ganz etwas anderes!
Und wo bitte schön habe ich mich gereizt oder aggressiv geäussert?

Einfach mal nachlesen...

Quote :
Und warum sollte ich meinen Hund nicht stolz präsentieren? Für mich ist mein Hund erst mal das Erscheinungsbild von einem Hund, ihr dagegen stürzt euch wie Aasgeier auf etwas was nicht in eure Sicht- und Denkweise passt und gar nicht zur Disskussion stand!

Natürlich ist Dein Hund ein absolut Hübscher! Keine Frage! Super Figur und das reine Muskelpaket, super gepflegt - ein Traum von einem Dobi (dafür, dass er ohrverstümmelt ist, kann er ja nichts - als intakter Dobi wäre er noch schöner)...Ich wollte Dich bestimmt nicht angreifen odr Dich zum "Tierquäler" abstempeln.
Aber ich lasse es mir nicht verbieten zu sagen, dass das Kupieren von Hundeohren und Hundeschwänzen eine unnötige Tierquälerei ist, die zum Glück hierzulande inzwischen verboten ist!
Die Verstümmelung von Hundeohren- und -schwänzen mit Kastration zu vergleichen, hat tatsächlich etwas vom Vergleich Apfel/ Banane...

Gruß

Nicola



von DS1 am 20. August 2007 06:46
Hi,
leider habe ich da eine ziemliche Diskussion gestartet und gebe jetzt auch meinen Senf dazu grinning smiley :

erstens: koupierte Ohren oder Ruten kämen für mich persönlich auch nicht in Frage, wegen der Schmerzen die man dem Tier zufügt ;(

zweitens: ein Dobi ohne koupierte Ohren wirkt rein äußerlich nie so gefährlich und majestätisch - da stimme ich Wok zu yawning smiley

drittens: Kastration und koupieren miteinander zu vergleichen hinkt für mich ein bisschen - Kastration zu früh, um den Hund im Kinderalter zu belassen und ihm jegliche männliche Hormone zu versagen, finde ich aber auch falsch :-| ,
Kastration nach der Entwicklung finde ich aber okay :-)
- wenn jeder Rüde in deinem Rüden einen Rivalen sieht, weil dieser vom Auftreten alleine so ist, dass ihn die Anderen lieber lünchen wollen , dann Kastration (weil die Gefahr für den Hund zu Groß wird) ,

wenn der Hund permanent ausbüchst, wegen läufiger Hündinnen, nicht frißt, permanent winselt -dann Kastration

wenn der Hund gesundheitliche Probleme hat - dann Kastration

und jetzt wird gleich ein Aufschrei kommen: wenn der Besitzer mit dem Hund nicht zurecht kommt, kann Kastration vielleicht hilfreich sein - denn kein Hund hat etwas davon, wenn der Besitzer sich überfordert fühlt, und nichts mehr mit dem Hund unternimmt bzw. ihm aus Angst jegliche Freiheiten nimmt grinning smiley

Zu guter Letzt: für mich bleibt Wolk ein wunderschöner Hund (**) und auch wenn ich NIE einen Hund koupieren würde, respektiere ich die Entscheidung von Carmen - nachdem wie Wok aussieht, muß es ihm sehr gut gehen und ob es den anderen Dobi`s mit unkoupierten Ohren in ihrem zu Hause auch so gut geht???? - Wok hat einmal gelitten- manche Leiden ihr Leben lang sad smiley

und ich bin froh das Wolk keine Dogge ist :-)

DS

von Chiyo am 20. August 2007 11:26
Quote :
Original geschrieben von DS1
zweitens: ein Dobi ohne koupierte Ohren wirkt rein äußerlich nie so gefährlich und majestätisch - da stimme ich Wok zu yawning smiley
Hier laufen etliche kupierte Dobis rum, - ich finde sie einfach nur häßlich. Aber schon klar: Über Geschmack läßt sich nicht streiten.
Und wenn ich an den bildhübschen schwarzen Cocker mit seinem Stummelschwanz denke...

von Wolk am 20. August 2007 12:27
@susanne mit emily und charlotte
Wenn ich gereizt und aggressiv bin würde sich das ganz anders anhören.

Ein pro und contra kupieren gibt es nicht wirklich, aber das habe ich schon zu Anfang erwähnt.
Für mich sind Argumente wie z.B. brechen der Rute, beim spielen werden die Ohren verbissen, Ohrenentzündungen beim Hängeohr kommen zwar häufiger vor, aber deswegen sicher kein Grund zum kupieren. Fazit!!! alles Quatsch.
Ich sage es noch einmal: Für mich ist es eine reine Schönheitssache.

Aber Deine contra sind für mich auch nicht haltbar.
Der Hund kann nicht kommunizieren, dann ist man des Sehens nicht mächtig.
Er muss mit dem ganzen Gesäß wackeln, das machen die mit Rute auch.
Kommt halt immer auf die Erregung des Hundes an.
Meiner wackelt unter anderen auch nur mit der kupierten Rute, ich habe für diese feine Körbersprache auch ein Auge.

