Hilfe mein Hund hat Angst! :: Hundeerziehung + Soziales

Hilfe mein Hund hat Angst!

von DasHerrchenDerContes am 01. Januar 2011 20:15
Guten Abend.

Ich habe folgendes Problem.

Mein Hund hat Angst vor mir. Ich kann mir nicht erklären warum. Ich tu alles um meinem Hund meine Zuneigung zu zeigen. Ich lass sie aus meiner Hand fressen, ich schmuse ständig mit ihr, sie bekommt extra Leckerlies. Ich vernachlässige sogar manchmal die Hausarbeit nur damit ich beim Hund sein kann.

Klar, wenn sie mal Mist baut, wie z.B. auf andere Hunde losgehen oder wenn sie mal ausreist bekommt sie schon mal nen klapps. Aber sie wird nie Verprügelt (oder ähnlich grausames). Wir schimpfen nur mit ihr und schicken sie in die Ecke.

Aber seit Ende des Sommers (sie ist am 1. Juni 7 geworden) ist sie wie ausgewechselt. Also zum negativen hin. Früher war sie immer so Lebensfroh und wollte immer nur spielen und gab keine Ruhe. Aber jetzt, sitzt sie immer nur noch in der Ecke, macht "Hunde Augen", kauert sich zusammen und Zittert.

Und wenn ich mit ihr schmusen will oder sie streichele, zittert sie noch viel mehr und jauelt fast.
Leider ging es in ihren Anfangsjahren nicht "sooo" gut. Wir waren die ersten 2 Jahre etwas überfordert und haben auch viel in der Erziehung mit ihr falsch gemacht. Sie langweilt sich leider sehr.

Da wir selten genug Zeit für diesen Temparament vollen Jack-Russel Terrirer und Foxterrier Mix haben. Wir können selten mal länger als eine Stunde mit ihr Gassi gehen. Und ich denke jeden Tag nur zwischen 45 und 60 Minuten ist zu wenig Auslauf. Auf unserem Grundstück wird dann mal bei den 3 Fütterungen pro Tag wird dann das Bällchen oder Stöckchen geworfen. Im Sommer sind wir zwar jeden Tag mindestens 3 bis 3 1/2 Stunden bei ihr, da wir sowieso alles was geht draußen erledigen(wie z.B. Hausaufgaben, Mittagessen). Aber im Winter geht das schlecht. Zum Glück haben wir noch die 2 Katzen, mit denen sie den ganzen Tag zusammen ist.

Aber ich komme nunmal immer wenn ich kann zu ihr, sie "wohnt" leider ganzjährig draußen. Da unser Vater keine Hunde im Haus haben will(aus Religiösen gründen).

Weggeben in eine bessere Familie funktioniert leider auch nicht, da sie anscheinend doch an uns hängt. Wenn wir auch mal nur 2 Tage weg sind, frisst sie nichts und wird aggressiv.

Ich verzweifle langsam. Wie kann ich der Hündin zeigen, dass ich ihn gern habe? Ich möchte einfach nur, dass sie wieder mit dem Schwanz wedelt und so ist, wie früher. Ich bin jedes mal, wenn ich bei ihr bin, den Tränen nah. Denn ihr körperlicher Zustand scheint sich auch zu verschlechtern. Sie sieht immer schlechter und läuft auch ab und an mal gegen eine Tür wenn wir sie in den Keller bringen(das Licht bleibt in der Dunkelheit/bei Nacht an).

Bitte helft mir.

MfG B. C.

von Anila am 01. Januar 2011 23:24
Hallo B.C

ich finde zwar viele Sachen nicht optimal – aber die hast du auch selbst angesprochen - aber ich könnte mir auch vorstellen, dass körperlich was mit dem Hund nicht stimmt.

Habt Ihr den Hund schon als Welpe bekommen? Ich vermute mal, dass Ihr Euch und Euer Verhalten nicht plötzlich verändert habt. Oder gab es irgendeine Veränderung gegen Ende des Sommers?

