Großstadthunde :: Plaudereien um Hunde

Großstadthunde

von Frieda am 08. Januar 2009 15:54
Huhu,

da ich gerade meinen Hund mit nach München genommen habe (für drei Tage) ergeben sich für mich wiedermal interessante Fragen.
Mal abgesehen davon, dass ich es wirklich angenehm finde hier mit Hund unterwegs zu sein (aber ich denke nur momentan, weil es ungewohnt ist und mal was neues), fallen mir doch einige Sachen auf.
1. Fast alle Hunde (Ausnahmen bisher 2) sind verträglich mit allem anderen Getier.
2. Die Erziehung scheint hier kein Problem, bisher habe ich keinen Hund gesehen, der irgendwelchen Mist angestellt hat.
3. Die Hundebesitzer und Nichthundebesitzer gehen neutral bis freundlich miteinander um.
4. Leinen kennen die Städtler eigentlich nicht und niemand stört es, dass die Hunde immer und überall frei laufen. (obwohl auch hier verboten)

Ja, könnte das wohl noch fortsetzen. Was denkt ihr davon sind Stadthunde vielleicht doch die erzogeneren und verträglicheren Exemplare ihrer Gattung, weil sie eben sooo viel Kontakt zu allem möglichen haben und einfach hören müssen (Gefahr vom Auto überfahren zu werden ist hier wohl schon größer)?! Wäre schön mal eure Meinungen und Erfahrungen zu hören. (Ich kenne ja im Vergleich Kleinstadt und Dorf und dort läuft das alle so viel anders.)

Mein Hund ist jedenfalls überwältigt. Er kann hier schnuppern ohne Ende, er hört aber trotzdem sehr gut. Läuft brav an der Leine, läuft nicht weg, verträgt sich mit allen anderen Hunden und und und... Klar, alles ist neu, das ist immer ein Grund erstmal ein lieber Hund zu sein, aber bei den vielen Ablenkungen könnte man ja meinen... Aber nein, ich mag meinen Hund^^. Bereue es also bisher nicht ihn mal drei Tage mitgenommen zu haben.

Freue mich auf eure Antworten!
LG Frieda

von Klaus am 08. Januar 2009 17:28
Das ist interessant, darauf hab ich noch gar nicht so geachtet. Aber vielleicht ist es einfach so, dass ein Großstadthund entweder besonders gut erzogen sein muss, oder einfach an vieles besser gewöhnt sein, wie seine ländlichen Artgenossen.
Auf dem Land kann man mit einem schwierigen Hund immer noch ausweichen oder man verzieht sich eben in einsame Gegenden. In der Stadt wird sowas schnell zum Stress und man fällt auch unangenehm auf, kriegt Ärger usw.

lg Klaus

von Frieda am 08. Januar 2009 22:49
Huhu,

was ich mir auch gedacht habe ist folgendes:

Mein Hund wurde als er noch jung war häufig verprügelt von anderen Rüden, die eben auch keine soo tolle Kinderstube genossen haben. Folge er wurde zum Leinenpöbler und hat sich gern durch Angriff verteidtigt, bei jedem Rüden der ihm zu nah kam. Das ist mittlerweile Geschichte. Er hat gelernt, dass ich es nicht dulde, wenn er so ausrastet. Er geht jetzt souverän mit den meisten Situationen um und wie gesagt, wir haben hier genauso wenig Probleme wie zuhause auch.

Ist es nicht möglich, dass eine gute Sozialisation und Prägung in der Stadt viel leichter ist? Wenn ich zuhause spazieren gehe begegne ich vielleicht einmal die Woche einem anderen Hund mit dem meiner dann auch mal spielen darf. Die meisten fristen ja doch ihr leben im Zwinger oder an der kurzen Leine. Wenn man hier aber während eines Spaziergangs auf 20 Hunde stößt, die jegliche Größe, Rasse und Verhalten an den Tag legen, so ist es doch wahrscheinlicher, das der Welpe lernt damit richtig umzugehen, oder?