Das einzige contra bei einer Kupierung ist die Wundheilung der Ohren, die dauert ca. 2 Wochen und man muss danach das Ohr hochbinden ca. 1-2 Monate.
Aber wenn man das fachmännisch macht, hat der Hund keine Vergangenheitsbewältigung.
Mein Hund konnte auch zu dieser Zeit ganz normal mit anderen Hunden spielen. Und hat auch heute keinerlei Beschwerden!
Ausser die 2 Wochen Wundheilung der Ohren.
Ich kann aber nur über meine Erfahrungen sprechen.

@Chiyo
Dass sonnige Wochenende hat mich nach draußen gezogen, ansonsten hätte ich sicher geantwortet.

@ Wahrheit
Nur Eitelkeit….. würde ich so nicht sagen. Es entspricht einfach meinem Schönheitsbild eines Hundes. Früher war das möglich und wurde zu tausenden gemacht. Mein dritter Hund dieser Rasse wird nicht kupiert sein, damit werde ich leben können. Wenn auch mit etwas Wehmut…..

@Nicola
Ich habe nie verglichen, sondern meine Meinung über Verstümmelungen geäußert und da gehört die Kastration dazu.
Du willst mir sagen was ein schlechter Vergleich ist???
Dann lies folgendes genau durch…….

@susanne mit emily und charlotte
@Nicola
Zum Nachlesen:
Die Beschneidung der Frau ist in erster Linie eine drastische Form von sozialer und psychischer Kontrolle, die ihre Begründung in den traditionellen Glaubenslehren der Stämme findet. Es ist ein "Brauch" dessen Existenz durch soziale Gegebenheiten und den gesellschaftlichen Regeln des Zusammenlebens gerechtfertigt wird. Zu diesen sozialen Gegebenheiten gehört auch die Überzeugung, daß durch die Beschneidung der Frau der Sexualtrieb gedämmt ist, und somit die Gefahr der Untreue ausgeschlossen und die Jungfräulichkeit vor der Ehe gesichert ist. Es ist die Kontrolle des Mannes über die Frau - die ihm gehört - und die er sich durch die Zerstörung des Lustorgans gefügig machen will.

@DS1
Kastration: Kastration nach der Entwicklung finde ich auch humaner als vor der ersten Geschlechtsreife, denn dann kann man sich von der Entwicklung des Hundes wenigsten ein Bild machen und dann entscheiden.
Obwohl ich persönlich nur aus gesundheitlichen Gründen kastrieren lassen würde.
Einen Hund vor der Geschlechtsreife zu kastrieren nur damit es weniger Probleme mit sich bringt und der Hund besser unter der Kontrolle des Hundeführers steht ist für mich schlimmer als das kupieren der Hunde.

Gruß Carmen & Wolk

Ich bin auch froh das Wolk keine Dogge ist :-)


von Chiyo am 20. August 2007 12:57
Quote :
Original geschrieben von Wolk
Ich sage es noch einmal: Für mich ist es eine reine Schönheitssache.
Für Dich vielleicht, für den Hund nicht unbedingt: Der Airedale Rüde einer Kollegin wurde 14 Jahre alt. Bis zuletzt konnte niemand seinen Schwanz anfassen, ohne daß der Hund gejault hat. Ich finde es eine völlig gekloppte Idee, einem Hund die Schwanzspitze abzuschneiden. Wenn der Hund wirklich eine Verletzung hat, kann man den Schwanz immer noch (teil)amputieren. Die Frau mit ihrem Dalmi mußte schon unzählige Male erzählen, weshalb ihr Hund nur noch einen halben Schwanz hat. Ich kann verstehen, daß einem sowas irgendwann stinkt. Ich kann nicht verstehen, daß man darauf stolz ist.

Natürlich wäre es für mich nie ein Problem gewesen: Entweder der Schwanz bleibt dran, - oder ich kaufe diesen Hund nicht. Eine Freundin hatte schon vor 20 Jahren einen Rotti mit Schwanz. Und ich hätte garantiert von Ellis´ Züchterin einen Terrier mit intaktem Schwanz bekommen, als kupieren noch üblich war.

von Anonymus am 20. August 2007 13:13
nicht daß ich für das Kupieren bin aber es war seeehr lange Zeit so üblich. Und meiner Meinung sehen einige Rassen irgendwie nach nichts mehr aus weil sie nicht kupiert werden dürfen. Es gehörte eben zu ihrem Aussehen dazu, Standard sozusagen.
ich finde es sehr viel schlimmer wenn Hundebesitzer ihre Hunde tagtäglich quälen, sie in überhitzten Transportern und Autos sperren oder sie kilometerlang hinter dem Fahrrad herschleifen uvm. Da würde ich am liebsten zum Handy greifen und Anzeige erstatten! Oder wenn Hunde stundenlang jaulen weil weit und breit der Mensch nicht in Sicht ist.
Meine Cockerhündin hatte auch keine lange Rute und manchmal war ich froh daß es so war. War so schon schwierig genug die Kletten alle rauszupuhlen.
Es ist verboten zu kupieren und dann muß man sich an die Gesetze halten, das ist klar. Aber was jeden Tag passiert das ist noch viel grausamer, da werden die Hunde ausgesetzt und aufgefunden mit eingewachsenen Halsbändern die der Tierarzt rausoperieren muß und was nicht alles Schreckliches!

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