Mir fällt gerade auf, dass du schreibst, während des Sommers hat sich ein Teil Eures Lebens draußen abgespielt. Das allerdings ist dann eine Veränderung. Da hatte Euer Hund deutlich mehr Familienanschluss – und nun ist er überwiegend ganz alleine. Das war allerdings in all den Jahren zuvor auch so – aber vielleicht wird so ein Hund ja im Alter auch anfälliger für solche Veränderungen?

Spontan dachte ich bei deiner Beschreibung: Depressiv oder krank.

Ich würde auf jeden Fall zum Tierarzt gehen, um auszuschließen, dass es noch eine körperliche Ursache für die Verhaltensänderung gibt. Eine Depression könnte ich mir allerdings vorstellen.

Dann allerdings müsst Ihr wirklich die Lebensumstände von Eurem Hund verbessern. Such trotz der Religion noch mal mit deinem Vater das Gespräch. Ich weiß jetzt nicht, welcher Religion er angehört, aber auch im Islam gibt es unterschiedliche Auslegungsweisen und häufig gilt nur ein Teil des Hundes, der Speichel z.B., als unrein. Vielleicht ließe sich dann ein Kompromiss finden: Dass der Hund sich in einem Körbchen in der Wohnung aufhalten darf. Aber halt auch nur dort – und nicht im ganzen Haus. Dasd es Tabuzonen gibt, kann man Hunden beibringen und er hätte dann etwas mehr Familienanschluss.

Wenn das gar nicht geht, dann würde ich schauen, dass sich doch jemand findet, der ihn ganz nimmt. Von deinem Text her klingt es für mich so, als hättet Ihr das schon mal ausprobiert? Ich würde da gezielt nach erfahrenen Jack-Russel-Haltern suchen und damit die Umstellung nicht so groß ist, sollten die Leute den Hund erstmal bei Euch kennen lernen und ihn häufiger besuchen.

Wie alt bist du? Vermutlich wäre es für dich total traurig, den Hund abgeben zu müssen, oder? Wenn du schon erwachsen bist, mag der Auszug auch eine Alternative sein? Siehst du denn eine Möglichkeit, ihn länger zu beschäftigen? Die 60 Minuten könnte man allerdings sicherlich auch noch interessanter gestalten. Das wäre jetzt ein neues Thema, aber ich bin gerne bereit, dir dazu noch viele Tipps zu geben. Es ist nicht nur immer die Zeit in Minuten, sondern wichtig ist halt auch, wie diese Minuten verbracht werden. Da könnte man die Qualität sicherlich noch verbessern. Aber die Isolation halte ich ehrlich gesagt schon für ein Problem.

Ich würde also zunächst zum Tierarzt gehen und zusätzlich schauen, dass Euer Hund mehr Familienanschluss bekommt. Und dann nichts erzwingen und ihn nicht bedrängen. Welche Erklärung hältst denn du für die Wahrscheinlichste?

Ich fände es schön, wenn du mal berichtest, wie es weiter geht und was draus geworden ist.

Tschüß,
Anila

von DasHerrchenDerContes am 02. Januar 2011 00:41
Quote Anila:
Habt Ihr den Hund schon als Welpe bekommen? Ich vermute mal, dass Ihr Euch und Euer Verhalten nicht plötzlich verändert habt. Oder gab es irgendeine Veränderung gegen Ende des Sommers?

-Ja, wir haben die Hündin schon seit sie 5 Wochen alt ist. Also seit dem Sommer 2003. Die erste Woche durfte sie rein, dann wurde ihr eine Hundehütte gebaut. Sie wurde dann nach und nach an das "draußen Leben" gewöhnt.

-Es gab (Winter) 2009 die Veränderung, dass wir umgezogen sind. Im folgenden Sommer waren wir sehr viel im Garten beschäftigt, da er ziemlich verwarlost war. Da durfte Sie immer von der Leine und der Ball wurde immer mal geworfen.


Quote Anila:
Dann allerdings müsst Ihr wirklich die Lebensumstände von Eurem Hund verbessern. Such trotz der Religion noch mal mit deinem Vater das Gespräch. Ich weiß jetzt nicht, welcher Religion er angehört, aber auch im Islam gibt es unterschiedliche Auslegungsweisen und häufig gilt nur ein Teil des Hundes, der Speichel z.B., als unrein. Vielleicht ließe sich dann ein Kompromiss finden: Dass der Hund sich in einem Körbchen in der Wohnung aufhalten darf. Aber halt auch nur dort – und nicht im ganzen Haus. Dasd es Tabuzonen gibt, kann man Hunden beibringen und er hätte dann etwas mehr Familienanschluss.

