Wolfsranch - Hund für meine Freunde :: Plaudereien um Hunde

Wolfsranch - Hund für meine Freunde

von Frieda am 05. Januar 2010 22:46
Huhu,

streng heisst bei mir z.B.: Hund ist an der Flexi, weil grad mal wieder ne Hündin interessant ist und er bleibt ständig stehen oder will vorne weg schießen und zerren und ich sage ihm sehr deutlich das das nicht geht und drehe dann auch mal abrupt um, damit ers lässt. Benimmt er sich nicht kommt er an die kurze Leine und muss da eben vor sich hindümpeln, bis er sich wieder beruhigt hat.
Oder ich rufe ihn und er läuft erst irgendwohin und will dort das Bein heben, dann gibts eine Ermahnung mit "HEY" und wenns dann immer noch nicht klappt, landet Hund für einige Zeit an der Leine.
Sage ich meinem Hund er soll aus der Küche verschwinden, dann meine ich das auch so.
Wenn wir essen, hat er sich ruhig hin zu legen.
Bringt er mir die Frisbee nicht auf direktem Wege, sondern will erst nochmal sonstwohin, dann wird eben nicht weiter gespielt...

Solche Sachen halt. Lässt sich schwer beschreiben. Ich bin eben nie zufrieden und mein Hund ist auch echt dickköpfig. Momentan läuft er z.B. wiedermal an der 5m-Schleppleine, weil er partout nicht auf mich achten will. Das braucht er immer wieder mal und so ist es halt mit ihm.

Ich muss mit ihm eigentlich immer aktiv etwas machen bzw. viel seine Aufmerksamkeit auch fordern. Es geht Monate lang gut und dann wird er mal wieder so, wie er momentan ist und es wird sehr anstrengend. So ist er halt, aber viele würden das nicht beachten (wie meine Freundin) und dann artet das bei ihm sehr schnell aus. Meiner Mom hat er nach dem letzten Semester nämlich auch den Stinkefinger gezeigt und ist IMMER auf JEDEM Spaziergang abgehauen, weil sie ihm nicht genug in seine Schranken verwiesen hat.

@Morchel:

Ja, da hast du dich wohl etwas unverständlich ausgedrückt.
Mein Hund muss das alles schon im Straßenverkehr können und das hm hat er zwar von klein auf gelernt, aber musste es dann von heute auf morgen immer können. Da ich ihn eben von heute auf morgen mit nach München genommen habe. Die Umstellung ist ihm aber nicht schwer gefallen. Er ist aber sehr stressresistent und super anpassungsfähig. Wenn ich bei ihm bin ist alles gut, dann sind die Begleitumstände egal.
Aber da sehe ich bei Nils z.B. ein großes Problem. Im April bzw. Ende März wird auch nach München umgezogen, dass sind nur zwei Monate und dann muss er wohl oder übel Straßen, Autos, Straßenbahn, Bus, U-Bahn, S-Bahn und viele Menschen ertragen und ich denke, dass könnte durchaus zu einem Problem werden.

LG Frieda

von Chiyo am 06. Januar 2010 02:37
Quote Frieda:
Ich bin eben nie zufrieden
Ach herrje, Du armer bedauernswerter Mensch.

von Frieda am 06. Januar 2010 19:38
Quote Chiyo:
Quote Frieda:
Ich bin eben nie zufrieden
Ach herrje, Du armer bedauernswerter Mensch.

Tja, leider hab ich den Mist auch noch von meinem Vater geerbt!

von Anila am 07. Januar 2010 21:32
Hallo Frieda und Morchel,

ich handhabe es auch so wie Frieda, aber ich finde das nicht so übermäßig streng, sondern eher konsequent. Durian gehorcht an und für sich sehr gut, aber wenn ich bemerke, dass zwischen dem Kommando geben und es Ausführen allmählich immer mehr Sekunden vergehen, wird diese Übung einfach nochmal öfters wiederholt und auf prompte Erledigung geachtet. Ich finde das so auch ganz richtig.

Hier im Ort trifft sich immer eine große Hundegruppe, und damit Durian genügend Kontakt mit Artgenossen hat, eiere ich da immer mal wieder wie das 5. Rad am Wagen hinterher. Dort werden immer wieder die Hunde gerufen, als wäre das eine Gruppe tauber Hunde. Sie benehmen sich auch größtenteils wie taube Hunde und kommen nicht, und dann wird halt weiter gegangen und weiter gequatscht. Wenn Hundi dann gar nicht mehr in Sichtweite ist, wird „Hieeeeeer“ gebrüllt, was das Zeug hält, und wenn er dann angetrabt kommt, kommt er auch an die Leine. Aber in dem Falle finde ich das inkonsequent und insofern idiotisch, da dem Hund zuvor ja eigentlich beigebracht wurde: „Hieer – das kannst du getrost ignorieren“.

