Gedankenwandel :: Plaudereien um Hunde

Gedankenwandel

von Klaus am 27. Februar 2008 18:58
Quote :
an der spitze....
bereits vor 10 jahren waren...
dann tatsächlich merkten
dass die spitze noch ein wenig höher lag...als angenommen...
Das stimmt, da gibt es ein paar wenige, die sehr weit gekommen sind. Ein Beispiel. Mit denen tausch ich mich auch nach wie vor gerne aus, auch wenn's leider meistens an der Zeit scheitert. Die haben sich aber schon vor Jahren von Yorkie gelöst und schauen eher aus Nostalgiegründen hin und wieder vorbei.
Bin wirklich gespannt, was die Zeit so mit sich bringt. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

lg Klaus

von HST am 27. Februar 2008 20:10
Quote :
Original geschrieben von Klaus

Ein Beispiel. Mit denen tausch ich mich auch nach wie vor gerne aus,
lg Klaus

Ja Sie war demletzt mal bei mir...Ist immer wieder schön....!

Mfg
HST

von martin am 28. Februar 2008 14:11
Hallo Heinrich,

Quote :
Original geschrieben von HST

...
zusammen

im langsam fliessenden
wärmenden

ab und an...
kneipend

die helle, kältere strömung
um die alten knöchel
streichen!
Das klingt sehr verlockend.

Das Thema ist eigentlich zu ernst, um hier so nebenbei abgehandelt zu werden.
Aber wenn ich auf deine direkte Ansprache eingehe, dann hat sich natürlich einiges geändert.
Mit dem ersten Hund, ein hochaktiver Veteranen aus dem Tierheim, lebten wir einfach zusammen,
schauten ab und zu in den Trumler, um festzustellen, jaja, genauso ist das.

Beim nächsten Hund war alles anders. Und wir bekamen Hardlineranleitungen aus allen Richtungen.
Aber weil ich alsbald sehen konnte, dass all das nichts nützt, was zum Vertrauensbruch führt, zum Dauerstress,
begann ich meinen eigenen Weg zu suchen.

Nachdem ich damit bekannt geworden war, habe ich mit dem Clicker ausgelotet, was geht.
Und es geht viel mehr, als die meisten glauben. Aber etwas mehr, als dass Click = Futter gesetzt wird,
sollte man schon im Hinterkopf parat haben.
Aber so, wie man einen Maibaum nicht mit einem Seil oder einer Stange aufrichten kann,
kann man einen Hund nicht nur mit Belohnungen der vordergründigen Art erziehen.
Die Natur und der Zufall halten eine ganze Reihe negativer Einwirkungen bereit.
Und die sollte man ganz genau beobachten. Dazu verwendet Heinrich gern das Wort Härte,
das sofort heftigen Widerspruch hervorruft. Aber dahinter steht ein Wunschdenken.
Wenn ein Hund ein wirkliche spontanes Umdenken zeigt, dann war die Wirkung zuvor für ihn hart,
egal in welches Wattebäuschchen sie verpackt war.
Dabei ist der Begriff Überraschung noch wesentlich wichtiger als der der Härte.

Nun gibt es die, die eine Glaubensrichtung deklarieren. Und wenn man dem nicht entspricht, ist man Abtrünniger.
Ich habe einmal auf einer Veranstaltung ein Video gezeigt, in dem auf das Verhalten eines Hundes mit einer Sprühflasche reagiert wurde.
Daraufhin bin ich für eine längere Trainerschulung als designierter Referent ausgeladen worden.
Man bot mir rückziehend an, doch vielleicht über Tricks etwas zu vorzubereiten.
Wenn ich denke, mit welcher Vehemenz ich stets betont habe,
dass Tricks zwar hübsch sind, aber nicht das Wesentliche der Anwendungsmöglichkeiten dieses Lernhintergrundes ,
dann war das schlicht eine Beleidigung.

Ich bin mit vielen Hunden gut zurecht gekommen, ohne mich groß im Stress zu befinden.
Ich konnte sehr erfolgloses und sehr erfolgreiches Hardlinertraining beobachten.
Wobei sich gutes Training dadurch auszeichnet, dass Motivationen mit viel positiven Antworten genutzt werden.
Es sind also auf verschiedenen Wegen aus unterschiedlichen Quellen eine ganze Menge Ideen und Ansätze angekommen.

Ein Gräuel sind mir Leute geblieben, die immer schon wissen, was ihr Hund empfindet, denkt, meint, und warum tut.
Sie lassen ihm keine Chance.

Eines möchte ich aber noch betonen. Es waren vor allem oft altgediente Trainer, die wirklich neugierig waren.
Jüngere betonieren sich oft in ihre ersten Erfolge ein. Clickertraining der Natur eben.

tschüß martin

von martin am 28. Februar 2008 14:21
Hallo Klaus,

da haben wir wohl sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht.