Das mit dem Islam, hast du richtig erfasst. Mein Vater beschäftigt sich sehr mit allem, was mit dem Islam zu tun hat. Und ein großer Schwerpunkt sind dabei Energien (positive und negative Energien, Aura, Strahlung). Und Tiere strahlen auch bestimmte Energien aus.

Katzen strahlen positive aus, schlafen auch nur in "positiven Häusern" und "ziehen" Engel an und können diese sogar sehen.

Hunde hingegen haben eine negative Aure. Sie können auch naja "Dämonen" sehen. Und ein Engel geht niemals in ein Gebäude, in dem ein Hund ist. Deswegen ist mein Vater dagegen.

Wir machen aber momentan Dank(?!?!) Silvester Fortschritte. Sie darf aufgrund der Böller und Raketen, die noch gezündet werden, in den Keller, genauer in der Waschküche. Da ist es schön warm, da die Heizungsmaschine im Raum neben an ist, und Sie hat Gesellschaft von den Katzen. Wir haben 2 Katzen mitgebracht, für eine der Katzen (der Kater), ist unsere Hündin wie eine Mutter. Sie hat ihn sogar gesäugt. In diesem Sommer noch. Unser Kater schläft auch in der Hundehütte. Aber ich denke, sie muss demnächst wieder Ganztags raus.


Quote Anila:
Wenn das gar nicht geht, dann würde ich schauen, dass sich doch jemand findet, der ihn ganz nimmt. Von deinem Text her klingt es für mich so, als hättet Ihr das schon mal ausprobiert? Ich würde da gezielt nach erfahrenen Jack-Russel-Haltern suchen und damit die Umstellung nicht so groß ist, sollten die Leute den Hund erstmal bei Euch kennen lernen und ihn häufiger besuchen.

Also direkt, nicht. Wir sind halt schon öfters mal in den Urlaub gefahren, und früher haben wir mit meinem Onkel und seiner Familie in einem Haus gewohnt. Zu denen hatte sie nie einen richtigen bezug. Und als wir in den Urlaub gefahren sind, wurde sie von meinem Onkel gefüttert und hat das Futter nicht angenommen. Und sie wurde etwas bissig. Einmal sind wir alle zusammen in den Urlaub gefahren, und sie haben wir bei einem bekannten abgeben, der eines Ihrer Geschwister hatte. Das selbe Spiel auch dort. Also ich denke, es wird zehnmal so schwer für den Hund, als wenn wir sie bei uns lassen.



Quote Anila:
Wie alt bist du? Vermutlich wäre es für dich total traurig, den Hund abgeben zu müssen, oder? Wenn du schon erwachsen bist, mag der Auszug auch eine Alternative sein? Siehst du denn eine Möglichkeit, ihn länger zu beschäftigen? Die 60 Minuten könnte man allerdings sicherlich auch noch interessanter gestalten. Das wäre jetzt ein neues Thema, aber ich bin gerne bereit, dir dazu noch viele Tipps zu geben. Es ist nicht nur immer die Zeit in Minuten, sondern wichtig ist halt auch, wie diese Minuten verbracht werden. Da könnte man die Qualität sicherlich noch verbessern. Aber die Isolation halte ich ehrlich gesagt schon für ein Problem.

Ich bin 15. Die Contes habe ich bekommen, als ich acht war. Naja ich habe mir halt einen Hund gewünscht, seitdem ich denken kann. Ich denke ich würde selbst in tiefste trauer stürzen. Mir kommen schon die Tränen, wenn sie nur das kleinste bisschen hat. Ich bin da sehr emotional. Und meine Leistungen(Schulisch und auch sonst) würden in den Keller gehen. Das kann ich mir einfach nicht leisten.



Quote Anila:
Ich würde also zunächst zum Tierarzt gehen und zusätzlich schauen, dass Euer Hund mehr Familienanschluss bekommt. Und dann nichts erzwingen und ihn nicht bedrängen. Welche Erklärung hältst denn du für die Wahrscheinlichste?

