Tierärzte gegen Teletakt :: Plaudereien um Hunde

Tierärzte gegen Teletakt

von Sonja Gerberding(YCH) am 25. März 1997 20:24

Hallo Hundefreunde,

die Bundestierärztekammer hat sich für ein grundsätzliches Verbot
sogenannter "elektronisch gesteuerter Erziehungshilfen" ausgesprochen.
Ich finde das super und bin der Meinung, jeder sollte seinen Tierarzt
darauf ansprechen und ihn/sie dazu auffordern, diesen
Aufruf zu unterstützen ( ich werde mit meinem gleich nächste Woche reden).

Liebe Grüße Sonja

von Maja Hulicka(YCH) am 26. März 1997 06:54

Hallo Sonja,

Das Tele-Takt hat wie alles auf der Welt 2 Seiten. Normalerweise bin ich auch gegen
solche Erziehungsmethoden...kürzlich traf ich aber einen Hund, dem es die Lebensqualität
wenn nicht sogar das Leben gerettet hat:

Der Mann holte den Hundini aus dem Tierheim und wußte nichts über den Vorbesitzer...
Der Hundi hat Katzen im wahrsten Sinne des Wortes zum Fressen gern und eines Tages war's dann soweit,
er hat ne Mieze erwischt...und jemand hat's gesehen und den Mann angezeigt.
Per Gericht wurde dem Hund dann das Tele-Takt verordnet, da der Mann sich weigerte, die andere Lösungsmöglichkeiten
(permanenter Leinenzwang zeit des Hundelebens oder Spritze).
Da der Hund ansonsten gut hört und nur bei Katzen rot sieht, war das eine Möglichkeit für Herr und Hund.
Es gibt auch andere Firmen (außer Teletakt) die solche Geräte herstellen, die es dann auch im Laden direkt zu kaufen gibt.

Ein Hund, der mit Tele-Takt ausgestattet frei im Wald herumrennt erntet von Waldhütern eher Toleranz als ein Hund ohne
eine solche "Fernlenkmethode".

Ich stimme Dir aber zu, es sollte nicht jeder x-Beliebige an ein solches Gerät herankommen dürfen, da sollte man strengere
Vorschriften haben um Mißbrauch zu verhindern!

Liebe Grüße Maja

von mecki(YCH) am 26. März 1997 12:02

Der Hundi hat Katzen im wahrsten Sinne des Wortes zum Fressen gern und eines Tages war's dann soweit,
er hat ne Mieze erwischt...und jemand hat's gesehen und den Mann angezeigt.
Per Gericht wurde dem Hund dann das Tele-Takt verordnet, da der Mann sich weigerte, die andere Lösungsmöglichkeiten
(permanenter Leinenzwang zeit des Hundelebens oder Spritze).Da der Hund ansonsten gut hört und nur bei Katzen rot sieht, war das eine Möglichkeit für Herr und Hund.
Es gibt auch andere Firmen (außer Teletakt) die solche Geräte herstellen, die es dann auch im Laden direkt zu kaufen gibt.

Hallo Maja,

Würde mich interessieren, im welchem Land bzw. welches Gericht so ein Urteil gefällt hat. Es ist das erste Mal, daß ich davon höre, daß ein Hund bzw. sein Halter wegen Tötung einer Katze (bei anderen Hunden habe ich sowas schon gehört bzw. gelesen) in irgendeiner Form verurteilt worden ist.

Dies müsste ich dann nämlich mal meiner Nachbarin erzählen. Die hat nämlich einen Kater und der ist meinem "Janosch" auch nicht ganz grün. Deshalb ist mir schon folgendes passiert.

Ich ging mit Janosch an der Leine aus dem Haus, um mit ihm spazierenzugehen. Draussen auf der Wiese vorm Haus lag der Kater meiner Nachbarin und hat gleich die Flucht vor uns ergriffen. Janosch wollte nachsetzen, und bei meinem Leinenruck, um ihn zurückzuhalten, riss der Haken an seiner Leine (sollte angeblich bis 50 kg Stützlast aushalten, Hund wiegt nur 30 kg) und Janosch setzte dem Kater nach, der hinterm Haus unter eine Balkonterasse gekrochen war.

Als ich Janosch bei seiner Katzenjagd zu fassen bekam, habe ich mich vor ihn gestellt und -wie mir in meiner Hundeschule beigebracht wurde- mit beiden Händen links und rechts am Fell seines Halses gepackt, ihn soweit mit Augenkontakt zu mir hochgezogen, daß seine Vorläufe und der Luft hingen und die Hinterläufe noch auf dem Boden waren, und ihn mit einem energischen "Katze Nein" daran erinnert, daß er Katzen in Ruhe lassen soll. Erst nachdem er die Vorderläufe herunterhängen hat lassen, lies ich ihn auf den Boden zurück.

