Feuerwehrleute mit Zivilcourage :: Ungereimtes

Feuerwehrleute mit Zivilcourage

von Miriam(YCH) am 20. Mai 2003 18:07

Unser Lokalradiosender brachte eben folgende Meldung, die ich versuche, möglichst inhaltsgetreu wiederzugeben:

Letzten Samstag passierte auf der A 92 in der Nähe von Landshut ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem eine Frau ums Leben kam.

Bei dem Unfall waren die freiwilligen Feuerwehren Altdorf und Ergolding im Einsatz, die bei der Bergung und der Absicherung der Gefahrenstelle auf der Autobahn halfen.

In dem verunglückten Auto befand sich auch ein Hund, der nach dem Unfall völlig verstört und verängstigt herumlief, sich nicht anfassen ließ und von den Feuerwehrleuten eingefangen werden sollte.
Als die Helfer den Hund bereits eingekesselt hatten und ihn mit einer speziellen Schlinge fassen wollten (der Hund saß zitternd da), feuerte plötzlich ein hochrangiger Polizeibeamter 9 Schüsse auf den Hund ab, von dem erst der letzte tödlich war.
Nach Ansicht des Polizeibeamten und seiner Dienststelle geschah dies im Rahmen der Gefahrenabwehr.

Die Helfer der beiden freiwilligen Feuerwehren bestreiten diese Version. Ihrer Aussage nach ging zu keinem Zeitpunkt von dem Hund eine Gefahr für die Einsatzkräfte aus und es bestand auch nicht das Risiko daß der Hund auf Fahrbahn laufen und dort noch einen Unfall verursachen konnte, da der Hund zum Zeitpunkt der Schussabgabe bereits keine Fluchtmöglichkeit mehr hatte.

Die beiden Feuerwehren haben Anzeige gegen den Polizeibeamten erstattet.

Ich nehme an, dass morgen mehr über diesen Vorfall in der Zeitung oder im Internet steht (oder auch nicht...), ich setze dann einen Link, für die, die es interessiert.

von Aramis(YCH) am 20. Mai 2003 19:23

Sauerei, bei uns soll auf der BAB ein Welpe von 10 Wochen von einem Polizisten erschossen worden sein. Dieser war seinem Besitzer der in der NÄhe der BAB wohnt abgehauen, warum ??? Ich habe es gehört, wie weit es stimmt weis ich nicht.
Wütende Grüße
Nicole

von Frieda(YCH) am 20. Mai 2003 19:58

Hallo Miriam,

: Als die Helfer den Hund bereits eingekesselt hatten und ihn mit einer speziellen Schlinge fassen wollten (der Hund saß zitternd da), feuerte plötzlich ein hochrangiger Polizeibeamter 9 Schüsse auf den Hund ab, von dem erst der letzte tödlich war.
: Nach Ansicht des Polizeibeamten und seiner Dienststelle geschah dies im Rahmen der Gefahrenabwehr.

Normalerweise wird kein Polizeibeamter so etwas wagen. Er wird nie auf einen Hund schießen, wenn Menschen herumstehen. Denn wenn der Schuss vom Asphalt abprallt, kann er andere verletzen.
Und was heißt, ein hochrangiger Polizeibeamter??


Ich bin gespannt.....

Melde dich, wenn du Näheres weißt.

Liebe Grüße Frieda



von Mia(YCH) am 21. Mai 2003 13:47

Ist ja nicht zu fassen! Schweinerei sowas! Soviel zu Dein Retter und Helfer in der Not. Diesen Beamten sollte man feuern und zwar sofort. Ich finde es richtig dass die Feuerwehrleute Anzeige erstattet haben. Hoffentlich müssen sie sich verantworten. Auf ein nicht verletztes und schon eingekreistes Tier zu schiessen..... so ein Mensch gehört nicht zur Polizei.

Aufgebrachte Grüsse,

Mia

von Miriam(YCH) am 21. Mai 2003 14:42

Hier ein Link zu einem Zeitungsbericht über diesen Vorfall...

von Christina(YCH) am 23. Mai 2003 20:03

Alle Achtung! Ich finde es super dass es noch Menschen mit Zivilcourage gibt. Ich selbst kenne auch einen Hund der seiner Besitzerin am ersten Tag nachdem sie ihn aus dem Tierheim (er war zuvor 5 Jahre im Tierheim, er war ca. 8 Jahre alt) geholt hat ausgebüchst ist und auf die Strasse gerannt ist. Er wurde angefahren und was tat die Polizei? Sie haben den Hund erschossen, mit der Begründung dass er ja so schwer verletzt gewesen sei, dass man ihm nicht mehr hätte helfen könnnen. Später waren dann auch Gerüchte im Umlauf, dass der Hund nicht so schwer verletzt gewesen wäre, dass man ihn gleich töten hätte müssen. Ich habe auch schon in einer Hundezeitung eine Geschichte gelesen wo ein Gendarmariebeamter an einer Haustür geläutet hat, und als der Hausherr die Tür öffnete und sein FREUNDLICHER (!!) "Kampfhund" (Staff, oder Pit weiss nicht mehr so genau) wedelnd zur Tür gelaufen sei, habe der Beamte mehrere Male auf das Gesicht des Hundes geschossen, der Hund hat schwer verletzt überlebt, mittlerweile ist er glaub ich wieder gesund. Der Besitzer hat den Beamten dann angezeigt und auch Recht bekommen. Es ist schon erschreckend wenn man denkt dass solche schießwütigen Psychos eigentlich Freund und Helfer sein sollten! Übrigens, auch wenn der Hund aus deiner Geschichte geschnappt hätte (aus Angst zcool smiley dann muss man ihn aber trotzdem nicht gleich erschießen, sondern erst mal versuchen ob man den Hund nicht irgendwie beruhigen kann. Aber dafür haben die gestressten Beamten natürlich keine Zeit, es gibt ja noch so viele andere Hunde die erschossen werden müssen *bitterlach*
Viele Grüße
Christina

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