Also das mit dem Familienanschluss ist so ein Problem. Ich tue was ich kann, mein Vater war von Anfang an gegen den Hund und tut sich schwer, irgendwelche Gefühle zu zeigen, meine Mutter bemüht sich, aber sie muss Arbeiten und den Haushalt schmeißen und meine Schwester meint, weil sie jetzt Arbeiten geht und im Haushalt hilft, ist sie für die Haustiere nicht mehr Zuständig.

Also bleibt alles an meiner Mutter und mir hängen. Hauptsächlich an mir(was nicht schlimm ist, da ich den Hund haben wollte. Jedoch habe ich nicht immer Zeit).

Quote Anila:
Ich fände es schön, wenn du mal berichtest, wie es weiter geht und was draus geworden ist.

Tschüß,
Anila

Ich werde in diesem Thread berichten, was der Tierazt (und auch möglicherweise der Tierpsychologe) dazu sagt.

Ich grüße Erneut.

Baris C.

von Anila am 02. Januar 2011 03:05
Hallo Baris,

ich selbst bin ehrlich gesagt nicht gläubig, aber meines Wissens gibt es im Koran kein Verbot, Tiere im Haus zu haben. Aber die Hadithe sind Überlieferungen Mohammeds, die im Koran nicht enthalten sind. Und hier gibt es eine Überlieferung, nachdem Engel einen Raum nicht betreten, wenn dort ein Hund ist.

Quote :
Wir machen aber momentan Dank(?!?!) Silvester Fortschritte.
Heißt das, dass das Zittern und das sich-Zurückziehen etwas abgenommen hat, seit Eure Hündin drinnen und näher an der Familie dran sein kann?

Wenn dem so ist, dann ist das wirklich schwierig. Auf der einen Seite der Hund, dem es vermutlich besser ginge, wenn er mehr Familienanschluss hätte, auf der anderen Seite dein Vater. Aber immerhin hat er sich kompromissbereit bezüglich der Waschküche gezeigt. Meinst du, dass du ihn vielleicht dazu bewegen könntest, dass Eure Hündin dort im Winter sein darf? Wenn beispielsweise der Tierarzt das auch sagt?

Sie hätte dort die Katzen, du könntest immer mal wieder zwischendurch runter gehen – und wenn es nur für 5 Minuten wäre. Und geruchlich seit Ihr halt näher dran. Unser Hund bleibt im Büro – wo wir allerdings auch immer sind, außer nachts. Aber wenn ich weggehe, weiß er, dass ich „weit“ weg bin. Er freut sich dann riesig, wenn ich wieder komme. Wenn ich dagegen nachts im 1. Stock schlafe, ist das für ihn kein Problem. Vermutlich riecht er, dass ich noch in der Nähe bin. Jedenfalls bleibt er ruhig auf seiner Matratze liegen, wenn ich dann mal runter komme. Ich war ja die ganze Zeit in der Nähe. Die Waschküche wäre vermutlich schon mal eine Verbesserung für die Winterzeit.

Kümmerst du dich hauptsächlich um die Hündin? Klingt für mich so. Du könntest ihren Alltag noch etwas spannender gestalten, indem du mit ihr häufig neue Wege gehst (raus aus dem Garten), indem du mit ihr was gemeinsam machst, was Euch Spaß macht. Das kann auch mal sein, dass der Ball versteckt wird und gesucht werden muss, oder dass Futter gesucht werden darf (damit können Hunde sich eine ganze Zeit lang beschäftigen), oder dass du Eurer Hündin neue Dinge beibringst. Das sollte ruhig außerhalb Eures Gartens stattfinden, denn den Garten kennt sie zur Genüge. Selbst, wenn du dann nicht viel mehr als 1 Std. pro Tag aufbringen kannst, wäre zumindest die Qualität etwas höher, weil Eure Hündin mehr neue Dinge erlebt. Das macht auch kaputt und danach hat sie auch das Bedürfnis, etwas zu ruhen.

