Warum nicht Sterilisation? :: Plaudereien um Hunde

Warum nicht Sterilisation?

von Eva Langhammer(YCH) am 06. Februar 1997 18:22

Hallo!
Ich lese immerwieder Diskussionen über Kastration und andere Verhütungsmittel. Oft zögern Hundebesitzer ihren Hund kastrieren zu lassen, weil sie fürchten dem Hund die sexuelle Identität zu nehmen. Da ich seit über 10 Jahren in einem Tierheim mitarbeite habe ich schon viele kastrierte Tiere erlebt. Einige Male versuchte man bei agressiven Rüden durch Kastration die Agression zu hemmen... Dazu muß ich sagen, daß sich das Wesen eines solchen Tieres in der Regel über ein halbes Jahr lang überhaupt nicht geändert hat. Sie versuchten sogar teilweise immernoch Hündinen zu besteigen...
Extrem zugenommen haben auch nicht viele, weder Hündinen, noch Rüden. Wir hatten schon viele extrem übergewichtige Hunde, doch das kam in der Regel schlicht von Überfütterung, oder von Krankheiten der Organe.
Trotzdem mag es Einzelfälle geben, die sich nach der Kastration im Wesen verändern...
Darum meine Frage:
Warum werden Hunde so selten STERILISIERT? Wie beim Menschen auch würde sich das Sexualverhalten nicht ändern, der Hormonzyklus bleibt unangetastet. Die Hauptsache - nämlich daß das Tier keine Jungen bekommt oder zeugt - wäre damit erfüllt.
Zugegeben, die Hündin hinterläßt danach immernoch rote Flecken auf dem Teppich und zieht alle Rüden in der Nachbarschaft an - aber es kann nichts mehr passieren!
Natürlich fällt auch der Vorteil der Kastration, daß die Hündin nicht mehr an Milchleistenkrebs erkranken kann, weg, aber das hilft ja auch nur, wenn die Hündin vor der Vollendung des 2. Lebensjahres kastriert wird.
Also, alles in allemich bin durchaus fürs kastrieren. Doch die Frage bleibt
WARUM WIRD SO SELTEN STERILISIERT?
Ich freue mich auf Antwort!
Eure Eva

von Maja Hulicka(YCH) am 11. Februar 1997 14:27

Hallo Eva,

man muß ja nicht alles im Kopf haben, wenn man nur weiß, wo es steht.
So sagte einmal einer meiner Lehrer zu mir...und siehe da, ich hab was gefunden.
Aus "DER HUND" sorry/96
Sterilisation- Mehr Nach- als Vorteile

Die Teilentfernung, Unterbindung oder Herausnahme der Keimableitenden Wege
(Eileiter, Teile der Gebärmutter) wird unter dem Begriff Sterilisation zusammengefaßt.
In jedem Fall bleiben die Keimdrüsen (Eierstöcke) erhalten und weiterhin hormonell aktiv.
Da sie zur Entartung neigen (Zysten, Tumore) bzw. die Gefahr einer Gebärmuttervereiterung (Pyometra)
im Vergleich zur normal zyklischen Hündin steigt, ist die Sterilisation absolet (Gegensatz Frau!), also
kein probates Verfahren zur Unfruchtbarmachung bei der Hündin und muß aus tierärztlicher Sicht
abgelehnt werden.

MfG Maja Hulicka

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