Quote :
Original geschrieben von Klaus

... Ansonsten seh ich's eher negativ, es wird jedes Jahr noch schlimmer, noch verquerer und verfahrener.
Es ist ein gigantischer Markt entstanden,......Probleme werden bedient, gepflegt, kultiviert und neu erschaffen.... aber um Himmels willen nicht gelöst!
Die halbe Wahrheit wird ausgeblendet, die andere Hälfte dazu erfunden und wer sich zu weit aus dem Fenster lehnt, verliert seine Kundschaft. Es ist manchmal wirklich ein Jammertal.
Hat das nun etwas mit der Einstellung der Leute zur Hundeausbildung zu tun? Heue ist es fast selbstverständlich, dass man mit einem jungen Hund in die "Hundeschule" geht. Der Erfolg ist, was die Sozialvertäglichkeit betrifft, groß. Hundehaltung vor 20 Jahren und jetzt in meinem Wohnort hat sich gewaltig gewandelt, ebenso der Umgang der Hundehalter untereinander.

Und früher gab es eben das zehnte Buch, in dem erklärt wurde, wie man das Stachelhalsband richtig umlegt. Und die privaten Hundeschulen waren altgediente Polizeihundeführer, die noch etwas nebenher brauchten. Ob das so viel besser war, als ein euphorischer Hundehalter, der eine Hundeschule aufmacht?

Quote :
Was Mut macht, sind die Jungen, die 14-25 jährigen. Die lassen sich nicht so schnell beeinflussen, sind experimentierfreudiger und glauben eher an das, was sie sehen.
Da bin ich deutlich zurückhaltender. Wie Heinrich schon erwähnte, neigen Junge dazu, auch mal ihren Machtgefühlen freien Lauf zu lassen. Bei Hundesportveranstaltungen kann ich das immer wieder beobachten. Und sie übernehmen noch lange nicht etwas, was sie sehen, und sei es noch so erfolgreich, wenn es ihrem Naturell nicht entspricht.

tschüß martin

von HST am 28. Februar 2008 14:41
Quote :
Original geschrieben von martin



Eines möchte ich aber noch betonen. Es waren vor allem oft altgediente Trainer, die wirklich neugierig waren.
Jüngere betonieren sich oft in ihre ersten Erfolge ein. Clickertraining der Natur eben.


tschüß martin

Sehe ich ähnlich!
Es ist die gesellschaftliche NORM
die ein junger mensch gerne entsprechen will!

Deshalb brennt ja die ERDE fast überall !

Die meisten
sagen wir mal
veteranen auf beiden seiten...sind da etwas geläuterter!

Das problem liegt leider in ein paar wenigen scharfmachern...die die jugend einfach missbraucht,
dies gilt für alle bereiche!

und wo der schnöde mammon lockt,,,da werden viele ideale leider überboard geworfen,
denn es ist eine riesen verlockung,,,
für wissende
die breite masse so zu bedienen, WAS SIE SEHEN und HÖREN will
sie deshalb andächtig folgen

ÄHNLICH
wenn der taler im kasten klingt, die seele in den himmel springt!

So wie ich das sehe, kann man nur in sack und asche gehen

und aufrecht ...statt´s kniehend sterben!

Mfg
HST




Mfg
HST

von Klaus am 28. Februar 2008 15:46
Entweder kennt ihr andere "Junge" oder die, die ihr als "jung" bezeichnet sind die in meinem alter, also für mich "alte Leute" smiling smiley)

Quote :
Da bin ich deutlich zurückhaltender. Wie Heinrich schon erwähnte, neigen Junge dazu, auch mal ihren Machtgefühlen freien Lauf zu lassen.
Find ich im Grunde genommen in Ordnung, wenn sich die Leute eines Tages wieder trauen, von Ihrem Hund auch eine gewisse Leistung und Anpassung an die Bedürfnisse der Halter zu fordern. Zur Zeit wird man doch auf vielen Hundeplätzen schon verächtlich angesehen, wenn man von seinem Hund ein "Sitz!" verlangt, obwohl er doch eindeutig züngelt!
Martin, Du hast das Beispiel mit der Sprühflasche genannt. Damit ist doch eigentlich alles gesagt und hier kommen auch immer wieder Mails an, wieso ich denn diese haarsträubende Anleitung mit dem Bomper nicht aus dem Netz nehme, das wäre doch nach den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen längst überholt usw, usf.

Die Leute lehnen eine Wasserspritze mit Empörung ab, haben aber keine Probleme, ihr Energiebündel ein Leben lang an Flexi oder Schleppe durch die Landschaft zu zuppeln. Weil ihnen ein riesiger, aufgeblähter Apparat vorgaukelt, alles müsse auf positivem Weg erreicht werden, alles KANN auf positivem Weg erreicht werden. Wer Leistung von seinem Hund erwartet oder Gehorsam muss sich doch von vielen Ecken aus anhören, dass er die Seele seines Hundes mit Füssen tritt.
Ich weiss von manchen "rein Positiven", die tatsächlich mit guten Leistungen auffallen, dass sie selbst keineswegs den "rein positiven Weg" gegangen sind. Nur, sagen darf man das nicht, um Himmels willen!!! Dann geht das schöne Geschäft den Bach runter, so viel Wahrheit muss es dann doch nicht sein. In so manchen Schubladen schlummert ein Elektrohalsband, wo man es nicht vermuten würde.

lg Klaus

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