Mein Hund darf nachmittags den Tisch abräumen und zur Belohnung bekommt er einen Kauknochen (wird natürlich vom Abendbrot wieder abgezogen, damit er nicht zu dick wird). Er freut sich riesig auf diese Tätigkeit und mit dem Kauknochen verbringt er eine ganze Zeit lang im Garten. Du könntest irgendwas anderes mit deinem Hund machen, wofür er sich anstrengen muss und wofür er eine größere Belohnung bekommt, mit der er sich einige Zeit lang vergnügen kann. Das wären so Möglichkeiten, um den Tag für Eure Hündin etwas interessanter und abwechslungsreicher zu gestalten.

Trotzdem wird bei der Hündin der Wunsch bleiben, möglichst viel Zeit mit ihren Menschen verbringen zu dürfen. Wenn sie nicht ins Haus darf, dann müsst Ihr Menschen mehr Zeit mit ihr verbringen. Bist du momentan die Einzige, die sich kümmert? Aber vielleicht ist auch zusätzlich was anderes nicht in Ordnung mit ihr.

Viele Grüße
Anila

von DasHerrchenDerContes am 02. Januar 2011 03:58
Quote Anila:
Hallo Baris,

ich selbst bin ehrlich gesagt nicht gläubig, aber meines Wissens gibt es im Koran kein Verbot, Tiere im Haus zu haben. Aber die Hadithe sind Überlieferungen Mohammeds, die im Koran nicht enthalten sind. Und hier gibt es eine Überlieferung, nachdem Engel einen Raum nicht betreten, wenn dort ein Hund ist.

Quote :
Wir machen aber momentan Dank(?!?!) Silvester Fortschritte.
Heißt das, dass das Zittern und das sich-Zurückziehen etwas abgenommen hat, seit Eure Hündin drinnen und näher an der Familie dran sein kann?

Wenn dem so ist, dann ist das wirklich schwierig. Auf der einen Seite der Hund, dem es vermutlich besser ginge, wenn er mehr Familienanschluss hätte, auf der anderen Seite dein Vater. Aber immerhin hat er sich kompromissbereit bezüglich der Waschküche gezeigt. Meinst du, dass du ihn vielleicht dazu bewegen könntest, dass Eure Hündin dort im Winter sein darf? Wenn beispielsweise der Tierarzt das auch sagt?

Mit den Fortschritten war mein Vater gemeint. Er hat sich auf den Kompromiss eingelassen, dass wenn es stürmt oder sehr kalt ist, sie in den Keller darf. Ich bin drauf und dran, meinen Vater zu überzeugen, dass sie im Winter die Nacht im Keller verbringt.

Es gibt aber noch ein Problem: Sie bellt zu viel(das wird sich ja dann hoffentlich mit deiner Hilfe ändern). Es kam letztens ein Nachbar zu uns, und beschwerte sich, dass die Contes zu viel belle, und er wolle zu den Behörden gehen, wenn sich das nicht ändert.

Und sie ist halt nicht Stubenrein. Sie war Gestern und Heute ab ca, 18:00 uhr drinne. Ich bin dann halt jede Stunde für ca. 15-20 Min bei ihr unten. Und dann gehe ich ab und an mal für 10 Minuten raus, damit sie Pinkeln kann. Also sie wartet schon. Aber es ist schwierig. Zum einen, hält sie trocken, aber anstatt irgendwei auf sich aufmerksam zu machen, pinkelt sie dann einfach. Also ich muss sie so schnell wie möglich Stubenrein bekommen.


Quote Anila:
Sie hätte dort die Katzen, du könntest immer mal wieder zwischendurch runter gehen – und wenn es nur für 5 Minuten wäre. Und geruchlich seit Ihr halt näher dran. Unser Hund bleibt im Büro – wo wir allerdings auch immer sind, außer nachts. Aber wenn ich weggehe, weiß er, dass ich „weit“ weg bin. Er freut sich dann riesig, wenn ich wieder komme. Wenn ich dagegen nachts im 1. Stock schlafe, ist das für ihn kein Problem. Vermutlich riecht er, dass ich noch in der Nähe bin. Jedenfalls bleibt er ruhig auf seiner Matratze liegen, wenn ich dann mal runter komme. Ich war ja die ganze Zeit in der Nähe. Die Waschküche wäre vermutlich schon mal eine Verbesserung für die Winterzeit.