Nunja wir hatten jedenfalls wieder einen schönen Tag und auch im englischen Garten hat sich mein Hund vorbildlich benommen (außer vielleicht, dass er bei den Minusgraden trotzdem in der Isar baden gehen musste -.-).

LG Frieda

von nina u. Nico am 09. Januar 2009 16:11
Huhu Frieda
schön daß Dein Hundi mit durfte und ihr eine schöne Zeit hattetsmiling smiley

darüber hab ich mir auch schon öfter Gedanken gemacht.
Hier bei uns (eher Kleinstadt) sind fast alle Hunde angeleint. Und das auch in Gebieten wo so gut wie keine Autos fahren. Es gibt zwar ab und zu Kontakte, aber immer mit Vorsicht. Ich kenne es nicht anders.
Nico war auch schon öfter mit in Großstädten, in Auslaufgebiete, auf Hundewiesen. Es ist für ihn DAS Paradies!! Er liebt Kontakte zu anderen Hunden und in Großstädten ist es einfach unkompliziert, weil die Hunde so mitlaufen, zu ihm hinlaufen. Es scheint im Gegensatz zu hier, das Normalste auf der Welt zu sein, daß Hundi ohne Leine läuft. Es ist alles sehr viel lockerer und zwangloser, vielleicht sind die Hunde deswegen auch so. Viele Großstädter wirken auf mich kontaktfreudig und freundlich, kein Wunder daß die Hunde es auch sind. So sehe ich es.
Gruß Nina

von Frieda am 09. Januar 2009 20:38
Huhu,

ja, dass ist auch meine Erkenntnis aus den letzten Tagen.
Alles kein Problem, alle Hunde ohne Leine, alle dürfen guten Tag sein und alles ist schön. Selbst wenn es doch mal irgendwas gibt ist alles gut und es wird nicht gleich rumgekeift wie hier immer.
Also wir hatten drei wunderschöne Tage in München. (Auch noch mit wunderschönem Wetter...).
Lg FRieda

von snakchen am 10. Januar 2009 17:29
Ich hab schonmal gehört, dass München eine tolle Stadt für Hunde sein soll. Ich kann nur von Wien erzählen und da hab ich teilweise gute und teilweise schlechte Erfahrungen gemacht.

Einerseits kommt man ganz schnell in Gebiete, wo man den Hund laufen lassen kann, wenn er folgt (Donauinsel, Auslaufzonen, usw), man hat viel mehr Kontakt zu anderen Hundehaltern und eine größere Auswahl an Hundeschulen.

Andererseits gibt es sehr viele Leute, die sich einen Dreck um ihren Hund scheren. Dadurch, dass man auf sehr viele Hunde trifft, hat man auch viel öfter unangenehme Begegnungen als hier am Land.
Ohne Leine ist ja schön und gut, aber leider machen das auch Leute mit unverträglichen Hunden, das heißt im besten Fall stürzt sich ein Hund mit Beißkorb auf meinen Hund im schlechtesten ohne allem.
Es liegt soviel Dreck rum, den die Hunde fressen, besonders in Parks kommen Menschenhäufchen-Liebhaber voll auf ihre Kosten eye rolling smiley
Viele Hundehalter (darunter auch viele rücksichtslose was die Bedürfnisse von Nichthundehaltern angeht) ziehen leider Hundehasser an, und gerade in Wien gibt es immer häufiger Vergiftungsfälle, weil Hunde Köder aufgenommen haben.

Jetzt wo ich 2 Jahre Großstadt mit 3 Jahren Land vergleichen kann, würde ich mit Hunden immer das Land wählen. Alles ist viel unkomplizierter auf Dauer, wenn ich mal keine Lust habe andere Leute mit Hunden zu treffen, geh ich einfach vor der Tür in den Wald. Das war in der Stadt nicht so leicht.

lg, Karin

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