Dogdance - Austausch von Übungsanleitungen :: Hundesport & Freizeit mit Hund

Dogdance - Austausch von Übungsanleitungen

von Anila am 16. November 2009 19:11
Hallo Frieda,

ich finde auch, man muss ja nicht alles können. Ist es nicht eher eine niedrige Frustrationstoleranz, was Vasco da zeigt? Puhh.... jedenfalls finde ich es enorm, was der alles gelernt hat, obwohl das Training mit ihm sicherlich wesentlich schwieriger als mit Durian ist.

Hast du mal ein Entspannungssignal beigebracht?

Viele Grüße
Anila

von Frieda am 16. November 2009 20:43
Huhu,

ja ist wirklich eine niedrige Frustrationstoleranz mit zusätzlich viel zu viel Motivation. Ihm macht das Klickern an sich ja Spaß, aber wenn er nicht erkennt, was er machen soll.... Deswegen meinte ich ja so richtiges shapen kann ich mit dem nich machen, da reißt er mir den Kopf ab winking smiley. Der will lieber genau gesagt bekommen, was nun zu tun ist.
Naja, Entspannungssignal, hm nicht wirklich. Bzw. eigentlich schon. Weil, wenn wir spielen oder eben irgendwas anderes zusammen machen, dann ist auf "Schluss" eben wirklich schluss. Dann weiß er es gibt kein Spiel und keine Aufgaben mehr. Drin legt er sich dann hin und draußen geht er seiner Wege winking smiley.

LG Frieda

von Anila am 16. November 2009 23:07
Hallo Frieda,

statt Schluss sage ich "Ende".

Aber das meine ich nicht, sondern eher ein Signal, auf das hin er sich entspannt. Meist sage ich automatisch, wenn ich ihn streichle und er sich räkelt: "Hmmm... das magst du aber, was?" - in einem bestimmten Ton. Für ein Kommando wäre das vermutlich zu lang, aber wenn das richtig konditioniert wird, kann man es auch in einer stressigeren Situation sagen, damit der Hund wieder entspannt.

Dass freies Shapen bei Euch nicht geht, kann ich gut verstehen!

Ich übe am Anfang nur mit dem Clicker, dann später nicht mehr. Heute hatte ich auch bei Durian das Gefühl, dass er unruhiger war, solange der Clicker im Spiel ist. Wenn nicht sofort der Click kam, probierte er sehr schnell, fahrig schon, neue Dinge aus.

Ärgerlich oder aggressiv wird er allerdings nie, aber er wurde etwas unkonzentrierter.

Kann es sein, dass vielleicht ein Clicker auch Stress erzeugen kann? Einfach dadurch, dass die Erwartung des Clicks und der Belohnung so groß wird, dass man es kaum noch aushalten kann und eigentlich nur auf die Belohnung und nicht auf die Arbeit konzentriert ist? So kam es mir vor.

Ganz am Anfang hatte ich ihm mal abgefordert, einen Trick zu zeigen, bevor ich ihm sein Futter gegeben habe. Der Trick saß aber noch nicht so gut, und da ist er völlig fahrig und hibbelig - kopflos - geworden. Wenn ich dagegen fordere, dass er mich ansehen soll (was er gut kann), dann bleibt er auch 1 Minute oder länger ruhig, bis ich das Futter freigebe.

Gerade das letzte Beispiel spricht ja für eine Überforderung, aber die schien mir auch durch die Anwesenheit des Futters - der Riesenbelohnung - entstanden zu sein. Und ich kann mir vorstellen, dass auch der Clicker selbst dieselbe Wirkung erzielen kann. Bei Euch ist es ein Bewegungsspiel, was da die Riesenbelohnung darstellt. Deswegen nehme ich den Clicker jedenfalls nur am Anfang, bis Durian so die Idee von dem hat, was ich will. Ich finde den Clicker auch total wertvoll in solchen Situationen, weil man alles so punktgenau belohnen kann. Aber dann lasse ich ihn wieder weg.

Würde mich mal interessieren, was du dazu denkst.

Viele Grüße
Anila





Bei Durian habe ich manchmal den Eindruck, dass er ruhiger mitarbeitet, wenn ich nur "Fein" oder "Richtig" oder eben auch "Falsch" sage. Für "Fein" oder "Richtig" gibt es immer nur manchmal eine Belohnung

von Frieda am 17. November 2009 19:17
Huhu,

also so ein Kommando gibt es nicht wirklich. Wenn er bei Hundebegegnungen unruhig wird, sag ich immer ganz ruhig "Alles okehhhh!" Das hilft auch und er wird ruhiger. Beim Clickern hilft sowas nicht. Ich lasse ihn, wenn er unruhig wird und auch so auf dem Spaziergang, wenn er hibbelig hin und her wackelt "Platz" machen. Das hilft auch beim Clickern. Mache dann ca. 1 Minute Pause und dann ist es wieder ok.
Bei Vasco ist es so, arbeite ich nur mit Futter, dann wird es noch schlimmer. Erstens kann ich nicht so genau belohnen und verwirre ihn noch viel leichter und schneller und er lässt sich mit Fein und Ähnlichem nicht begeistern. Nicht, wenn wir wirklich etwas konkretes üben. "Freude" stellt sich relativ schnell ein und ja auch etwas Überdrehtheit durch den Einsatz des Clickers. Aber ich habe sehr viel und nicht nur Tricks, sondern auch Grundgehorsam, Verträglichkeit gegenüber anderen Hunden und sonstiges mit dem Clicker erreicht. Ich weiß ja, wann schluss ist. Manchmal hat er halt nur nen schlechten Tag und dann geht es schneller, als ich es gewohnt bin. Mit etwas mehr hm Einsicht würden dann aber auch solche "Aussetzer" nicht passieren. Ist eher meine Schuld, wenn ich die Anzeichen nicht beachte. Bei ihm muss man eben mehr auf sowas achten winking smiley.

LG Frieda

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