Die Katzen hat sie sowieso die meiste Zeit bei sich. Die beiden Kater schlafen öfters bei der Contes. Mit dem Geruch.. Naja die Waschküche ist im Keller und ich wohne im 3ten und meine Eltern im 2ten Stockwerk. Im 1ten Stock wohnen Mieter von uns. Zu diesen hat sie aber auch kaum Bezug.

Quote Anila:
Kümmerst du dich hauptsächlich um die Hündin? Klingt für mich so. Du könntest ihren Alltag noch etwas spannender gestalten, indem du mit ihr häufig neue Wege gehst (raus aus dem Garten), indem du mit ihr was gemeinsam machst, was Euch Spaß macht. Das kann auch mal sein, dass der Ball versteckt wird und gesucht werden muss, oder dass Futter gesucht werden darf (damit können Hunde sich eine ganze Zeit lang beschäftigen), oder dass du Eurer Hündin neue Dinge beibringst. Das sollte ruhig außerhalb Eures Gartens stattfinden, denn den Garten kennt sie zur Genüge. Selbst, wenn du dann nicht viel mehr als 1 Std. pro Tag aufbringen kannst, wäre zumindest die Qualität etwas höher, weil Eure Hündin mehr neue Dinge erlebt. Das macht auch kaputt und danach hat sie auch das Bedürfnis, etwas zu ruhen.

Also die Nachbarstochter ist verrückt nach Hunden. Sie kommt auch immer mal vorbei. Geht Gassi und schaut nach ihr, wenn wir nicht da sind. Wenn ich mit ihr ausgehe, sieht das so aus: Entweder, wir gehen durch das Wäldchen und 2-3 Mal um den Block(also durch die verschiedenen Straßen) oder wir laufen zu einem guten Freund und von ihm aus dann in den Wald(vom Freund bis zu der Stelle, zu der wir standartmäßig laufen sind's ca. 3 Km). Von dort aus werden dann mal andere/neuere Routen gewählt.

Nur Freilassen kann ich sie nicht. Da sie einen zu großen Jagdtrieb hat. Wenn sie nur eine Maus entdeckt, ist schluss. Dann hört sie auf gar niemanden. Und wenn sie dann mal ausgerissen ist, bleibt sie auch nicht stehen, bis sie die Orientierung verliert. Deswegen lass ich sie eigentlich nie von der Leine.

Wenn andere Hunde vorbei kommen, ist sie auch nicht mehr zu halten. Vor allem bei Hündinnen(egal wie groß sie sind), rastet sie aus. Und wenn Männchen vorbei kommen, ist sie sehr Dominant und hört auch nicht. Wir haben sie nicht von Anfang an auf die Hundeschule geschickt. Daher hat sie auch nie sowas trainiert.

Nur wir haben ihr von Anfang an bei Fuß und Sitz bei gebracht. Letzten Sommer hat sie noch Platz gelernt und kommenden dann Apportieren(also dann mit 8 Jahren). Nur das bei Fuß funktioniert nicht, wenn ihr Jagdtrieb einsetzt.



Quote Anila:
Trotzdem wird bei der Hündin der Wunsch bleiben, möglichst viel Zeit mit ihren Menschen verbringen zu dürfen. Wenn sie nicht ins Haus darf, dann müsst Ihr Menschen mehr Zeit mit ihr verbringen. Bist du momentan die Einzige, die sich kümmert? Aber vielleicht ist auch zusätzlich was anderes nicht in Ordnung mit ihr.

Ich hatte sowieso vor, sie mal durchchecken zu lassen. Da werde ich ihre Psyche mal ansprechen.
Ich danke dir sehr für deine Hilfe. Und das Angebot für die Tipps mit den Beschäftigungsmöglichkeiten nehme ich Dankend an.


Viele Grüße Baris

von Anila am 02. Januar 2011 21:34
Hallo Baris,

dass dein Vater langsam weich wird, ist ja schon mal gut. Aber dann ist die Waschküche doch noch eine ziemliche Ecke von Euch ab. Ob sie vielleicht mal zu Euch in den Flur oder in die Diele darf?