Dieser Vorgang hat eine andere Nachbarin beobachtet und hatte behauptet, ich hätte den Hund geschlagen und ihn ein seinen Leftzen hochgezogen. So etwas müsste man dem Tierschutzverein melden. Nachdem diese Person meine ganze Nachbarschaft rebellisch gemacht hatte, habe ich probiert, ihr zu erklären, was ich da getan habe und daß diese Art der "Strafe" wirkungsvoller ist, als Geschrei und Schläge oder an der Leine zu zerren. Sie hat mir die Tür vor der Nase zugeschlagen und hat gesagt, mit "Tierquälern" unterhält sie sich nicht, sie würde beim Tierschutzverein anrufen und dafür sorgen, daß ich den Hund abgeholt bekomme.

Damals habe ich mich saumäßig geärgert, zumal ich doch nur die Katze beschützen wollte und dann so etwas.

Das war zwar jetzt schon vor 3 Wochen und bis heute kam keine Reaktion.

Nach diesem Urteil bin ich froh, daß ich meinen Hund trotz der Reaktion meiner Nachbarin, störe, wenn er Katzen jagen will.

Was meinst Du hierzu...

... gruß mecki

von Mario Gansen(YCH) am 26. März 1997 12:33

hallo mecki,

nur ganz kurz zu deiner leine:

die gewichtsangabe der hundeleine bezieht sich auf einen statischen
fall. da der hund jedoch schon eine gewisse dynamik hat, bis die
leine ihn stoppt, sollte die leine schon entschieden mehr als nur das
eigentliche hundegewichtes aushalten.

gruss mario

von Maja Hulicka(YCH) am 26. März 1997 13:01

Hallo Mecki,

welches Gericht und wo das war weiß ich nicht, das hat der Mann auch wenn er sonst
sehr viel erzählte nicht gesagt. Ich kann das mir Erzählte auch nicht verifizieren.
Ich habe ihn seither auch nicht mehr gesehen, da ich ständig die Gassigebiete wechsele
um meinem Rambo die nötige Abwechslung zu bieten.

Daß Leute mit Unverständnis und Unverschämtheiten reagieren wenn man seinen Hund "artgerecht"
bestrafen will, ist mir auch schon öfter passiert. Zuletzt erst beim Tierarzt.
Rambo wollte einem anderen Rüden gerade zeigen, wer hier der Boss sei,
ging die Tür auf und herein kam eine Rottiehündin samt Welpe...Rambo wollte seine
"Wut" auf den Welpen abwälzen und plötzlich ihn dumm anmachen, zumal der Kleine die passenden "Feind"
Farben hatte aber das ist eine andere Gescichte....also schnappte ich Rambo -bei 41Kg mit beiden Händen- im Genick
und schüttelte ihn durch und weil Rambo ein Pienzer ist kommentierte er das Ganze natürlich
mit herzzerreissendem Gejaule...Eine Frau an der Anmeldung drehte sich zu mir her und sagte kreidebleich" Ach Gott, muß man soetwas mit einem großen Hund wirklich machen????"
und weiter " ...nein also dann wollte ich keinen großen Hund..der Arme!"
Tja in dieser Aussage stecken die größten Denkfahler, die Herrchen kleiner Hunde oft machen, darüber haben wir aber glaub ich
schon genug geredet...jedenfalls hat mich die Frau dann betrachtet als käme ich vom Mars oder sei ein giftiger Frosch...
Meine Mutter sollte sogar schonmal wegen Tierquälerei angezeigt werden, weil Rambo mal mitten auf der Straße wegen Regen
die Notbremse reingehauen hat und sie ihn am Genickfell auf die andere Straßenseite zerren wollte, was er natürlich auch heftigst
kommentierte...
Solche Leute wird man wohl immer sehen, ich glaube nicht, daß sie sich jemals belehren lassen würden.
Ich hab's aufgegeben. Und wenn einer meint er müsse Anzeige erstatten weil er eine Aktion für Tierquälerei hält, soll er doch.
Ich kann ja erklären was ich gemacht habe und warum, die Person aber nicht was sie gesehen hat...lediglich die augenscheinliche Auslegung
und das ist nicht sehr überzeugend....

Grüße Maja

von Maja Hulicka(YCH) am 26. März 1997 13:15

Hallo,
Und das kann im Extremfall das 10Fache des Hundegewichts sein.
So hab ich' zumindest mal gelernt.
Gruß Maja

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