Oder neulich: Ein Hund war permanent am Betteln und irgendwann warf ihm die Frau genervt ein Leckerli zu und raunzte ihn an: „Da! Und nun hör auf zu nerven“.

Bei Nils stelle ich mir den Umzug nach München auch schwierig vor und ich glaube, dass es gut wäre, ihn frühzeitig schon an etwas Stadtleben zu gewöhnen. Ein Marktplatz ist hierfür ja eine schöne Übungssituation, finde ich. Wenn der gut besucht ist, hat man die Möglichkeit, wenn es zu stressig ist, einfach erstmal vom Rande des Platzes aus das Getümmel zu betrachten und kann sich langsam immer mehr ins Gewühle stürzen. Oder mal mit dem Auto in die nächstgrößere Stadt fahren und auch mal langsam an verkehrsreichere Straßen gewöhnen. Das würde ich jedenfalls machen. Vorher einen schönen, langen Spaziergang, etwas Toben und Spielen – und dann aber auch mal stressigere Situationen antesten.

Viele Grüße
Anila

von Morchel am 08. Januar 2010 08:58
Hallo @Anila und @Frieda
Da stimme ich euch absolut zu. Konsequenz ist das A und O !
Frieda, du hast das für mich Wichtigste erwähnt: Für deinen Hund ist es egal wohin es geht, hauptsache DU bist dabei! Genau das ist es, das ist das Vertrauen, das da sein muss, damit es auch in der Stadt funktioniert.
Darum würde ich in den ersten Wochen gar nicht so viel mit dem Hund machen. Ihm einfach Zeit geben, alle Abläufe zu beobachten. Was man kennt und was immer wieder kommt , gibt Sicherheit !
Konsequenz ist ja eigentlich nichts anderes, wenn Hund lernt, das auf ein "sitz" immer darauf bestanden wird, dass auch ein "sitz" ausgeführt wird, so ist man als HF für den Hund berechenbar, und das gibt Vertrauen.
Viele Hundebesitzer hier machen das durchaus, nur sie vergessen das Kommando wieder aufzuheben. Also Hund sitzt, steht aber irgendwann wieder auf und geht weiter, und das finde ich fatal. So lernt der Hund: Chef sagt zwar was ich tun soll, aber ich entscheide ob,wann und vorallem wie lange ich das mache......!

LG Morchel

von Frieda am 08. Januar 2010 10:04
Huhu Morchel,

ja das mit dem Auflösen musste ich auch erst lernen und ich muss sagen, dass es wirklich grundlegend ist, damit Hund auch weitere Kommandos befolgt und wirklich "sicher" zu handeln ist.
Habe deswegen auch unterschiedliche Kommandos.
Platz und Sitz heißen wirklich tu das solange, bis ich was anderes sage.
Zuhause oder so sage ich aber oft leg dich hin oder setz dich hin. Da kann er dann selber entscheiden, wo, wie und wie lange.
Das Auflösen fällt aber scheinbar den meisten Menschen schwer. Gerade beim Heranrufen finde ich, ist neben der Tatsache, dass der Hund kommen soll, wirklich sehr wichtig, dass der Hund erst dann wieder gehen darf, wenn man es ihm auch sagt. Bei hibbeligen Hunden kann das manchmal eine echte Tortur werden, aber ich finde es lohnt sich.
Ich denke auch, dass erstmal Vertrauen geschaffen werden muss und dann der Rest kommen kann. Beim Welpen ist ja auch erstmal ein paar Tage Ruhe angesagt und dann soll es erst Besuch, Hundeschule und Sonstiges geben.

Naja, bedenklich finde ich noch immer, das meine Freundin die gewisse Ausdauer und Konsequenz wirklich fehlt. Beim Thema der Hund muss erstmal an der Leine bleiben war sie nämlich auch der Meinung, dass das sooo lange ja nun nicht sein muss. Wenn ich aber bedenke, wie lange ich mit meinem Schleppleinentraining machen musste.... Ich war der Meinung, dass der Bub (Nils) ja nun mit seinen 7 Monaten richtig anstrengend werden wird mit dem Ausprobieren. Von daher wäre für mich eben die nächsten 6 Monate schon Leine vorprogrammiert. Ich glaub sie sieht das aber nicht so. Vielleicht lässt sie sich ja noch überzeugen ^^.

Heute Nachmittag werden wir wohl wieder einen Spaziergang mit den beiden Hunden unternehmen. Mal schaun wies läuft (vielleicht denk ich auch mal an ein paar Fotos).

LG Frieda

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