Dass die Nachbarstochter auch gerne mit Eurer Hündin raus geht, ist prima, die würde ich mir unbedingt warm halten. Geht sie regelmäßig, also täglich, mit Eurem Hund raus? Reagiert Eure Hündin bei diesem Mädchen momentan auch anders?

Das Bellen tritt vermutlich eher draußen auf, oder? Und der Nachbar, der sich beschwert hat ist dann nicht der aus Eurem Haus im 1. Stock? Was für Situationen sind es, in denen Eure Hündin bellt? Ich könnte mir vorstellen, dass sie es tut, wenn jemand am Grundstück vorbei geht. Mit Glück kann ein Sichtschutz helfen. Aber vielleicht beschreibst du noch mal die Situation, in der sie bellt und auch, welche Möglichkeiten sie hat; ob sie also frei auf dem Grundstück herum läuft, ob es einen Sichtschutz schon gibt, und so was.

Wenn man sie ständig im Auge hätte, wäre es leichter, Bellen zu unterbinden, aber das würde halt auch bedeuten, dass man bei jeder Bell-Situation eingreift und diese Möglichkeit habt Ihr nicht. Also bleibt da meiner Meinung nach nur, dass es einen Sichtschutz gibt und möglicherweise ihr Freiraum auf einen strategisch unwichtigeren Teil begrenzt wird, wo sie nicht zum Zaun oder zur Pforte laufen kann. – Vorausgesetzt natürlich, die Bellsituation ist so, wie ich es mir gerade vorstelle.

Mit Stubenunreinheit habe ich selbst wenig Erfahrung, meiner war stubenrein, als ich ihn bekam. Gelesen habe ich immer wieder, dass man auch ehemalige Zwingerhunde schnell stubenrein bekommt, allerdings sieht das Training genauso aus, wie bei einem Welpen, der das noch lernen muss. Bekannte von mir haben gerade einen Hund bekommen, der schon 1,5 Jahre alt ist und bislang auf der Straße bzw. im Zwinger gelebt hat. Der hat 3x in die Wohnung gemacht und war dann stubenrein.

Vorteil wäre, dass Euer Hund schon älter ist und physisch in der Lage ist, auch mal länger anzuhalten.

Gut wäre es, wenn Ihr Eurem Hund eine bestimmte Stelle beibringen könntet, an der er immer sein Geschäft verrichtet. Eine Stelle, die ganz in der Nähe bei Euch ist. Regelmäßige Futterzeiten sind ganz gut, weil du dann einen Rhythmus erkennen kannst, wie häufig Euer Hund ein großes Geschäft macht und wann in etwa das der Fall ist. Genauso aber auch beim kleinen Geschäft. Und wie gesagt: Dann gibt es ein Mega-Lob, was er sich garantiert merken wird.

Man kann das auch mit einem Signal versehen. Ein Hand- oder Wortzeichen, das ist egal. Dieses Zeichen gebt Ihr im selben Moment, wo er sich an dieser Stelle löst. Wenn man das häufig genug gemacht hat, und wenn du herausgefunden hast, wie lange es nach dem Futtern dauert, bis er mal muss, dann kann man ihn gut zu dieser Stelle führen und das Kommando zum Lösen geben.

Hat sie schon mal in die Waschküche gepinkelt? Wie groß ist die Waschküche?

Den Jagdtrieb wirst du nicht ändern können und um den nach 7 Jahren so hinzubekommen, dass du sie jederzeit abrufen kannst, das ist schon ziemlich Arbeit. Das würde ich so akzeptieren und sie halt an einer langen Leine lassen und dort frei lassen, wo es kein Wild gibt. Vielleicht findet sie aber Suchspiele oder den Futterdummy ganz spannend. Das Rüdenproblem würde ich auch einfach so hinnehmen, Ihr habt ja genug Baustellen. Ich würde schon üben, dass sie auch unter Ablenkung abrufbar ist, aber du hast sie eh an der Leine und wenn ein Rüde auftaucht, kann man ja einen Bogen laufen. Oder wie früh rastet sie aus?

Viele Grüße
Anila

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